Zypern 2010: Irischer Frühling

Solidarität der Insulaner? Heute wählten die Zyprioten einen Iren1)Wie mein Leser Rainer zu Recht in den Kommentaren bemerkt, ist Jon Lilygreen in Wahrheit Waliser, stammt also von der anderen Insel. Sorry. zu ihrem Eurovisionsvertreter 2010. Mit einer hoffnungsfrohen Botschaft: ‚Life looks better in Spring‘. Schon, aber nicht mit solcher Musik!


Der Junge mit der Gitarre

Entscheidende Gemeinsamkeiten können die Zyprer und die Iren nicht abstreiten: beide bewohnen eine Insel – eine geteilte Insel, um genau zu sein, auf der sich jeweils zwei Völker feindlich gesonnen gegenüber stehen. Auch wenn sich die Verhältnisse auf beiden Eilanden in den letzten Jahren deutlich entspannt haben. Nur mit der irischen Erfolgsbilanz der Neunziger können die Mittelmeerbewohner nicht ganz mithalten. Dafür haben beide aktuell zunehmend Schwierigkeiten, überhaupt noch über die Qualifikationsrunde hinaus zu kommen. Woran die am Samstag von Jury und Publikum übereinstimmend herausgesuchte, ziemlich lahme Folkballade über die unbestreitbar positive Wirkung des Frühlings auf die Stimmungslage der Menschheit wenig ändern dürfte. Zumal diesmal Griechenland dem anderen Semi zugeteilt ist, der Garantiezwölfer also wegfällt. Einen gewissen handgemachten, ländlich-naiven Kelly-Family-Charme kann man Jon Lilygreen und seiner engagierten Laienspielschar Begleitband aber nicht ganz absprechen. Mal sehen, ob’s in Oslo für einen zweiten Frühling reicht – ich glaub ja eher nicht.

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1. Wie mein Leser Rainer zu Recht in den Kommentaren bemerkt, ist Jon Lilygreen in Wahrheit Waliser, stammt also von der anderen Insel. Sorry.

8 Gedanken zu “Zypern 2010: Irischer Frühling

  1. Nichts Besonderes (das ist allerdings bisher noch keiner der feststehenden Beiträge), aber doch das Beste von dem, was an diesem Wochenende produziert wurde.

  2. häää Muss man das jetzt verstehen??? Wie soll der Beitrag noch nicht feststehen, wenn er schon gewählt wurde?

  3. andersrum formuliert: keiner der bisher feststehenden Beiträge ist irgendwas besonderes… Besser so ??

  4. Ganz nett…ist aber von dem Schlag Lieder, die im Feld total untergehen, schnell vergessen werden. Mit der großen Gefahr, dass dies schon Semi-Finale passiert. Da is leider nix, was sich besonders hervorhebt, auch der – gute – Sänger bleibt farblos. Hätten sie lieber wieder Frl. Metaxa nehmen sollen, an deren gesangliche Leistungen erinnert man sich immerhin noch ein Jahr später mit Schmerzen 😀

  5. Er ist doch Waliser, oder? Und ich finde das ganz spannend, daß so ein Stück handgemachter Musik beim ESC dabei ist! Viel Glück!

  6. Pssssst! Ja, da hab ich mich wohl um ein paar Breitengrade verhauen. Aber ich hab jetzt keinen Bock, meinen Artikel noch mal umzuschreiben, zumal mir damit der zentrale Gag fehlt. Also behalten wir das mit dem Waliser lieber für uns, ok Rainer? 😉

  7. 😉 Völlig okay…. ich wollte nur mal ein bißchen besserwissern 🙂 Außerdem mag ich das zyprische Dingen noch immer, obwohl ja jetzt schon eine Menge Songs feststehen.

Oder was denkst Du?