Ukrai­ne 2009: Just may­be, she’s cra­zy

So lang­sam eta­bliert sich eine eige­ne ukrai­ni­sche Euro­vi­si­ons­schu­le. Die soeben von der Jury zur Sie­ge­rin erklär­te Svet­la­na Lobo­da ver­eint eine Viel­zahl bis­he­ri­ger Grand-Prix-Ele­men­te der Oran­ge­nen: so keh­ren Tei­le von Rus­la­nas Xena-Leder­strei­fen-Out­fits (2004, Ele­ment #1) bei ihr und ihren wohl­ge­form­ten Hoch­leis­tungs­tän­zern (#2) zurück, wäh­rend ihr bil­li­ges Ani­ma­ti­ons­bus­tier mit den kecken Lap­dance-Trod­deln bei Madon­na ca. 1986 abge­schaut ist. Dazu kommt eine der­ma­ßen grau­en­haf­te eng­li­sche Aus­spra­che (#3), dass Tina “Hide it, you Mus­cle Mary” Karol (2006) dage­gen wie ein Nati­ve Speaker wirkt. Kommt aber bei dem eher rudi­men­tä­ren Text (#4) der flot­ten, durch­aus ein­gän­gi­gen Uptem­po­num­mer (#5) eh nicht drauf an. Und, als typisch ukrai­ni­sches Ele­ment Num­mer sechs: die Gesangs­leis­tung gleicht eher einem hei­se­ren, dis­so­nan­ten Krei­schen. Alles dabei!


Lebens­mit­tel­knapp­heit scheint in der Ukrai­ne nicht zu herr­schen

7 Gedanken zu “Ukrai­ne 2009: Just may­be, she’s cra­zy”

  1. Bil­lig, aber ein­gän­gig. Dage­gen wirk­te ja Nata­lia Bar­bu 2007 gera­de­zu wie eine Bet­sch­wes­ter in ihrem ähn­lich knap­pen Out­fit. Wie ich gehört habe hat die Jury hier aber gar nicht mani­pu­liert, son­dern war mit den Tele­vo­tern einer Mei­nung. Mit ins­ge­samt 28 Punk­ten – jeweils 14 – hat sie kom­plett abge­räumt.

  2. Och nee? Seit wann dür­fen in der Ukrai­ne die Bord­stein­schwal­ben auf die Büh­ne? Hat­te sie etwa frei­be­kom­men von ihrem Zuhäl­ter? Dage­gen sind alle ukrai­ni­schen Sän­ge­rin vor ihr ja regel­rech­te alte Jung­fern. Das ist so schau­der­haft das Miss Kiss schon wie­der als Meis­ter­werk gilt. In die­sem Jahr scheint der Osten irgen­wie kei­ne Lust zu haben. Oder wie war das mit dem Esel, dem es zu gut geht?

  3. Ich glau­be Ukrai­ner legen’s die­ses Jahr extra dar­auf an, nicht zu gewin­nen. Schließ­lich lei­det das Land stark unter der Finanz­kri­se…

  4. Ich ver­mu­te, wäh­rend der vie­len Pro­ben sind die Tän­zer ein paar Mal zu tief ins Knie gegan­gen, als das Blond­chen kopf­ab­wärts am Rücken hing… …ansons­ten kann ich nur bei­stim­men, dass Sweat-Lana sich nach ihrem Auf­tritt bestimmt sofort wie­der an die Stra­ße gestellt hat, weil sie mit die­ser Art Enter­tain­ment garan­tiert mehr Geld ver­dient als mit dem blut­lee­ren Lied­chen. Des­halb ist es auch nur kon­se­quent, dass sie mit Kla­mot­ten­wech­sel für die Büh­ne kei­ne Zeit ver­schwen­det und gleich in ihrem blau­en Anton kommt.

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