Jetzt ist es offiziell: Lena Meyer-Landrut tritt beim Eurovision Song Contest 2011 zur Titelverteidigung an. Das Finale findet am 14. Mai 2011 statt - wo, steht allerdings immer noch nicht fest. Mal schauen, ob es tatsächlich dieser, als rohe Skizze schon mal vorab präsentierte Beitrag werden wird:
Heute veröffentlichte die EBU die nach Jury- und Televoting aufgesplitteten Abstimmungsergebnisse des diesjährigen Grand Prixs. Und wie nicht anders zu erwarten, sind sie ein Grund, alle Jurymitglieder und alle Befürworter dieser Institiution direkt in die geschlossene Abteilung zwangseinweisen zu lassen. Zwar gewann Lena beide Votings übereinstimmend (wenn auch das Zuschauervoting deutlich überzeugender), dafür aber kanteten die geschmacksgestörten Vollhorste aus den Korruptionsgremien in den Semis die fantastischen Finninnen, die lustigen Litauer und die schlimme Schwedin raus. Und alleine für das unverdiente Ausscheiden von 'Työlki ellää', das im Televoting auf den sechsten Rang (!) kam und das ich nur als "Kuunkuiskaajatgate" bezeichnen kann, müsste man allen Beteiligten eigentlich stande pede die Bürgerrechte aberkennen - definitiv aber ihren angeblichen Status als "Musikexperten".
Ich liebe die Finnen! Obwohl sie mit ihrem eigenen, grandiosen Beitrag 'Työlki ellää' völlig unverdient im Semi ausschieden, schmollen sie nicht, sondern beförderten 'Satellite' auch bei ihnen an die Chartsspitze. Und ehrten den deutschen Song jetzt sogar noch mit einer großartigen finnischen Coverversion!
Ist das nicht geil? Oh Mann, ich liebe diese unglaublich lustig klingende Sprache mit ihren hart rollenden Rs! Kiitos, Suomi!
So, nach den ganzen Emanzipationsschlagern wenden wir uns jetzt mal wieder dem Lob der Hausfrau zu. Einer meiner wirklich allerliebsten Schlagerschätze ist dieses unglaublich reaktionäre, zum Dahinschmelzen schöne Stück über das Glück, "einem Kind die Tränen vom Gesicht zu wischen und auf den Mann zu warten, der müde von der Arbeit nach Hause kommt".
Und hier die blutjunge Reese Whiterspoon Gitte Haenning, sich energisch gegen die Zwangsverheiratung mit einem Bundesbahner wehrend: 'Ich will 'nen Cowboy als Mann'! Wer nicht (seufz)?
So, genug Tränen vergossen: im dritten Teil meiner kleinen Schlagerreise entführt uns die großartige Su Kramer an einen glitzernden, geheimnisvollen Ort: ins brodelnde Nachtleben der Großstadt nämlich, mit ihren Schwulenbars und Discos! Denn hier und nur 'hier ist das Leben'!
Ihr habt es so gewollt - Part zwei meiner kleinen Schlagerperlenreihe widmet sich dem mit Abstand härtesten Tränenzieher aller Zeiten: Johnny Hills 'Ruf Teddybär Eins Vier' lässt nun wirklich kein Klischee aus!
Ab heute will ich Euch in der Grand-Prix-Sommerpause in loser Folge Perlen des deutschen Liedguts vorstellen, die (leider) keine Verbindung zur schönsten Show der Welt haben, aber dennoch einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Los geht es mit es mit dem Mastermind hinter Boney M. und Milli Vanilli, der in den Siebzigern selbst sängerisch tätig war: Frank Farian!
Derzeit tourt Lena durch das Vereinigte Königreich, wo sie in einer TV-Show ihren Willen bekräftigte, nächstes Jahr noch mal antreten zu wollen. Gegenüber dem großartigen britischen Gossip-Blog Popbitch verriet sie auch bereits den Titel ihres nächsten, auf Deutsch gesungenen Grand-Prix-Beitrags und sang schon mal die Hookline:
Sensationelle Nummer! Damit dürfte der Doppelsieg sicher sein!