Litau­en 2009: Feu­er brennt nicht nur im Kamin

Wei­ter zu Litau­en: der dor­ti­ge haus­ho­he Sie­ger heißt eigent­lich Dima Sav­ro­vas, nennt sich aller­dings Sasha Son und gibt sich optisch als die ost­eu­ro­päi­sche Ant­wort auf Jus­tin Tim­ber­la­ke. Sei­ne gefühl­vol­le Kla­vier­bal­la­de ‘Pas­ik­ly­des Zmo­gus’ ver­fügt wenigs­tens noch über eine gewis­se ihr inne­woh­nen­de Dra­ma­tik – jeden­falls in der (andert­halb mal so lang wie zuläs­si­gen) litaui­schen Ori­gi­nal­fas­sung. Doch natür­lich wird sich das Land mut­wil­lig sämt­li­che Chan­cen mit einer ste­ri­len und see­len­lo­sen Über­set­zung in die ver­meint­li­che Welt­spra­che des Pop, Eng­lisch, ver­der­ben. Da heißt der Song dann ‘Love’ und dürf­te im Meer der dies­jäh­ri­gen Bal­la­den unter­ge­hen.


Gut behü­tet: der Son

Beim Vor­ent­schei­dungs­auf­tritt ent­zück­te Sasha, der mit dem rus­si­schen Vor­jah­res­sie­ger Dima Bilan nicht nur den Vor­na­men, son­dern auch des­sen Hang zum dra­ma­ti­schen Her­um­schwuch­teln Ges­ti­ku­lie­ren mit dem Mikro­fon, der soge­nann­ten Whit­ney-Modu­la­ti­on, teilt, mit einem sehr hüb­schen Show-Gim­mick: zum Schluß des Songs setz­te er sei­nen Hand in Flam­men. Wie pas­send, denn eine Fackel ist der Gute ja!


Und hier die extrem auf­wän­dig pro­du­zier­te eng­li­sche Stu­dio­fas­sung

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