ESC 1999: Don’t work on a Monday

Logo des Eurovision Song Contest 1999
Das Jahr der dicken Dinger

In diesem Jahr gelang es dem NDR-Verantwortlichen Jürgen Meier-Beer nach mehreren Anläufen, mit dem Wegfall der überkommenen Sprachenregel und des Orchesters die beiden letzten Bausteine seiner Grand-Prix-Reform durchzusetzen und den Contest so – kurz vor der Jahrtausendwende – endlich in die popmusikalische Gegenwart zu überführen. Die Teilnehmer nutzten die neue linguistische Freiheit weidlich: jeder zweite Beitrag kam auf Englisch daher, der Weltsprache des Pop. Das war und ist in einigen Fällen schade (Balkanballaden klingen in einem der zahlreichen slawischen Dialekte einfach eindringlicher), manchmal besser (die Mitsingbarkeit leidet im Hebräischen oder Isländischen nun mal), sorgte aber vor allem dafür, dass nicht mehr, wie zuletzt, automatisch Irland oder Großbritannien gewinnen. Endlich echte Chancengleichheit!

Wie als Gegenrede auf die von vielen Fans befürchtete sprachliche Gleichschaltung des Wettbewerbs wählte gleich die erste Starterin des Abends, Eistee Aisté Smilgevičiūtė, für ihr skurriles Liedchen über die ‚Strazdas‘ (‚Drossel‘), die sich piepsend über ihre vereisten Zehen beklagt, einen aussterbenden, von weniger als 500.000 Menschen gesprochenen litauischen Dialekt, das Žemaitische. Leider blieb von ihrem Auftritt vor allem der Eindruck haften, dass man im Baltikum mit der Kieferorthopädie etwas hinterherhängt. Die Spanierin Lydia Rodríguez Fernández trug als Konzession an die schwule Fangemeinde eine zum Kleid umgearbeitete Regenbogenfahne. Das verwirrte die heterosexuellen Fernsehzuschauer, die glaubten, das Testbild zu sehen und verzweifelt den Störungsdienst riefen, um die Farben an ihrem Gerät wieder einstellen zu lassen. So zog die sanfte Ballade ‚No quiero escuchar‘ ungehört an ihnen vorüber: mit nur einem Punkt kassierte sie unverdient die Rote Laterne. Vielleicht lag es auch daran, dass Lydia offensichtlich Micky Maus in ihrem Ausschnitt versteckte, dessen (verständlicherweise) rote Ohren nun aus dem Dekolleté lugten.


Jede Farbe ist schön: Lydia (ES)

Zur Höchstform lief Kroatien auf: Danijelas Trickkleid vom Vorjahr toppend, kam Doris Dragović (YU 1986) zunächst in einer weißen Toga auf die Bühne. Als sie diese abpellte, stockte einem schier der Atem: ihr Sling-Kleid, das aus nichts als ein paar strategisch platzierten, schmalen Textilstreifen bestand, war dermaßen eng genäht (vor allem über der schmerzhaft hochgequetschten Milchfabrik), dass man jede Sekunde mit einer Katastrophe rechnen musste. Zumal das passend zum Auftrittsort gewählte, kraftvolle Bibeldrama ‚Marija Magdalena‘ von der Sängerin den vollen Einsatz der Lungen verlangte. Und sie schmiss sich mit zahlreichen inbrünstig intonierten „Ahaaaaaahaaaaaaahaaaaaaaa“s auch richtig ins Zeug! Die EBU zog den Kroaten zwar nachträglich ein Drittel ihrer Punkte ab, weil sich auf ihrem Backing Track verbotswidrig auch Stimmen befanden. Das änderte aber nichts am vierten Platz1)Der Abzug erfolgte im Nachhinein und galt auch nur für die Berechnung des Fünf-Jahre-Punktedurchschnitts, der wiederum als Grundlage für die Teilnahme oder Relegation im Folgejahr fungierte. In der offiziellen Ergebnistabelle dieses Abends blieb der Punktestand unangetastet. – und das war ungerecht, denn es hätte der erste sein müssen!


Whoops, Dragovic: Hoffentlich platzt da nix! (HR)

Das Quintett Precious, eine der ungefähr acht Millionen britischer Spice-Girls-Kopien, erträllerte sich mit ‚Say it again‘ einen enttäuschenden zwölften Rang und das Karriereende. Sie übersahen, dass bei allen Regeländerungen beim Grand Prix weiterhin live gesungen werden muss. Und das konnten die Fünf halt leider nicht. Zumindest nicht synchron: es schien, als habe jede der Damen eine andere Melodie im Kopf. Darja Švajgers (SI 1995‚For a thousand Years‘ (nein, kein Lied über das Dritte Reich), an sich eine schöne Balkanballade, litt etwas unter dem englischen Text und dem postgelben Kleid der slowenischen Sängerin. Norwegen versuchte sich an RnB, was auch das Bühnenoutfit des Sängers, Komponisten und Texters Stig André Van Eijk verdeutlichen sollte, der mit zwei schwarzen Balken im Gesicht, Rastalöckchen und einem Bulls-Baseball-Shirt in XXL den Eindruck eines US-amerikanischen Hip-Hoppers vorzutäuschen suchte. Die braven Hemdkragenzipfel, die unter seiner Gangsterverkleidung hervorlugten, konterkarierten dieses Unterfangen jedoch auf desaströse Weise. ‚Living my Life without you‘: gerne, Stig!


Das Musterbeispiel einer Text-Bild-Schere (DK)

Eher unglaubwürdig auch die Darbietung des dänischen Duos Trine Jepsen und Michael Teschl. ‚This Time I mean it‘  sangen die Beiden – nur dass der lausbubenhaft gutaussehende Teschl die arme Trine kaum eines Blickes würdigte und bei zaghaften Annäherungsversuchen ihrerseits so weit abrückte, wie es sein Standmikrofon gerade noch eben zuließ. Das sorgte in den schwulen Fanblöcken in der Halle sicher für frohe Hoffnungsszenarien, half dem seicht plätschernden Liedchen aber nicht wirklich weiter. Frankreich erweiterte seine musikalische Weltreise auf das All: seine Vertreterin Nayah2)Die bürgerlich auf den Namen Sylvie Mestre Hörende versuchte es 2015 vergeblich beim Schweizer Internet-Vorentscheid, wo sie sich zur Unsterblichen stilisierte. war nicht nur angeblich Mitglied in einer an UFOs glaubenden Sekte; sie wirkte mit ihrem afrikanischen Schmuck, der ihren Hals auf knapp zwei Meter zu verlängern schien, und ihrem sehr angestrengten Gesichtsausdruck ein bisschen so wie eines der hinterhältigen Aliens aus dem Spielfilm Mars attacks!. Dass sie, wie sie sang, sterbend ihre Stimme geben wollte, erschien da eher als Drohung: Platz 19, ein für die Gallier erschütterndes Ergebnis. Holland schickte die erste von zwei Marlaynes (wie immer mit einem netten Popsong, den man gerne im Autoradio wiederhören wollte); Polen eine singende Kartoffel namens Mietek Konsonanten-Amoklauf, der angestrengt und anstrengend vor sich hin knödelte.


All out of Geschmack: Selma und die Wintermäntel des Grauens (IS)

Selma Björnsdottír (IS 2005) war ‚All out of Luck‘. Zwar brachte die Musicalsängerin für ihren poppigen Durchhalteschlager, in dem sie forderte, man solle am Sonntag nicht schlafen und am Montag nicht arbeiten (oder andersrum, völlig egal) zwei putzige Tänzer mit, versteckte diese jedoch in schlammfarbenen, bodenlangen Wintermänteln. Auch Selmas Klamottenkombination aus Plaste-Hängerchen und Leggings in schlimmen Pastellfarben trübte ihren Auftritt deutlich, weswegen es nur für den zweiten Rang reichte. Für nicht enden wollende Debatten in Fanzirkeln sorgt noch heute der vorletzte Platz für die zweite Marlain des Abends, die Angelidou aus Zypern. Ihr ‚Tha’ne erotas‘ ist auf CD ein mittelprächtiges Discoliedchen, live hingegen klang es, nicht zuletzt aufgrund der suboptimalen Tontechnik des israelischen Fernsehens, stellenweise schrill. Zudem irritierten die vielen Haarclips, die ihr das Aussehen einer noch nicht fertig ausgepackten Schaufensterpuppe verliehen, und der reichlich aufgetragene Glitter im Dekolleté, der am Bildschirm aussah wie eine Schweißlache. Ohne Frage: mit ihren zwei Pünktchen ist Marlain unterbewertet. Dennoch gab es in der Geschichte des Eurovision Song Contest ein Fülle wesentlich schlimmerer Fehlurteile. Zum Beispiel der erste Platz in diesem Jahr.


Kein Glamour trotz Glitter: Marlain (CY)

Die schwedische Teilnehmerin Charlotte Nilsson (heutiger Name Perrelli, was in seiner Assoziation zu Autoreifen sehr viel passender erscheint) gab im Vorfeld der Veranstaltung eine von vielen Journalisten besuchte PR-Tour durch die historische Altstadt des Austragungsortes, an die sich der deutsche Kommentator Peter Urban (heterosexuell) so erinnert: „Sie können sich überhaupt nicht vorstellen – blond, grosser Vorbau, tolle Ausstrahlung – was die für ein Aufsehen erregt hat, obwohl sie ihr Dekolleté bedeckt hatte. Aber das machte ja alles nur noch deutlicher. War das großartig!“. Grand-Prix-Experte Jan Feddersen (homosexuell) spricht hingegen eher mit Grausen darüber, „als Charlotte Nilsson ihren Körper wie eine Marienfigur durch die Altstadt von Jerusalem schob“. Die fleischgewordene Barbiepuppe konnte außer mit ihren großen Hupen und langen, blonden Haaren auch mit einem kraftvollen Ohrwurm namens ‚Take me to your Heaven‘ punkten, der klang, als sei er aus den Archiven von Björn und Benny geklaut. Eine astreine Abba-Kopie, darüber herrscht außerhalb Schwedens völlige Einigkeit. Und wie schon 1974 konnte sich die Nummer aus dem Stand durchsetzen. Wenn auch nicht kommerziell: die Deutschen verschmähten die Single komplett, kleinere Chartnotierungen folgten lediglich in den Niederlanden (#23 NL; #5 BE) und bei den Wikingern (#23 UK, #10 NO, #2 SE).


Billig, ey, da steht Europa drauf: Charlotte Nilsson (SE)

Einen optischen und stimmungsmäßigen Kontrapunkt setzen die Mullans. Augenscheinlich hatte sich Charlotte, von den neidischen Irinnen im Vorfeld als „Pornodarstellerin“ beschimpft, aus Rache kurz vor ihrem Auftritt mit dem entsetzlich öden ‚When you need me‘ mit der Nagelschere über ihre Kleider hergemacht. Dementsprechend angepisst blickten die beiden Schwestern in die Kameras. Dieser Auftritt vermittelte mir eine Ahnung davon, weswegen sich in manchen Kulturen Menschen vor dem „bösen Blick“ fürchten. Nach einer Transe im Vorjahr entzückten die Gastgeber die schwulen Fans diesmal mit einer leckeren Boygroup (Eden), aus welcher der israelische Vertreter von 2006, Eddie Butler, und sein Bruder Gabriel herausstachen. Mit dem Kibbuz-Disco-Stück ‚Happy Birthday‘ setzten sie erfolgreich auf die mittlerweile patentierte Kombination aus hebräischen Strophen und englischem Refrain. Seine tourismusträchtige Eigenschaft als Mittelmeerinsel betonte Malta, in dem das eurovisionsenthusiastische Eiland drei Meerjungfrauen (Times Three) schickte, die sich in Fetzen von mit Fischschuppenmuster bedruckter Alufolie einwickelten. Immerhin eine von den Dreien konnte auch singen, die beiden anderen standen zu ‚Believe ’n Peace‘ dekorativ herum, während der Hintergrundchor den Job erledigte.

Der alte Mann und das Meer: Hari Mata Hari (BA) teilten das Schicksal mit Corinna May (DE)

Anders als in Deutschland, wo Siegel wegen der schäbigen Erschleichung seiner ‚Reise nach Jerusalem‘ im Zuge der Disqualifikation Corinna Mays (DE 2002) nicht wohlgelitten war und wo niemand die Platte kaufen wollte, ging sein Kalkül in Jerusalem auf. Um die Einschleimerei auf die Spitze zu treiben, ließ er seine Castingband Sürpriz nicht nur auf deutsch, englisch und türkisch, sondern die Schlusszeile gar auf hebräisch singen. Dazu legten die Sechs einen Kranz in der Gedenkstätte für die Holocaust-Opfer nieder und fühlten sich pflichtgemäß schuldig für die deutschen Verbrechen der Nazizeit, obschon sie als Einwandererkinder damit nichts zu tun hatten. Respekt: das nenne ich Integration! Mit je zwölf Punkten aus der Türkei und Israel kam Siegel auf einen überraschenden dritten Platz. Auch der große Dino Merlin (BA 2011) profitierte vom Vorveröffentlichungsverbot: eigentlich hatte die Band Hari Mata Hari (BA 2006) die bosnische Vorentscheidung gewonnen. Deren Mastermind Hajrudin Varešanović hatte den Titel ‚Starac i More‘ jedoch zwei Jahre zuvor bereits nach Finnland verkauft, wo er auch veröffentlicht wurde. Ein pflichtbewusster Fanorak petzte bei der EBU und Hajrudin musste zu Hause bleiben. Dino rückte nach.

Französisch für Anfänger: Les Voyageurs (BA)

Er brachte einen wunderbar skurrilen und hintergründigen Beitrag mit und überraschte auch optisch. Die ihn sängerisch begleitende Französin Béatrice Poulut erschien toll frisiert und in einem aufwändigen Abendkleid. Ihrem Komponisten, Lebensgefährten und Duettpartner hatte bei der Einreise wohl der Sicherheitsdienst der El Al vorsichtshalber (Bosnier = vermutlich Muslim) den Koffer gesprengt. So musste der arme Teufel unrasiert und im bereits tagelang getragenen, ausgeleierten Pulli auf die Bühne. Wunderschön jedoch der philosophisch-dadaistische Refrain ihres hinreißend instrumentierten Liedes: in bestem Schulbuchfranzösisch konjugierten die Zwei die Hilfsverben „sein“ und „haben“ durch. „Ils sont, elles sont – les Voyageurs“ („Sie sind die Reisenden“), aber „Nous avons, vous avez – la Maison“ („Wir haben, ihr habt ein Haus“): ein in simple Worte verpackter Protestsong gegen die hartherzige europäische Asylpolitik, gerade im Licht der Flüchtlingsströme auf dem kriegsgeschüttelten Balkan?


Der beste Eurovisions-Pausenact aller Zeiten: Dana und der Tanz der Keksdosen

Der isrealische Rundfunk gestaltete den letzten, freundlicherweise wieder auf 23 Startplätze gekürzten Contest des alten Jahrtausends ausgesprochen würdig. Als Postkarten fungierten lustige Cartoon-Realfilm-Geschichten, basierend auf biblischen Motiven. Vorjahressiegerin Dana International (IL 1998, 2011) begeisterte zunächst als Pausenact: bis zur Unkenntlichkeit aufgebrezelt, legte sie mit gefühlt zwei Millionen Tänzer/innen vor den Mauern der Heiligen Stadt zu einer Neubearbeitung von Stevie Wonders ‚Free‘ eine dermaßen spektakuläre Choreografie hin, dass den Göttern mindestens dreier Weltreligionen der Atem gestockt haben dürfte. Noch großartiger gestaltete sich aber ihre Übergabe des Siegerpokals an Charlotte Nilsson.


(1:05 Min, Charlotte denkt): „Verdammt, die Alte stiehlt mir die Show!“

Dana nahm den offenbar sehr schweren Pokal, lief los, schwankte, strauchelte – und schlug der Länge nach hin! Ein aufgeregtes Durcheinander auf der Bühne folgte: die Kameras richteten sich auf die gestürzte ‚Diva‘ und „der Mossad“ (Terry Wogan) sprang herbei, ihr wieder aufzuhelfen. Dana verschwand hernach bis über beide Ohren grinsend hinter den Kulissen, während die eigentlich zu ehrende Charlotte Nilsson völlig unbeachtet herumstand und vor Wut kochte. Trotz dieses sehr lustigen Unfalls endete der Abend versöhnlich: alle teilnehmenden Künstler versammelten sich nach der Siegerreprise nochmals auf der Bühne und stimmten gemeinsam ‚Hallelujah‘ an. Das hatte Schönheit und Größe!

Eurovision Song Contest 1999

Eurovision Song Contest. Samstag, 29. Mai 1999, aus dem ICC in Jerusalem, Israel. 23 Teilnehmerländer, Moderation: Dafna Dekel, Sigal Shahamon & Yigal Ravid.
#LandInterpretTitelPunktePlatz
01LTAistė SmilgevičiūtėStrazdas01320
02BEVanessa ChinitorLike the Wind03812
03ESLydia Rodríguez Fernández No quiero escuchar00123
04HRDoris DragovićMarija Magdalena11804
05UKPreciousSay it again03813
06SIDarja ŠvajgerFor a thousand Years05011
07TRTuğba Önal + MistikDön artık02116
08NOStig André Van Eijk Living my Life without you03514
09DKMichael Teschl + Trine JepsenThis Time I mean it07108
10FRNayahJe veux donner ma Voix01419
11NLMarlayneOne good Reason07109
12PLMietek SzcześniakPrzytul mnie mocno01718
13ISSelma BjörnsdóttirAll out of Luck14602
14CYMarlain AngelidouTha 'ne Erotas00222
15SECharlotte NilssonTake me to your Heaven16301
16PTRui BandeiraComo tudo começou01221
17IEMullansWhen you need me01817
18ATBobbie SingerReflection06510
19ILEdenHappy Birthday09305
20MTTimes ThreeBelieve 'n peace03215
21DESürprizReise nach Jerusalem14003
22BADino Merlin + Béatrice PoulutPutnici08607
23EEEvelin SamuelDiamond of the Night09006

Fußnote(n)   [ + ]

1. Der Abzug erfolgte im Nachhinein und galt auch nur für die Berechnung des Fünf-Jahre-Punktedurchschnitts, der wiederum als Grundlage für die Teilnahme oder Relegation im Folgejahr fungierte. In der offiziellen Ergebnistabelle dieses Abends blieb der Punktestand unangetastet.
2. Die bürgerlich auf den Namen Sylvie Mestre Hörende versuchte es 2015 vergeblich beim Schweizer Internet-Vorentscheid, wo sie sich zur Unsterblichen stilisierte.

8 thoughts on “ESC 1999: Don’t work on a Monday

  1. Geschenkpapier für alle! Eigentlich kein schlechtes Jahr (besser als 98 jedenfalls, auch wenn das nichts sagt). Die Spanierin verdient besondere Beachtung: entweder ist das eine Rolle Geschenkpapier in XXXXL (ja, ich besitze eine Rolle Geschenkpapier, die genau so aussieht, bis hin zur Farbfolge!), oder die Spanier haben Remedios Amayas Duschvorhang von 1983 gefärbt und nochmal auftragen lassen. Immer für einen Lacher gut. Genau wie die litauische Wertung (wie war das noch, falschrum gehalten oder so ähnlich?) und Charlotte ‚Zombie‘ Nilsson (gut, damals sah sie noch halbwegs brauchbar aus. Ruiniert hat sie sich erst für 2008 – inklusive der Beleuchtung in der ersten Minute.), a.k.a. ‚die geile Schwedin vom letzten Jahr‘ (danke an Stefan Raab!)

  2. hi Marija Magdalena war das BESTE Lied 1999! Schade das sie nicht gewonnen hatte:( einfach geil das Lied:) Was meinst du mit dem 1/3 Punkte abziehen? Stimmt das wirklich oder war das nur ausgedacht? lg pasi

  3. Nein, das ist kein Scherz. Kroatien verwendete unerlaubterweise Background-Stimmen vom Band und ließ sich dabei erwischen, deshalb wurde für die damalige Fünfjahresberechnung, wer relegiert wird, ein Drittel der Punkte des Landes nicht gezählt. Ich nehme an, das wird die Inspiration für die Website Whoops Dragovic gewesen sein.

  4. Bitte nicht schon wieder: die Videos hats zerlegt, das Youtube-Konto existiert nicht mehr. Ich krieg Deja Vu.

    Und ich möchte hier mal auf eine Teilnehmerin hinweisen, die ein wirklich schönes Lied im Programm hatte, das leider vom vergifteten Startplatz ins Rennen ging: Vanessa Chinitor aus Belgien. Aus diesem (eher schwachen) Jahrgang inzwischen mein Lieblingstitel.

     

  5. Ich hab da auch so nen Beitrag, der meiner Meinung nach total unterbewertet wurde: „Dön Artik“ von Tugba Önal – einer der besten türkischen Beiträge überhaupt!
    Ein toller Ethno-Klopper mit einem fantastischen Orchester-Intro und einer fähigen, wunderhübsch anzusehenden Sängerin.
    Das die Nummer mit schlappen 21 Punkten und Platz 16 sogar von der Diaspora (Ausnahme: Deutschland) links liegen gelassen wurde, während Hadise zehn Jahre später mit dem weitaus schwächeren Abklatsch 177 Punkte und fast nen Medaillenrang gewann lässt mich immer noch erstaunt zurück.

  6. Danke, vorläufig repariert. Dieses Kanäle-Löschen kotzt mich an!
    Was Vanessa angeht: sorry, zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz.

  7. Nicht nur bei dir scheint mir. Das Animieren ist auch anderen schon zum Verhängnis geworden. Die Künstler sollten sich immer bewusst sein, dass sie zwar in einer Halle auftreten, die Punkte aber vom TV-Zuschauer kommen. UNd am BIldschirm wirkt so etwas eher verzweifelt.

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