Mol­da­wi­en: Gebo­ren, um Lie­be zu geben

Nun hat es ihn doch noch geschrägt. Sasha Bogni­bovs umstrit­te­nes Mach­werk ‘I love the Girls (of 13 Years old)’ ist an den Juro­ren geschei­tert und darf nicht bei der mol­da­wi­schen Vor­ent­schei­dung mit­ma­chen. Die schwüls­ti­ge Num­mer, in wel­cher der mol­da­wi­sche Sän­ger mit Ope­ret­ten­fal­sett klei­ne Mäd­chen anschmach­tet, befand sich unter den 27 Bei­trä­gen, die der Staats­sen­der TRM als mög­li­che Kan­di­da­ten für den Euro­vi­si­on Song Con­test online gestellt hat­te.


Wenn hier dem­nächst so ein staat­li­ches Stopp­schild auf­taucht, wis­sen Sie, war­um

Ob die musi­ka­lisch grau­sa­me Num­mer als Par­odie, Hom­mage an deut­schen Päd­eras­ten­schla­ger der Sieb­zi­ger­jah­re (“Joan­na, gebo­ren um Lie­be zu geben / Ver­bo­te­ne Träu­me erle­ben”) oder schlicht­weg ernst gemeint war, ist unbe­kannt. Seit­dem TRM den Song, wie alle ande­ren über­haupt beim Sen­der zur Vor­ent­schei­dung ein­ge­reich­ten Bei­trä­ge, vor eini­gen Tagen online stell­te, hagel­te es jeden­falls Pro­tes­te. Auch die Schwei­zer Tages­zei­tung 20 Minu­ten wur­de inzwi­schen auf die skan­dal­träch­ti­ge Sto­ry auf­merk­sam und druck­te gleich den gan­zen Text samt Über­set­zung ab. Nicht, ohne den Hin­weis zu ver­ges­sen, dass auch in Mol­da­wi­en ein Schutz­al­ter von 14 Jah­ren gilt. Doch die gan­ze Auf­re­gung kommt zu spät: zwi­schen­zeit­lich wähl­te eine sen­der­in­ter­ne Jury 12 Songs aus, die tat­säch­lich an der Vor­ent­schei­dung teil­neh­men wer­den. Bogni­bovs Pädo­pop ist nicht dabei. Als aktu­el­le Favo­ri­tin gilt statt­des­sen die Sän­ge­rin Olia Tira, eine wei­te­re in der Rei­he aggres­siv auf­tre­ten­der Bal­kan-Schrei­häl­se.

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