Spa­ni­en 2009: Mi Nume­ro Uno

Da hat die grie­chi­sche Euro­vi­si­ons­göt­tin Hele­na Papa­riz­ou doch Spu­ren hin­ter­las­sen! Wenig über­ra­schend ent­schied sich das spa­ni­sche TV-Publi­kum ges­tern Nacht für den fan­tas­ti­schen medi­ter­ra­nen Dis­cos­t­amp­fer ‘La Noche es para mi’ von Lau­ra Vou­ti­lai­nen Sora­ya Arnelas, der schon seit der Eröff­nung des ers­ten Inter­net­vo­tings vor vie­len Mona­ten durch­gän­gig in der Zuschau­er­gunst führ­te. Wie schon die schö­ne Hele­na setzt auch Sora­ya auf mit­rei­ßen­de Rhyth­men, eine super ein­gän­gi­ge Melo­die, eine diva­es­ke Prä­sen­ta­ti­on, kna­cki­ge Tän­zer, schö­ne Hebe­fi­gu­ren und leicht zu mer­ken­de Text­ein­spreng­sel wie “Shake me”. Sie würzt die­ses Erfolgs­re­zept mit einem dezen­ten Lati­no­fla­vour. Bleibt nur noch eine Fra­ge: Madrid oder Bar­ce­lo­na 2010?


Seit wann kann Lau­ra Vou­ti­lai­nen so gut spa­nisch?

Die Ent­schei­dung fiel zu nacht­schla­fen­der Stun­de: nach kata­stro­pha­len Ein­schalt­quo­ten in den ers­ten Vor­run­den leg­te das spa­ni­sche Fern­se­hen das letz­te Qua­li und das Fina­le zusam­men. Eine ursprüng­lich geplan­te Second-Chan­ce-Run­de ent­fiel ersatz­los, sonst wäre die Show wohl nicht vor dem Mor­gen­grau­en been­det gewe­sen. Dabei hät­te man sich das gan­ze Pro­ce­de­re spa­ren kön­nen: von der ers­ten Sekun­de an lie­fer­ten sich im Inter­net­vo­ting zwei Acts mit unein­hol­ba­rem Abstand vor allen Ande­ren ein Kopf-an-Kopf-Ren­nen, näm­lich die jet­zi­ge Sie­ge­rin und die nicht min­der groß­ar­ti­ge Melo­dy (mei­ne per­sön­li­che Favo­ri­tin) mit ‘Aman­te de la Luna’.


Dann kommt Spa­ni­en so spa­nisch Dir vor: Melo­dy & ihre Macker

Exakt die­se Bei­den ent­schei­den auch punkt­gleich das Fina­le für sich, wobei Melo­dy die Favo­ri­tin der Jury und Zwei­te im Tele­vo­ting war, Sora­ya die Zweit­plat­zier­te im Jury­vo­ting und Sie­ge­rin bei den Zuschau­ern. TVE tat das ein­zig Rich­ti­ge, ver­half der Demo­kra­tie zum Durch­bruch und ebne­te so den Weg für einen der per­fek­tes­ten Euro­vi­si­ons­bei­trä­ge der letz­ten zehn Jah­re, der exakt all das bie­tet, wes­we­gen ich beim Grand Prix ein­schal­te. Und wes­we­gen ich nun end­lich (!) einen Grund habe, mich auf das dies­jäh­ri­ge Fina­le zu freu­en. Dan­ke, Spa­ni­en!

14 Gedanken zu “Spa­ni­en 2009: Mi Nume­ro Uno”

  1. Oh mein Gott! Die­ses Jahr wis­sen die Spa­ni­er aber wie es geht: Eine Frau in die Mit­te, drum­her­um 5 gei­le Män­ner. (Sie­he Melo­dy!) So muss es sein. 😉 Vor­schlag fürs nächs­te Jahr: Bei 2 so wun­der­ba­ren Lie­dern könn­te der 2.plazierte Spa­ni­ens doch ein­fach für Andor­ra an den Start gehen.…

  2. Guter Song, eine Stei­ge­rung um mehr als 100% zum letz­ten Jahr. Könn­te rich­tig gut abschnei­den.

  3. [size=small][/size][size=medium][/size][color=black][/color] Ne, ist nur wie­der so eine Bal­kan-Dis­co-Num­mer à la 0–8-15 ! Hört sich doch irgend­wie immer gleich an. So einen Schitt wür­de ich 0 Punk­te geben. Denn , ich mag so ein gedu­del ein­fach nicht und kann es auch nicht mehr hören. Egal was ande­re sagen.……

  4. Mein Favo­rit war ja auch Melo­dy. Das war irgend­wie spa­ni­scher. Sora­yas Song ist zwar auch nicht schlecht, klingt aber lei­der auch nur wie ein Auf­guss frü­he­rer Dis­co-Stamp­fer. Ich muss da ehr­lich gesagt an Javi­nes desas­trö­ses Abschnei­den den­ken als die Bri­ten es mal ori­en­ta­lisch ver­sucht hat­ten. Und Que­le Que­le und Secret Com­bi­na­ti­on hat­ten irgend­wie etwas, das die­sem Song fehlt. Jeden­falls für mich.

  5. Soso, Hele­na Papa­riz­ou hat ‘Spu­ren hin­ter­las­sen’? Mir kommt da eher das böse Wort in den Sinn, das mit P anfängt und mit -lagi­at auf­hört. Und das Büh­nenout­fit soll­ten die Herr­schaf­ten drin­gend über­ar­bei­ten – mit so wenig Stoff am Leib trau­en sich sonst nur Ost­eu­ro­päe­rin­nen auf die Büh­ne… Und ich möch­te dazu auch noch mal anmer­ken, dass die Papa­riz­ou die bis heu­te pro­zen­tu­al schlech­tes­te Sie­ge­rin des Con­tests war. Zuge­ge­ben, in der dies­jäh­ri­gen Soße der Mit­tel­mä­ßig­keit könn­te das noch­mal klap­pen – aber ein ein­zi­ger rich­tig guter Song, und Spa­ni­en darf sich mit fünf ande­ren Län­dern um Platz 2 prü­geln.

  6. Och, da mach ich mir kei­ne Sor­gen: die Soya­ra macht mir schon den Ein­druck, dass sie sich bei einem Cat­fight durch­set­zen kann… 😀

  7. Nicht für Andor­ra, für Deutsch­land! Der NDR kriegt es ja eh nicht hin, soll er doch künf­tig ein­fach den Zweit­plat­zier­ten aus der spa­ni­schen Vor­ent­schei­dung neh­men. Ich wäre damit jeden­falls mehr als glück­lich!

  8. Hihi…Soyara gegen De Top­pers. Dan­ke für das geis­ti­ge Bild. Wo ist mein Hirn­bleich­mit­tel? 😀

  9. Asbach Uralt Nun ja, über Geschmack lässt sich bekannt­lich nicht strei­ten. Rela­tiv unzwei­fel­haft dürf­te aber sein, dass die­se Num­mer so modern und zeit­ge­mäß ist wie Omas Sonn­tagstanz­tee mit Eier­li­kör…

  10. Ne Ne Ne Also mei­ne afve ist Sora­ya nicht!!! Auf platz 1 sehe ich immer noch jemand ande­ren!!! Ich den­ke 2010 wir der Song Con­test in Oslo Statt­fin­den;) Nor­we­gen hat einen rich­tig gei­len Soo­ing gewählt!!! Der bestimmt auch on der Jury bekommt;) Also Den­ke ich da wird Sora­ya kei­ne Chan­ce ahben;) aber bes­ser als letz­tes Jahr ist es auf­je­den­fall!!! mfg pasi

  11. Die Mau­ren kom­men wie­der zurück! …irgend­wie wird der ESC in den letz­ten Jah­ren Stück­chen für Stück­chen ori­en­ta­li­scher. Scheint, man­che Län­der ver­su­chen ihr Glück mal in die­ser Rich­tung, wie schon die erwähn­ten Bri­ten oder die Nie­der­län­der letz­tes Jahr (die Zweit­be­set­zung Sür­priz erwäh­ne ich mal lie­ber nicht…) Wäre ganz wit­zig, wenn Sora­ya unmit­tel­bar vor oder nach der ähn­lich im Stil auf­tre­ten­den Hadi­se auf­tre­ten wür­de 🙂 Das Lied und die Dar­bie­tung selbst? Zumin­dest in Mit­tel­eu­ro­pa kein Chart­fut­ter, aber abso­lut ESC-taug­lich. Wür­de mich wun­dern, erreich­te es kei­ne Topp­lat­zie­rung. Blö­der­wei­se ver­glei­che ich sol­che Num­mern ger­ne mit einem wohl uner­reich­ba­ren ESC-Vor­bild, was natür­lich unge­recht ist. Es geht eben nichts über Gina G, die­se begna­de­te Dis­co-Schlam­pe de luxe, die Mut­ter sol­cher Num­mern. Trotz­dem: Recht gut gemacht Soyara?…Soraya?…du blon­des Ding eben, damit soll­test du vor­ne mit dabei sein.

  12. Gina G? Selt­sa­mer Ver­gleich für eine Eth­no­dan­cenum­mer. Mir fiel da eher Seb­nem Paker ein…

  13. Auch mit den Ver­glei­chen ist es eine per­sön­li­che Sache. Für mich ist Eth­no eben ein klei­nes Ele­ment, was man einer Bal­la­de bei­mi­schen kann oder einer Dan­cenum­mer oder einem Rock­song. Da noch­mal Extra­ka­te­go­ri­en auf­ma­chen hal­te ich für über­trie­ben. Sieht aber jeder natür­lich anders, sonst hät­ten wir ja nix zu dis­ku­tie­ren, oder? 😉

  14. Neu? Nö. Mit­rei­ßend? Nur die Instru­men­tal­parts. Cho­reo­b­oys? Wie gehabt. Nur, dass sowas end­lich mal aus Spa­ni­en kommt, macht mich froh. Hmmm…weiß auch nich’…

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