Aller guten Siegel sind drei: Valentina singt auch 2014!

Der sanmarinesische Sender SMTV hätte sich keinen passenderen Tag aussuchen können: praktisch zeitgleich mit den historischen Worten Angela Merkels anlässlich ihrer Pressekonferenz zum Besuch des US-Präsidenten Barack Obama in Berlin – “Das Internet ist für uns alle Neuland” – bestätigte die kleinste Republik der Welt offiziell, dass die 2012 durch den ‘Social Network Song (oh oh uh oh oh)’ zum Kultobjekt gewordene Valentina Monetta 2014 das Land bereits zum dritten Mal in Folge vertreten soll. Natürlich erneut mit einem Titel aus der Feder Ralph Siegels, der die komplette Sause vermutlich bezahlt. Vielleicht kann Valentina unserer Kanzlerin bei Gelegenheit mal auf eine Entdeckungsreise in das ihr bislang unbekannte Land mitnehmen?

Valentina Monetta – The Social Network Song (OH OH — Uh – OH OH) (San Marino) 2012

Findet Angela auf Facebook ja auch “a Million Friends”?

Wird Valentina nun so lange teilnehmen, bis sie es endlich ins Finale schafft?

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Cascada gewinnt den Ivi-Adamou-Award

Zu einem Platz auf dem Medaillentreppchen beim Eurovision Song Contest 2013 reichte es für Cascada bekanntlich nicht – nun erhält Leadsängerin Natalie Horler von der Fanseite Wiwibloggs einen Preis. Allerdings keinen besonders tröstlichen: den Ivi-Adamou-Award gibt es im Andenken an die zypriotische Sirene von 2012 für den “schlechtesten Livegesang”. 1.044 Leser des britischen Blogs stimmten ab, 324 von ihnen (31,03%) entschieden sich für die deutsche Vertreterin. Auf Platz 2 hinter Natalie landete mit 27,68% die mazedonische Leleleleistin Esma Redžepova. Auch in der Kategorie “größte Enttäuschung” (der Amaury-Vassili-Award) führt Cascada mit aktuell 36% unangefochten, allerdings läuft hier die Abstimmung noch bis Samstag. Zu den bereits abgeschlossenen Votings zählt der ebenfalls vergebene Gina-G-Award für den Teilnehmer mit dem höchsten kommerziellen Potential, der an die norwegische Eisprinzessin Margaret Berger ging. Und nicht ganz zu Unrecht: ‘I feed you my Love’ ist neben dem Siegersong ‘Only Teardrops’ und dem Heimbeitrag ‘Glorious’ der einzige Eurovisionstitel, der sich länger als eine Woche in den deutschen Verkaufscharts halten konnte.

Cascada – Glorious (Germany) – LIVE – 2013 Grand Final

Überzeugte stimmlich nicht so ganz: Natalie Horler von Cascada

Bot Natalie Horler tatsächlich den schlechtesten Livegesang beim ESC 2013?

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Schluss mit lustig: Griechenland schaltet den Rundfunk ab

Es ist ein beispielloser Vorgang: auf Betreiben der griechischen Regierung – genauer genommen: als Folge des Spardiktates von EZB, EU und IWF – stellt der staatliche Sender ERT mit Ablauf des heutigen Tages den Betrieb ein und schaltet das Sendesignal ab. Damit versorgen ab Mitternacht nur noch Privatsender die Hellenen. Alle 2.900 ERT-Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Die EBU legte bereits Protest gegen die Stilllegung eines ihrer Gründungsmitglieder ein und appellierte an den griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras, die Entscheidung umgehend zu revidieren. Samaras traf nach Informationen des Spiegel die Anordnung im Alleingang und gegen den Willen seiner Regierungspartner. Der Sender soll im Herbst wieder eröffnen – dann allerdings in deutlich abgespeckter Variante, vermutlich nur noch mit einem Viertel des heutigen Personals. Ob das Land unter diesen Vorzeichen am Eurovision Song Contest 2014 teilnimmt, darf bezweifelt werden.

Loucas Yiorkas ft. Stereo Mike – Watch My Dance (Greece) – Live – 2011 Eurovision Song Contest Final

Dramatisch geht es derzeit zu in Athen!

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Deutsche Jury begeistert vom schwedischen Jodler

Mitleid mit dem Gastgeberland oder mit den Genen aufgesogene Begeisterung für alpine Jodlerklänge? Wie sich dem vom NDR heute veröffentlichten Abstimmungsergebnis der deutschen Jury beim Eurovision Song Contest 2013 entnehmen lässt, gaben Lena Meyer-Landrut (DE 2010 und 2011), Tim Bendzko, Carolin Niemczyk (Glasperlenspiel), Alina Süggeler (Frida Gold) und Volksmusikikone Florian Silbereisen ihre Douze Points an Robin Stjernberg (‘You’ – uuuh – ooooh – ooooh – uuuh). Eurovisionssiegerin Emmelie de Forest landete hingegen lediglich auf dem fünften Rang. Da sie insgesamt zehn Punkte aus Hamburg bekam, dürfte sie also von den Zuschauern deutlich mehr Stimmen kassiert haben. Interessant auch: Russland, das zwei Punkte aus Deutschland erhielt, lag in der Jurywertung auf Rang 16, muss daher ebenfalls im Televoting gut abgeschnitten haben. Hoffen wir mal, dass der “Stimmendiebstahl” keine persönlichen Konsequenzen für unsere fünf Juroren nach sich zieht, die Russen verstehen da ja keinen Spaß! Der deutsche Gesamtsieger ByeAlex lag bei den Juroren auf Rang 2.

Robin Stjernberg – You (Sweden) – LIVE – 2013 Grand Final

Du-jödel-di ist zweites Futur bei Sonnenaufgang!

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Stimmenhandel: Cyberkrieg gegen Litauen?

Das für Russland unbefriedigende Abschneiden seiner Vertreterin Dina Garipova beim diesjährigen Eurovision Song Contest hat nun Folgen für litauische Internetnutzer: wie die britische Wochenzeitung The Economist berichtet, führte eine massive DDOS-Attacke auf ein Newsportal zur Ausbremsung weiter Teile des litauischen Netzes. Die Seite Delfi.lvlt soll dem Artikel zufolge Droh-E-Mails erhalten haben, in denen mit “radikalen Aktionen” gedroht worden sei, falls die Seite nicht einen Bericht entferne, in dem Russland des Stimmenkaufs bezichtigt werde. Der Economist zitiert einen Mitarbeiter des Providers TEO, wonach es teilweise “bis zu 50 Millionen Serverabfragen innerhalb weniger Minuten” gegeben habe. Die litauische Regierung wolle nun das nationale CERT (Computer Emergency Response Team) aufstocken. Wie bereits berichtet, hatte sich der russische Außenminister Sergej Lawrov zuvor über “Stimmendiebstahl” beklagt, weil Dina keine Punkte aus Aserbaidschan bekam, obwohl die Russin nach Auskunft des dortigen Machthabers Ilham Alijew im Televoting der früheren Sowjetrepublik auf dem zweiten Platz lag.

Eurovizijos 2013 balsų pirkėjai atvyko su BMW

Stimmenhandel in Litauen: angebliches Enthüllungsvideo von 15min.lt

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Ryan Dolans Familie im Lottoglück

Kleiner Trost für den Letztplatzierten des diesjährigen Eurovision Song Contests, Ryan Dolan: während sein Beitrag ‘Only Love survives’ bei den Jurys und Zuschauern gleichermaßen durchfiel, bewahrheitete sich mal wieder die alte Regel “Pech mit dem Liebeslied, Glück im Spiel” (oder so ähnlich): sein Bruder Sasha (40) gewann in der selben Samstagnacht 87.000 € in der Lotterie, wie die irische Zeitung Herald heute berichtet. Doch selbst dieser nicht unerhebliche Trostpreis habe Ryans engsten Anverwandten, der den Sänger in Malmö begleitete, nicht aufbauen können: “Als Sasha die Ergebnisse sah, war im der Gewinn egal, so sehr war er über das Voting verärgert,” sagte der irische Vertreter dem Blatt. Ryan selbst schwebe hingegen noch immer auf Wolke 7, schließlich charte sein Song in ganz Europa. “Mit dem Eurovisionsauftritt wollte ich Bekanntheit erlangen, und das ist mir gelungen”.

Ireland's Official Eurovision entry 2013 : Ryan Dolan "Only Love Survives"

Geld oder Liebe? Für Ryans Famiie beantwortet sich diese Frage

Drei Länder ohne Televoting beim ESC 2013

So gut wie nichts über die tatsächliche Unterschiede zwischen Jury- und Televoting sagen uns die gestern Nacht von der EBU veröffentlichten Splitvotingergebnisse. Denn, anders als in vorangegangenen Jahren mit Jurybeteiligung, gab die EBU nicht die in harte Länderpunkte umgerechneten Zahlen an, sondern lediglich den gesamteuropäischen Wertungsdurchschnitt (mehr dazu später). Wie der Mathefreak Ervin Juhász von escxtra anhand eines Abgleichs der angegebenen Durchschnittswertungen und der Anzahl der abstimmenden Länder ausgerechnet haben will, verraten uns die Zahlen allerdings, dass in insgesamt drei Ländern – eines im ersten und zwei im zweiten Semi -  lediglich die Juryergebnisse in die Endwertung miteinflossen und das Televoting keine Beachtung fand. Er selbst tippt im zweiten Semi auf San Marino, was angesichts der überschaubaren Einwohnerzahl von etwas über 30.000 und der Tatsache, dass die Miniaturrepublik Teil des italienischen Telefonnetzes ist, äußerst schlüssig erscheint.

Valentina Monetta – Crisalide (Vola) (San Marino) – LIVE – 2013 Semi-Final (2)

Aus ihrem Land stimmte wohl nur die Jury ab: SMlerin Valentina

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Das Žižić-Gate: EBU veröffentlicht Splitvoting

Zehn Tage nach dem Finale von Malmö veröffentlichte die EBU heute die Splitvotingresultate. Oder, wenn man es genau nimmt, eher nicht: entgegen bisheriger Gepflogenheiten behielt man in Genf die nach Jurys und Televotern getrennten Punkteergebnisse für sich und gab stattdessen nur die jeweiligen Durchschnittsrankings bekannt. Die sind aber nur eingeschränkt aussagekräftig: man kann aus ihnen natürlich eine Hitliste bilden, wie ich es mangels besserer Daten in meinen Tabellen auch getan habe. Allerdings könnte das getrennte Punkteergebnis auf dem Scoreboard hypothetisch ganz anders ausgesehen haben. Die EBU erläutert es selbst am Beispiel Irlands: der im Finale letztplatzierte Ryan Dolan liegt mit einem durchschnittlichen Zuschauerranking von 14,62 zwar auf Platz 14, schaffte es aber in nur drei Ländern in die Top Ten – was aber die Voraussetzung ist, überhaupt Punkte zu bekommen. Daher zogen zwölf Länder mit niedrigerem Schnitt an ihm vorbei.

Ryan Dolan – Only Love Survives (Ireland) – LIVE – 2013 Grand Final

Der europäische Durchschnittszuschauer sah ihn im Mittelfeld: Ryan Dolan

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Lena Meyer-Landrut macht sich nass

Trotz ihres kleinen Faux-Pas bei der Präsentation der deutschen Länderpunkte während des Finales des Eurovision Song Contest 2013 (Lena wollte unbedingt Punkte an Norwegen geben, die deutsche Top 3 bestand jedoch aus Island, Dänemark und Ungarn) läuft es derzeit ganz gut für die Gewinnerin von 2010: ihre aktuelle Single ‘Mr. Arrow Key’, die sie ihm Grand-Prix-Rahmenprogramm vorstellte, steigt diese Woche auf Platz 46 in den Top 100 Singlecharts ein, wie escfans.de berichtet. Und dann hat sie mal wieder ein Werbeengagement: für den Brausekopfhersteller Doosh stellt sie sich – natürlich (!) vollständig angezogen – unter die Dusche und singt mit leicht veränderter Stimme einen Rocksong. Und Lena wäre nicht Lena, käme am Ende nicht noch ein kleiner Gag. Lustig könnte es auch ab Juli werden, wenn RTL das winterliche Dschungelcamp um ein sommerliches Wüstencamp in Namibia erweitert. Zu den D-Promis der ersten Staffel von Wild Girls – auf Stöckeln durch Afrika gehören unter anderem Senna Guemmour, die 2007 als Teil der Girlgroup Monrose mit ‘Even Heaven cries’ in der deutschen Vorentscheidung scheiterte, sowie die fabelhafte Conchita Wurst (Österreich rockt den Songcontest).

Lena rockt unter der Dusche

Funktioniert: nach diesem Clip will ich so einen Duschkopf haben!

Emmelie de Forest steigt auf Platz 5 der deutschen Charts ein

Mittlerweile scheinen es die Plattenfirmen mit der zeitnahen Bereitstellung der digitalen Downloads zu kapieren: insgesamt 13 von 26 Eurovisionstiteln steigen in die offiziell am Freitag erscheinende deutsche Top 100 ein. Erwartungsgemäß führt Eurovisionssiegerin Emmelie de Forest die Liste an: ihr gelang mit ‘Only Teardrops’ der höchste Neueinstieg auf Rang 5. Damit überrundet sie sogar Cascadas beste Platzierung noch um eine Position. ‘Glorious’ war bereits letzte Woche im Vorfeld des Song Contest auf #78 in die Charts zurückgekehrt. Die weiteren Neueinsteiger: auf #24 Margaret Berger, auf #39 ByeAlex, der die deutschen Douze Points erhielt, sowie zehn Plätze tiefer Anouks sterbende Vögel.

Anouk – Birds

Kleine Wiedergutmachung für das peinliche Punktedebakel: Anouk chartet in Deutschland

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