Ralph Sie­gel will wie­der ran

Ralph Sie­gel kann es ein­fach nicht las­sen und flanscht sich mit einem lus­ti­gen Vor­schlag an die aktu­el­le Dis­kus­si­on um die Neu­ge­stal­tung des deut­schen Vor­ent­scheids an. Immer noch fel­sen­fest dem Irr­glau­ben ver­haf­tet, beim Euro­vi­si­on Song Con­test han­de­le es sich um einen Kom­po­nis­ten­wett­be­werb (und nicht um einen Län­der­wett­kampf), schlägt er für 2009 eine Song­schrei­ber-Ele­fan­ten­run­de vor, an wel­cher sich die Pop­ti­ta­nen Die­ter Boh­len, Ste­fan Raab, Alex Chris­ten­sen und Frank Fari­an betei­li­gen sol­len. Und natür­lich Sie­gel selbst.


Ralphs Lebens­mot­to: ‘I’m never giving up’

Der Münch­ner Song­schrei­ber, der schon vor Jah­ren bekann­te, den Grand Prix “wie eine Dro­ge” zu brau­chen, nutzt die Gunst der Stun­de, sich mal wie­der ins Gespräch zu brin­gen. Nach einer heu­te ver­öf­fent­lich­ten dpa-Mel­dung zählt sich Sie­gel, des­sen letz­ter Euro­vi­si­ons­er­folg nun auch schon knapp zehn Jah­re zurück liegt (von sei­nem letz­ten kom­mer­zi­el­len Erfolg erst gar nicht zu reden), wohl immer noch zu den Gro­ßen der Bran­che. Denn: “im Sport schickt man doch auch die größ­ten Pro­fis, war­um nicht auch in der Musik?”, so sei­ne Begrün­dung für die Idee, die ARD sol­le die Aus­wahl der Vor­ent­schei­dungs­ti­tel nicht den Plat­ten­fir­men über­las­sen, son­dern die genann­ten fünf Kom­po­nis­ten auf­for­dern, jeweils einen oder zwei Titel ein­zu­rei­chen. Nun kön­nen ja zumin­dest Boh­len und Chris­ten­sen noch aktu­el­le Chart­hits vor­wei­sen, die jedoch haupt­säch­lich auf der End­los­ver­wer­tung ihres jah­re­al­ten Erfolgs­re­zep­tes basie­ren. Aber immer­hin funk­tio­niert das noch, im Gegen­satz zu Ral­phies uralter Grand-Prix-Lei­er, die spä­tes­tens seit der Jahr­tau­send­wen­de als aus­ge­lei­ert gel­ten darf.


Modern Tal­king rel­oa­ded: der Dieda und der schwu­le Offenbacher

Anlass der welt­frem­den Akti­on: ges­tern kamen die Unter­hal­tungs­chefs der ARD in Baden-Baden zusam­men, um über das wei­te­re Vor­ge­hen in Sachen Euro­vi­si­on Song Con­test zu bera­ten. Nach dem Absa­cken der Ein­schalt­quo­ten beim Vor­ent­scheid, der Bla­ma­ge von Bel­grad und dem Rück­zug von Tho­mas Her­manns, der die Gala­for­ma­te der letz­ten drei Jah­re nicht nur mode­rier­te, son­dern maß­geb­lich mit gestal­te­te, herrscht all­ge­mei­ne Rat­lo­sig­keit und schei­nen wie­der alle Optio­nen offen. Man habe ver­schie­de­ne Model­le erör­tert, jedoch noch kei­ne Ent­schei­dung getrof­fen, heißt es heu­te in einer Pres­se­mel­dung. Außer der, dass die Zustän­dig­keit wei­ter­hin beim NDR bleibt. Ob der sich für Sie­gels Vor­schlag erwärmt? Dazu der Kom­po­nist selbst in einem sel­te­nen Anfall von Rea­lis­mus: “Mei­ne Hoff­nung ist gering, aber mei­ne Freu­de, dabei zu sein, wäre rie­sen­groß!”. Im Gegen­satz zu unserer.

1 Comment

  • […] zu den lau­tes­ten Kri­ti­kern der No Angels. Ralph Sie­gel nomi­nier­te ihn vor Mona­ten bereits zum Wunsch­kon­kur­ren­ten für die deut­sche Vor­ent­schei­dung, und tat­säch­lich folg­te der Kom­po­nist dem Lock­ruf des Hamburger […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert