Michel­le: Just an Illu­si­on

Oh mein Gott: Schla­ger­häs­chen Michel­le (ESC 2001, ‘Wer Lie­be lebt’) kommt uns jetzt als Dis­co­mäus­chen Tan­ja Tho­mas daher! “Die per­fek­te Ver­wand­lung einer erfolg­rei­chen deut­schen Schla­ger­prin­zes­sin in eine Dis­co-Queen dürf­te zu den gro­ßen Über­ra­schun­gen der deut­schen Musik­sze­ne zäh­len” (Ama­zon-Wer­be­text). Das kann man wohl so sagen!


Lady Tho­mas liebt es, zu lie­ben

Okay, bei Kylie Mino­gue hat es funk­tio­niert. Und bei Madon­na ist es zur Zeit zumin­dest noch mal für einen Ver­kaufs­er­folg gut. Aller­dings hat Kylie (bzw. ihre Pro­du­zen­ten) die Dis­co-Musik ja auch noch mal voll­stän­dig neu erfun­den. Madon­na klaut sich hier und da mal was zusam­men, ver­webt das Gan­ze aber noch wenigs­tens zu eini­ger­ma­ßen eigen­stän­di­gen Songs. Michel­le hin­ge­gen hat sich für die ganz bil­li­ge Lösung ent­schie­den: mit ihrer cha­rak­te­ris­ti­schen Pieps­stim­me singt sie ein­fach 14 im Arran­ge­ment unver­än­der­te Dis­co-Klas­si­ker nach. So bil­lig wie die­se musi­ka­li­sche Null­lö­sung prä­sen­tiert sich Michel­le auch auf Ihrer neu­en Web­site, wo sie sich als ver­zwei­felt-wil­li­ge Dis­co-Schlam­pe in Pose wirft. Okay, dass es ihr im Hun­de­s­a­lon auf die Dau­er zu lang­wei­lig wür­de, war ja abzu­se­hen. Und dass sich ihre schon immer latent vor­han­de­ne Schi­zo­phre­nie (“Ich habe Angst davor, dass Michel­le das Leben der Tan­ja Hewer erdrückt”) irgend­wann Bahn bre­chen wür­de, auch. Viel­leicht dient die Umbe­nen­nung in Tan­ja Tho­mas auch nur dazu, ihre ver­blie­be­nen Schla­ger­fans nicht zu Tode zu scho­cken. Nun ja, viel Glück für die neue Kar­rie­re, Michel­le – auch wenn zu befürch­ten steht, dass das eher ein ‘One way Ticket to the Blues’ wer­den dürf­te.

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