Island 2010: Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn

Reykjavik 2011? Wenn es gerecht zuginge auf der Welt, dann bestimmt, denn die Isländer beglücken uns mit dem adorierenswertesten Eurovisionsölfass nach Vanîa Fernandes (PT 2008) und einem Comme-il-faut-Grand-Prix-Schlager! Zur „Gabi des Jahres“ rief sie Jan Feddersen unlängst in seinem Eurovisionsblog aus. Und erläuterte fachkundig: „Gabis sind gern etwas ältere Frauen, die von Männern, die auf Männer stehen, angebetet werden, weil sie eine Mischung aus der schützenden großen Schwester, der liebsten Frau, mit der man lachen kann, aber keinen Sex haben will und der Mama, die ich nie hatte, verkörpern.“ Da muss ich ausnahmsweise mal uneingeschränkt zustimmen. Zumal ich die gute Hera Björk spätestens seit ihrem grandiosen Auftritt auf dem Fanclubtreffen 2009 des ECG in Köln absolut vergöttere.


Die beste Gabi von allen: Hera Björk

Und so freue ich mich ganz, ganz hart, sie in Oslo wieder auf der Bühne zu sehen – zumal noch ausgestattet mit einem derart wunderbar nostalgischen, temporeichen Eurovisionsschlager wie ihrem ‚Je ne sais quoi‘. Tausend Dank, liebe Isländer, da habt ihr mal wieder alles richtig gemacht! Jetzt müssen es Euch nur noch die europäischen Televoter und Juroren nachtun!

Nachtrag: Hera hat sich ihren ohnehin schon fabelhaften Song noch mal etwas aufcampen lassen. Da fall‘ ich vor Schlagerekstase beinahe in Ohmacht! Nur am Auftritt gibt es noch etliches zu tun: ein dermaßen camper Uptemposong schreit förmlich nach einer großen Choreografie mit hektisch auf der Bühne herum wirbelnden, halbnackten männlichen Tänzern! Vielleicht kann sich Hera die ja bei der aserbaidschanischen Safura ausleihen, die braucht sie nämlich für ihre Nummer eigentlich nicht!


Paule heißt er, ist Bademeister: Heras Angebeteter

Nachtrag (05.05.): Nun hat Hera auch noch einen professionellen Videoclip gedreht, offensichtlich im Hallenbad von Reykjavik, wo sie sich vor den Augen der entsetzten Badegäste im Abendkleid vom Dreimeterbrett stürzt, um sich vom Bademeister retten (und vermutlich per Mund-zu-Mund-Beatmung wiederbeleben) zu lassen, auf den sie wohl ein Auge geworfen hat. Tja, „was tut man nicht alles aus Liebe“, wie Dieter Thomas Heck schon 1961 bei der deutschen Vorentscheidung festzustellen wusste!

14 Gedanken zu “Island 2010: Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn

  1. Kein Kommentar Wenn man nichts Gutes zu sagen hat, dann sagt man lieber gar nichts. Für mich war dieser Abend eine große Enttäuschung. Aus Island, Norwegen und Dänemark nur ESC-Konfektionsware, in ähnlicher Form schon zigmal gehört. Zudem hat die Schwedenmafia zugeschlagen, Kempe in Norwegen, G:son in Dänemark. Glaubt hier jemand nach den Ergebnissen der letzten Jahre, dass einer der heutigen Songs in Oslo oben mitspielen wird? Ich sehe da eher schwarz.

  2. Im Norden nix Neues Och, der Beirag geht schon in Ordnung. Seit ‚This Is My Life‘ (vom selben Komponisten) nix Neues, aber mir immer noch hundertmal lieber als noch mal eine ultrafade Radioballade á la ‚Is Is True‘ – zumal das dann mit den Songs aus Dänemark und Norwegen ein echter Vollnarkosen-Samstag geworden wäre. 😀 Funktionelle Schwulenmucke, auch für den Hausgebrauch, dazu eine sympatische Interpretin – solange beim ESC selber dann die Balance zwischen Uptempo und Ballade stimmt ist mir das mehr als Recht.

  3. Für so einen flotten Song steht die dicke Hilda ähh Hera da, aber ziemlich steif rum. Natürlich erwarte ich von ihr ja keine Ruslanaperformance, dann wäre wohl die Bühne kaputt, aber etwas mehr Bewegung muß bei der Performance in Oslo rein, sonst wird das nix mit dem Finale. Und ein bißchen mehr Schminke, damit man nicht die Falten in ihrem Gesicht so sieht, meine Güte, ich glaube der Mond hat nicht so viele Schluchten, wie bei der im Gesicht. Und sie sollte diesen Sack dort, den sie da in der VE anhatte, auch zu hause lassen. Etwas was ein bißchen vorteilhafter ist, für ihre Figur. Der Song ist nicht schlecht, die Performance ne Riesenbaustelle.

  4. locker im Finale:-)) und da gar nicht mal so schlecht, weil a) Blockvoting Skandinavien – für mich von allen Nordlichtern noch am besten b) Ölass-Bonus (Vania Fernandez, Chiara…)

  5. re: Im Norden nix Neues [quote=Maxi]Seit "This Is My Life" (vom selben Komponisten)[/quote] Und das ist nicht umsonst mein liebster Eurovisionstitel aller Zeiten (und mein Handy-Klingelton)! ‚Funktionelle Schwulenmucke‘ ist ein bisschen fies formuliert, trifft aber den Kern – das ist genau die Art von Musik, die mich in hemmungslose Schlagerekstase versetzt und wegen der ich den Grand Prix einschalte! ‚Je ne sais quoi‘ ist natürlich nur ein lauer Aufguss von ‚This is my Life‘, aber dafür kann die tolle Hera mit dem Gabi-Bonus punkten. Also, meine Hasen: ihr wisst, für wen ihr anzurufen habt! 🙂

  6. Jaa mein Gebieter^^ Nein spass…. Unglaublich…. die Blog Poster mögen Heras Song:) (Eurofire und du^^) Aber die Kommis mögen die nicht…. oder viele nicht… Mein Fave war Hera *.* boah ich find die so gil:) und mir ist es egal das es sich ein bisschen wie This is my life anhört… das hat mir schließlich auch gefallen:p Hera hat so eine tolle Stimme und hätte mit Someday schon zum ESC gehört…. Hera I love you^^ Nein… sie ist einfach toll:) und ich werde sicher noch ein paar Euro übrig haben um für sie zu Stimmen:):p Mir gefiel der Abend gestern sehr gut:)

  7. Ja, da dampft’s im Kleidersack, das kann ich schon verstehen… 😆 Hmmm…egal wie es im Mai ausgeht und ich kann mir durchaus vorstellen, für Hera gar nicht so schlecht: Lied und Interpretin passen für mich persönlich so gut zusammen wie Zwiebelmettwurst zu Vanilleeis. Aus der machste keine überzeugende Disco-Tante, da müsste schon eine sensationelle Rundumveränderung her. Und damit meine ich überhaupt nicht ihre Figur, siehe Weather Girls – der ganze Typ passt einfach nicht. Das Lied selbst ist eine solide Disconummer, aber nichts Besonderes.

  8. Nun, das isländische Finale war gestern Abend das einzig zufriedenstellende. Zwar waren dieses Jahr eigentlich überhaupt keine *herausragenden* Beiträge, dabei, aber der Sieger war eindeutig mit unter den besten. Hätte auch nichts gegen Íris Hólm gehabt.

  9. natürlich kann ich voten… Natürlich kann ich für sie anrufen… sie ist im Semi in dem Deutschland berechtigt ist zu Voten.

  10. Pingback: It comes as no Surprise (ESC Finale 2009)

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