Nina Badric: kein Sex vor dem Contest

Diese Meldung des englischen Boulevardblatts Metro kann ich meinen Lesern natürlich nicht vorenthalten: die kroatische Vertreterin für Baku, Nina Badric, will sich in Vorbereitung auf den Contest einen viermonatigen Sexbann auferlegen. “Diesmal habe ich mich entschieden, mich bestmöglich vorzubereiten, so wie ein Olympionike oder ein Boxer vor dem Weltmeisterkampf,” sagte die 39jährige. Daher wolle die verheiratete Sängerin bis zum Sieg beim Eurovision Song Contest die Ehe nicht mehr vollziehen, um sich ganz auf ihre Gesangsvorbereitungen konzentrieren zu können. Wie albern! Damit steht sie im direkten Gegensatz zu ihrer Kollegin von 2006, Severina Vukovic, die für ihr legendäres ‘Moja Štikla’ mit einem Skandalvideo warb, das sie beim außerehelichen Verkehr mit einem kroatischen Industriellen zeigte. Ninas Mann sei laut Metro mit der Sexpause einverstanden: “All die kalten Duschen werden sich lohnen, wenn Nina gewinnt,” soll er Freunden[1] gesagt haben. Und wenn nicht?


Bleib Du mal enthaltsam, Nina. Ich kümmer mich dann um die beiden Jungs.

  1. [1] An dieser Stelle übrigens herzlichen Dank an Liam Whelan, der diese fabelhafte Story auf Facebook postete.
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Die Blitztabelle ist eine Witztabelle

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Star: die Blitztabelle

Die deutschen Televoter haben wirklich einen eigenartigen Sinn für Humor. Obwohl in der heutigen dritten Runde von Unser Star für Baku nur zwei von zehn jungen Hoffnungsvollen herauszuwählen waren, schafften sie es streckenweise beinahe, einen völligen Punktegleichstand zwischen den acht Letztplatzierten hinzubekommen. Im altbekannten Voting-Yo-Yo stürzte fast jeder einmal auf einen der Abstiegsplätze, schoß wieder nach oben und sackte wieder ab. Noch deutlicher als in den beiden ersten Sendungen offenbarte sich heute erneut die völlige Untauglichkeit der Dauereinblendung der Punktestände, denn erneut sorgte die Blitztabelle dafür, dass die Zuschauer immer nur dann für ihren persönlichen Liebling anriefen, wenn es ernst wurde. Weiterkommen oder Ausscheiden wurde damit dem Zufallsgenerator überlassen – ein Effekt, der zwar für Adrenalinschübe und Lachanfälle gut sein mag, aber die Ergebnisse zu einem völligen Witz verkommen lässt.


Musik: nett. Sänger: nice!

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La, la, la…af auf Zypern (CY 2012)

Man soll es kaum glauben, aber es gibt sie noch: die Länder, die bei ihrer Vorentscheidung auf Anhieb alles richtig machen. So erwartbar wie korrekt entschieden sich heute Abend auf der sonnigen Mittelmeerinsel Zypern (bzw. ihrem griechischen Teil davon) sowohl die Zuschauer wie auch die Senderjury im Drei-Song-Finale für das lautmalerisch-eingängige ‘La la Love’. Die bereits fest gesetzte Ivi Adamou führt mit dem ersten Uptempotitel der Saison in Baku eine große, einst von Massiel begründete Eurovisionstradition fort, wofür ihr Respekt und Ehre gezollt seien. Eine zyprische Tradition führte sie ebenfalls fort: sie sang Playback! Auch die Grand-Prix-Götter meinen es gut: Zypern befindet sich im selben Semi wie Griechenland, die ersten Douze Points hat Ivi daher schon im Sack. Es werden, so meine Prophezeihung, noch etliche hinzukommen.


Hoffen wir mal, dass es live kein Carcrash wird…

Wie findest Du das zyprische 'La la Love'?

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Light my Fire, Baku!

Eurovision Song Contest 2012 LogoDer Eurovision Song Contest 2012 scheint eine Raucherveranstaltung zu werden: “Light your Fire” heißt das heute vorgestellte, offizielle Motto der europäischen Popfestspiele in Baku, Aserbaidschan. Wenig originell auch das bei den olympischen Winterspielen von Nagano 1998 abgekupferte Logo, für welches dasselbe deutsche Team verantwortlich zeichnet wie schon für das Langnese-Herz von 2011, das ja auch keinen Innovationspreis gewann. Nach dem mittlerweile bereits das Dach drauf ist, wurde heute auch die sich noch im Rohbau befindliche Baku Crystal Hall als Veranstaltungsort offiziell bestätigt. Neben der Schlüsselübergabe zwischen den Bürgermeistern von Düsseldorf und Baku fand auch die Auslosung der Startplätze in den Semis statt. Deutschland stimmt auf eigenen Wunsch im zweiten Semi am Donnerstag ab (ProSieben, das stets das Semi ohne deutsches Voting überträgt, zeigt an diesem Tag das Finale von Germanys next Bulimiemodel) und kann somit seine 12 Punkte wieder an die Türkei geben.


Bringt ihr inneres Feuer gerne zum Glühen: Ireen Sheer (DE 1978)

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Perlen der Vorentscheidung: zweiter Supersamstag

Skandinavischer Supersamstag: neben dem Dänendebakel fanden heute Abend auch Vorrunden in Norwegen und Island statt. Im Land der Elfen gingen fünf Acts an den Start, von denen sich zwei für das Finale qualifizieren konnten. Nämlich Regína Ósk Óskarsdóttir, 2008 ein Teil meiner allerliebsten Eurovisionsteilnehmer aller Zeiten, der Euroband. Sie performte mit ‘Hjartað Brennur’ einen schwungvollen Ohrwurm, von dem ich mir hundertprozentig sicher bin, den genau so schon mal unter anderer Überschrift gehört zu haben. Und zwar Ton für Ton. Jemand unter meinen Lesern eine Idee?


Wunderschön die motownhafte Performance: Regína Ósk

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DK 2012: Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise!

Es gibt ein Wiedersehen mit Anna Bergendahl beim Eurovision Song Contest 2012. Gut, in Dänemark nennt sie sich Soluna Samay. Und zur Tarnung verkleidet sie sich mit einer albernen Kapitänsuniform – im Zusammenhang mit dem Drama der vor Italien leckgeschlagenen MS Costa Cordalis vielleicht keine all zu geschmackvolle Idee. Aber wir reden hier von Dänemark, da ist Geschmack ohnehin kein Maßstab. ‘Should’ve know better’ lautet der Titel ihres Beitrags. Und der beschreibt exakt das Dilemma des heutigen Abends: natürlich hätte ich es wissen können, dass sich das Anschauen des Melodi Grand Prix nicht lohnt, weil dieses selbstverständlich ausschließlich mit grausamer Songsülze bestückt ist. Ich tat es trotzdem – und litt. Geschieht mir nur recht. Und nun müssen auch die Zuschauer im Mai leiden.


Ein bissl Shampoo hin und wieder könnte nicht schaden, Mädel!

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USFB: Die Blitztabelle ist ein Arschloch

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Star: die Blitztabelle

“Da hab ich ja was angerichtet mit meiner Tabelle,” mit diesen wahren Worten versuchte Stefan Raab eben gerade kurz nach dem Abspann der zweiten Ausgabe von Unser Star für Baku die unglücklich Ausgeschiedene Vera Reißmüller zu trösten. Als Sympathiesiegerin gestartet, unterlag der schwäbische Wonneproppen in der letzten Sekunde mit gleicher Prozentzahl, aber ein paar Anrufen weniger, der Konkurrentin Ornella Santis. Und lieferte einen weiteren Beweis für die Untauglichkeit des neuen, “ehrlichen” Votingverfahrens mit der Blitztabelle, die nichts als Zufallsergebnisse produziert. Doch was soll die Aufregung: wie schon in der ersten Staffel von Unser Star für Oslo 2010 dürfte der spätere Sieger aus der ersten Show kommen.

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Perlen der Vorentscheidung: erster Supersamstag

So, die Saison läuft auf vollen Touren, und wie jedes Jahr reagiere ich auf die völlige Überforderung durch mehrere gleichzeitig laufende Vorentscheidungsvorrunden und die parallele Veröffentlichung von gefühlt 7 Millionen Wettbewerbsbeiträgen mit Schockstarre. Ich bitte um Vergebung, aber ich erhebe hier ja ohnehin nicht den Anspruch, ein topaktuelles ESC-Newsblog zu sein (dazu finden Sie eine Auswahl viel kompetenterer Seiten in meinen Links). Hier nun also der Versuch, die Geschehnisse der letzten Tage abzuarbeiten, beginnend mit dem vergangenen Supersamstag.


Liebe Kinder: bitte nicht zuhause nachmachen!

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Österreich verbockt den Song Contest

Diese Woche präsentierte der ORF neun von zehn Songs der am 24. Februar stattfindenden Vorentscheidung (hier anhörbar). Unter dem Motto “Der Ö3-Wecker rockt den Song Contest” wurde auch die von der Popwelle unter rund 120 Einsendungen vergebene Wildcard gelüftet: sie ging an die Mary Broadcast Band. Welch ein gigantischer Griff ins Klo! Das Team um den im Wildcardrennen unterlegenen Song ‘Fire’ von Sankil Jones sprach in einer Pressemeldung gar von “Schmauchelei”. Denn die diesmal glückliche Langweilerkappelle um Maria Ausstrahlung sorgte bereits beim letztjährigen österreichischen Vorentscheid für einen Eklat, wenn auch unter umgekehrten Vorzeichen: damals lag die Band in der Vorauswahl im Internetvoting unter den besten Zehn, kam aber aufgrund schlechter Jurybeurteilung nicht in die TV-Vorentscheidung, was zu einem Proteststurm im Lande führte. Betreibt Ö3 hier also kosmische Wiedergutmachung zulasten der Chancen des Landes in Baku? Denn die nun vorgestellten Titel sind samt und sonders von einer unfassbaren Öde.


Klasse Interpretin, scheiß Song: Conchita Wurst mit ‘I am That’s what I am’

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Unser Star für Baku: die Blitztabelle!

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Star: die Blitztabelle

Was sagt uns das über eine Castingshow, wenn der eigentliche Star des Abends keiner der singenden Teilnehmer ist, sondern das Votingverfahren? In der ersten Ausgabe der Raab’schen Vorauswahl stand die “Blitztabelle” im Vordergrund, auf der während der gesamten Sendung die aktuellen Prozentpunkte der Kandidaten eingeblendet wurden. Am Ende lagen sechs der zehn Kombattanten gleichauf – aber nur fünf konnten weiterkommen. Das führte zum Anrufkrieg: sekündlich rutschten sicher geglaubte Favoriten auf den “Arschplatz” (und wieder nach oben). Ich hasse es ja, es zuzugeben: aber das war spannend! Gegen meinen festen Vorsatz sah ich mich sogar genötigt, SMSe für Shelly Phillips und Roman Lob zu senden. Was lernten wir noch heute abend?

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Can Bonomo für die Türkei

Nach den üblichen endlosen Spekulationen gab der türkische Sender TRT vor wenigen Minuten offiziell seinen Vertreter für Baku bekannt: es ist Can Bonomo, der sich selbst als “Musiker / Zeichner / Schreiber / Betrunkener / Bastard” bezeichnet und noch am ehesten mit Laka (BA 2008) vergleichbar ist: auf sympathische Weise durchgeknallt, ethno-indie und irgendwie faszinierend. Und dazu sieht er auch noch gut aus! Can macht seit seinem achten Lebensjahr Musik und veröffentlichte 2011 sein erstes Album. Er ist ein Sepharde, also ein Türke jüdischer Abstammung, was die Wahl von TRT insbesondere vor dem Hintergrund des erstmaligen Ausscheidens im Semi 2011 besonders mutig erscheinen lässt. Mal schauen, ob die Diaspora-Punkte dennoch fließen. Und mal schauen, wie der Song wird – sein bisheriges Portfolio klingt viel versprechend! Ich freu mich sehr!


Meczup – der Titeltrack seines Debütalbums


Bana Bir Saz Verin


Und zu Dorothys Freunden scheint er auch zu gehören!

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Unser Star für Baku: so wird gevotet!

Nun sind die Neuerungen beim Voting für Unser Star für Baku bestätigt: “In jeder der acht Live-Shows stimmt das TV-Publikum im Echtzeit-Voting” (also ab dem ersten Auftritt über die gesamte Sendedauer) “über die Kandidaten ab. Der aktuelle Stand ist als Live-Ranking jederzeit auf dem Bildschirm zu sehen,” so verkündete es der NDR heute Mittag. Die Leitungen sind bereits ab der Kandidatenvorstellung geöffnet, also schon bevor der erste Ton gesungen wurde. Wer die wenigsten Sympathieanrufe erhält, muss als erster singen (und ist damit bereits zu Beginn als Verlierer gebrandmarkt). Die aktuellen Zwischenstände sind auch für die Sänger während des Auftritts live zu sehen – fieser geht es eigentlich kaum. Die nicht stimmberechtigte Jury besteht fest aus Thomas D., Alina Süggeler und Stefan Raab. Gastjuroren, die ja ohnehin nur kämen, um ihre neue Platte zu bewerben, gibt es keine mehr. Außer seinem Jurorenposten halte sich Raab aber musikalisch aus USFB heraus: keiner der vorgestellten Songs stamme von ihm (und übrigens auch keiner von Thomas D.).


Auch Stefan Raab ist wieder Teil der Jury, wenn auch nicht als Präsident

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Perlen der Vorentscheidung: Alles nichts Riga?!?

Lustig: bei der lettischen Vorentscheidung scheint in diesem Jahr Kostümpflicht zu herrschen. Die meisten der zehn Beiträge im ersten Semi der Eirodziesma arbeiteten mit auffälliger Verkleidung, wohl um von den schlimmen Songs abzulenken. Immerhin, der eine gute Titel des heutigen Abends, ‘Disco Superfly’ der Gruppe PeR, schaffte es ins Finale am 18. Februar, gemeinsam mit dem entsetzlichen Kindergeburtstagslied ‘Celebration’ der als singende Torte (kein Witz!) kostümierten Paula Dukure. Hella von Sinnen, die in dem gigantischen Stoffrund bequem Platz gefunden hätte, bisse sicher vor Neid ins Sofakissen. Der Höhepunkt von Paulas Performance ereignete sich, als das Lied schon aus war: da verschwand die Gute nämlich vollständig im Inneren des Gebäckstücks und rollte von der Bühne. Grandios!


Das ist ja mal ‘ne Torte!

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Perlen der Vorentscheidung: von popowackelnden Polizisten

Die Vorentscheidungssaison 2012 läuft auf vollen Touren: Zypern ist im Discoschlampenmodus, Dänemark wild zum Sieg entschlossen, Litauen setzt auf Masse und Irland findet keine Gegner für Jedward. Aber das Wichtigste zuerst: Gerüchten zufolge heißt der Beitrag der bei der österreichischen Vorentscheidung erneut antretenden, grandiosen Bauerndiscoburschen Trackshittaz: ‘Woki mit Deim Popo’. Und klingt so (Achtung, miserable Soundqualität, aber die Trash-Perle entschädigt dafür):


Kann das mal bitte jemand deutsch untertiteln? Ich versteh nur Popo! (AT)

Ich nehme meine geäußerten Zweifel, ob Lukas Plöchl & Co. nochmals so ein Brett wie ‘Oida taunz!’ hinlegen könnten, offiziell zurück. Spitze, Jungs! Sie reihen sich damit ein in ein europaweites, beachtliches Angebot an Uptemposongs – sollte also Hoffnung bestehen, dass 2012 kein juryoptimiertes Schnarchfest wird?

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Niederlande: Grand Prix beschäftigt das Parlament

Endlich mal ein Politiker, der sich um die wirklich wichtigen Dinge kümmert: der niederländische Abgeordnete Jasper van Dijk von den Sozialdemokraten will eine parlamentarische Debatte über die dortige Vorentscheidung beantragen. Grund: fünf der sechs diese Woche vorgestellten KandidatInnen entstammen der Castingshow The Voice of Holland, produziert von Jon de Mol. Dessen Firma Endemol organsiert in diesem Jahr im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Senders TROS auch die niederländische Vorentscheidung. Der Kandidatenkür voraus ging eine offene Bewerberrunde mit insgesamt über 500 Einsendungen, darunter beispielsweise die großartigen Bearforce1. Dass daraus nun fast ausschließlich Interpreten hervorgingen, die mit dem Produzenten der Sendung bereits vertraglich verbandelt sind, erscheint in der Tat ein wenig… wie soll ich sagen: wulffig. Meint auch Herr van Dijk: “Das ist eine Jon-del-Mol-Party”, beklagt er.


Es ist genug, findet auch Conny Vandenbos

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