Griechenland 2009: Nochmal! Nochmal!

Jawohl, auf die TV-Zuschauer ist Verlaß! Gestern pickten die Televoter unter den drei Songs, mit denen der Eurovisionsadonis Sakis Rouvas die hellenische Vorentscheidung bestreiten durfte, zielsicher die eine und einzige Nummer heraus, mit welcher der gutgebaute Sänger, der bereits 2004 durch artistischen Einsatz entzückte und für sein Land den dritten Platz erreichte, zumindest eine Chance auf eine erneute Top-Platzierung haben könnte. Zwar handelt es sich bei ‚This is our Night‘ um einen im Vergleich zu ‚Shake it‘ eher unterdurchschnittlichen Discosong, aber wenigstens geht er ins Ohr und in die Hüften.


Hochleistungsturnen zum Vollplayback: so mögen wir unseren Sakis Tzazikis!

Der Sender machte es sich aber auch einfach. Zunächst präsentierte Sakis zwei völlig langweilige Midtemponummern ohne jeden Drive und Appeal, die eher zu Chiara passten als zu dem Griechengott – der übrigens erst vor wenigen Wochen Vater wurde, was wohl vielen feuchten Fanträume den letzten Hoffnungsschimmer entziehen dürfte. Selbst für einen Taubblinden war es offensichtlich, dass ERT diese beiden Titel nur in die Vorentscheidung hievte, um dem Publikum die Illusion einer Wahlmöglichkeit zu geben. Denn nur der Siegertitel schrie unüberhörbar: „Ich bin ein Grand-Prix-Song“! Nur ‚This is our Night‘ verfügte über diesen perfekten Mix aus treibenden Elektrobeats, einem eingängigen Refrain, Drama und der unverzichtbaren Rückung. Und bot den idealen Rahmen für eine schweißtreibende Spitzenchoreografie, die unser Adonis selbstverständlich auch lieferte. Genau so muß ein Grand-Prix-Song aussehen und sich anhören!

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