Maxi Garden: Musikalische Sonntage in Hanau-Lamboy

„Was macht eigentlich?“, diese perfide Frage aus dem Stern, mit der das Hamburger Frisörblättchen gerne sogenannte Has-Beens noch mal schnell aus der Grabkammer des medialen Vergessens hervorkramt – nun, diese Frage stellt man sich bei Maxi Garden, dem jüngeren Teil des Mutter-und-Tochter-Duos Maxi & Chris Garden, das uns 1988 bei einem der schlechtesten Eurovisionsjahrgänge aller Zeiten in (wo sonst:) Dublin, mit einem der schlechtesten deutschen Beiträge aller Zeiten vertrat, vermutlich nicht. An manches möchte man ja einfach nie mehr erinnert werden. Doch, wie uns die heutige Frankurter Rundschau in ihrer Hanauer Lokalausgabe informiert: Meike Gärtner (so ihr richtiger Name) lebt noch. Und sie tritt auch noch auf: beim „musikalischen Wohnzimmer“ im dortigen Irish Pub, das sie künftig wöchentlich leitet.


Meike besingt das „Glied von meinem Freund“

„Einmal im Monat wird Meike Garden zusammen mit dem Hanauer Schauspieler Rüdiger Schade selbst auftreten, an den anderen Sonntagen sich Gäste einladen: ‚Das können Musiker sein, aber auch mal Politiker'“, so informiert der Betreiber des zur Kleinkunstbühne umgebauten ehemaligen Pubs im Stadtteil Lamboy über das, was die Besucher dort künftig sonntags erwartet. Wer also über genügend innere Größe verfügt, das Desaster von 1988 zu verdrängen und sich aus irgendeinem Grund mal übers Wochenende in Deutschlands hässlichster Stadt aufhält: der Kulturpalast residiert in der Lamboystraße 52.

2 Gedanken zu “Maxi Garden: Musikalische Sonntage in Hanau-Lamboy

  1. Meike Garden ..nicht gerade adäquate Worte über eine talentierte Vollblutmusikerin mit einer Stimme, die mich innerlich tief berüht. Ab in die Ecke und schämen!!

  2. Pingback: DVE 1988: Das ist nicht viel

Oder was denkst Du?