Fran­zö­si­scher Vor­ent­scheid 1958: Schla­fes Bru­der

Nach dem auf­wän­di­gen und chao­ti­schen Vor­ent­schei­dungs­ver­fah­ren von 1957 mit sei­nen zahl­rei­chen Vor­run­den und sei­nem Inter­pre­tin­nen­wech­sel in letz­ter Minu­te stand in die­sem Jahr der gal­li­sche Ver­tre­ter bereits von vor­ne­her­ein fest: André Cla­veau, ein zu jener Zeit sehr erfolg­rei­cher und tech­nisch ver­sier­ter Pari­ser Schnul­zensän­ger und Schla­ger­film-Mit­wir­ken­der. Fünf Titel stan­den für ihn zur Aus­wahl, die der im Jah­re 2003 ver­stor­be­ne Chan­son­nier für die sen­der­in­ter­ne Ent­schei­dung bizar­r­er­wei­se nicht ein­mal selbst ein­sin­gen muss­te: die Demo­ver­sio­nen der Autor/innen genüg­ten. Ein nun wirk­lich beson­ders unge­eig­ne­tes Ver­fah­ren, die idea­le Kom­bi­na­ti­on aus Sän­ger und Song zu fin­den!

Lull­te Euro­pa sanft in den Schlaf: Cla­veau beim Wett­be­werb in Hil­ver­sum.

Eine Jury bestimm­te jeden­falls aus den fünf Vor­schlä­gen das sanft ein­lul­len­de Wie­gen­lied ‘Dors, mon Amour’ (‘Schlaf, mei­ne Gelieb­te’) zum fran­zö­si­schen Bei­trag. Und mach­te damit den gol­de­nen Griff: Cla­veau gewann gegen star­ke Kon­kur­renz den Haupt­wett­be­werb in Hil­ver­sum. Kein Wun­der also, dass man auch für die nächs­ten zwei Jah­re beim rein inter­nen Aus­wahl­ver­fah­ren blieb.

Vor­ent­scheid FR 1958

Frei­tag, 7. Febru­ar 1958, aus Paris. Fünf Teilnehmer/innen (sen­der­in­ter­ne Lie­der­wahl aus den Demo­ver­sio­nen).

#Interpret/inTitelErgeb­nis
01Charles DumontPari­gi Roma
02René Denon­cinHélé­na02
03Joce­ly­ne JocyaMusi­que magi­que
04Hubert GiraudDors, mon Amour01
05André RichinTape dans tes Mains

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