Island 2008: All the Joy it brings

Aus­ge­rech­net am gest­ri­gen Super­sams­tag ging dann auch, ent­ge­gen aller Erwar­tun­gen, die im Früh­som­mer 1647 gestar­te­te islän­di­sche Vor­ent­schei­dung nach unge­fähr 7 Mil­lio­nen Vor­run­den, Play­offs, Zwei­te-Chan­ce-Run­den und Semi­fi­nals zuen­de. Der Auf­wand lohn­te sich: mit dem mehr als camp­tas­ti­schen ‘Full­ko­mið líf’ gewann mein neu­er offi­zi­el­ler Lieb­lings­bei­trag 2008. In Bel­grad wird er aller Vor­aus­sicht nach in der von Paul Oscar (1997) getex­te­ten eng­li­schen Fas­sung als ‘This is my Life’ zu hören sein.


Ich höre da immer “Füt­te­re mich”- aber ger­ne, Fri­drik!

Alles, aber auch alles an die­ser Num­mer ist fan­tas­tisch: die Euro­band (islän­disch: Euro­ban­dið) besteht aus Euro­vi­si­ons­en­thu­si­as­ten, die ein­zeln bereits mehr­fach an islän­di­schen Vor­ent­schei­dun­gen oder am Grand Prix selbst teil­nah­men. Als Band spie­len sie aus­schließ­lich Euro­vi­si­ons­hits. Das hört man: ‘Full­ko­mið líf’ ist ein durch und durch fut­ti­ger Dan­ce­track mit einer sofort ins Ohr gehen­den und mit­singba­ren Hook­li­ne. Schon jetzt ein neu­er Euro­vi­si­ons­klas­si­ker und ins­ge­samt gera­de­zu die Essenz des Grand Prix! Auch die Plät­ze 2 und 3 der islän­di­schen Vor­ent­schei­dung wur­den übri­gens von camp­tas­ti­schen Bei­trä­gen belegt – scha­de um die­se Ver­schwen­dung, was gäbe ich drum, könn­ten wir Caro­lin Fol­ter­ba­chers Sülz­schla­ger noch gegen das sen­sa­tio­nel­le ‘Hey hey hey we say ho ho ho’ aus­tau­schen!


Schlicht­weg der bes­te Euro­vi­si­ons­bei­trag aller Zei­ten. Punk­tum.

Aber egal – mei­ne Eupho­rie über die­sen Sie­ger­ti­tel kann nichts trü­ben! Ich geh dann schon mal die Flug­ti­ckets nach Reyk­ja­vik für Mai 2009 buchen! Und viel­leicht schon mal vor­sichts­hal­ber ein paar Taschen­lam­pen besor­gen, falls die Stra­ßen der islän­di­schen Haupt­stadt genau so mise­ra­bel aus­ge­leuch­tet sein soll­ten wie das Fern­seh­stu­dio beim Vor­ent­scheid.

6 Gedanken zu “Island 2008: All the Joy it brings

  1. Euro­vi­si­on in Rein­form! Muss dem Autor in zwei Punk­ten ganz klar zustim­men: 1. Der Bei­trag ist groß­ar­tig. Rich­tig druck­voll und ohr­wur­mig – hät­te nichts dage­gen, wenn der Song schon bald in deut­schen Dis­cos das Volk zum Tan­zen ani­mie­ren wür­de. Auch klas­se die Liveper­for­mance: man merkt, das die Band wirk­lich Euro­vi­si­ons-Lieb­ha­ber sind (im Gegen­satz zu abstru­sen fen­ge­steu­er­ten Plas­tik-Mario­net­ten aus Weiß­russ­land) und rich­tig Spaß am Sin­gen haben. 2. Den zweit­plat­zier­ten Song vom Mer­ce­des Club wür­de ich auch zu gern gegen die olle Folk­orn­ba­cher aus­tau­schen! =)

  2. Das bes­te ist ja wohl der ober­k­nuffi­ge Fri­drik Omar, oder? 8) Aber auch der Song war mein Favo­rit nach­dem Haf­fi Haff rausge­wählt wur­de (gro­ße Saue­rei das 🙁 ). Über Mer­ce­des Club kann ich nicht zustim­men. Das fand ich anfangs mal gut – als es noch vom Band kam. Live war die Frau uner­träg­lich schief. Und was brau­chen wir Mer­ce­des Club? Wenn schon ein Aus­tausch, dann bit­te gleich mit Scoo­ter! Aber egal, für mich heißt es momen­tan sowie­so: Cine­ma Bizar­re voten! Wenn die live nicht genau­so schlimm klin­gen wie Mer­ce­des Club ver­steht sich. Auf jeden Fall alles, alles Gute für Island und Euro­ban­did, auch wenn ich die Ursprungs­ver­si­on etwas char­man­ter fand, vor allem konn­ten die da mehr Stim­me zei­gen. Aber die Dance-Ver­si­on ist natür­lich inter­na­tio­na­ler und weni­ger kit­schig. Ich drück die Dau­men.

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