ESC 2. Semi 2009: Don’t be happy and don’t be gay

Logo des Eurovision Song Contest 2009 (Finale)
Das Jahr der Geigen

Schizophren: die unglaublich lustige Comedy-Techno-Nummer ‚Tingaliin‘, mit denen die Schweden beim diesjährigen Melodifestivalen zur Einstimmung auf Moskau spaßeshalber sämtliche Russlandklischees auf den Arm nahmen, zog eine diplomatische Krise zwischen beiden Ländern und den offiziellen Protest des dortigen Botschafters nach sich. Als Eröffnungsact des zweiten Semis präsentierten die Russen dann selbst exakt die gleichen tanzenden Bären, Matroschkas und Kalinka-Chöre, über die sie sich zuvor beklagt hatten. Nur, dass der Moskauer Act anscheinend bierernst gemeint war. Womit sich erneut zeigte: wer nicht über sich selbst lachen kann, dem ist auch sonst nicht zu trauen.

Komoderatorin Natalia Vodyanova hatte offensichtlich während der letzten 48 Stunden seit dem ersten Semi nonstop ihre wenigen französischen Zeilen gepaukt. Darüber, dass sie diese nun ein µ unfallfreier hin bekam, war sie selbst so begeistert, dass sie vor Erleichterung quietschte. Wie schon am Dienstag ließen sich die Finalisten ziemlich gut vorhersagen (meine Quote lag wieder bei 80%), und erneut waren die meisten davon berechtigt. Um so bedauerlicher: die beiden schwulen Nummern flogen gnadenlos raus. Ließ sich das bei Ungarn noch mit der schlechten stimmlichen Leistung der darbietenden Tanztrine zu entschuldigen, so konnte ich das bei den „Flippers auf Ecstasy“ (so der angenehm böse deutsche Kommentator Tim Frühling) aus Holland und ihrer grandiosen Show nur als klare und unverbrämte Homophobie begreifen. Auch, wenn ich dieses Ergebnis im Vorfeld befürchtete: es hinterlässt doch einen bitteren Nachgeschmack.


Verstehen Sie Spaß? Schwedens lustiger MF-Act

Zumal stattdessen so ein lärmiger Müll wie ‚Hora din Moldova‘ oder die unbegreiflicherweise von der Jury gerettete ‚Lijepa Tena‘ weiter kam. Zum kroatischen Auftaktsong hege ich eine besonders zwiespältige Beziehung: bei der dortigen Vorentscheidung DORA  fand ich den der Ästhetik der frühen Sechzigerjahre verhafteten Schmachtfetzen noch unmöglich. Zumal der (musikalisch) als Kreuzung aus Julio Iglesias (ES 1970) und Vico Torriani (DVE 1958) daher kommende Schwiegermutterliebling Igor Cukrov ihn dort noch dermaßen ohrenzermürbend schief dahin knödelte, dass ihm die stimmsicherere Andrea Šušnjara kaschierend zur Seite gestellt werden musste. In Moskau drehte sich das Verhältnis um: nun kreischte Andrea, dass die Milch sauer wurde, während der optisch äußerst ansprechende Igor mit einer passablen Sangesleistung, vor allem aber mit dem wohl verklärtesten Schlafzimmerblick der Eurovisionsgeschichte die Hormone der Jurorinnen und Juroren ordentlich in Wallung brachte. Und meine auch! Plötzlich fand ich den Schlagerschlonz, bei dem es sich übrigens nicht um einen Werbejingle für Inkontinenzprodukte handelte, richtig toll!


Ob die schöne Tena wohl weiß, dass mit ihr in deutschen Altenheimen Menschen gewindelt werden? (HR)

Für Irland trat eine nur leidlich motivierte Pseudopunk-Pubband mit dem unoriginellen Namen Black Daisy an, mit einem an Einfallslosigkeit kaum zu unterbietenden Joan-Jett-auf-Kamillentee-Beitrag namens ‚Et cetera‘. Was halt so dabei herauskommt, wenn eine Horde Eurovisionsfans versucht, einen Rocksong zu komponieren. Brr!1)Verfasser des irischen Beitrags war eine paneuropäische Clique von Eurovisionsfans rund um den Schweden Jonas Gladnikoff und die Irin Niall Mooney, die sich über das Fanboard ESCnation.com kennengelernt hatten und die seither jedes Jahr in bester Ralph-Siegel-Tradition Beiträge in Eurovisionsvorentscheidungen quer über den Kontinent einreichen. Im klassischen, allerdings stilsicheren Punkoutfit (Jackett, schmale Lederkrawatte, Anstecker und „meine Hose tut, als wär‘ sie aus Leder“) kam das lettische Superbärchen Intars Busulis daher. Grr! Zu seinem auf russisch vorgetragenen, aggressiv-wirren Protestsong über den ‚Stau‘ sprang er hektisch umher, blickte böse drein und vermittelte, auch dank massiv angeschwollener Halsschlagader, den Eindruck, als sei er ein unter Überdruck stehender Schnellkochtopf kurz vor der Explosion. Zwei Teile Jahn Teigen (NO 1978) und acht Teile geschlossene Abteilung, wie so oft bei den Letten. Ein bisschen Angst machte das schon, lediglich seine beiden weiblichen Backings sorgten mit gelegentlichen wattewölkchenweichen „Na na na“-Gesängen für etwas Milderung.


Ein Bilderbuchlette und Gewinner der 12 Dödelpunkte: Intars (LV)

Noch mehr leckere Bärchen gab es als Backings beim serbischen Beitrag ‚Cipela‘ zu bewundern. Njamm! Auch wenn die Bildregie alles tat, immer gerade da zu sein, wo sie nicht sollte. Hauptact war der deutsche Brachialkomiker Konrad Stöckel (unter dem Pseudonym Marko Kon), der in einer merkwürdigen Analogie über seine Schuhe die Kommerzialisierung der menschlichen Beziehungen beklagte. Wozu er eine stets extrem eingeschnappt wirkende Ballerina auf der Bühne herumschubsen ließ. Das verstand zwar niemand, der des Serbischen nicht mächtig war, dennoch war die Darbietung hochgradig amüsant – und ihr knappes Scheitern auf dem zehnten Rang an den Jurys, die stattdessen lieber die schöne Tena ins Finale manipulierte, ein echter Skandal. Im Gegensatz zum Ausscheiden der Polin Lidia Kopania, die selbst ‚I don’t wanna live‘ jaulte. Und bei ihrem superlangweiligen, qualvoll schiefen Gegreine verlor man auch als Zuschauer ganz schnell jeglichen Lebensmut.


Tja, wer mit Akkordeons spielt, verbrennt sich die Punkte (RS)

Alexander Rybak ging als eindeutiger Favorit der Buchmacher ins Rennen und gewann bereits das Semi mit überdeutlichem Vorsprung. Man konnte sich des schalkhaften Charmes des knuffigen norwegischen Geigentrolls, der erkennbar so viel glühenden Siegeswillen ausstrahlte, als hätten Séverine (MC 1971), Vicky Leandros (LU 1972), Anne-Marie David (LU 1973) und Ruslana (UA 2004) gleichzeitig von ihm Besitz ergriffen, auch nur schwerlich entziehen. Den letzten Ausschlag gaben dann seine beiden in der Tradition der ‚Manamana‘-Singers aus der Muppet-Show auftretenden, fabelhaften Chorsängerinnen. Sehr süß das erleichterte „Thank you“ der von ihrer Familie (ihr Bruder komponierte das schwachbrüstige ‚Firefly‘) sehr deutlich gegen ihren Willen auf die Eurovisionsbühne gezwungenen Zyprerin Christina Metaxa am Ende ihres Auftritts. Ihr fiel erkennbar nicht nur ein Stein, sondern ein ganzes Hochgebirge vom Herzen, dass trotz ihres stellenweise markerschütternden Gejaules aufgrund des Welpenschutzes keine faulen Tomaten in ihre Richtung geflogen waren. Und sie es nun ein für alle mal hinter sich hatte.


Finden Sie die Gemeinsamkeiten: die norwegischen Rybettes (ab 2:00 Min)


Und die Snouths aus der Muppetshow!

Was in aller Welt hatte Kamil Mikulčík der bedauernswerten Nela Pocisková nur angetan? Dieses ängstliche Vermeiden jeglichen Blickkontaktes, dieses krampfhafte Kampfsingen gegeneinander! Jedesmal, wenn das slowakische Pärchen aufeinander zuging, fürchtete ich, nun gleich Augenzeuge einer hässlichen Szene häuslicher Gewalt zu werden. Auch Nelas Geschrei klang eher nach Wutverarbeitung als nach Popmusik. Ein sehr düsterer, unschöner und folgerichtig mit dem vorletzten Platz entlohnter Auftakt für die Eurovisionsrückkehr des slawischen Landes nach zehn Jahren Pause, welches in Sachen Erfolglosigkeit die Stafette vom Bruderstaat Tschechien übernahm. Ein zusätzlicher Werbeblock wurde nötig, da es die russischen Bühnenarbeiter nicht schafften, innerhalb der regulären Umbaupause von 30 Sekunden die fünf Schämwände der Slowenen richtig zu positionieren. Hinter (bzw. nach kurzer Zeit vor) diesen agierten vier hinreißend gut aussehende Geiger (Quartissimo), die zum aufgepeppten Backingtrack von ‚It’s raining Men‘ hingebungsvoll fiedelten. Oder vielmehr so taten, als fiedelten sie, denn Instrumente dürfen beim Grand Prix ja nicht mehr live gespielt werden. Dazu stieß, leider, die Blondine Martina Majerle, welche die gar nicht mal so üble ‚Love Symphony‘ durch ihr lautes Geschrei zerstörte.


Wärst Du hinterm Paravent geblieben, oh Martina (SI)

Deen (BA 2004), Anžej Dežan (SI 2006), Zóli Ádok: die von mir heißgeliebte Tradition der stockschwulen Kitschdisconummer führten in diesem Jahr die Ungarn fort. Die in einer hauteng anliegenden Wurstpelle von erlesener Hässlichkeit eingeschweißte Muskelqueen Zóli beging jedoch, anders als der erneut angetretene Griechengott Sakis Rouvas (GR 2004), den groben Fehler, trotz schweißtreibender Hochleistungschoreografie mit Flickflack die Leadvocals selbst singen zu wollen und sie nicht (wie Sakis) einem unauffällig im Bühnenhintergrund versteckten Backing zu überlassen. Das klang beim Ungarn grauenhaft kurzatmig, während Sakis mit einem unglaublichen Gimmick-Overload und OTT-Tanzakrobatik überzeugen konnte. Dazwischen lieferte das Little-Four-Land Aserbaidschan eine leicht überambitionierte, aber extrem eingängige Alliteration (AySel + Arash: ‚Always‘) ab: ein perfekt produziertes Amalgam schwedischen Eurovisionspops mit hübschen orientalischen Verzierungen. Da störte es auch kaum, dass der tapsige Mitkomponist Arash optisch wie stimmlich zwei Ligen unterhalb der aserbaidschanischen Shakira AySel spielte.


Warum nur sind die offensichtlichsten Dosen immer am besten ausgestattet? (HU)

Ein selbstverschuldetes Opfer des Anglifizierungswahns wurde der litauische Justin Timberlake, Dmitry Shavrov. Sein selbst komponiertes ‚Pasiklydęs žmogus‘ war in der Originalfassung eine wunderschöne, herzergreifende Schmerzensballade. Leider sang er sie, unter dem Künstlernamen Sasha Son, in Moskau für die Westeuropäer zur Hälfte in einer englischen Version (‚Love‘). In der zweiten Hälfte wechselte er dann, um auch Punkte aus dem Osten abzugreifen, auf russisch. Doch die Kalkulation ging nicht auf: Saschas Englisch war so grauenhaft schlecht und genuschelt, dass einem als Zuhörer der Sprachwechsel gar nicht auffiel. Und sein Song büßte durch die Mätzchen jeglichen Zauber und Charme ein. Dass er am Schluss noch eine Flamme in seiner Hand entzündete, was sehr beeindruckend aussah, rettete ihn zwar zunächst ins Finale. Dort aber sollte er abkacken. Ein bisschen besser erging es der putzigen, blutjungen Albanerin Kejsi Tola. Zwar sang auch sie ihren fabelhaften Discoschlager ‚Më merr në ëndërr‘ in einer anglifizierten Version als ‚Carry me in your Dreams‘. Doch sie beherrschte diese Sprache und ließ sich in ihrem überzeugenden Vokalvortrag auch nicht durch die albernen Choreografiepflichten ablenken, die man ihr aufnötigte. Obwohl ihr Auftritt im albanischen Finale und ihr Vorschau-Video sie noch als echte Rhythmus-Legasthenikerin ausgewiesen hatten.


Ein schwuler Pailletten-Spiderman, headspinnende Pantomimengnome und FSK-18-Tüllminis: so etwas sieht man nur beim Grand Prix, der tollsten Show der Welt! (AB)

Beim Auftritt bei den früheren Besatzern, von denen sich die Ukraine fünf Jahre zuvor unter großen Mühen emanzipiert hatte, warf das innenpolitisch in Russlandtreue und Westorientierte tief gespaltene Land alles in die Waagschale, was es aufbieten konnte: einen lauten, hektischen Dancekracher mit pseudo-aktuellen Textbezügen (‚Anti-Crisis Girl‘); gigantische, stählerne Rhönräder, die eine weitere extra lange Umbaupause erzwangen; muskelgestählte Tänzer mit Gladiatoren-Kopfschmuck und knappstem Lendenschurz; ein fahrbares Drumkit und eine Blondine im – ich muss es leider so direkt sagen – roten Nuttendress. Svetlana Loboda hatte dann auch ganz schnell den Beinamen „Slutlana“ weg. Das wirkte alles äußerst aggressiv und aufdringlich, war aber wohl auch eher als Demonstration der Stärke denn als Eurovisionsbeitrag gedacht: man wollte sich einfach von den Russen in Sachen Protz nicht übertreffen lassen! Das zumindest gelang.


Ob die römischen Gladiatoren auch schon Unterhosen trugen? (UA)

Angenehm beruhigend und zivilisiert wirkte das estnische Nocturne-Update nach dem ukrainischen Großangriff auf die Geschmacksnerven. Sandra Nurmsalu, die Frau mit den dicksten Schlauchbootlippen jenseits von Chiara Ohoven, und ihre Begleitcrew Urban Symphony präsentierten mit ‚Rändajad‘ ein hübsches, ruhig fließendes Geigenstück, dass sich dank der estnischen Originalsprache grandios anhörte. Den krönenden Abschluss dieses Semis bildete ein lustiger Ausflug in die guten alten Achtzigerjahre. Siegfried, Roy und Liberace in ultracampen Glitzeranzügen; wie ihre großartigen, als Hochzeitstorten verkleideten Chorsängerinnen (die im Refrain die Nummer alleine trugen) mit einer simpleren Version der slowenischen Spermaspuren-Handscanner von 2007 ausgestattet; ein wunderbar futtiger Rettet-die-Erde-mit-der-Kraft-der-Musik-Schlager (‚Shine‘) und eine simple und somit glücklich machende Bilderbuchchoreografie wie von den Herreys (SE 1984) abgeschaut. Für so etwas schaue ich den Grand Prix!


Divine am tragbaren Plattenpult, die Weather Girls im Background und drei dickliche Tunten im Glitzerjackett: da explodiert die Nadel auf dem Camp-o-Meter! (NL)

Angesichts der Auseinandersetzungen um den zeitgleich zum Grand-Prix-Finale terminierten und von den Ordnungsmächten untersagten Moskauer CSD kündigten die offen schwulen Toppers bereits im Vorfeld an, das Finale zu boykottieren, sollte Putin den Gay Pride zusammenknüppeln lassen. Das mussten sie dann nicht: zwar machte der russische Despot genau das: er ließ den Slavic Pride durch die als Schlägertrupp berüchtigte Polizeieinheit Omoh auflösen – aber die Niederländer kamen ohnehin nicht in die Endrunde. Schande über Dich, Vladimir und Schande über Euch, europäische Televoter!

ESC 2. Semifinale 2009

Eurovision Song Contest - Zweites Semifinale. Donnerstag, 14. Mai 2009, aus der Olympiahalle in Moskau, Russland. 19 Teilnehmer, Moderation: Natalia Vodjanowa und Andrej Malakow.
#LandInterpretTitelPunktePlatzQual.
01HRIgor Cukrov + Andrea ŠušnjaraLijepa Tena03313ja (Jury)
02IESinéad Mulvey + Black DaisyEt cetera05211nein
03LVIntars BusulisProbka00719nein
04RSMarko Kon + MilaanCipela06010nein
05PLLidia KopaniaI don't wanna leave04312nein
06NOAlexander RybakFairytale20101ja
07CYChristina MetaxaFirefly03214nein
08SKKamil Mikulčík + Nela PociskováLeť tmou00818nein
09DKBrinckBelieve again06908ja
10SIQuartissimo + Martina MajerleLove Symphony01416nein
11HUZoli ÁdokDance with me01615nein
12AZAysel & ArashAlways18002ja
13GRSakis RouvasThis is our Night11004ja
14LTSasha SonLove06609ja
15MDNelly CiobanuHora din Moldova10605ja
16ABKejsi TolaCarry me in your Dreams07307ja
17UASvetlana LobodaBe my Valentine (Anti-Crisis Girl)08006ja
18EEUrban SymphonyRändajad11503ja
19NLToppersShine01117nein

<– ESC 1. Semi 2009: It’s killin‘ the Groove

ESC Finale 2009: It comes as no Surprise –>

Fußnote(n)   [ + ]

1. Verfasser des irischen Beitrags war eine paneuropäische Clique von Eurovisionsfans rund um den Schweden Jonas Gladnikoff und die Irin Niall Mooney, die sich über das Fanboard ESCnation.com kennengelernt hatten und die seither jedes Jahr in bester Ralph-Siegel-Tradition Beiträge in Eurovisionsvorentscheidungen quer über den Kontinent einreichen

5 Gedanken zu “ESC 2. Semi 2009: Don’t be happy and don’t be gay

  1. im prinzip bin ich mit dem ergebnis des zweiten semi recht zufrieden. nur die ukraine würde ich gerne gege serbien tauschen. da ich fan von sakis rouvas bin war es spannend (eigentlich nervenaufreibend) bis zum schluss. in der online ausgabe des berliner kuriers habe ich einen total unnötigen verriss über den esc gelesen. diese ständige negativ-berichterstattung in den dt. medien treibt mir die tränen in die augen. zum glück gibt es seiten wie diese, denen der esc am herzen liegt. danke!

  2. Das erste Semi war von den Liedern, die weiterkamen, perfekt. Dieses nicht. So gar nicht. Arbeitet Irland eigentlich immer noch das ganze Karma aus den Neunzigern ab, oder wie kann dieses Lied hängenbleiben? Das soll schlechter sein als Cipela oder Hora din Moldova? So nicht, Europa. Sorry, ich bin wahrscheinlich der einzige Mensch auf der Welt, dem das gefallen hat, aber mir ist schleierhaft, warum so was ausscheidet. Was für den Seitenbetreiber DQ war, sind die Mädels für mich. Naja, mehr Futter für meine Unverdient-ausgeschieden-Liste, zusammen mit Anonymous und Kabat (notice a pattern here?). ‚Dank‘ auch noch mal an die Jurys, die dieses Geknödel aus Kroatien ins Finale manövrieren mussten. Argh. Nebenbei: glaubt eigentlich jemand an einen Zufall, dass in beiden Semis der (wie sich dann später herausstellte) Sieger als Letztes bekanntgegeben wurde? Aber ich habe es Sakis Rouvas gegönnt, Blut und Wasser zu schwitzen (und den schwarzen Gänseblümchen bis zuletzt die Daumen gedrückt. Go Eire!).

  3.  Es ist leider auch drei Jahre später noch so, dass Sakis Rouvas nicht einmal sein Semi gewonnen hat. Und Island ist seitdem IMMER als letzter ins Finale gekommen, ob sie nun 1. (2009), 3. (2010) oder 4. (2011) waren. So wird es sicher auch Gretá Salóme & Jónsi „ergehen“.

  4. Sakis Rouvas hat „leider“ sein Semi nicht gewonnen?

    Aber stimmt schon, das ist mir im Nachhinein auch aufgefallen – dieses Semi hat natürlich Norwegen gewonnen und nicht Griechenland.

    Das mit den Isländern ist mir noch gar nicht aufgefallen. Interessante Sache. Offenbar hat der Zufallszahlengott sie irgendwie auf dem Kieker. Ausgleichendes Karma für Montenegros ständige erste Startplätze?

Oder was denkst Du?