Däne­mark 2010: Een beet­je

Von allem ein biss­chen, aber nichts rich­tig: die Dänen schi­cken mal wie­der bis zur Hirn­star­re lang­wei­li­gen Durch­schnitt. Auf Tho­mas G:son ist anschei­nend auch kein Ver­lass mehr. Ein G:son, das war frü­her mal ein ech­tes Qua­li­täts­sie­gel und stand für flot­te, oft latein­ame­ri­ka­nisch ange­hauch­te Euro­vi­si­ons-Dis­co-Schla­ger mit garan­tier­ter Rückung vor dem letz­ten Refrain – mei­ner Grand-Prix-Lieb­lings­gat­tung. Das von ihm mit­ver­fass­te ‘In a Moment like this’ hin­ge­gen ent­puppt sich als mut- und kraft­lo­se Mix­tur aus einem Teil Pop­hym­ne, einem Teil Radio-Soft­rock und zwei Tei­len Lang­wei­ler­bal­la­de, vor­ge­tra­gen von der Dritt­be­set­zung eines viert­klas­si­gen Musi­cals.


Vor und hin­ter der Schäm­wand: Schant­all & Never­good

Noch nie in mei­nem gan­zen Leben sah ich zwei Inter­pre­ten, die noch weni­ger Glaub­wür­dig­keit, Leben­dig­keit und Anteil­nah­me in ihren Vor­trag leg­ten als Chris­ti­na Cha­née und Tomas Chris­ten­sen (ali­as N’Evergreen) vor der MGP-Herz­blatt-Wand. Noch nicht mal die auf Stu­fe Caro­la 11 ein­ge­stell­te Wind­ma­schi­ne ver­moch­te die­sem Trau­er­spiel noch Leben ein­zu­hau­chen. Mal wie­der alles falsch gemacht, Däne­mark!


Das Monu­ment der Ödnis

Nach­trag: Aus uner­find­li­chen Grün­den haben auch die Dänen noch einen Video­clip nach­ge­lie­fert, wel­cher das Kunst­stück fer­tig bringt, noch lang­wei­li­ger zu sein als der schon ster­ben­s­öde Live­auf­tritt beim Melo­di Grand Prix. Es scheint bei unse­ren nor­di­schen Nach­barn als Tod­sün­de zu gel­ten, mehr Emo­tio­nen zu zei­gen als ein gefäll­ter Baum­stamm. Den Clip lie­fe­re ich hier aus rein doku­men­ta­ri­schen Grün­den nach – “Genuss” auf eige­ne Gefahr, ich über­neh­me kei­ne Gewähr für Schä­den! Ich selbst muss­te nach 30 Sekun­den mit letz­ter Kraft abbre­chen, weil mir das Anschau­en sämt­li­che Lebens­en­er­gie ent­zog! Es ist wirk­lich um ein Tau­send­fa­ches inter­es­san­ter und auf­re­gen­der, einem Blatt Papier beim Ver­gil­ben zuzu­schau­en.

13 Gedanken zu “Däne­mark 2010: Een beet­je

  1. *seufz* Zuerst sei mal gesagt, dass ich kei­nen der Songs in Däne­mark schlecht fand. Den­noch haben die Dänen es geschafft, ziel­si­cher den Song aus­zu­wäh­len, der mir davon am wenigs­ten gefal­len hat. Und der muss­te dann natür­lich auch noch im Super­fi­na­le gegen den Song gewin­nen, der mir am Bes­ten gefal­len hat. Ich hab bis zuletzt die Dau­men für Bryan Rice gehal­ten. Manch­mal fra­ge ich mich, war­um ich mir über­haupt noch Vor­ent­schei­de antue. 🙁 Die­ser Abend nur ESC-Instant-Songs pro­du­ziert. Nichts was mal neu, frisch, indi­vi­du­ell, anders oder zeit­ge­nös­sisch wäre. Hof­fent­lich wird es bes­ser. Ich hof­fe ja auf den Osten nach­dem mich der Nor­den (bis auf Finn­land) so ent­täuscht hat.

  2. Und hier ist dein Herz­blatt! Ich schließ mich mal Litt­le Imp an: Seufz! Same pro­ce­du­re as every year in Däne­mark, lei­der. Kön­nen unse­re nörd­li­chen Nach­barn bit­te end­lich mal damit auf­hö­ren, Jahr für Jahr die­ses lang­wei­li­ge, höhe­punkt­lo­se, abge­dro­sche­ne, unkrea­ti­ve, auf den kleins­ten gemein­sa­men Nen­ner platt­pro­du­zier­te Haus­frau­en-For­ma­t­ra­dio-Gedu­del aus­zu­wäh­len? Das ist näm­lich genau die Art von Musik, die ich am aller­we­nigs­ten aus­ste­hen kann. Rich­tig doof. Noch doo­fer: wird in Oslo am Ende wahr­schein­lich doch wie­der ins Fina­le gewählt. Ich hät­te ja ger­ne die Dame mit dem rie­si­gen Drei-Meter-Trick­kleid gehabt.

  3. G;son Also ich fin­de, dass auf G:Son sehr wohl Ver­lass ist – es hat das gemacht, was er immer gemacht hat: abe­lehn­te MF-Songs in frem­de NFs erfolg­reich unter­ge­bracht und sich wahr­schein­lich gera­de halb tot­lacht, dass die­ser Trick immer wie­der funk­tio­niert. Sei­ne Total­flops von 2007 sind schein­bar schnell ver­drängt wor­den. Dass Däne­mark – schwe­di­schen Kom­po­nis­ten ehr wenig zuge­tan – jetzt auch auf die­sen Trash her­ein­fältt ist tra­gisch und freut außer G:son selbst wohl nie­man­den wirk­lich. Däne­mark müss­te mit die­sem Son­der­müll end­lich mal im Semi ste­cken blei­ben, aber aus irgend­ei­nem Grund schum­meln sie sich jedes Jahr ins Fina­le 🙄

  4. Also mich hat der Song auch nicht vom Hocker geris­sen, aber damit kom­men die Dänen immer ins Fina­le. Schon in den letz­ten bei­den Jah­ren, sind sie mit durch­schnitt­li­chen Songs ange­tre­ten und sind ins Fina­le gekom­men. Weiß der Dei­bel war­um. So wird es wohl auch in die­sem Jahr so sein. Im Fina­le wirds dann wohl nur für Platz 10 bis 15 rei­chen. Mehr kann ich mich mir bei­lei­be nicht vor­stel­len. So was kriegt der Raab bestimmt auch hin.

  5. upppsss.….beim Intro dach­te ich zurerst: Cover­ver­si­on von ‘Every bre­ath you take’.…

  6. Stimmt, Kaya Bru­el. Das hat­te mir auch gefal­len. Obwohl der Song nicht wirk­lich büh­nen­ge­eig­net war. Aller­dings hat­te ich von dem Snip­pet davon schon Tage vor­her einen Ohr­wurm.

  7. Naja Ja genau das dach­te ich auch:p wuss­te nur nicht wie das Lied heißt^^ hat­te es anders genannt:D Ich fin­de das Lied aber auch toll *.* Aber mein Fave waren Suck­ker­s­hok… Naja kann man nichts machen… Wenigs­tens gewann nicht noch­mal ein Ron­an Kea­ting Song, der hier aber sehr gelobt wur­de… Naja Ron­an Kea­ting ist nicht so mein Geschmack:p

  8. Naja, so rich­tig der Brül­ler war ja kei­ner der Bei­trä­ge. Es war zwar auch kei­ner so RICH­TIG schlecht (viel­leicht doch: Kaya Brüel oder Tho­mas Bar­soe haben schon zu recht nicht gewon­nen), aber der ghan­ze Rest war eigent­lich alle Durch­schnitts­wa­re. Von daher ist mir das Ergeb­nis rela­tiv egal, auch wenn ich Simo­ne ein ganz klein wenig lie­ber hät­te gewin­nen sehen.

  9. Naja, so rich­tig der Brül­ler war ja kei­ner der Bei­trä­ge. Es war zwar auch kei­ner so RICH­TIG schlecht (viel­leicht doch: Kaya Brüel oder Tho­mas Bar­soe haben schon zu recht nicht gewon­nen), aber der ghan­ze Rest war eigent­lich alle Durch­schnitts­wa­re. Von daher ist mir das Ergeb­nis rela­tiv egal, auch wenn ich Simo­ne ein ganz klein wenig lie­ber hät­te gewin­nen sehen.

  10. Mr. und Mrs. Tef­lon gehen eine Ver­bin­dung ein. Wenn das Ergeb­nis lecke­re Brat­kar­tof­feln sind, isses ja o.k., aber das ist mage­rer als Mager­quark.… Nä, das schnarcht sich vom ers­ten Ton bis zum letz­ten gleich durch. Dass es am Ende etwas hym­ni­scher daher­kom­men soll, kön­nen die aber sehr gut gut ver­ber­gen. Bis Mai ist noch ein biss­chen Zeit…er nennt sich ja auch glück­li­cher­wei­se Won­ne­mo­nat. Das soll­ten die bei­den Hüb­schen mal nut­zen und eine Flirt­schu­le besu­chen. Viel­leicht bekom­men sie ja dort bes­se­re Tipps, wie man ein Lie­bes­lied gut rüber­bringt. Wenn’s schon nicht mit der Kom­po­si­ti­on klappt…

  11. Man schlies­se die Augen.… …und höre nur das Intro: ‘Every bre­a­th­y­ou take’.… Gut geklaut!

Oder was denkst Du?