Schweiz 2008: Der Ehrenmann

Offiziell bestätigt: der dreißigjährige Tessiner Paolo Meneguzzi wird die Schweiz beim Eurovision Song Contest 2008 vertreten. Der schnucklige Sänger, im deutschsprachigen Raum bislang eher unbekannt, nahm bereits am italienischen San-Remo-Festival teil. Für ihn sei das eine ‚Era stupendo‘ (‚Besondere Ehre‘), so jedenfalls sein Songtitel.


Macht eine gute Figur: Paolo bei seinem San-Remo-Auftritt

Auch wenn Italien nach wie vor beim Song Contest nicht mitmachen mag, gibt es für Fans von Adria-Schnulzen diesmal gleich doppeltes Balsam: erstmalig beteiligt sich der putzige Zwergstaat San Marino – für die Vertretung der in Italien liegenden, sympathisch widerspenstigen Republik von der Größe einer Briefmarke eines Heuschobers und der Einwohnerzahl meiner Straße haben bereits mehrere italienische Künstler Interesse angemeldet. Und die Schweiz besinnt sich nach dem Flop mit dem tanzenden Draculino und setzt ebenfalls auf italienische Klänge.


Eine der drei Landessprachen: die Schweiz hat Erfahrung mit italienischem Canzone

Paolo Meneguzzi freut es: „Seit meiner Kindheit träume ich davon, einmal am Festival von San Remo und einmal am Eurovision Song Contest teilzunehmen. 2004 habe ich es erstmals nach San Remo geschafft – jetzt kommt der Eurovision Song Contest“, schildert der von seiner deutschen Plattenfirma als „hübscher Bengel“ titulierte Sänger der Schweizer Zeitung 20 Minuten. An Selbstbewusstsein mangelt es ihm jedenfalls nicht: „Ich bin ein Sonnenschein.“ Doch auch mit seiner Musik, von Sony BMG wörtlich als „Songs, die jeder Pizzaria (!) gut zu Gesicht stehen“ beschrieben, wolle er die Menschen für sich einnehmen. „Ich werde eine große Show inszenieren,“ verspricht er. Na dann: einmal die 12 mit Mozzarella und viel freigelegtem Brusthaar, bitte!

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