Ruslana: Wild Politics

Das musste ja so kommen: Ruslana geht in die Politik! Bei der Orangenen Revolution in der Ukraine hatte die Eurovisionssiegerin von 2004 bereits in vorderster Front mitgemischt und sich als eine der prominentesten und fleißigsten Unterstützerinnen des neuen Präsidenten Juschtschenko gezeigt. Bei der jetzt anstehenden Parlamentswahl tritt sie nun auf dem fünften Listenplatz von Juschtschenkos Partei ‚Unsere Ukraine‘ an. Womit ziemlich sicher sein dürfte, dass die Gute ihre wilden Tänze demnächst im Parlament aufführen kann.


More Power to the People: Ruslana (UA)

In einem Interview im österreichischen Standard anlässlich des Jahrestages der Revolution hatte sie alle Einwände über die breite Enttäuschung in der Bevölkerung über die verfahrene politische Situation im Lande abgewiesen: das Wichtigste sei, dass “es sich im Land leichter atmet. Die Politik stört uns nicht mehr beim Leben.” Und weiter: “Jeder kann sagen, was er will. Jeder kann machen, was er will. Das ist die Freiheit.“ Konkurrenz bekommt sie ausgerechnet von Ex-Boxer (und Pausenact beim Song Contest 2005) Vitali Klitschko, der die Oppositionspartei Pora-Pop anführt und sich gleichzeitig für den Bürgermeisterposten von Kiew bewirbt. Im Zuge der Orangenen Revolution hatte er noch an der Seite Ruslanas, mit der er eng befreundet ist, für Juschtschenko gekämpft. Nun kritisiert er dessen Partei, mit der er aber dennoch koalieren will, wenn er die Drei-Prozent-Hürde schafft: „Viele alte Staatsfunktionäre haben sich einfach in Orange gekleidet und sind damit durchgekommen“. Er will deswegen die Immunität der Parlamentarier abschaffen. Die übrigens auch der Grund ist, warum sich elf polizeilich gesuchte Kriminelle um einen Sitz bemühen. Das wird bunt!

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