ESC 2000: Ich will, ich will eine Gur­ke

Logo des Eurovision Song Contest 2000
Das Drum­com­pu­ter­jahr

Frei­heit för­dert Krea­ti­vi­tät. Kaum fiel die Spra­chen­re­gel, tauch­ten die ers­ten skur­ri­len lin­gu­is­ti­schen Mixe beim Song Con­test auf, wie zum Bei­spiel ein auf ita­lie­nisch und grie­chisch gesun­ge­ner zypri­scher Bei­trag oder ein deut­sches Lied in Baby­spra­che (‘Wad­de had­de dud­de da’), ein im Übri­gen sehr pro­fes­sio­nell und modern pro­du­zier­ter, wenn auch etwas kalt wir­ken­der Bei­trag, wie die meis­ten in die­sem Jahr. Der Wech­sel von der Jury- zur rei­nen Zuschau­er­wer­tung brach­te den erhoff­ten Effekt und führ­te zu einer deut­li­chen Qua­li­täts­stei­ge­rung. Fast alle Län­der ori­en­tier­ten sich in Rich­tung der aktu­el­len Charts, wo tanz­ba­rer, schnel­ler Pop regier­te. In einem Feld ähn­lich klin­gen­der Songs fällt der auf, der sich unter­schei­det: am Ende gewan­nen zwei älte­re Her­ren mit einem melo­diö­sen Coun­try-Schla­ger. Doch der Rei­he nach!

Die Israe­lis eröff­ne­ten den Rei­gen mit einem ihrer cha­rak­te­ris­ti­schen, wenn auch äußerst schief gesun­ge­nen Frie­den-Lie­be-Eier­ku­chen-Dis­co-Songs. Süß, wie die Jungs und Mäd­chen von Ping Pong wie auf­ge­zo­gen über die Büh­ne hüpf­ten und die Arme wie eine Kreis­sä­ge schwan­gen, getoppt noch von dem Kuss der bei­den männ­li­chen Band­mit­glie­der. Der Bei­trag hat­te im Hei­mat­land für eini­ge Auf­re­gung gesorgt, denn nicht nur wünsch­ten sich Ping Pong gegen die “Sonn­tags­de­pres­si­on” drin­gend eine “Gur­ke” – sie san­gen auch über einen “neu­en Boy­fri­end aus Damas­kus”, mit dem sie es “den gan­zen Tag machen” woll­ten. Dazu schwan­gen sie sowohl die israe­li­sche als auch die syri­sche Fah­ne. Die­se hand­fes­te Frie­dens­bot­schaft kam nicht bei allen gut an und schnitt lei­der auch im Tel­e­vo­ting sehr schlecht ab, war aber in ihrer char­man­ten Skur­ri­li­tät mein abso­lu­ter Favo­rit des Abends.


Ich will, ich will Guy Asif: Ping Pong (IL)

Sehr toll und einer mei­ner Favo­ri­ten auch der nie­der­län­di­sche Song ‘No Good­byes’, eine stimm­stark per­form­te Disco­po­p­num­mer (wie Hubert Kah sagen wür­de: “modern und trei­bend”), wie sie das Herz einer jeden Euro­vi­si­ons­tu­cke im Lei­be hüp­fen lässt. Wie auch das sen­sa­tio­nel­le Trick­kleid von Lin­da Wagen­ma­kers: ein schwarz-wei­ßes Zir­kus­zelt, unter dem nicht nur die Sän­ge­rin Platz fand, son­dern auch ihre vier (!) Backgroundsänger/innen bzw. Tänzer/innen, dar­un­ter zwei ober­kör­per­freie, mus­ku­lö­se Schnitt­chen. Herz­li­chen Dank Lin­da, sehr auf­merk­sam! Das kri­mi­nell schlech­te Abschnei­den die­ses durch und durch stim­mi­gen Gesamt­pa­ke­tes aus ohren­freund­li­chem Song und augen­freund­li­cher Show kann nur mit dem bekann­ten Fluch des zwei­ten Start­plat­zes zusam­men­hän­gen, eine ande­re logi­sche Erklä­rung will mir dafür nicht ein­fal­len.


DAS ist ein Trick­kleid! (NL)

Ver­ständ­li­cher erscheint das Ergeb­nis beim bri­ti­schen Bei­trag. Die mit Gewalt auf Drei­ßig geschmink­te, in ihrem rosa Mer­kel­bar­bie-Jackett aber wie Sech­zig aus­se­hen­de Schrei­häl­sin Nicki French konn­te zuvor in der Hei­mat (und auch bei uns) mit einer blas­phe­misch zu nen­nen­den Cover­ver­si­on des unan­tast­ba­ren Camp­klas­si­kers ‘Total Eclip­se of the Heart’ von Bon­nie Tyler (UK 2013) im besin­nungs­lo­sen Drum­com­pu­ter-Stampfsound einen mitt­le­ren Chart­hit lan­den (#65 DE). Hier zers­ang sie das pro­phe­tisch beti­tel­te ‘Don’t play that Song again’ (#32 UK), in sei­ner dis­count­bil­li­gen Tal­mi­haf­tig­keit an sich eine schö­ne Num­mer für die Sonn­tags­nach­mit­tags­dis­co im ört­li­chen Senio­ren­zen­trum. Mit ihrem Auf­tritt beim Fan­tref­fen des Euro­vi­si­on Club Ger­ma­ny in Fre­chen 2002 bewies sie übri­gens erneut, dass sie über gute Enter­tai­ner­qua­li­tä­ten, jedoch kei­ne all zu gro­ße Stim­me ver­fügt – und sich nach wie vor mit dem Spach­tel schminkt.


Schriest Dir schon die Lun­gen wund: Nicki (UK)

Est­land schick­te ein als Groß­stadt-Cow­girl ver­klei­de­tes jun­ges Mäd­chen namens Ines Etti, die einen etwas ver­schüch­ter­ten Ein­druck mach­te, für ihren net­ten, wenn auch etwas belang­lo­sen Pop­song ‘Once in a Life­time’ aber den­noch den vier­ten Platz zu holen ver­moch­te. Im Back­ground­chor stand übri­gens ihr Lebens­ab­schnitts­ge­fähr­te, der durch­aus lecker anzu­schau­en­de Tanel Padar (EE 2001) – der soll­te nicht das letz­te Mal auf einer Euro­vi­si­ons­büh­ne zu sehen sein! Mal­ta mach­te sich mit Clau­det­te Pace unglaub­wür­dig, einer Kreu­zung aus der fri­gi­den Pao­la (CH 1969 und 1980) und Hel­ga Bei­mer, die zu arg halb­her­zi­gen Dis­co­sounds etwas von ‘Desi­re’ sang. Ver­mut­lich mein­te sie Desi­ra: denn soll­te die­se Dame in ihrem Leben über­haupt schon mal wil­des, unge­zü­gel­tes Ver­lan­gen ver­spürt haben, dann allen­falls nach dem Des­sert!


Body­guard, rus­si­sche Ver­si­on: Alsou

Als der sicher­lich kon­tem­po­r­ärs­te Bei­trag des Abends und hoch­gra­dig pro­fes­sio­nell pro­du­ziert erwies sich der rus­si­sche: ‘Solo’ wäre auch als neue Kylie-Mino­gue-Sin­gle durch­ge­gan­gen. Alsou Rali­fov­na, die in Lon­don auf­ge­wach­se­ne Toch­ter eines rus­si­schen Ölin­dus­tri­el­len, ver­kauf­te den Song sehr über­zeu­gend, auch wenn man zwi­schen­durch mal kurz Angst um das in einem Fet­zen Sil­ber­fo­lie leicht geschürz­te jun­ge Ding bekam, so wie die bei­den hünen­haf­ten, mus­kel­be­pack­ten Tän­zer es förm­lich zwi­schen sich ein­quetsch­ten. Natür­lich wünsch­te ich mich sofort an ihre Stel­le! Als wun­der­bar dra­ma­tisch erwies sich der ein­gangs erwähn­te zwei­spra­chi­ge zyprio­ti­sche Eth­no-Klop­fer, auch wenn ich nicht ver­stand, war­um sie im Refrain immer “Nomi­za, Bos­po­rus” san­gen? Eine ver­steck­te Bot­schaft an die Tür­kei? Den Band­na­men Voice tru­gen die Bei­den, dar­un­ter – mit sei­nen kur­zen Haa­ren kaum wie­der­zu­er­ken­nen – Alex Panayi (CY 1995), jeden­falls zu Recht. Dazu noch die Kos­tü­me: eine Kreu­zung mit­tel­al­ter­li­cher Min­ne­sän­ger mit der New-Wave-Zwie­bel­mo­de der frü­hen Acht­zi­ger­jah­re. Sehr, sehr schön!


Okay, Sti Fotia war lus­ti­ger, aber das hier burnt! (CY)

Die sieg­rei­chen däni­schen Olsen Bro­thers pepp­ten ihren seich­ten, ein­gän­gi­gen Coun­try­pop mit der wohl offen­sicht­lichs­ten Rückung der Con­test­ge­schich­te sowie mit ange­sag­ten, über­steu­er­ten Vocoder-Effek­ten auf und taten es damit ande­ren Musik-Rent­nern (Cher, Mary Roos [DE 1972, 1984]) gleich, die sich bei der Rück­kehr aus der Gruft des Ver­ges­sens eben­falls mit die­sem Mit­tel wie­der ins Gespräch brach­ten. ‘Fly on the Wings of Love’ stach aus dem Meer des auf­wän­dig pro­du­zier­ten Drum­com­pu­ter-Ein­heits­breis her­aus. Zwei älte­re Her­ren, beglei­tet von ein paar eben­falls nicht mehr tau­fri­schen, aber best­ge­laun­ten Chor­d­a­men, die ohne durch­trai­nier­te Bal­lett­tän­zer und Trick­kleid­mätz­chen ein simp­les, melo­diö­ses Lied zur Gitar­re vor­tru­gen: das war nicht ohne Charme und hin­ter­ließ offen­bar einen blei­ben­den Ein­druck (#7 DE und auch sonst ein kon­ti­nen­tal­eu­ro­päi­scher Hit). Wie übri­gens auch Ste­fan Raab, der noch mal den sel­ben Witz erzähl­te, den er bereits 1998 für Guil­do Horn schrieb. Und auch, wenn ich per­sön­lich ‘Wad­de had­de dud­de da’ als unlus­tig und über­flüs­sig emp­fand, als auf­dring­li­che Num­mer ohne Herz und See­le, so kam sei­ne Blink­licht- und Busen­show doch an. Gleich zwei Jury­spre­cher erwähn­ten ihn bei der Punk­te­ver­ga­be nament­lich – dass die Deut­schen auch mal was Pro­fes­sio­nel­le­res schick­ten als den übli­chen Sie­gel-Schwur­bel, sorg­te wohl für nach­hal­ti­ges Erstau­nen.


They are the Rock’n’Roll Kids (DK)

Das Gast­ge­ber­land ent­schied sich für Kin­der­fa­sching: Roger Pon­ta­re (SE 1994) erschien als gro­tesk geschmink­ter India­ner­häupt­ling und sang ‘When Spi­rits are cal­ling my Name’. Ob er damit die Geis­ter aus der Abso­lut-Fla­sche mein­te? Wäre jeden­falls eine Erklä­rung für sei­nen ver­ka­ter­ten Gesichts­aus­druck und das ver­un­glück­te Make-up. Unglaub­lich bil­lig die bei­den Haus­frau­en-Jazz­dance-Dar­bie­tun­gen der Girl­groups aus Nor­we­gen (Char­med: ‘My Heart goes Boom’) und Maze­do­ni­en (XXL: ‘100% te ljubam’), die sich nur in Nuan­cen unter­schie­den: so kauf­ten die Nor­we­ge­rin­nen ihre Fet­zen wohl bei H&M, die Maze­do­nie­rin­nen hin­ge­gen bei Pim­kie. Oder anders­rum, völ­lig egal. Zwar schien bei den vier Letz­te­ren eine jede einen ande­ren Song zu sin­gen, die Cho­reo­gra­fie (wenn man das so nen­nen möch­te) der Ost­eu­ro­päe­rin­nen erin­ner­te jedoch stark an die Zei­ten des ARD-Musik­la­dens und deutsch-hol­län­di­scher Disco­pro­duk­tio­nen wie Luv oder Bac­ca­ra (LU 1978) und sorg­te so für einen sym­pa­thiebrin­gen­den Nost­al­gie­schub.


Mach uns die Tee­kan­ne! (LV)

Sym­pa­thisch auch die Dar­bie­tung der lettischen1)Der bal­ti­sche Staat gab hier einen gran­dio­sen Ein­stieg, dem dann lei­der über­wie­gend Mist folgte. Rock­band Brain­storm, deren char­man­ter Front­sän­ger Renārs Kau­pers zum brit­pop­ar­tig gequak­ten ‘My Star’ über die Büh­ne tän­zel­te wie ein frisch gevö­gel­ter Frosch. Even­tu­ell hat­te er die Ecsta­sy-Pil­len etwas über­do­siert, aber sein Geham­pel wirk­te sehr drol­lig. Alles, was das Herz begehr­te, bot schließ­lich der tür­ki­sche Bei­trag von Pinar Ayhan & the SOS, ‘Yor­gunum anla’: hand­ge­mach­te Folk­lo­re, für euro­päi­sche Ohren mit den ent­spre­chen­den Beats gefäl­lig auf­ge­peppt; eine grell geschmink­te Sän­ge­rin im creme­far­be­nen Kleid, die ihr Lied­chen mit ech­ter Begeis­te­rung und Anteil­nah­me vor­trug sowie ein sexy männ­li­cher Tän­zer im durch­sich­ti­gen schwar­zen Tüll, der auf der Büh­ne vogue­te, als bewer­be er sich für die nächs­te Madon­na-Tour­nee. Eine Dar­bie­tung also, wie sie sein soll! Völ­lig pein­lich hin­ge­gen Irland: die schram­mel­gi­tar­ren­ver­seuch­te Kitsch­bal­la­de ‘Mill­en­ni­um of Love’, vor­ge­tra­gen von einem John­ny-Logan-Ver­schnitt mit Fuß­bal­ler­fri­sur, hät­te wäh­rend des Jahr­tau­send­tau­mels viel­leicht noch einen Stich gemacht. So aber wirk­te sie völ­lig deplat­ziert. Eher gut gemeint war auch der öster­rei­chi­sche Soul-Ver­such mit den Roun­der Girls, die optisch ihrem Namen Ehre mach­ten. ‘All to you’ blieb aber farb­los und drö­ge.


Melan­cho­lisch schön: Pinar (TR)

Die Deut­schen zeig­ten sich mit Ste­fan Raabs Abschnei­den, zu dem Höchst­wer­tun­gen aus der Schweiz, Öster­reich und Spa­ni­en (Mal­lor­ca, das 17. Bun­des­land) bei­tru­gen, recht zufrie­den. Bis auf Ralph Sie­gel: “Ein fünf­ter Platz kann nicht der Traum von Deutsch­land sein” ätz­te der sich ver­kannt Füh­len­de gegen­über der dpa. Er habe der Hei­mat schließ­lich zuletzt Bron­ze­me­dail­len ver­schafft. Undank ist der Wel­ten Lohn: ‘Wir geben ‘ne Par­ty’ (1994) und ‘Rei­se nach Jeru­sa­lem’ (1999) moch­ten die Men­schen zuhau­se den­noch weder kau­fen noch hören, ‘Guil­do hat Euch lieb’ und ‘Wad­de had­de dud­de da’ stürm­ten hin­ge­gen die Charts (#4 für den Meis­ter, #2 für Raab) und brann­ten sich ins kol­lek­ti­ve Gedächt­nis. Ich wür­de mir mal Gedan­ken machen, war­um, Herr Sie­gel!

Euro­vi­si­on Song Con­test 2000

Euro­vi­si­on Song Con­test. Sams­tag, 13. Mai 2000, aus dem Glo­ben in Stock­holm, Schwe­den. 24 Teil­neh­mer­län­der, Mode­ra­ti­on: Kat­tis Ahl­ström und Anders Lun­din.
#LandInter­pretTitelPunk­tePlatz
01ILPing PongSame­ach00722
02NLLin­da Wagen­ma­kersNo Good­byes04013
03UKNicki FrenchDon’t play that Song again02816
04EEInes EttiOnce in a Life­time09804
05FRSofia Mes­ta­riOn aura le Ciel00523
06ROTaxiThe Moon02517
07MTClau­det­te PaceDesi­re07308
08NOChar­medMy Heart goes boom05711
09RUAlsou Rali­fov­naSolo15502
10BENatha­lie SorceEnvie de viv­re00224
11CYVoiceNomi­za00821
12ISAugust & Tel­maTell me04512
13ESSerafín Zubi­riCol­ga­do de un Sue­ño01818
14DKOlsen Bro­thersFly on the Wings of Love19501
15DESte­fan RaabWad­de had­de dud­de da?09605
16CHJane Boga­ertLa Vita cos’è?01420
17HRGoran KaranKad zas­pu Anđe­li07009
18SERoger Pon­ta­reWhen Spi­rits are cal­ling my Name08807
19MKXXL100% te ljubam02915
20FINina ÅströmA litt­le bit01819
21LVBrain­stormMy Star13603
22TRPınar Ayhan & the SOSYor­gunum anla05910
23IEEam­onn ToalMill­en­ni­um of Love09206
24ATRoun­der GirlsAll to you03414

Fußnote(n)   [ + ]

1. Der bal­ti­sche Staat gab hier einen gran­dio­sen Ein­stieg, dem dann lei­der über­wie­gend Mist folgte.

6 Gedanken zu “ESC 2000: Ich will, ich will eine Gur­ke

  1. Spaß haben: Ste­fan Raab – gut, ein reich­lich däm­li­ches Lied, aber die Per­for­mance war erst­klas­sig, obwohl hier die Gren­ze zwi­schen Ernst und Par­odie nicht ganz klar war. Vocoder? Wo waren denn da Vocoder? 😉 Die Dänen sind dank ihrer Per­for­mance zu einem wirk­lich ver­dien­ten Sie­ger gewor­den. Und die Rus­sin war um Län­gen bes­ser als alles, was ihr Land danach zum ESC geschickt hat. Mein per­sön­li­cher Hass­fak­tor in dem Jahr? Die schlech­te Bewer­tung der Fran­zö­sin. Wun­der­schö­nes Lied. Ich neh­me an, beim Auf­tritt muss was schief­ge­gan­gen sein (lei­der habe ich die Lie­der fast alle nur in den Stu­dio­fas­sun­gen). Unver­ständ­nis weck­te bei mir auch die Bewer­tung von Lett­land. Ich habe sel­ten eine unan­ge­neh­me­re Stim­me von einer ESC-Büh­ne gehört. Schreck­li­ches Lied.

  2. Ein fünf­ter Platz kann nicht der Traum von Deutsch­land sein’

    Iro­nie des Schick­sals: Mitt­ler­wei­le ist er es defi­ni­tiv. Momen­tan ist ja alles in der ers­ten Hälf­te des Scoreboards für uns erstre­bens­wert. 🙄

  3. Mal halb­lang hier Also mei­ne lie­ben Gleich­ge­sinn­ten, ich per­sön­lich sah den ers­ten ESC des neu­en Jahr­tau­sends eher als exo­tisch denn lang­wei­lig. Ich mei­ne, Ren­ars Kau­pers schien mir damals echt aus der nächs­ten Irren­an­stalt aus­gbro­chen zu sein, aber trotz­dem war die musi­ka­li­sche Qua­li­tät bis auf die­se bel­gi­sche Tran­tü­te doch recht beacht­lich. Und dass sich alle bekla­gen, dürf­te spä­tet­sens seit dem 30. Mai 2010 um ca. 00:30 Uhr der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren. Eine wahr­haft genia­le Fan­sei­te, habe mich köst­lich amü­siert.

  4. Das war nicht ohne Charme”

    Gab es bei die­sem kal­ten ESC 2000 etwas Bes­se­res als “Fly On The Wings Of Love”? Nein! Nach dem “Genuss” des tot­pro­du­zier­ten und ohne Gefühl vor­ge­tra­ge­nen rus­si­schen Bei­trag und dem nicht min­der gesichts­lo­sen est­ni­schen Song war das, was die Olsen Bro­thers brach­ten, genau das Rich­ti­ge. Der däni­sche Bei­trag hat­te da wenigs­tens noch so etwas wie Gefühl und Wär­me. Des­we­gen ist das ein abso­lut ver­dien­ter Sie­ger.
    Ich kann mich noch dran erin­nern, dass das nicht sel­ten im Radio gespielt wur­de (obwohl ich damals erst fünf Jah­re alt war). Hat mir damals schon gefal­len und dar­an hat sich bis heu­te nichts geän­dert.

    Und zu Ralph Sie­gel: Der ein­und­zwan­zigs­te Platz (zwei Jah­re spä­ter in Tal­linn) ist auch nicht der Traum von Deutsch­land! Mit freund­li­chen Grü­ßen!

  5. 2000 hat uns, neben viel Quatsch, das wun­der­ba­re “Yor­gunum Anla” aus der Tür­kei (einer mei­ner All­time-Favo­ri­ten des ESC) gebracht. Dazu der gefühlt schlech­tes­te Auf­tritt aller Zei­ten: XXL, “100% te ljubam” aus Make­do­ni­en. Dass Letz­te­res kein Null-Poin­ter wur­de, son­dern sogar auf dem 15. Platz (von 25) lan­de­te, lag offen­sicht­lich am Nach­bar­schafts­block­vo­ting (oder am Mit­leid für das tap­fe­re Durch­hal­te­ver­mö­gen der Ama­teur-Tee­nies ?) .…

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