ESC Finale 2007: Okay. Happy End.

Logo des Eurovision Song Contest 2007 (Semifinale)
Das Jahr der Damendarsteller

Ein kollektives, erleichtertes Seufzen ging durch Europa: nach fünf Jahren Vorherrschaft der Show über die Musik siegte endlich wieder ein Lied! Ein sanftes, melodiöses, in der Landessprache gesungenes noch dazu. Eines ganz ohne Choreografie! Allerdings: so ganz stimmte das nicht. Molitva‘ gewann natürlich auch aufgrund seiner Show – nur, dass diese halt sehr viel unaufdringlicher daherkam als beispielsweise bei den finnischen Monsterrockern. Genau diese charmante Präsentation zärtlicher Solidarität zwischen fünf gut aussehenden und einer stimmgewaltigen Frau (nicht zu vergessen der subtil lesbische Unterton) hob den serbischen Beitrag aus der Flut aufwändiger Tanzchoreografien heraus und führte ihn zum hoch verdienten Sieg.


Niemand leidet so schön wie die Bosnier, auch im Rollrasenkleid

Wenn uns die Bibel eines lehrt, dann, dass es nur eine Maria geben kann. Heute Abend war es die aus Serbien. Da konnten die in ihren blassen Kleidchen wie Wasserleichen aussehenden Chorsängerinnen der bosnischen Marija, passend zum Thema vom ‚Fluss ohne Namen‘, noch so hübsch mit den Armen rudern. Diese Marija, die Šestic, flüchtete am Schluss ihres anmutig fließenden Vortrags in die starken Arme ihres Mandolinespielers: heterosexuelle Zärtlichkeiten wollten die Zuschauer in diesem Jahr aber nicht sehen, zumal so unglaubwürdige! Das Big-Four-Land Spanien und sein in Schweden eingekaufter Beitrag waren vom Pech verfolgt: Startplatz 2, der Todesslot – und dann schlachteten die umherirrenden finnischen Kameras die perfekt synchrone Choreografie der schnuckligen Boyband D’Nash. Nun mag die Zeit für Caught-in-the-Act-Imitationen womöglich abgelaufen sein, aber ich sehe sowas immer gerne. Zumal, wenn da Spanier versuchen, auf englisch zu singen und dabei so schöne Textzeilen rauskommen wie „Cum gimme your Load“!


Auf Weiß sieht man’s ja auch nicht so: D-Nash (ES)

Ein bisschen unsauber auch die englische Aussprache des Weißrussen Dmitry Koldun: „Work your magic Eye / Work your magic Shoe“? (Wenn Peter Urban seine Scherze aus dem Semi wiederholt, darf ich das wohl auch)! Eine Ode an Michael Flatley? Dass er, übrigens als Einziger der Spitzenreiter, bei den Televotern im Westen auf einhellige Ablehnung stieß, lag wohl daran, dass er gleich zu Beginn eine seine Tänzerinnen als Fußschemel benutzte. So ein Macho-Verhalten ist hierzulande aber nur Frauen gestattet. Nach der britischen Bankrotterklärung von 2003 mit Jemini folgte hier die irische: wie einst schon Gemma Abbey suchte nun Cathy Jordan, Leadsängerin Regimentschefin bei Dervish, drei quälende Minuten lang den richtigen Ton und fand ihn ums Verrecken nicht. Im Gegensatz zu der hiermit teilrehabilitierten Gemma konnte Cathy darüber hinaus noch nicht einmal die Melodie halten. Der gnadenlose, ja brutal zu nennende Untergang der ehemaligen Eurovisionstitanen: das war Live-Katastrophen-TV!


They cannot stop the Spring? She cannot cope to sing! (IE)

Apropos Katastrophen: sollte sich irgendjemand fragen, welchen Weg unsere Gracia Baur (DE 2005) nach der Schande von Kiew einschlug, hier gab es die Antwort: sie flüchtete nach Finnland, futterte sich 30 Kilo drauf und trat unter dem Tarnnamen Hanna Pakarinen für ihre neue Heimat an. Und da die Deutschen kein nachtragendes Volk sind, gab es sogar einen Sympathiepunkt aus der alten Heimat für das poprockige ‚Leave me alone‘. Schön! Am Dienstag nach dem Contest machte ich übrigens die Probe aufs Exempel, stellte mich wie die Ungarin Magdi Rúsza barfüssig an die Bushaltestelle und greinte suizidal rum. Was soll ich sagen: es gab keinen begeisterten Zuspruch aus ganz Europa, sondern die Einweisung in die Klapse. Und da sitze ich nun und grüble immer noch, was in aller Welt die Zuschauer an diesem Schrott toll fanden. Ich verstehe es einfach nicht!


Mein liebster Schlechte-Laune-Schlager! (FI)

Gerne sähe ich, wie der Grieche Sarbel ‚Yassou Maria‘ Šerifovic seine Nummer vorsingt – in der stillen Hoffnung, dass ihm die sympathische serbische Powerlesbe für seinen ranzigen Machismo („Probably should mention: she is mine“) direkt eins auf die Ömme gibt! Schamlos melkte der hüftsteife Schlaks die seit sieben Jahre gültige „Shake it“-Erfolgsformel und bediente sich auch noch dreist bei Sertab Ereners (TR 2003) Domina-Tanznummer mit den Bändern. Wie Marianne Rosenberg (DVE 1975) auf LSD wirkte der bisexuelle schwedische The Ark-Frontmann Ola Salo. Hübsch die Darbietung mit der psychedelischen Drehscheibe, die das finnische Fernsehen leider halb versemmelte. Aber: der schlimme Song! Rockmusik und Glamour schließen sich einfach gegenseitig aus: Glamrock kann also schon vom Konzept her nicht funktionieren. Da helfen weder literweise Eyeliner noch Glitzerpailletten im spärlichen Brusthaar. ‚The worrying Kind‘, in der Tat!


Sensationeller Schulter-Shuffle: Sarbel (GR)

Dass bei den Franzosen kein militanter Tierschützer die Bühne stürmte, wo doch der glatzköpfige Sänger der Fatals Picards eine tote Katze auf der Schulter spazieren trug, war dann auch das einzig Interessante an diesem zweisprachigen, netten Fun-Punk-Versuch. Oh, und der Nachlauf mit dem Kameramann. Dezenz ist den Russen wahrlich nicht zueigen: nach einem Pseudolesbenduo 2003 forderten sie diesmal zum rückwärtigen Liebesspiel auf: „Listen up, you know I got / The place you’ve never been // Nasty Guy, take it, don’t be shy / Put your Cherry on my Cake and taste my Cherry Pie“. Noch nicht eindeutig genug? Okay, es geht auch noch direkter: „My bad Ass spinnin‘ for you“. Dass die drei aggressiven Lolitas im Böse-Nonnen-Outfit mit dieser perfekt und kalt produzierten, kontemporären Bollerpopnummer, dem Krawallsound der sozialen Verwahrlosung, die Kirschen nicht ernteten, lag wohl auch am Namen der Girlgroup: Serebro meint „Silber“. Wenn ich den ‚Song #1‘ will, muss ich die Band aber „Gold“ nennen. Sonst kommt, wie hier, Bronze dabei raus.


Achten Sie bei 2:07 Min mal auf den Drummer! (DE)

Wenn er sich in der ungemütlichen Gegenwart nicht mehr zurecht findet, unternimmt der Mensch ja gerne Ausflüge in die vermeintlich goldene Vergangenheit. Und so nahm Deutschland (in Gestalt Roger Ciceros) Europa mit auf eine Zeitreise, zurück in einen amerikanischen Jazzclub aus der guten alten Besatzungszeit. Den die Televoter ganz schnell wieder verließen, denn die haben noch ein Leben im Hier und Jetzt zu organisieren. Bei „sie geben alles, wenn sie irgendwas woll’n“ fielen dem (recht niedlichen) Drummer vor lauter Langeweile die Schlegel aus der Hand: der einzig unterhaltsame Moment unserer drei Minuten. Und dann wieder diese Schwachsinnsidee, die letzte Strophe in englisch zu singen! Schreibt es Euch bitte ein für alle mal hinter die Ohren: die Zuschauer entscheiden in den ersten 15 Sekunden, ob sie einen Song mögen oder nicht. Wenn Anbiederung, dann da! Welchen Reiz fremde Sprachen haben können, bewies übrigens der wunderschöne, hochdramatische serbische Siegertitel mit dem Fake End: „Nebo zna, kao ja“ („Der Himmel weiß, so wie ich“) sang Marija Šerifovic ein ums andere Mal. Ich verstand „Ne Bosna Kaviar“: ein Protestsong gegen den Import von Fischrogen aus Neum? Verrückt!


Sapphos Töchter: Marija & die Molivettes (RS)

Überaus lustig ging es weiter: eine etwas füllige, komplett durchgeknallte ukrainische Dragqueen hüpfte durch einen scheinbar sinnfrei-fröhlichen Technoschlager und brüllte zur Akkordeonbegleitung deutsche („Sieben, sieben, ein, zwei“), englische und ukrainische Sprachfetzen. Verka Serdutschka erschien als Kreuzung aus Hüpfburg, Zarah Leander, lebender Discokugel und Weihnachtsbaum, wie ihre zwei Begleittänzer aus der Jungpioniergruppe komplett in Alufolie gewickelt. Bei allem Amüsement (und „ich lieben“!): im Refrain folgte auf zwei Mal „Lasha Tumbai“ – eine Nonsens-Wortschöpfung in der Tradition von ‚Diggy loo diggy ley‘1)In einem Interview im Vorfeld behauptete Verka, dies sei mongolisch und heiße „geschlagene Butter“, was aber, wie eifrige Eurovisionsanoraks sofort nachrecherchierten, schlichtweg nicht stimmt. – stets ein nicht misszuverstehendes „Russia goodbye“. Und die deutschen Abzählreime hatten Gerüchten zufolge die Funktion, die in der einst zum Sowjetreich gehörenden Ukraine nicht mehr sehr wohlgelittenen Russen in die Nähe von (Nazi-)Deutschen zu rücken. Nicht mehr ganz so lustig, oder? Dennoch: als Performance (Verka spielte ebenfalls Nachlauf mit dem Kameramann und stellte auch sonst etliche amüsante Dinge an) unschlagbar. Und für die zwei direkt darauf folgenden Comedyacts der sichere Punktetod.


Schaut her, liebe Georgier: so geht eine subtile Russlandverarsche (UA)

Der witzigste Moment beim diesjährigen Grand Prix ereignete sich jedoch am Sonntagmorgen, als ich auf meinem Hotelzimmer die Wiederholung der TV-Ausstrahlung vom Samstagabend auf YLE sah. Und hörte, wie der finnische Kommentator das eigens für den Contest wiedervereinte britische Eurodance-Projekt Scooch mit dem Song „Flying the Fag“ ansagte. Wie passend: camp war die Trashnummer der singenden Stewardessen beiderlei Geschlechts bis zum Abwinken. Auch wenn all die großartigen Gags mit den „salted Nuts“ und ähnlichen köstlichen Doppeldeutigkeiten leider komplett untergingen. Die überraschenden zwölf Punkte aus Malta verdankt das Königreich übrigens alleine den Schlagerboys aus Birmingham, die am Freitag nach dem Semi im maltesischen Fernsehen zu Gast waren und dort die Wahrheit verkündeten, dass nämlich Malta um einen Platz im Finale betrogen worden sei!


Flyin‘ high in Amsterdam: Scooch (UK)

Todomondo, das singende Politbüro aus Rumänien, fiel mit seiner sechssprachigen Ode an die ‚Liubi‘ unter den Völkern, welche die Grundidee der Eurovision wunderschön auf den Punkt brachte, nach diesen zwei spektakulären Höhepunkten des schlechten Geschmacks leider deutlich ab und versackte entsprechend im Mittelfeld, während Hayko, ein jüngerer armenischer Tom Jones, dank des Diasporavotings einen achten Platz erreichte. Und das trotz skurriler Performance: er stand vor einem kahlen Baum, in dem Klopapierstreifen im Wind flatterten, und knödelte voller Inbrunst die armenische TV-Reklame für Charmin: „Immer, wenn Du musst“, steht ein Baum mit Toilettenpapier für Dich bereit! Gut zu wissen! Wenig Geschick bewies erneut die Musikindustrie: Marija Šerifovićs Powerballade erschien im deutschsprachigen Raum erst mit wochenlanger Verzögerung auf einem kleinen Independant-Label und konnte so nur in der Schweiz charten (# 19), wo man Langsamkeit bekanntlich lebt. In Deutschland schaffte es lediglich die ukrainische Discotranse Verka Serdutschka auf Rang 74 – die wiederum im Gastgeberland Finnland den zweiten Platz in den Charts belegte.


„Russia goodbye“ sprach wohl auch den Finnen aus dem Herzen!

Apropos Gastgeber: hatte Hape Kerkeling mit ‚Helsinki is Hell‘ Recht? Keineswegs! Das Hauptstädtchen, wo es wegen der geografischen Lage bereits morgens um halb Vier hell wurde (was man deswegen mitbekam, weil da sämtliche Clubs schlossen), war putzig und pittoresk. Zwar könnte man den Heimbeitrag ‚Leave me alone‘ der grimmig dreinschauenden Hanna als Botschaft an die zahlreich eingefallenen Eurovisionsfans deuten, sich bitte bald wieder zu verkrümeln, damit man endlich wieder Platz habe. Von dem brauchen die Finnen nämlich viel, wie ich auf einer Hafenrundfahrt im eisigen Wind erfuhr: weil ihnen das Leben in der überlaufenen 570.000-Mann-Metropole zu hektisch und drangvoll ist, verfügt fast jeder zweite Einwohner über ein Häuschen auf einem der vorgelagerten Inselchen, wo er am Wochenende endlich den Trubel hinter sich lassen und für sich allein sein darf.


Look, they’re happy, just like Children: die tolle Krisse

Doch gastfreundlicher und wohlorganisierter als die Finnen könnte niemand sein. Das sah man schon am Moderationspärchen Jaana Pelkonen und Mikko Leppilampi: die Ersten seit vielen, vielen Jahren, die nicht nur ein gut verständliches Englisch sprachen, sondern einem auch das Gefühl vermittelten, sie hätten richtig viel Spaß bei dem, was sie da tun. Und an der sensationell lustigen Krisse, Finnlands Silvia Night, die in unnachahmlicher Art und Weise durchs Pausenprogramm führte sowie die einzigen sinnvollen Green-Room-Interviews in der gesamten Contestgeschichte führte („You are beautiful. You think that helps?“). Brillant auch die Postkarten zwischen den Songs: perfekt gemachte, unglaublich charmante und sehr unterhaltsame Filmchen, in denen die Finnen ihre eigene so liebenswerte Skurrilität entspannt aufs Korn nahmen. Die dürfen gerne bald mal wieder gewinnen!

Eurovision Song Contest 2007

Eurovision Song Contest Finale. Samstag, 12. Mai 2007, aus der Hartwall Areena in Helsinki, Finnland. 24 Teilnehmerländer, Moderation: Jaana Pelkonen & Mikko Leppilampi.
#LandInterpretTitelPunktePlatz
01BAMarija ŠestićRijeka bez imena10611
02ESD'NashI love you, mi Vida04320
03BYDima KoldunWork your Magic14506
04IEDervishThey can't stop the spring00524
05FIHanna PakarinenLeave me alone05317
06MKKarolina GočevaMojot Svet07314
07SIAlenka GotarCvet z juga06615
08HUMagdi RúszaUnsubstantial Blues12809
09LT4FunLove or leave02821
10GRSarbel MichaelYassou Maria13907
11GESopho KhalvashiVisionary Dream09712
12SEArkThe worrying Kind05118
13FRLes Fatals PicardsL'amour à la française01923
14LVbonaparti.lvQuesta Notte05416
15RUSerebroSong #120703
16DERoger CiceroFrauen regiern die Welt04919
17RSMarija ŠerifovićMolitva26801
18UAVerka SerduchkaDancing Lasha tumbai23502
19UKScoochFlying the Flag (for you)01922
20ROTodomondoLiubi, liubi, I love you08413
21BGElitsa Todorova + Stoyan YankoulovWater15705
22TRKenan DoğuluShake it up Shekerim16304
23AMHayko HakobyanAnytime you need13808
24MDNatalia BarbuFight10910

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Fußnote(n)   [ + ]

1. In einem Interview im Vorfeld behauptete Verka, dies sei mongolisch und heiße „geschlagene Butter“, was aber, wie eifrige Eurovisionsanoraks sofort nachrecherchierten, schlichtweg nicht stimmt.

17 Kommentare zu „ESC Finale 2007: Okay. Happy End.

  1. Lustig wars. Trotz der unverdient im Halbfinale hängengebliebenen Andorraner und Tschechen: witziger Abend. Ich gebe zu, dass ich ‚Molitva‘ am Anfang nicht mochte, was aber wohl hauptsächlich daran lag, dass die Gay-Pride-Parade auf der Bühne etwas ablenkte. Ich bin mit dem Lied inzwischen jedenfalls (Achtung, schlechtes Wortspiel voraus!) warmgeworden. Verdienter Sieger. ‚Sieben, sieben, ai lju lju‘! Ebenfalls vollkommen verdient Zweite(r). Und Jemini dürfen sich tatsächlich rehabilitiert vorkommen. Ich habe versucht, mir die Studioversion von ‚They can’t stop the spring‘ anzuhören. Die Frau hat sich auf der Bühne nicht versungen – das SOLLTE so klingen! Ent-Setz-Lich. Albanien, to the rescue (danke an die Jury, zumindest soviel ich weiß, sonst hätte Irland sich in die illustre Schar der Nulpointer einreihen dürfen)! Herr Cicero macht Altherrenswing. Und da erwarten wir ernsthaft ein besseres Ergebnis? Ich habe mal irgendwo gelesen, dass er bei Benutzung der Jurywertungen Sechster oder Siebter geworden wäre. Wenn das kein Argument GEGEN Jurys ist, weiß ich auch nicht. Nett, aber in die Kategorie ‚gehört und vergessen‘. Und wenn ich, die bekennende Grand-Prix-Hete, etwas als tuckig und camp empfinde, dann ist es das wohl. Meine Damen und Herren: Scooch! Die zwölf Protestpunkte aus Malta waren allerdings ein Höhepunkt des Abends. Es hätte ein schöner Abend sein können, aber die Abstimmungsergebnisse waren schlicht zu vorhersehbar. Kommt mir das nur so vor, oder wird das immer schlimmer? Auch während der Abstimmung sink(g)t für Sie: Das Niveau! Und dabei lag der echte Härtetest noch vor uns.

  2. Shake it- Geshaker Zur Siegerin ist nur zu sagen: Endlich mal wieder ein Lied! Was mir allerdings mal wieder so richtig gegen den Strich ging, die zwei Shake it-Machos aus Griechenland und Türkei auf Platz 5 und 7 während so wunderbare Björk/Madonna-Verschnitte wie von Sopho aus Georgien aus Platz 12 verkümmern müssen. Kein Wunder das wir 2008 dafür mit einer Corinna May-Nachfolgerin und ihrem gepissten Lied (englisch ist halt doch nicht soo einfach) bestraft wurden.

  3. Dejavu Wie schon 2003 mit Jemeni hatte ich mich Wochen vorher auf UK als persönlichen Favoriten geeinigt und genauso wurde es eine Katastrophe. Mal abgesehen vom miserablen Gesang, warum konnten sie den Auftritt nicht genauso wie im Vorentscheid durchziehen? Wieso die zwei Extra-Tussen im Babydoll? Das ruinierte die ganze Performance und machte aus dem lustigen Lied eine pure Lächerlichkeit. Meine Enttäuschung war grenzenlos. Bei Vera Serduchka war es genau andersrum, ein bescheuerter Song mit einer tollen Performance. Die doofen Russinnen von Serebro, die wohl eine Szene aus Trainspotting nachspielten, haben den dritten Platz belegt? Einen besseren Beweis für Nationalitäten-Voting kann es kaum geben. Erst der 5.Platz, der Song ‚Water‘ hat mir wirklich gefallen.

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