ESC 1977: Kojak, Hijack, me and you

Logo des Eurovision Song Contest 1977
Das Jahr der Kult­knal­ler

Der die­sen Wett­be­werb aus­rich­ten­de bri­ti­sche Sen­der hat­te in die­sem Jahr kein glück­li­ches Händ­chen: nur zwei Stun­den vor der geplan­ten Aus­strah­lung sei­ner Vor­ent­schei­dung A Song for Euro­pe tra­ten die Kame­ra­leu­te der BBC in einen unbe­fris­te­ten Streik, wes­we­gen auch der ursprüng­lich für den 2. April 1977 ter­mi­nier­te Song Con­test ver­scho­ben wer­den muss­te. Dann fie­len die Post­kar­ten zwi­schen den Songs, die – wie schon 1970 – in den jewei­li­gen Teil­neh­mer­län­dern auf­ge­zeich­net wer­den soll­ten, Bud­get­kür­zun­gen zum Opfer. Zwar dreh­te die BBC statt­des­sen mit den ange­reis­ten Dele­ga­tio­nen in einem Lon­do­ner Restau­rant, ent­schloss sich dann aber, das Film­ma­te­ri­al nicht ein­zu­set­zen: Bil­der von den Sänger/innen, wie sie auf Kos­ten der Gebüh­ren­zah­ler spei­sen, kämen viel­leicht nicht so gut, fiel den Machern erst in letz­ter Minu­te ein. So muss­ten Kame­ra­schwenks auf das Publi­kum im Kon­fe­renz­zen­trum der Ten­nis­hoch­burg Wim­ble­don die Zeit zwi­schen den Bei­trä­gen über­brü­cken.

Schon ein wenig bun­ter: die in den Sech­zi­gern auch beim ESC-Publi­kum noch übli­che for­mel­le Abend­gar­de­ro­be mach­te zuneh­mend modi­sche­rer Klei­dung Platz (beim Song Con­test 1977) 

Deutsch­land schick­te die zum Zeit­punkt des Wett­be­werbs welt­weit pro­mi­nen­tes­ten und kom­mer­zi­ell erfolg­reichs­ten Grand-Prix-Teil­neh­me­rin­nen aller Zei­ten. Sil­ver Con­ven­ti­on konn­ten bereits einen US-Num­mer-Eins-Hit (‘Fly Robin fly’) vor­wei­sen und regier­ten als unum­strit­te­ne Köni­gin­nen der alles beherr­schen­den Dis­co­wel­le, als sie in Lon­don antra­ten. Für ihren Euro­vi­si­ons­bei­trag ‘Tele­gram’, eine etwas fieb­ri­ge, teu­to­nisch prä­zi­se pro­du­zier­te tanz­ba­re Pop­num­mer aus dem stets ger­ne bemüh­ten The­men­be­reich Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik, schmis­sen sich die Mün­che­ner Dis­co­girls von Welt­ruf in bon­bon­far­be­ne Kos­tü­me und stu­dier­ten ihre legen­dä­re Saloon­tür­cho­reo­gra­fie ein, die jede Grand-Prix-Tucke mit Selbst­ach­tung noch heu­te im Schlaf mit­tan­zen kann.

Geld im Hand­um­dre­hen: die bel­gi­schen Träu­mer sind wenig idea­lis­tisch (BE)

Doch der sicher geglaub­te Lohn fürs musi­ka­li­sche und sti­lis­ti­sche Nase­vorn­ha­ben blieb aus: mit dem ach­ten Platz wur­den alle Anstren­gun­gen auf das Bit­ters­te ent­täuscht. Wie Sil­ver Con­ven­ti­on ent­gleis­te auch der cho­reo­gra­fisch und musi­ka­lisch ähn­li­che Dream Express aus Bel­gi­en. Der bestand aus den drei Hearts-of-Soul-Schwes­tern (NL 1970) plus Kom­po­nist, die mit ihrem anmu­tig getanz­ten Disco­pop­song ‘A Mil­li­on in 1–2-3’ machen woll­ten. Zwei Erklä­run­gen bie­ten sich für die gro­tes­ken Fehl­ur­tei­le an: ent­we­der zeig­ten sich die Juro­ren pikiert, weil bei­de Län­der als ein­zi­ge nicht in Lan­des­spra­che san­gen. Die nach Jah­ren des Fort­schritts von einem kon­ser­va­ti­ven Back­lash über­roll­te EBU setz­te die alter­tüm­li­che, auf Drän­gen Skan­di­na­vi­ens seit 1973  aus­ge­setz­te Spra­chen­re­gel nur weni­ge Wochen vor dem Wett­be­werb wie­der in Kraft. Bel­gi­en und Deutsch­land, die bereits eng­lisch­spra­chi­ge Titel aus­ge­wählt hat­ten, konn­ten eine Aus­nah­me erwir­ken. Oder die Jurys bestan­den aus­schließ­lich aus halb­ver­wes­ten Senio­ren, die mit dem Sound der neu­en Zeit nichts anzu­fan­gen wuss­ten. Ich weiß nicht, wel­che der bei­den Mög­lich­kei­ten ich schlim­mer fin­den soll.

De Male­mol­len’: der bes­te hol­län­di­sche Bei­trag ever! (NL)

Eine ‘Mil­li­on im Hand­um­dre­hen’ hät­ten auch die iri­schen Swar­b­riggs gut gebrau­chen kön­nen: nach der Ver­stär­kung mit zwei Begleit­sän­ge­rin­nen blieb für die Gar­de­ro­be offen­bar nicht mehr viel Geld übrig, und so tru­gen die Her­ren die Anzü­ge von 1975 noch ein­mal auf. Einen (unge­rech­ten) Mit­tel­feld­platz ers­ang Hed­dy Les­ter, die mit ‘De Mal­le­molen’ einen anrüh­ren­den Durch­hal­te­schla­ger über das Auf und Ab des Lebens ablie­fer­te. Das haben die Nie­der­län­der (und die Fla­men) wirk­lich drauf: die­se tol­le Mischung aus ergrei­fend melan­cho­li­schem Grund­ton und den­noch irgend­wie opti­mis­ti­scher Bot­schaft. Wes­we­gen sich vie­le ihrer Bei­trä­ge tief in mei­nem Her­zen ein­nis­ten konn­ten, ein­schließ­lich die­sem. Lei­der beherr­schen sie auch die Kunst des selbst­zer­stö­re­ri­schen Out­fits, denn ver­mut­lich ver­hin­der­te Hed­dys Auf­ma­chung als üppi­ge rosa­far­be­ne Mar­zi­pan-Hoch­zeits­tor­te, die stark mit dem bit­ter­sü­ßen Ton ihres Chan­sons kon­tras­tier­te, ein ver­dien­tes bes­se­res Abschnei­den.

Boom Boom Boo­me­rang’: der bes­te öster­rei­chi­sche Bei­trag nach den Milestones (1972) (AT)

Öster­reich ver­such­te sich in Gesell­schafts­kri­tik: die links­ra­di­ka­le Polit­rock­band Schmet­ter­lin­ge woll­te mit ihrem ent­lar­vend-anklä­ge­ri­schen ‘Boom Boom Boo­me­rang’ – wie sich am Titel schon leicht erken­nen lässt – dem ver­derb­ten Musik­busi­ness die kapi­ta­lis­ti­sche Mas­ke vom Gesicht rei­ßen. Dazu setz­ten sie selbst erst mal wel­che auf und dreh­ten sich mit dem Rücken zum Publi­kum, was die euro­päi­schen TV-Zuschau­er und Juro­ren vor allem als rüdes Beneh­men miss­in­ter­pre­tier­ten. Zumal man vom Text (“Ob Album oder Sin­gle / klin­gel, Kas­sa, klin­gel”), selbst wenn man des Deut­schen mäch­tig war, dank des von der BBC pro­du­zier­ten Sound­breis kaum ein Wort ver­stand. Den Höhe­punkt des Aus­tria-Anspruchs­schla­gers bil­de­te der bewusst alber­ne Refrain, der in par­odis­ti­scher Absicht Wor­te wie “Kän­gu­ruh, Boo­ga­loo, Did­ge­ri­doo” anein­an­der­reih­te. Und auch die prä­zi­se getanz­te Zap­pel­cho­reo­gra­phie nahm ent­spre­chen­de Vor­la­gen, beson­ders die der Bro­ther­hood of Man aus dem Vor­jahr, treff­si­cher aufs Korn. Die sauer­töp­fi­schen Juro­ren ver­stan­den aller­dings kei­nen Spaß: vor­letz­ter Platz für die wun­der­ba­re Sati­re.

Swiss Lady’: der bes­te schwei­ze­ri­sche Bei­trag ever! (CH)

Wei­te­res Komik-High­light: die Pepe Lien­hardt Band, wel­che die in letz­ter Sekun­de vom Eng­li­schen ins Deut­sche trans­fe­rier­te ‘Swiss Lady’ anpries – kei­ne Sen­ne­rin, wie man ver­mu­ten könn­te, son­dern ein Alp­horn, wel­ches musi­ka­lisch aus­führ­lich zum Ein­satz kam! Sogar gejo­delt wur­de ein wenig in die­sem wohl prä­gends­ten schwei­ze­ri­schen Bei­trag aller Zei­ten. Für das gast­ge­ben­de Ver­ei­nig­te König­reich beschrieb die bereits hit­pa­ra­den­er­fah­re­ne Lyn­sey de Paul (†2014, ihr groß­ar­ti­ger Dis­co­schlam­pen­hit: ‘Sugar me’) in Beglei­tung von Mike Moran das geschmacks­po­li­zei­li­che Urteil über ihren grau­sa­men, auf­dring­li­chen Bei­trag: ‘Rock Bot­tom’, mit dem sie aller­dings einen euro­pa­wei­ten Top-Ten-Hit erzie­len konn­te. Aus rei­ner Gewohn­heit setz­ten ihn die Juro­ren an die zwei­te Posi­ti­on. Im Gegen­satz zur ita­lie­ni­schen Reib­ei­sen­stim­me Mia Mar­ti­ni (IT 1992). Die unver­ges­se­ne, 1995 im Alter von nur 47 Jah­ren ver­stor­be­ne Can­zo­net­te erschien in einer etwas eigen­ar­ti­gen, flo­ral gemus­ter­ten Blu­se und mit Steck­blu­me im Haar, so als habe Fleu­rop ihren Auf­tritt gespon­sert, und ras­pel­te eine hin­ge­bungs­vol­le Ode an die ‘Libe­ra’, was bei den stock­kon­ser­va­ti­ven Jurys gar nicht gut ankam: Platz 13, ein unfass­ba­res Schand­ur­teil!

Ich ver­nei­ge mich vor Dir, klei­ne Blu­me: die ein­zig­ar­ti­ge Mia Mar­ti­ni (IT)

Für Luxem­burg ging die spin­del­dür­re Anne-Marie Bes­se an den Start, die mit ‘Frè­re Jac­ques’ den bekann­ten Kin­der­ka­non (“dor­mez vous?”) auf­griff und mit halb­her­zi­gem Don­na-Sum­mer-Stöh­nen, schwüls­ti­gen Dis­cog­ei­gen und kru­den Rei­men zu einem unge­nieß­ba­ren Trash-Epos ver­rühr­te. Wie ein früh­pen­sio­nier­ter Kin­der­pro­gramm-Ansa­ger­on­kel kam der Spa­ni­er Miguel Ángel Car­re­ño Schmel­ter daher, der Ori­gi­nal­in­ter­pret des Bernd-Clü­ver-Hits ‘Der Jun­ge mit der Mund­har­mo­ni­ka’, der sich im Hin­blick auf sei­ne Ziel­grup­pe pas­sen­der Micky nann­te. Für den fröh­li­chen Mit­klatsch­schla­ger ‘Enséña­me a cant­ar’ brach­te er drei enthu­si­as­tisch tan­zen­de Back­ground­sän­ge­rin­nen und eine Ban­jo­spie­le­rin mit – alle­samt in gol­de­nen Cow­boy­stie­feln. Dass dann noch ein Mann in eine bau­chi­ge Vase blies, bil­de­te noch nicht ein­mal den Komik­hö­he­punkt des Auf­tritts: den lie­fer­te Micky selbst, als er wäh­rend der musi­ka­li­schen Brü­cke des Lie­des auf sei­nen pein­li­chen Stie­fe­let­ten hüf­ten­schwin­gend über die Büh­ne stö­ckel­te. Gro­ße Unter­hal­tung!

Die opti­sche Vor­la­ge für die Her­reys (SE 1984): Mickys Backings (ES)

Nach einem Jahr Pau­se kehr­te Schwe­den zum Con­test zurück und wur­de mit einem furcht­ba­ren Lied über die ‘Beat­les’ zu Recht Letz­ter. Dafür setz­ten die Jugo­sla­wen für die nächs­ten vier Jah­re aus. Cle­ver umschiff­ten die Grie­chen die für sie nach­tei­li­ge Sprach­re­ge­lung. Sie schick­ten ein Quar­tett aus Pas­ca­lis, Mari­an­na, Robert & Bes­sie und the­ma­ti­sier­ten ihren gemein­sa­men Musik­un­ter­richt mit dem dort prak­ti­zier­ten Üben der Ton­lei­tern (“Do fa fa fa / sol fa sol fa / mi do si mi mi mi / do si do si / sol si do”). Unter­legt von trei­ben­den Dis­co­beats und unter­stützt von einer pos­sier­li­chen Cho­reo­gra­fie erreich­te die schwung­vol­le, offen­sicht­lich an ‘Ding A Dong’ (NL 1975) und ähn­li­chen Laut­ma­le­rei­en geschul­te Num­mer einen fünf­ten Platz. Das bes­te Ergeb­nis für die nächs­ten fünf­zehn Jah­re, in denen sich die Hel­le­nen vor allem auf hoch­dra­ma­ti­sche, semi­his­to­ri­sche Erzäh­lun­gen ver­leg­ten und damit von Grand-Prix-Fans wie mir sehr gou­tier­te, von den Jurys jedoch durch­gän­gig unter­be­wer­te­te Bei­trä­ge lie­fer­ten. Erst mit der Hin­wen­dung zum medi­ter­ra­nen Disco­pop konn­ten sie nach der Jahr­tau­send­wen­de wie­der gute Ergeb­nis­se erzie­len – über­wie­gend auf eng­lisch!

Das muss doch weh­tun: die Eier­quetsch­ho­se! (GR)

Die geni­als­te Num­mer des an Kult­kra­chern rei­chen Abends aber stamm­te aus dem absur­den Bei­trä­gen dan­kens­wer­ter­wei­se nie­mals abge­neig­ten Finn­land. Moni­ca Aspe­lunds Hom­mage an die läp­pi­sche Hei­mat ‘Lap­po­nia’, mitt­ler­wei­le die inof­fi­zi­el­le Natio­nal­hym­ne des Lan­des, bot die vol­le Packung: geklei­det in eine umge­näh­te Tisch­de­cke in Lan­des­far­ben, klatsch­te die selbst­be­wuss­te, optisch ein wenig an Dag­mar Berg­hoff erin­nern­de Miss Aspe­lund zu den pep­pi­gen Rhyth­men ihres unver­gleich­li­chen Songs anfeu­ernd in die Hän­de, um dann die Zuschau­er nach einem kur­zen, raub­kat­zen­haft gefauch­ten Inter­mez­zo mit einer völ­lig unver­mit­telt daher­kom­men­den, sau­ber gekri­sche­nen Note in der höchs­ten Opern­ton­la­ge zu über­ra­schen. Fast woll­te man glau­ben, die Fin­nin habe vor ihrem Auf­tritt hin­ter der Büh­ne noch schnell Tee­was­ser auf­ge­setzt und jetzt pfei­fe der Kes­sel! Kurz­um: eine der Euro­vi­si­ons­dar­bie­tun­gen, die man mit eige­nen Augen gese­hen haben muss, um sie zu glau­ben. Und zu ver­ste­hen, war­um der Wett­be­werb bei Con­nais­seu­ren der unfrei­wil­li­gen Komik ein der­ge­stalt hohes Anse­hen genießt!

Wenn der Tee­kes­sel singt (2:15 Min.): der bes­te fin­ni­sche Bei­trag ever! (FI)

Wenig Sinn für Skur­ri­les bewie­sen hin­ge­gen die Jurys, wel­che die anbe­tungs­wür­di­ge Fin­nin mit dem zehn­ten Platz demü­tig­ten. Und auch sonst einen Musik­ge­schmack bewie­sen, der dem­je­ni­gen der Plat­ten kau­fen­den Jugend nicht ent­frem­de­ter hät­te sein kön­nen. Mit der Fran­zö­sin Marie Myri­am und ihrer mit Hin­ga­be vor­ge­tra­ge­nen Euro­vi­si­ons­bal­la­de ‘L’Oiseau et l’Enfant’ gewann ein äußerst klas­si­sches Chan­son; man fühl­te sich glatt fünf­zehn Jah­re in der Zeit zurück­ver­setzt. Nun ist ‘Der Vogel und das Kind’, so der akku­rat über­setz­te Titel der deut­schen Ein­spie­lung, unbe­streit­bar ein wun­der­schö­ner, hoch­gra­dig erbau­li­cher Grand-Prix-Schla­ger, zu dem ich per­sön­lich eine tie­fe Zunei­gung hege. Und die BBC hat­te wun­der­ba­re, herz­er­wär­men­de Bil­der, als eine geschick­te Kame­r­a­re­gie nach Maries Sie­ges­ak­kla­ma­ti­on direkt in den Green Room blen­de­te, wo sich die jun­ge, sym­pa­thi­sche Immi­gran­ten­toch­ter gera­de in Freu­den­trä­nen auf­lös­te. Wer hät­te sie in die­sem anrüh­ren­den Moment nicht spon­tan umar­men und sich mit ihr freu­en wol­len?

Wie süß: Marie Myri­am kann ihr Glück kaum fas­sen (FR)

Ihr Sieg sei ihr also aus vol­lem Her­zen gegönnt (hübsch übri­gens auch die spon­ta­nen Über­brü­ckungs­scher­ze von Mode­ra­to­rin Ange­la Rip­pon, als Marie noch ein Minüt­chen brauch­te, um zur Sie­ger­re­pri­se auf der Büh­ne zu erschei­nen). Auch in den Charts lief es für die im Kon­go gebo­re­ne Toch­ter por­tu­gie­si­scher Eltern gut, selbst wenn sie von dem bri­ti­schen Duo über­all über­holt wur­de. Aber: mit ihren Fehl­ent­schei­dun­gen nicht nur in Sachen Dis­co­sounds und mit dem völ­lig unzeit­ge­mä­ßen Rück­fall in den Zwang zur Lan­des­spra­che sorg­ten die Jurys und die EBU lei­der dafür, dass der bis dahin noch ziem­lich im Trend der Zeit mit­schwim­men­de Song Con­test bei der jün­ge­ren Ziel­grup­pe lang­sam ins Abseits tru­del­te. Die­ser Jahr­gang stellt somit gewis­ser­ma­ßen die Demar­ka­ti­ons­li­nie des beim Grand Prix erst­mals deut­lich zu Tage getre­te­nen Gene­ra­tio­nen­kon­flik­tes dar. Der offe­ne Bruch soll­te dann fünf Jah­re spä­ter erfol­gen, als eine Saar­län­de­rin im Kon­fir­man­din­nen­kleid sieg­te.

Euro­vi­si­on Song Con­test 1977

Euro­vi­si­on Song Con­test. Sams­tag, 7. Mai 1977, aus dem Wem­bley Con­fe­rence Cen­ter in Lon­don, Groß­bri­tan­ni­en. 18 Teil­neh­mer­län­der. Mode­ra­ti­on: Ange­la Rip­pon.
#LandInter­pretTitelPunk­tePlatz
01IESwar­b­riggs + TwoIt’s nice to be in Love again11903
02MCMichè­le TorrUne peti­te Françai­se09604
03NLHed­dy Les­terDe Mal­le­molen03512
04ATSchmet­ter­lin­geBoom Boom Boo­me­rang01117
05NOAni­ta Skor­ganCasa­no­va01815
06DESil­ver Con­ven­ti­onTele­gram05508
07LUAnne-Marie B.Frè­re Jac­ques01716
08PTOs Ami­gosPor­tu­gal no Cor­a­ção01914
09UKLyn­say de Paul + Mike MoranRock Bot­tom12102
10GRPas­ca­lis, Mari­an­na, Robert & Bes­sieMathe­ma Sol­fe­ge09205
11ILIla­nitHa’Ava Hi Shir Lish­nay­im04911
12CHPepe Lien­hardt BandSwiss Lady07106
13SEFor­besBeat­les00218
14ESMickyEnse­ña­me a cant­ar05209
15ITMia Mar­ti­niLibe­ra03213
16FIMoni­ca Aspe­lundLap­po­nia05010
17BEDream ExpressA Mil­li­on in 1, 2, 306907
18FRMarie Myri­amL’Oiseau et l’Enfant13601

4 Gedanken zu “ESC 1977: Kojak, Hijack, me and you

  1. Zum The­ma grie­chi­sche Bei­trä­ge in Lan­des­spra­che: Äh; 2010? Zuge­ge­ben nicht all­zu viel Text, aber defi­ni­tiv (bis auf “every­bo­dy say”) nicht auf Eng­lisch.

  2. Gut, ich muss zuge­ben, 2010 hab ich gar nicht so sehr auf die Spra­che geach­tet, da war ich mit dem Opti­schen aus­ge­las­tet. Aber ich glau­be, wenn wir mal alle grie­chi­schen Bei­trä­ge ab dem Jahr­tau­send­wech­sel Revue pas­sie­ren las­sen, stimmt die The­se den­noch im Gro­ßen und Gan­zen. Aus­nah­men bestä­ti­gen die Regel.

  3. Das wie­der­um könn­te schlicht dar­an lie­gen, dass außer “Opa” und Tei­len von “Watch My Dance” und “Die for You” alle grie­chi­schen Bei­trä­ge seit ihrer Rück­kehr 2001 auf Eng­lisch waren. Wir haben schlicht kei­ne Basis für Ver­glei­che.

  4. Zum The­ma halb­ver­wes­te Juro­ren. Ich war damals noch nicht gebo­ren und ich fin­de das Tele­gram­lied­chen von Deutsch­land nicht beson­ders über­ra­gend. Und das mit den Natio­nal­tü­melein, naja, ich fand es bes­ser als jeder in sei­ner Spra­che gesun­gen hat, das hat mehr Iden­di­tät fin­de ich.

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