ESC Finale 2004: Just maybe I’m crazy

Logo des Eurovision Song Contest 2004 (Semifinale)
Das Jahr der wilden Tänze

Man möge es mir nachsehen: diesen Jahrgang kann ich nicht nach den üblichen Maßstäben beurteilen. Denn zum ersten Mal verfolgte ich das Geschehen nicht mehr zu Hause am Fernseher, sondern live vor Ort in der Halle. Ein völlig anderes Erlebnis, das ich jedem nur empfehlen kann! Die EBU hatte just in jenem Jahr erstmals dem eigentlichen Grand Prix eine Qualifikationsrunde vorgeschaltet, die ich als bekennender Trashgourmet seither noch mehr liebe als das Finale, weil sich dort die tragischeren Beiträge sammeln. In dieser Endrunde nun tummelten sich die Big Four und die zehn bestplatzierten Länder aus 2003. Sowie eben die zehn Besten aus dem Semi, die im Finale ebenfalls sehr gut abschnitten.

Die Türken freuten sich erkennbar sehr über ihre Rolle als Grand-Prix-Gastgeber. Riesige Eurovisionsfahnen schmückten sämtliche Einfallstraßen zwischen dem Flughafen und der Innenstadt von Istanbul mit der mittig gelegenen, restlos ausverkauften Abdi-Ipekci-Halle, in der die Stimmung richtig kochte. Und trotz verpatzten Eröffnungsgags und der völlig verunglückten neuen Seveso-Frisur von Vorjahressiegerin Sertab Erener, die uns in Begleitung sehr nett anzuschauender, so gut wie unbekleideter männlicher Tänzer (da dachte man an die Kernzielgruppe!) nochmal ihren Siegertitel und einen älteren Hit aus ihrem Repertoire im Vollplaybackverfahren zum Besten gab, wurde es ein liebevoll gestalteter, runder, fröhlicher, wunderschöner und unvergesslicher Abend mit etlichen Songs, die noch heute zu meinen absoluten Lieblingen zählen.


„Ramón! Alleine bei dem Namen krieg ich schon einen hoch!“ (Paul in Ralf Königs Comic „Bullenklöten“) (ES)

Dem spanischen Brett Ramón fiel die undankbare Ehre zu, den Reigen der 24 Finallieder zu eröffnen. Der Junginsulaner bewies mit dem feurigen ‚Para llenarme de ti‘ (‚Von Dir gefüllt zu werden‘ – jederzeit gerne, Ramón!) den peinlichen Nachahmern aus den nordöstlichen Eurovisionsländern auf das Lässigste, wie ein leidenschaftlicher Latino-Popsong zu klingen hat! Noch Fragen, Thordarson? Die Firma Storck freut es sicher: jedesmal, wenn ich Tie Break‘Du bist’ höre, überfällt mich der Schoko-Jieper. Nicht, weil die Österreicher so süß gewesen wären, sondern weil mich ihr Lied („Diese kleinen Glücksmomente“) so verdammt an die Merci-Reklame erinnerte. Ihre Pressekonferenzen hatte die Boygroup folgerichtig bereits in Schokokuss-Schlachten verwandelt: wer nicht durch Substanz überzeugen kann, versucht es halt mit Blödeln! Dass es noch schlechter geht, bewies der Norweger Knut Anders Sørum (den naheliegenden Wortwitz verkneife ich mir jetzt mal). Als sei seine dröge Rockballade noch nicht blutleer genug, versprühte der Sänger so viel Energie und Lebenslust wie ein Stück Holz. Man wartete gebannt auf den Augenblick, da Bernd das Brot Knut beim Singen einschliefe. War ‚High‘ als Warnung vor den Nebenwirkungen übermäßigen Cannabiskonsums gedacht? Im Ergebnis jedenfalls ein Low: verdienter letzter Platz.


Eine Heckenschere für Herrn Cerrada bitte. Schnell, es ist ein Notfall! (FR)

Welchen Vorteil versprachen sich die Franzosen bloß davon, ihrem gnomhaften Sänger eine riesige Stelzenfrau zur Seite zu stellen? Glaubten sie wirklich, es brächte Bonuspunke bei den jüngsten Zuschauern, wenn ihr Interpret wie ein Bewohner von Schlumpfhausen aussieht? Warum fiel die grobmotorisch vor sich hin ruckelnde Grace-Jones-Inkarnation zur Erheiterung der Zuschauer nicht wenigstens einmal auf die Fresse? Vor allem aber: warum entfernte niemand den explodierten Biber von Jonatan Cerradas Schädel? Das vor sich hin plätschernde Popchanson ‚À chaque pas‘ lenkte beim Sinnieren über diese essentiellen Fragen nicht weiter ab. Da ein Teil der Darbietungen diesmal schon aus dem Semi bekannt war, ließen sich interessante Beobachtungen über den Abnutzungseffekt von Grand-Prix-Beiträgen machen. Nämlich: große, dramatische Schmerzensballaden wie ‚Lane moje‘, eins der schönsten Exemplare dieser von mir heißgeliebten Gattung, brennen sich mit jeder Wiederholung noch tiefer in die Seele. Mit den Generalproben sah ich die folkloristische Darbietung von Željko Joksimović bereits zum vierten Mal: sein herzzerreißender Klagegesang berührte mich noch immer so stark wie beim ersten Hören. Ein Auftaktsieg beim allerersten Auftritt unter eigener Landesflagge wäre den Serben zu gönnen gewesen. Den holten sie dann ironischerweise 2007, nachdem sich auch noch Montenegro von ihnen losgesagt hatte, mit dem ähnlich schönen ‚Molitva‘.


Željko Joksimović und die „mongolische Nasenflöte“ (Terry Wogan) (RS)

Anders verhält es sich bei campen Nummern, die in der Wiederholung meist nicht mehr so zünden. Das kirschblütenhafte maltesische Kitschfest ‚On again – off again‘ hatte mit diesem Abnutzungseffekt zu kämpfen, zumal Julie & Ludwig nach einer versemmelten Generalprobe angespannt wirkten. Auch der Bosnier Deen litt unter diesem Syndrom, zumal er sich entschied, im Finale weniger nackte Haut zu zeigen als am Mittwoch. Ein sträflicher Fehler! Subtilen Sinn für Humor bewies das türkische Fernsehen bei der Auswahl des Motivs für die bosnische Postkarte: reiner Zufall, dass man halbnackte antike Männerstatuen aus türkischen Museen zeigte? Im Kopf-an-Kopf-Rennen der direkt aufeinanderfolgenden Schrammelnummern aus Holland und Deutschland schmierte das bereits aus dem Semi bekannte niederländische Duo Re-Union (‚Without you‘) so gnadenlos wie verdient ab, während es für unseren Max für einen gerechten achten Platz langte. Nachdem im Vorfeld das Genörgel darüber nicht verstummte, dass Max fast durchgängig mit geschlossenen Augen sang und so keinen Kontakt zum Publikum herstellen würde, bemühte sich der Badener, die Guckerchen ein paar Mal aufzumachen – und hinterließ dabei einen eher verschreckt-verwirrten, autistischen Eindruck. Wir lernen: niemals auf die Ratschläge von Grand-Prix-Fans hören! Eine schöne Geste hingegen der von Max auf türkisch gesungene zweite Refrain. Das erste Mal seit 1998 war ich wieder richtig stolz auf unseren Beitrag.


Mach die Augen zu und wünsch Dir einen Traum: Max (DE)

Auf gutgemeinte Ratschläge hörte auch Anjeza Shahini, welche im Finale die zum Kleid umgearbeitete albanische Landesflagge trug. Ein patriotischer Akt zwar, zumal bei der allerersten Eurovisionsteilnahme des Balkanlandes, aber keine kluge Wahl: der blutrote Fetzen trug auf. Kein gutes ‚Image of you‘. Passender kleidete sich die ukrainische Xena. Im urzeitlichen Fellmini legte die völlig aufgeputscht Wirkende das Musterbeispiel einer spektakulären Hairography hin: sie und ihre Barbaren stampften über die Bühne und schüttelten zu vielen „Hey“s unablässig das prachtvolle Haupthaar. Tänzerisch, wie mir befreundete Fachleute bestätigten, nicht sehr anspruchsvoll, aber für das Auge des Laien (also auch das meine) um so beeindruckender. Ruslanas berechtigter erster Platz ließ die Fraktion der konservativen Chansonfreunde aufheulen, dass hier die Show über das Lied gesiegt habe. Was für ein Quatsch! Der Eurovision Song Contest findet nun mal im Fernsehen statt, einem visuellen Medium. Also braucht jedes Lied auch eine zu ihm passende Show. Und ein kraftvolles Dance-Brett wie ‚Wild Dances‘ (das es in den deutschen Charts bis Rang 40 brachte) wirkt, wie sich aus dem Songtitel schon ergibt, nur mit einer passenden Choreografie. Andere Songs brauchen andere Darbietungen, wie zum Beispiel die Zurschaustellung zärtlicher Frauensolidarität bei ‚Molitva‘ (RS 2007) oder die lässig-ironische Sorglosigkeit von ‚Satellite‘ (DE 2010): auch hier gewann nicht das Lied alleine, sondern die stimmige Gesamtperformance!


Schüttel Dein Haar, wildes Mädchen: Ruslana (UA)

Selten amüsierte ich mich so königlich als während der Halbzeitpausenschalte von TRT zum Taksim-Platz in Istanbul. Nicht nur, dass sich im Gegensatz zur Hamburger Reeperbahn, wo sich tatsächlich eine beeindruckende, feierwütige Menge hinter Thomas Anders versammelte, auf dem üblicherweise belebtesten Platz der türkischen Metropole niemand einfinden wollte; offenbar warnte auch keiner die TRT-Reporterin, dass sie bereits auf Sendung ist. Seelenruhig schnaubte sie sich die Nase, räusperte sich, massierte die Augenringe weg, schaute gelangweilt umher – ich wartete nur noch darauf, dass sie die Zähne fletscht und auf mögliche Speisereste untersucht! Und das vor zig Millionen Zuschauern europaweit! Das eröffnet natürlich Raum für Spekulationen, warum anschließend eine weitere Liveschalte nach Spanien zwar anmoderiert, aber nicht gezeigt wurde. Saß die dortige Korrespondentin gerade in den Büschen und strullte? Einer der lustigsten Momente der Fernsehgeschichte, nur noch getoppt von Hannelore Kohls legendärem Besuch bei Alfredissimo – ich stand kurz vor dem Zwerchfellbruch!


Bei 4:58 Min geht’s los: die wohl lustigste Eurovisionspanne aller Zeiten!

Der Slot nach der Halbzeitpause1)Von der EBU auf Druck zahlreicher, nicht ausreichend gebührenfinanzierter Sender erstmalig eingeführt, damit diese Sender solange Werbung zeigen und so ihre Teilnamegebühren refinanzieren konnten. scheint verflucht. Halb Europa befand sich wohl noch auf der Toilette oder im Keller, den Getränkenachschub sicherstellend. Anders lässt sich das desaströse Ergebnis für Belgiens Xandee nicht erklären. Ihr perfektes Vocal-House-Stück ‚1 Life‘ war ein gefeierter Tanzflächenstürmer bei jeder Eurovisionsdisco in Istanbul und wartete zudem mit einem hübschen, grandprixesken Friede-Freude-Eierkuchen-Songtext auf. Dazu noch hatte sie zwei hinreißend schöne Männer mit auf der Bühne (als Tänzer und Drummer). Nur Xandee selbst wirkte etwas, wie soll ich sagen, verbraucht. Schade! Schöne Männer brachte auch die Russin Julia Savicheva mit, und zwar gleich vier durchtrainierte Muskelschnitten. Die man, aus welchem Grund auch immer, mit Plakafarbe angemalt hatte. Sie tanzten eine übertriebene, aufgezwungen wirkende Choreografie, die zu dem netten Radiopopstück ‚Believe me‘ überhaupt nicht passte. Julia, so schon nicht die Klassenbeste, was Stimmkraft und Klarheit der englischen Aussprache betraf („Beliff me“), nahm die Konzentration auf ihre Hebefiguren und Schrittfolgen so stark in Anspruch, dass ihr Gesang ganz den Bach runterging. Voller Wut über dieses Fiasko versuchte sie am Ende gar, einem ihrer Tänzer zur Strafe den Arm auszukugeln! Lediglich die Stimmen der Exilrussen in den baltischen und GUS-Staaten retteten sie vor dem eigentlich verdienten PieroEsteriore-Ergebnis.


Meisterin im Einarmwrestling: Julia Savicheva (RU)

Toše Proeski, erneut mit starker Unterstützung in der Halle, und Sakis Rouvas performten beide so gut wie im Halbfinale. Ein roter Faden verband die Nummern: der Mazedonier ließ ihn sich während seines Auftritts von seinen Tänzerinnen aus der Jacke klauben, der Grieche pflückte ihn aus den Kostümen seiner Mädels. Griechengott Sakis schaffte auch diesmal seine Rolle rückwärts anstandslos: als ob es eines Beweises seiner körperlichen Durchtrainiertheit noch bedurft hätte! Ein hoch verdienter dritter Platz für ‘Shake it’ – meinen persönlichen Sommerhit 2004, ‘Dragostea din tei’ hin oder her. Mit Jónsis (IS 2012) düsterer Rockballade ‚Heaven‘ konnte ich musikalisch nicht all zu viel anfangen; sein Auftritt aber war hinreißend! Nicht nur, dass der Isländer verdammt gut aussah, er legte auch viel Herz, Seele und Stimme in seine drei Minuten. Als sänge er um sein Leben, die Halsschlagader vor Anstrengung gleich platzend, so stand er auf der Bühne, und in der Halle rührte es mich an. Auf den Fernsehbildschirmen kam das – wie mir die DVD später offenbarte – aber etwas zu exaltiert rüber (der Haldor-Lægreid-Effekt), was wohl zu Jónsis schockierend schlechter Platzierung geführt haben mag. Dennoch: ein Skandal!


Eurovision in Perfektion: genau so will ich den Grand Prix! (GR)

Was ich vom vorletzten Platz für Irland nicht sagen kann. Von einer Boyband vorgetragen, mit einer netten Tanzroutine von der musikalischen Langeweile ablenkend, hätte ‚If my World stopped turning‘ vielleicht eine kleine Chance gehabt. So nutzte ich die drei Minuten Drögheit zur Spekulation, ob Chris Doran optisch eher an den gefährlichsten Terroristen der Welt, George W. Bush, erinnert oder an Holly Johnson von Frankie goes to Hollywood. „Der Polinnen Reiz ist unerreicht”, so lautet ein Zitat aus der Operette ‚Der Bettelstudent‘. Tatiana Okupnik, die sympathische Sängerin von Blue Café, verließ sich darauf – und auf ein Kleid, das ihre körperlichen Vorzüge zur Geltung brachte. In den USA hätte man wohl schwarze Pornobalken über das TV-Bild gelegt. Das vermochte jedoch nicht den hohen Nerv-Faktor des arg schlichten ‚Love Song‘ und des kreissägenartigen Gesangs zu mildern. James Fox tauschte den lässigen Jeans-Look der britischen Vorentscheidung gegen einen peinlichen Konfirmandenanzug von C&A: keine gute Idee. So ging das letzte Bisschen seines moderaten Bryan-Adams-Charmes flöten. Um so deutlicher trat zu Tage, dass wir es hier mit einem drittklassigen Kreuzfahrtschiff-Sänger mit einem ebenso drittklassigen Trällerliedchen zu tun hatten. Die ehemalige Popnation Großbritannien, so das von dieser Nummer ausgehende Signal, hatte nach der Schande von Riga wohl endgültig aufgegeben.


In welcher Sprache singt Jónsi da nur? Murmurisch? (IS)

Ganz anders der Gastgeber: bei Athenas Auftritt rasteten nicht nur die Türken in der Halle komplett aus. Schon bei den Eurovisionsdiscos in der Probenwoche lief ‘For real’ alle Viertelstunde, und jedesmal drehte die Menge durch. Man kann zu diesem energiegeladenen Ska-Pop, einer gelungenen Mischung aus Madness und AC/DC, auch einfach nicht still sitzen bleiben. Mal ganz abgesehen von den sehr charismatischen Brüdern Gökhan und Hakan Özoğuz: nicht nur optische Leckerbissen, sondern auch super nette Kerle, die sich in Istanbul bei jeder Gelegenheit unters Volk mischten und auch in den Pressekonferenzen mit ihrer hinreißenden Mischung aus charmantem Machismo, herzlicher Freundlichkeit und offenem Interesse begeisterten. Mit der Enthüllung der auf die Innenseite seiner Jacke aufgemalten Friedenssymbole während des Auftritts brachte Sänger Gökhan endgültig mein für solchen Showkitsch empfängliches Herz zum Schmelzen. Zumal er die Jacke dann auszog und seine muskulösen, tätowierten Oberarme zur Schau stellte. An dieser Stelle, zumal noch in der Halle nur wenige Meter entfernt sitzend, war ich einer pflaumensturzbedingten Ohnmacht nahe!


Big and strong, enough to turn me on: Athena (TR)

Zahlreich dürften die Angebote sein, die Sanda Ladosi aus Rumänien nach ihrem Auftritt bekam. Von tschechischen Puffbesitzern beispielsweise, oder ukrainischen Mädchenhändlern. Ihr Bühnenoutfit und ihre Show verkündeten laut und deutlich nur eine Botschaft: “Fünf Euro. Alles. Ohne Gummi”. Lena Phillipsons Stangentanz-Show hatte beim schwedischen Melodifestivalen noch für Aufsehen gesorgt. So, wie sie ihren wohlgeformten Allerwertesten zur Textzeile „Hurts, oh it hurts, really hurts, in the Middle of the Night“ lasziv am Mikrofonständer rieb, blieb selbst den hartgesottensten schwulen Fans die Spucke weg. In Istanbul jedoch wirkte Lena in ihrem pinkfarbenen Kleidchen im Vergleich zu dem direkt vor ihr gestarteten rumänischen Flittchen wie die brave Hausfrau in der Midlifecrisis, die verzweifelt versucht, auf verrucht zu machen.


Gundel Gaukeley und ihr Besen (SE)

Was sich im Großen und Ganzen auf den gesamten Contest übertragen ließ: während es der Osten ernst meinte und musikalisch wie choreografisch alles tat, um die Konkurrenz auszustechen, schickte der Westen Desperate Housewives. Kein Wunder also, dass der Grand Prix auch in den nächsten Jahren fast ausschließlich jenseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs Station machen sollte.

Eurovision Song Contest 2004

Eurovision Song Contest - Finale. Samstag, 15. Mai 2004, aus dem Abdi-Ipekci-Stadion in Istanbul, Türkei. 24 Teilnehmerländer. Moderation: Meltem Cumbul und Korhan Abay.
#LandInterpretTitelPunktePlatz
01ESRamón del Castillo Para llenarme de ti08710
02ATTiebreakDu bist00921
03NOKnut Anders SørumHigh00324
04FRJonatan CerradaÀ chaque pas04015
05RSŽeljko JoksimovićLane moje26302
06MTJulie & LudwigOn again... off again05013
07NLRe-UnionWithout you01120
08DEMax MutzkeCan't wait until tonight09308
09ABAnjeza ShahiniThe Image of you10607
10UARuslana LyzhychkoWild Dances28001
11HRIvan MikulićYou are the only One05012
12BADeenIn the Disco09109
13BEXandee1 Life00723
14RUJulia SavichevaBelieve me06711
15MKToše ProeskiLife04714
16GRSakis RouvasShake it25203
17ISJónsiHeaven01619
18IEChris DoranIf my World stopped turning00722
19PLBlue CaféLove Song02717
20UKJames FoxHold onto our Love02916
21CYLisa AndreasStronger every Mintue17006
22TRAthenaFor real19504
23ROSanda LadoşiI admit01818
24SELena PhilipssonIt hurts17005

Fußnote(n)   [ + ]

1. Von der EBU auf Druck zahlreicher, nicht ausreichend gebührenfinanzierter Sender erstmalig eingeführt, damit diese Sender solange Werbung zeigen und so ihre Teilnamegebühren refinanzieren konnten.

19 Gedanken zu “ESC Finale 2004: Just maybe I’m crazy

  1. Nanu? Go, go, Xena! äh, ich meine natürlich Ruslana! 😉 Tolles Lied, genialer Auftritt. Ich hätte mich auch ernstlich beschwert, wenn sich das Ergebnis aus dem Semi gehalten hätte, also diese langweilige Dutzendballade gegen ‚Wild Dances‘ gewonnen hätte. Allerdings fällt mir bei der Betrachtung dieser Seite eins auf: wo ist der grüne Balken, der den Sieger markiert?

  2. eurovision song contest: ich sah in meinem leben noch nie ein besseren eurovision song contest als in 2004 türkei.Die votetabelle und das herz und ect. alles war perfect . man hat gemerckt das tüärken viel wert auf eurovision song contest legen. 😉

  3. Julia Savicheva hätte Null Punkte bekommen müssen, sie war genauso schlecht wie Gemma von Jemeni 2002. Die Russin war der lebende Beweis, daß man sich eine Bühnenshow leisten können muß, nämlich fitnessmäßig. Die wenigsten Menschen können nunmal gleichzeitig singen und turnen. Wenn die Lunge es nicht hergibt, sollte man sich doch eher aufs Singen konzentrieren. Der Gegenbeweis war ja am gleichen Abend zu sehen. Lena Phillipson legte eine absolut professionelle Performance vor, ohne von gefühlten 20000 Tänzern umgeben zu sein. Sie hatte die nötige Erfahrung für ein solches Großereignis. Sie und Lisa Andreas hätten den Sieg unter sich ausmachen sollen. Ich werde auch nie verstehn, weshalb Peter Urban das Kleid von Lena als Teeny-Fummel bezeichnete. Welche Teenies tragen denn Kleider? Xandee fand ich doof, ich mochte mehr den Song von Blue Cafe. Der Gesang von Tatjana war erfrischend anders. Über Sanda Ladosi wurde schon alles gesagt. Wer hätte gedacht, daß es klamottenmäßig nach Claudia Beni (ein Jahr zuvor) noch schlimmer kommen könnte?

  4. Achtung, der Korrekturnazi kommt: Die Band hieß Jemini, und das war 2003, nicht 2002. Und für die Russen mit ihren Betonpunkten aus der GUS und dem Baltikum ist ein Platz außerhalb der Top 10 wahrscheinlich schon ein gefühlter Nulpointer. 🙂

  5. Gestern beim ESC gescheitert, heute schon bei Bohlen: Thomas Pegram, Mitglied von Tiebreak hat es in die Top Ten von DSDS geschafft. Kann man noch tiefer sinken?

  6. Au weia, ich kann Dir da ja so gaaaar nicht zustimmen! Ich hab mir den Jahrgang vor ein paar Tagen nochmal reingedreht, und ich kann nur sagen: 2004 war FURCHTBAR, der schlimmste Jahrgang seit der Jahrtausendwende, dessen Finale ich nur auf einem Ozean von Alkohol ertragen habe! Die ersten beiden Plätze gehen in Ordnung, wenn ich die auch heute gerne vertauscht sehen würde. Max hätte gern besser abschneiden dürfen, Xandees Ergebnis war für mich der Schocker schlechthin, den Song von James Fox mag ich sehr gern, aber der mit Abstand beste Beitrag des Jahrgangs kam von den Gastgebern! Die Türken hätten liebend gern den zweiten Sieg in Folge einfahren dürfen. Zu Meltem und Korhan und zu dem, was sich da insbesondere in der zweiten Hälfte des Scoreboards wiederfand, sag ich jetzt lieber mal nix.

    Aber der erste ESC vor Ort ist auf jeden Fall was besonderes, und den misst man nicht mit normalen Maßstäben (ging mir jedenfalls bei meinem so, der beitragstechnisch auch keine Offenbarung war – eigentlich). So gesehen (und mit dem Gedanken an Deine Trash-Vorliebe) kann ich den Artikel dann doch wieder nachvollziehen. Auf jeden Fall großes Merci dafür – es macht immer wieder total Spaß!

  7. Pingback: I'll fucking win (ESC Semi 2006)
  8. Vielleicht klang es in der Halle anders, aber am TV hört sich Sertab Ereners Eröffnungsact sehr nach Livegesang an.

Oder was denkst Du?