Perlen der Vorentscheidung: Crazy for Life

Bereits im vergangenen Jahr schlug ich vor, einen mit Selbstschußanlagen bewehrten Elektrozaun um Litauen zu bauen, angesichts des Mentalzustands einer Mehrzahl seiner Vorentscheidungsvertreter. Eine Forderung, die ich nach Sichtung der gestrigen ersten Vorrunde der Eurovizija nur bekräftigen kann. Alle ins Finale Weitergekommenen vermitteln irgendwie den Eindruck, als seien sie frisch aus der Klapse entsprungen oder gehörten zumindest zügig dort eingewiesen. Das gilt beispielsweise für den Vorrundensieger Artūras Žabas alias Beissol, dessen melancholisch klagende Nummer ‘Why’ ja gar nicht so schlecht kommt. Wäre da nur nicht dieser mit Armeestiefeln und Pinguinfrack verkleidete Schlacks von Sänger mit seiner ekelhaften Guttenbergfrisur und seiner total enervierenden Schafsstimme, die andererseits dem Song auch gerade das Besondere verleiht.


Beissol: Warum können wir nichts gegen dieses Outfit tun?

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Malta: This is so light!

Gerade noch mal eben so gerettet! Nachdem beim gestrigen Semi mit ‘Whoop it up’ und ‘I want to run away’ der von mir so sehr geliebte maltesische Spitzentrash ausschied, wählten die Juroren (und, als pseudodemokratisches Feigenblatt, die zu einem Sechstel zählenden Televoter) heute den einzigen im Feld noch verbliebenen halbwegs passablen Titel für Baku aus: ‘This is the Night’ von Kurt Calleja, ein schwacher Abklatsch von Sakis Rouvas‘ fast gleichnamigen Beitrag von 2009. Aufgepeppt mit den nach Ell&Nikki wohl unvermeidlichen ‘Oh-oh-oh’s, wenn auch hier notdürftig getarnt als ‘Eh-eh-eh’. Besagtes aserbaidschanisches Siegerpärchen war übrigens in Malta zu Gast, ebenso wie die französische Vertreterin diesen Jahres, Anggun, die ihren Song für Baku vorstellte – playback. Ich ahne live einen Carcrash auf uns zukommen…


Ganz schnucklig: hier kommt Kurt

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Perlen der Vorentscheidung: vierter Supersamstag

Mit dem ersten Semi des schwedischen Melodifestivalen startete heute die heiße Phase der Vorentscheidungssaison. Und der völlige Overload, denn zeitgleich liefen Vorrunden in Norwegen, Ungarn und Litauen. Sowie das maltesische Finale. Doch zum Wichtigsten zuerst: nach Växjö! Dort fand die erste Runde des MF statt, in dem sich mehr fantastische Songs und Performances versammelten (allerdings leider auch Stimmen vom Backingtape, die teilweise über 80% der Darbietung ausmachten) als in den kompletten bisherigen Vorentscheidungen aller anderen Länder zusammen. Zwei davon schafften es Direkt til Globen: die Fanfavoritin Loreen mit dem passend betitelten ‘Euphoria’, einem Discoschlager mit starkem Neunzigerjahre-Ibiza-Rave-Einschlag, zu dem die ein wenig durch den Wind wirkende Loreen eine Choreografie der schönsten Yoga-Posen tanzte. Sowie die Linkin-Park-Gedächtnisband Death by April: ein Häuflein vollkörpertätowierter, schwarzgekleideter böser Buben (und, nebenbei bemerkt, die geilsten Kerle, die jemals auf einer MF-Bühne standen!), die einen sehr melodiösen Rockschlager namens ‘Mystery’ skandierten. Zwei echte Kracher, da bin ich sehr einverstanden mit dem Ergebnis!


You will stay, will stay, oh-oh: Tooji (NO)

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Perlen vor die Malteser

So. Nun habe ich extra 12 Stunden mit dem Schreiben dieses Artikels über das maltesische Semifinale vom Freitag abgewartet, um zu sehen, ob mein heiliger Zorn über die geschmackliche Unzurechnungsfähigkeit der Mittelmeerinsulaner vielleicht verraucht. Tut er aber nicht. Sechs von 24 Titeln schmissen die Malteser gestern Abend aus dem Rennen, darunter selbstverständlich die beiden einzigen guten Beiträge. Also, “gut” im Sinne von: wunderbar trashig. Werfen wir daher einen letzten, tränenumflorten Abschiedsblick auf die Contestperlen ‘I want to run away’ von Eleanor Cassar und ‘Whoop it up’ von Annalise Ellul. Auch das natürlich ebenfalls ausgeschiedene, lustige ‘DNA’ von Romina Mamo, so etwas wie das Ahnungslos-und-Spaß-dabei-Update zu ‘Surfen – Mulitmedia’ (DE 1996), verdient eine Erwähnung ehrenhalber. Und um derer Vernichtung beizuwohnen, quäle ich mich dreieinhalb Stunden lang mit einem unglaublich miesen, ruckeligen und quäkigen Internetstream, für den selbst ein Land wie Burkina Faso sich schämen müsste? Nie wieder, Malta!


‘I want to run away’: bei dieser Frisur kein Wunder!

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Sido im Augenblick der Illusion

Die beiden letzten Titel für die österreichische Vorentscheidung stehen fest. Zunächst präsentierten 3nach9 3punkt5, auch bekannt als Sidos Straßenkinder, ein von dem deutschen Rapper in Zusammenarbeit mit dem ORF aus Menschen mit typischen DSDS-Lebensläufen gecastetes Bandprojekt, heute endlich ihren Song ‘Augenblick’: eine streichergesättigte Schicksalsballade mit gerappten Strophen (darunter eine in kroatisch) und gesungenem Refrain. Und wie fast immer, wenn sich ein paar harte Jungs verletztlich geben und Weltschmerz mit Kampfgeist mischen, schmelze ich dahin. Desweiteren gab der ORF den Ersatz für die disqualifizierten !Deladap bekannt: es sind… !Deladap! Entgegen allen guten Zuredens durfte die Kappelle, deren Beitrag ‘Crazy Swing’ wegen Verstoßes gegen die Vorveröffentlichungsregel kassiert werden musste, einen weiteren Titel nachnominieren: ‘Don’t turn around’ dürfte gegen die Konkurrenz von Conchita Wurst und den Trackshittaz ebenso chancenlos bleiben.


Der Refrain als Auftakt: funktionierte auch bei Severine schon

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USFB: A Million in 1 – 2 – 3

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Star: die Blitztabelle

Seines erlernten Berufs wegen nennt man Stefan Raab ja gerne mal den Metzger. Dabei wäre Melker die viel passendere Berufsbezeichnung. Ich kann ihn nur aufrichtig dafür bewundern, wie er es schafft, selbst die untauglichsten und ausgelutschtesten Ideen gnadenlos auszumelken und damit Geld wie Heu zu scheffeln. Die von ihm in der Slowakei geklaute und ins deutsche Castingshowunwesen eingeführte Blitztabelle produziert die langweiligste und vorhersehbarste Staffel seit Menschengedenken, bei der eigentlich schon von der ersten Sendung an, allerspätestens aber seit heute für jeden klar erkennbar feststeht, welche beiden Kandidaten ins Finale einziehen werden (nämlich Rehauge Roman  Meier-Landlob und Wuchtbrumme Yanafer Gerke-Braun) und welche lediglich als Kanonenfutter dienen (nämlich alle anderen)? Egal, führen wir einfach noch sechs jeweils einminütige Extravotings um die Plätze für die nächste Vorrunde ein, um in der heißen Abstimmphase extralange abkassieren zu können.

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Frankreich 2012: Toi, la Musique et moi

Heute veröffentlichte das französische Fernsehen den Beitrag, mit dem Anggun im Mai in Baku die Trikolore vertritt. ‘Echo (You and I)’ heißt der Uptemposong und beinhaltet französische wie englische Textzeilen. Wobei die in Indonesien geborene Sängerin im Angelsächsischen eine überzeugendere Vorstellung abgibt. Musikalisch irritiert das Machwerk hauptsächlich durch unmotivierte Tempiwechsel und verstörende Elektrosounds, wirkt aber zumindest so, als habe es einen Bezug zur realen Popwelt und hebt sich damit deutlich von den bisher bekannten Vorentscheidungsbeiträgen aller anderen Länder ab. Spannend bleibt nun noch die Frage, wie das ganze live klingt, denn bei der vorliegenden Studioaufnahme kam das Autotune schon ganz ordentlich zum Einsatz. Sollte aber insgesamt für ein zufriedenstellendes Ergebnis für Frankreich langen.


Keine Poprevolution, aber ordentliches Handwerk: Anggun


Beim maltesischen Vorentscheid, ebenfalls playback

Wie stehen die Chancen für Anggun?

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AT: Es ist niemals zu spät

Der Grand-Prix-Praecox hat wieder zugeschlagen: heute disqualifizierte der ORF den Vorentscheidungsbeitrag ‘Crazy Swing’ von !Deladap. Der Grund: ein Verstoß gegen das Vorveröffentlichungsverbot – vielleicht sollte sich die Kappelle nun in De la Depp umbenennen! Damit erwischte es einen zwar ohnehin chancenlosen, aber wenigstens nicht sofort einschläfernden Song. Schade! Der ORF prüfe nun nach eigenen Angaben, ob man das Starterfeld auf neun Teilnehmer reduziere oder !DelaDap die Chance gebe, einen anderen Beitrag einzureichen. Eine dritte Möglichkeit sei die Nachnominierung eines anderen Kandidaten. Und selbstverständlich muss ich an dieser Stelle nochmals Sankil Jones und ‘Fire’ ins Gespräch bringen – denn trotz der etwas kaugummihaften Intonation des Sängers ist das immer noch um Längen besser als alles, was sich bislang in der Auswahl befindet.


Das wäre Ihr Song gewesen: Crazy Swing von !Deladap


Letzte Chance, ORF: zuschlagen, bevor es zu spät ist!

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Perlen der Vorentscheidung: dritter Supersamstag

Welch’ ein furchtbarer Eurovisionssamstag! Ob ausfallende Mikrofone in Ungarn oder kollektive Geschmacksverirrung in Norwegen: bei den drei heutigen Semifinals reihte sich ein Mißgriff an den nächsten. Am ärgerlichsten der in der zweiten Runde des Melodi Grand Prix: dort fand sich mit der fabelhaften Minnie Oh (nicht zu verwechseln mit der schwedischen Melodifestivalen-Teilnehmerin Mimi Oh oder dem Grey’s-Anatomy-Star Sandra Oh) und ihrem discotastischen ‘You and I’ der einzige richtig gute Song des heutigen Abends. Und ein sensationeller Auftritt mit halbnackten Tänzern, Keyboardspielern mit Mülleimern auf dem Kopf und einer voluminösen Sängerin mit Schulterpolstern aus der Jurassic-Park-Kollektion. Doch sie schaffte es nicht ins Finale. Stattdessen entschieden sich die Norweger für eine stimmschwache ehemalige Junior-Eurovisions-Teilnehmerin, einen vollständig Playback singenden Schönling und eine keltisch inspirierte Rockband mit dem peinlichen Namen Plumbo. Würg. Nun könnte nur noch eine Jury-Wildcard Minnie Oh retten.


Ich bin zwei Kylies: die fabelhafte Minnie Oh

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Nina Badric: kein Sex vor dem Contest

Diese Meldung des englischen Boulevardblatts Metro kann ich meinen Lesern natürlich nicht vorenthalten: die kroatische Vertreterin für Baku, Nina Badric, will sich in Vorbereitung auf den Contest einen viermonatigen Sexbann auferlegen. “Diesmal habe ich mich entschieden, mich bestmöglich vorzubereiten, so wie ein Olympionike oder ein Boxer vor dem Weltmeisterkampf,” sagte die 39jährige. Daher wolle die verheiratete Sängerin bis zum Sieg beim Eurovision Song Contest die Ehe nicht mehr vollziehen, um sich ganz auf ihre Gesangsvorbereitungen konzentrieren zu können. Wie albern! Damit steht sie im direkten Gegensatz zu ihrer Kollegin von 2006, Severina Vukovic, die für ihr legendäres ‘Moja Štikla’ mit einem Skandalvideo warb, das sie beim außerehelichen Verkehr mit einem kroatischen Industriellen zeigte. Ninas Mann sei laut Metro mit der Sexpause einverstanden: “All die kalten Duschen werden sich lohnen, wenn Nina gewinnt,” soll er Freunden[1] gesagt haben. Und wenn nicht?


Bleib Du mal enthaltsam, Nina. Ich kümmer mich dann um die beiden Jungs.

  1. [1] An dieser Stelle übrigens herzlichen Dank an Liam Whelan, der diese fabelhafte Story auf Facebook postete.
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Die Blitztabelle ist eine Witztabelle

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Star: die Blitztabelle

Die deutschen Televoter haben wirklich einen eigenartigen Sinn für Humor. Obwohl in der heutigen dritten Runde von Unser Star für Baku nur zwei von zehn jungen Hoffnungsvollen herauszuwählen waren, schafften sie es streckenweise beinahe, einen völligen Punktegleichstand zwischen den acht Letztplatzierten hinzubekommen. Im altbekannten Voting-Yo-Yo stürzte fast jeder einmal auf einen der Abstiegsplätze, schoß wieder nach oben und sackte wieder ab. Noch deutlicher als in den beiden ersten Sendungen offenbarte sich heute erneut die völlige Untauglichkeit der Dauereinblendung der Punktestände, denn erneut sorgte die Blitztabelle dafür, dass die Zuschauer immer nur dann für ihren persönlichen Liebling anriefen, wenn es ernst wurde. Weiterkommen oder Ausscheiden wurde damit dem Zufallsgenerator überlassen – ein Effekt, der zwar für Adrenalinschübe und Lachanfälle gut sein mag, aber die Ergebnisse zu einem völligen Witz verkommen lässt.


Musik: nett. Sänger: nice!

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La, la, la…af auf Zypern (CY 2012)

Man soll es kaum glauben, aber es gibt sie noch: die Länder, die bei ihrer Vorentscheidung auf Anhieb alles richtig machen. So erwartbar wie korrekt entschieden sich heute Abend auf der sonnigen Mittelmeerinsel Zypern (bzw. ihrem griechischen Teil davon) sowohl die Zuschauer wie auch die Senderjury im Drei-Song-Finale für das lautmalerisch-eingängige ‘La la Love’. Die bereits fest gesetzte Ivi Adamou führt mit dem ersten Uptempotitel der Saison in Baku eine große, einst von Massiel begründete Eurovisionstradition fort, wofür ihr Respekt und Ehre gezollt seien. Eine zyprische Tradition führte sie ebenfalls fort: sie sang Playback! Auch die Grand-Prix-Götter meinen es gut: Zypern befindet sich im selben Semi wie Griechenland, die ersten Douze Points hat Ivi daher schon im Sack. Es werden, so meine Prophezeihung, noch etliche hinzukommen.


Hoffen wir mal, dass es live kein Carcrash wird…

Wie findest Du das zyprische 'La la Love'?

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Light my Fire, Baku!

Eurovision Song Contest 2012 LogoDer Eurovision Song Contest 2012 scheint eine Raucherveranstaltung zu werden: “Light your Fire” heißt das heute vorgestellte, offizielle Motto der europäischen Popfestspiele in Baku, Aserbaidschan. Wenig originell auch das bei den olympischen Winterspielen von Nagano 1998 abgekupferte Logo, für welches dasselbe deutsche Team verantwortlich zeichnet wie schon für das Langnese-Herz von 2011, das ja auch keinen Innovationspreis gewann. Nach dem mittlerweile bereits das Dach drauf ist, wurde heute auch die sich noch im Rohbau befindliche Baku Crystal Hall als Veranstaltungsort offiziell bestätigt. Neben der Schlüsselübergabe zwischen den Bürgermeistern von Düsseldorf und Baku fand auch die Auslosung der Startplätze in den Semis statt. Deutschland stimmt auf eigenen Wunsch im zweiten Semi am Donnerstag ab (ProSieben, das stets das Semi ohne deutsches Voting überträgt, zeigt an diesem Tag das Finale von Germanys next Bulimiemodel) und kann somit seine 12 Punkte wieder an die Türkei geben.


Bringt ihr inneres Feuer gerne zum Glühen: Ireen Sheer (DE 1978)

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Perlen der Vorentscheidung: zweiter Supersamstag

Skandinavischer Supersamstag: neben dem Dänendebakel fanden heute Abend auch Vorrunden in Norwegen und Island statt. Im Land der Elfen gingen fünf Acts an den Start, von denen sich zwei für das Finale qualifizieren konnten. Nämlich Regína Ósk Óskarsdóttir, 2008 ein Teil meiner allerliebsten Eurovisionsteilnehmer aller Zeiten, der Euroband. Sie performte mit ‘Hjartað Brennur’ einen schwungvollen Ohrwurm, von dem ich mir hundertprozentig sicher bin, den genau so schon mal unter anderer Überschrift gehört zu haben. Und zwar Ton für Ton. Jemand unter meinen Lesern eine Idee?


Wunderschön die motownhafte Performance: Regína Ósk

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DK 2012: Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise!

Es gibt ein Wiedersehen mit Anna Bergendahl beim Eurovision Song Contest 2012. Gut, in Dänemark nennt sie sich Soluna Samay. Und zur Tarnung verkleidet sie sich mit einer albernen Kapitänsuniform – im Zusammenhang mit dem Drama der vor Italien leckgeschlagenen MS Costa Cordalis vielleicht keine all zu geschmackvolle Idee. Aber wir reden hier von Dänemark, da ist Geschmack ohnehin kein Maßstab. ‘Should’ve know better’ lautet der Titel ihres Beitrags. Und der beschreibt exakt das Dilemma des heutigen Abends: natürlich hätte ich es wissen können, dass sich das Anschauen des Melodi Grand Prix nicht lohnt, weil dieses selbstverständlich ausschließlich mit grausamer Songsülze bestückt ist. Ich tat es trotzdem – und litt. Geschieht mir nur recht. Und nun müssen auch die Zuschauer im Mai leiden.


Ein bissl Shampoo hin und wieder könnte nicht schaden, Mädel!

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