Hot Banditoz für Deutschland 2008?

Der britische Schlagerblog regt an, Deutschland solle doch 2008 die Hot Bandidoz nach Belgrad entsenden. Lustige Idee oder perfide Strategie, um der unliebsamen deutschen Konkurrenz ein Jemini-Ergebnis zu bescheren? Die beiden Jungs aus Birmingham zählen in ihrem Blog gleich fünf Gründe auf, die aus ihrer Sicht für die Hot Bandidoz sprechen. Neben dem Fakt, dass die zwei Bandidoz-Mädels in ihrem aktuellen, quietschbunten Videoclip zu ‚Que si, que no‘ auf neonfarbenen High Heels durch die Gegend tanzen, pinkfarbene Regenschirme schwingen und lasziv an riesigen Lollipops lecken, scheint es vor allem der knackige Silva zu sein, der die Schlagerboys überzeugt. Durchaus nachvollziehbar! Die Homepage der Hot Bandidoz beschreibt den 23jährigen „Sohn eines türkischen Generalkonsuls“ und einer brasilianischen Mutter als den „heißesten Typ nördlich des Zuckerhuts“. Nun ja. 


Schallalla ist schon drin, fehlt nur noch das Schallalie!

Die schwule Gemeinde wird die Drei eventuell noch von ihrem Auftritt als Vorgruppe beim Reunion-Gig der legendären Village People im Kölner Gloria Ende Mai diesen Jahres kennen. Worüber die Bandidoz-Homepage in unnachahmlicher Weise informiert: „Der Song ‚A La Playa‘ der Hot Banditoz ist ein Cover der PartyHymne ‚In The Navy‘, welches die Village People.“ Doch. Steht da so. Genau so. Die Partyhymne, welches die Village People. Ja was? Im Original gesungen hat? Verbrochen hat? Uns unfreiwillig als Vorlage für unsere unterirdisch schlechte Eimersangria-Strandparty-Version geliefert hat? Mer waases net, mer vermut’s nur. Hoffen wir also, dass die Hot Bandidoz, sollten sie der britischen Idee Folge leisten und bei der nächsten Vorentscheidung mit einem ihrer unvergleichlich billigen Ballermann-Sommerhits antreten, nicht auf die Idee kommen, deutsch.


An was erinnert mich das bloß?

Lustig auch die Gegenreaktion der Briten auf eine deutsche Unterschriftensammlung, mit welcher dem Wunsch nach Teilnahme von Tokio Hotel für Deutschland beim Eurovision Song Contest Ausdruck verliehen werden sollte. Daraufhin startete das Schlagerblog eine Gegenpetition, mit welcher der NDR zu einer Nomination der RTL-2-Castingband beFour aufgefordert werden soll. Besonders das Video zu ‚Come fly with me‘ hat es den Angelsachsen angetan. Kein Wunder, ist doch eine – wie sag ich es vorsichtig? – musikalische wie choreografische Nähe zu Scoochs ‚Flying the Fag Flag‘ (UK 2007) nicht vollständig von der Hand zu weisen. „Für weniger Gitarren bei der Eurovision und mehr Tanzchoreografien, Stewardessenoutfits und Tonartenwechsel“ – diese Petition kann ich nur von Herzen unterstützen!

Oder was denkst Du?