Halbfinale USFO: Just the Two of Us

Überraschung im Halbfinale der deutschen Vorentscheidungssendereihe Unser Star für Oslo: nicht der im Vorfeld (auch von mir) favorisierte Christian Durstewitz darf am Freitag im Finale von USFO gegen Überfliegerin Lena Meyer-Landrut kämpfen, sondern die sympathische Rockröhre Jennifer Braun. Mit einer kontinuierlichen Leistungssteigerung und mitreißenden Performances konnte sie sich gestern Abend gegen Dursti und die unsägliche Nervensäge Kerstin Freking durchsetzen, die zu meiner großen Freude bereits im ersten Durchgang endlich rausflog. Mit dieser unvorhersehbaren Wendung gelang es der zuletzt doch etwas langweilig und vorhersehbar gewordenen Wir-haben-uns-alle-lieb-Waldorfkindergarten-Show, wieder an Spannung zu gewinnen.


Großes Vorbild: Jennifer versucht sich an Beth Ditto

Nervte der gestrige Showauftakt bis zur ersten Werbeunterbrechung noch mit der üblichen, langsam unerträglich werdenen Selbstbeweihräucherung der Kandidaten (inklusive der gefühlt siebenhundertsten Wiederholung derselben Juryschleimereien über deren herausragende Leistungen), gelang es Lena und Jenny anschließend, das Publikum zu überraschen und somit ihren Finaleinzug sichern. Die bislang als konsequent schräger Vogel angetretene Lena präsentierte erstmals eine Ballade und zeigte, dass sie trotz nicht vorhandener Atemtechnik und leichter stimmlicher Schwächen bei längeren Tönen in den höheren Registern dennoch in der Lage ist, richtig zu singen und nicht nur ihre spezielle Form des ayurvedischen Hip-Hops abzuliefern. Und dass sich ihr magischer Charme auch mit zurückgenommener Show, ohne joecockereskes Herumhoppeln auf der Bühne überträgt. Mit ‚Lovecats‘ von The Cure wählte sie dann wieder einen perfekt auf sie zugeschnittenen schrägen Titel für die zweite Runde. Mit ihrer umwerfenden Mischung aus Selbstsicherheit, Siegeshunger, Eigenironie, Durchgeknallheit und persönlicher Ausstrahlung würde sie im Osloer Teilnehmerfeld auf jeden Fall als unverwechselbar herausstechen und in guter Erinnerung bleiben.


Liebeskatzengesänge von LML

Als Jennifer Braun, die ich von der ersten Sendung an irgendwie mochte, aber nie als ernsthafte Finalistin einschätzte, als letzte Kandidatin in der ersten Runde zu ‚Heavy Cross‘ von The Gossip ansetzte, hielt ich kurz die Luft an. Barbara Schöneberger nahm mir in ihrer Beurteilung die Worte aus dem Mund, als sie sagte, sie möge diesen Song sehr und würde sauer, wenn den jemand vermurkse. Was Jenny aber nicht tat: im Gegenteil, hier eignete sie sich nach meinem Empfinden das erste Mal überhaupt einen Song richtig an und füllte ihn mit einer hinreißenden Performance, die über bloßes Nachsingen deutlich hinausging. Einen noch größeren Gefallen tat sie sich mit ‚Hurt‘: die quäkelige Knödelstimme von Christina Aguliera zu übertreffen, ist zwar keine Kunst, dennoch gelang es ihr hier erstmals, auch in den leiseren Passagen vollständig zu überzeugen. Auch dass sie sich nicht mehr hinter dem Mikrofonständer versteckte und ihr bislang doch sehr legeres Outfit gegen eine ansprechendere Bühnengarderobe austauschte, verstärkten den Eindruck, dass sie mittlerweile bei sich selbst angekommen ist. Ihre sofort nach dem Auftritt wieder durchbrechende, sehr niedliche Unsicherheit („ihr seid so lieb zu mir“) über ihre eigene, grandiose Leistung gaben dann den letzten Ausschlag, für sie anzurufen.

Und jetzt bin ich mal sehr gespannt auf den Freitag und die möglichen Songs für Oslo!

21 Gedanken zu “Halbfinale USFO: Just the Two of Us

  1. Verdiente Finalistinnen! Lena und Jennifer (die ich anfangs gar nicht so sehr mochte, für die ich aber dann doch angerufen habe) waren gestern Abend einfach die besten. Christian wirkte demgegenüber bisweilen wie ein Zombie. Und Barbara Schöneberger war eine gute Entschädigung für den unsäglichen Jan Delay.

  2. Schade, daß Kerstin raus ist. Jetzt wird wohl endgültig Lena gewinnen, die jeder Fan von The Cure nun sicher erschießen möchte. Ihr ‚Love Cats‘ klang auch so und wäre nicht mal für den betrieblichen Karaoke-Wettbewerb geeignet. Raab hat es versäumt, in den Sendungen auf den ESC hinzuweisen, er hätte es den Zuschauern regelrecht einhämmern müssen. Stattdessen betrachten es wohl die meisten Zuschauer nur als eine weitere Casting-Show und wählen einfach das süßeste Mädchen. Hoffentlich sind die Songs für Oslo wenigstens gut.

  3. Geschmackssache Ich mag The Cure und ich fand Lenas Interpretation großartig und keinesfalls einen Grund für einen finalen Rettungsschuß. Und ich glaube auch, dass Lena im internationalen Finale angenehm auffällig heraussticht und den Zuschauern positiv im Gedächtnis bleiben wird. Wo ich Dir Recht gebe – alles hängt am, alles drängt zum Song für Oslo. Universal hat ja angeblich 3000 Vorschläge bekommen, hoffen wir mal, dass was Gescheites dabei ist.

  4. Ich meine sogar, der Raab hätte das eins, zwei Mal thematisiert, dass sie beim Singen drückt. Ich muss allerdings sagen, ich finde sie gerade dann gut, wenn sie drückt, weil das halt (den Eindruck von) Power und Drive erzeugt. Im Zweifel ist mir gesangliche Sauberheit oder Finesse weniger wichtig als ‚Stimmung‘ und ich lass mich lieber von einer grölenden Jenny gut unterhalten als von einer technisch einwandfreien Kerstin vor Langeweile in den Tiefschlaf lullen. Mein Favorit war eigentlich Dursti, ich habe aber dann für Jenny angerufen, denn die hat meine Erwartungen deutlich übertroffen, Dursti aber nicht. Dessen grundsymphatisch-schlumpfige Masche hat sich mittlerweile etwas abgenutzt. Das ist auch das Problem an Raabs Casting-Format: eigentlich müsste der Sieger gleich nach der ersten Show gewählt werden, denn beim Grand Prix ist es auch der allererste Eindruck, der zählt. Durch die Dauer von USFO bilden sich im Laufe der Wochen Sympathien und Antipathien, entwickeln sich Erwartungshaltungen, können sich Leute positiv entwickeln wie Jenny oder abstürzen wie Dursti oder Leon. Einen ähnlichen Effekt hatten wir 2004 bei Max: wir in Deutschland hatten uns bei DSDSGPS über Wochen an ihn gewöhnt, ihn liebgewonnen (jedenfalls die Meisten), waren völlig von ihm und seiner auf ihn zugeschnittenen Nummer begeistert und hielten ihn im Kollektivrausch für die singende Sensation (ich auch). Die europäischen Zuschauer, die ihn ja nicht kannten, sahen in ihm einen ganz guten Soul-Folk-Sänger mit wenig Glamour, sein achter Platz war ein gutes und angemessenes Ergebnis. Deutschland aber – und Raab ganz vorneweg – war kollektiv enttäuscht. Dasselbe kannte man ja schon von 2002 und der Spanierin Rosa, der vom dicken Aschenputtel zur vom ganzen Land heißgeliebten Märchenprinzessin Aufgestiegenen. Dass sich damals spanische Fans nicht aus solidarischer Wut über den achten Platz öffentlich verbrannten, wundert mich heute noch, bedenkt man den damaligen Rosa-Rausch. Anyway: ich denke, Lena wirds machen und uns in Oslo gut und würdig vertreten. Aber warten wir mal die Songs ab.

  5. Jennifer Um nicht falsch verstanden zu werden, eines vorab: ich finde Jennifer durchaus sympathisch und denke auch, dass sie eine gute Stimme mit viel Potential besitzt. Allerdings denke ich nicht, dass sie die richtige Wahl wäre. Im Vergleich mit vielen der anderen Kandidaten (Lena, Dursti, Kerstin, Sharyhan) zeigt sie sehr wenig Eigenständigkeit in der Interpretation. Außerdem hat sie zwar durch ihre Mitwirkung in einer Cover Band viel Routine (bis auf die letzten Auftritte waren alle ihre Titel aus dem Repertoire von Rewind) und Bühnenerfahrung. Allerdings ist diese eben durch einen bestimmten Stil geprägt. So verunstaltet sie m.E. die meisten Lieder durch ein übermäßiges ‚Drücken‘ (man könnte auch Grölen sagen). Eigentlich könnte sie wohl sogar anders (hat sie bei den leiseren Titeln gezeigt), aber sie macht es eben nicht. Daran ist zum Teil sogar die Jury schuld, denn obwohl das offensichtlich (offenhörbar) ist, wurde dies *nie* bemängelt. Aufgrund dieser Tatsache hätte ich Jennifer bislang in *jeder* Sendung (inklusive gestern) rausgewählt (wobei ich den ersten Auftritt auch als ihren bislang besten ansehe). Aber leider wird ‚Stimmung‘ vom Publikum wohl honoriert, ebenso die Tatsache, dass sie eben bekannte Charts-Titel singt. Ich bin extrem erstaunt darüber, dass sie so einen Durchmarsch macht, insbesondere da sie in den online-Votings stets hinten lag. Meine einfache Erklärung ist, dass USFO leider über eine zu lange Distanz lief, und inzwischen in Wahrheit gar nicht mehr die aktuellen Auftritte zählen, sondern die Größe des fanclubs. Und der ist bei Jennifer mächtig, wenn man berücksichtigt, dass sogar an einigen Schulen großformatige Plakate hängen mit dem Text ‚vote for Jenny‘ o.ä. Selbst wenn Jennifer mit so etwas Erfolgsaussichten beim ESC hätte, der zwar kein Bierzelt ist, aber viele Wähler wohl auch dort eher auf Stimmung als nach musikalischen Kriterien urteilen, hätte ich einiges dagegen, sie zu entsenden. Ich persönlich würde lieber mit einem originellen Beitrag, für den ich mich nicht schäme, untergehen als mit Durchschnitt gewinnen. Daher habe ich fast Angst darum, wie das im Finale ausgehen wird (leider kann ich selbst nicht mal anrufen, da ich unterwegs sein werde und auf meinen Festplattenrecorder hoffen muss). Die hätte ich mit Dursti oder Sharyhan nicht gehabt, nicht einmal mit Kerstin. Aus diesem Grund habe ich mir gestern auch (obwohl mein Favorit Lena ist) die Finger wundgewählt zuerst für Kerstin und dann für Christian. Nochmals: ich denke durchaus, dass Jennifer Potential hat. Nur muss sie endlich mal jemand auf ihre Schwächen hinweisen, so dass sie daran arbeiten kann.

  6. re: [quote=Aufrechtgehn] Ich muss allerdings sagen, ich finde sie gerade dann gut, wenn sie drückt, weil das halt (den Eindruck von) Power und Drive erzeugt. Anyway: ich denke, Lena wirds machen und uns in Oslo gut und würdig vertreten. Aber warten wir mal die Songs ab.[/quote] Beim ersten Teil des obigen Zitates muss ich widersprechen. Jennifer hat auch so bereits eine druckvolle Stimme, und ohne das zusätzliche Drücken entsteht viel mehr Power. Mit wirkt es nur wie im Suff nachgegrölt oder Karaoke. Mir ist das zuerst bei Liedern aufgefallen, die ich sehr gut kannte. Jennifer’s Musikgeschmack kommt in großen Teilen nämlich sehr anm meinen heran. Und beim Hören ihres ‚like the way I do‘ (Melissa Etheridge) war ich richtiggehend entsetzt. Melissa macht das nicht so und klingt um Größenordnungen kraftvoller. Ebenso dann z.B. bei dem Anouk-Titel. Ich kannte Anouk vorher gar nicht, habe aber nach dem Hören des Originals, das wiederum Klassen besser war als Jennifers Cover, sofort beschlossen, mir da was zuzulegen. Bei dem Aguilera-Song stimmt es natürlich, dass Christina knödelt. Das macht das Cover aber nicht besser. Nur anders schlecht: die eine knödelt, die andere grölt. Aber wie gesagt: Jennifer könnte das wohl auch anders. Bei dem Gossip-Song hat sie es (fast) nicht getan, und siehe da, es war ihr bester Auftritt. Bezüglich ‚Lena macht’s‘. Ich hoffe das auch. Allerdings glaube ich inzwischen nicht mehr dran, dass das ein Selbstläufer ist. Ich hoffe, dass sich keiner vom Anrufen abhalten lässt, weil er denkt, es funzt auch ohne. Aber alles in allem fand ich USFO eine im Grund tolle Sache. Mich haben die Längen und ätzenden Wiederholungen vor allem der letzten Sendungen zwar auch genervt, aber ich habe auch gute Vorträge gesehen und eine Menge guter Musiktipps mitbekommen – vor allem von Lena und Kerstin. Letztere fand ich zwar nicht konstant gut, das war eher eine Achterbahn, aber immerhin habe ich durch sie Regina Spektor kennengelernt, von der ich inzwischen alle CDs geordert hatte. Und zweiter Kerstins Auftritt in der vorletzten Sendung war für mich die beste Darbietung des Abends, sogar noch vor Lena.

  7. re: re: [quote=Anonym]Und beim Hören ihres "like the way I do" (Melissa Etheridge) war ich richtiggehend entsetzt. Melissa macht das nicht so und klingt um Größenordnungen kraftvoller.[/quote] Interessant, dass Du gerade den Song erwäbnst – damit ist sie mir nämlich das erste Mal aufgefallen. Gerade weil ich fand, dass ihre Interpretation mehr Druck hatte als das Original, das ich auch sehr mag (das allerdings für mich kein Heiligtum ist: es gibt von der Nummer auch eine billige Techno-Coverversion [mit deutlich schlechteren Vocals, aber einem geilen Beat], die ich ebenfalls mag). Jedenfalls weiß ich noch, dass ich bei Jennys Auftritt mit ‚Like the Way I do‘ headbangend auf der Couch saß und dachte ‚boah, geht ja richtig gut ab!‘ 😀

  8. also ich kann mir nicht helfen – so, wie diese lena von sendung zu sendung durchgereicht wurde, obwohl die leistung vom ersten bis zum letzten ton gleichmässig grottig war – da glaube ich nicht mehr an einen fairen wettbewerb. ich verwette meinen allerwertesten, wenn am freitag die nicht auch mit pauken und trompeten absahnt. und dann vor einem millionenpublikum in oslo derartiges gejammer abliefert… aber dann wünsch ich mir einen startplatz, der von spanien und russland eingerahmt wird – dann lohnt wenigstens der gang zum kiosk um kippen zu holen :confused:

  9. … Lena wurde erstens nicht durch gereicht und zweitens hat sie NICHT grottig gesungen…. Lena ist speziell… und wenn man das nicht hört, dann kann man nix machen… Mann kann lena nicht mit anderen aus USFO vergleichen, weil diese ja auch wieder anders waren bzw sind. Lena ist so wie sie ist, und das ist gut so:)

  10. Zu ‚Stefan‘ Ich bin zu 100 Prozent deiner Meinung !!! Aber den geschriebenen Song abwarten. Obwohl ein Scheitern in Oslo würde von meiner Seite Schadenfreude …………… Aber um jetzt schon vorzugreifen, hoffe ich eben nicht auf einen Abstieg unserer Teilnehmerin. Ist nur mal wieder schade, das nach all dem Shows auf Pro 7 und ARD, so ein langweiliges Ergebnis daraus kam. Schweden(melodifestivalen) die haben dieses Jahr mal wieder ein paar tolle Nummern dabei. Aber wir sind nicht Schweden sondern nur desinterssierte Deutsche, wo man sich keine Mühe macht und sich keiner traut dran teil zu nehmen (jedenfalls kein Profi). So wird man natürlich auch keinen Blumentopf ernten……?

  11. Spannend? Was soll da noch spanned sein, wenn die Gewinnerin – Lena – schon feststeht? Daher habe ich die letzten USFO-Shows nicht mehr verfolgt, es stand nach der ersten Show fest, wer gewinnen wird. Wie Lena international ankommen wird, bleibt abzuwarten. Wie schon geschrieben wurde, ist sie keine perfekte Sängerin. National, im Taumel des Medienhypes, wird ihr vieles verziehen, international aber nicht. Nur flippig zu sein, reicht eben nicht. Besser als die MF-Teilnehmer sind die hochgehpten beiden Finalistinnen ( auch da steht die Gewinnerin Anna schon fest ) zwar schon, aber das sit dieses Jahr nicht schwer.

  12. Nein, wir sind nicht Schweden, und das ist auch gut so. Das Melodifestivalen ist eine eigenständige Veranstaltung, die dem ESC in Schweden beinahe schon den Rang abgelaufen hat, und Schwedens Plätze in den letzten Jahren (21,18,18,5,19) zeigen, dass eine lange Vorauswahl auch kein Allheilmittel ist. Aber was habe ich erwartet? Leute, die hier ihre Meinung sagen, werden das entweder tun, weil sie begeistert oder entsetzt waren (die diversen Meinungen sind ja auch eine tolle Sache). Leider führt das dazu, dass sich der eigene Horizont verengt: entweder ‚genau! So sehe ich das auch!‘ oder ‚Oh Mann, wie kann man so dumm sein und anders denken als ich?!‘ – dazwischen kommt nicht viel. Ich für meinen Teil habe die Vorentscheidung (wie jedes Jahr und aus jedem Land) an mir vorbeiziehen lassen. Egal, wie die Entscheidung lautet, ich werde mir das alles auf der CD anhören, mein Urteil fällen und dann wie jedes Jahr zuschauen, wie Europa meine Favoriten in den Keller stürzt (ich bin immer noch nicht über Patricia Kaas und Sinéad Mulvey vom letzten Jahr hinweg). Warum sollte ich mich noch zusätzlich aufregen, wenn mein Favorit im Vorentscheid in der zweiten Runde fliegt? Ich möchte nicht beim Finale dasitzen und denken ‚das hätte XY besser gemacht‘. Ich will Spaß an sinnlos-lustigen Performances und dem gelegentlichen guten Lied (letzteres wird dieses Jahr, wenn der Trend sich fortsetzt, extrem dünn gesät sein, aber ich habe 2002 und 2008 überlebt…).

  13. re: [quote=Stefan] – da glaube ich nicht mehr an einen fairen wettbewerb. [/quote] Wäre mal nett, würdest du erklären, warum es keinen fairen Wettbewerb gibt? Gelten deiner Meinung nach all die Telefonanrufe womöglich nicht und das Abstimmungsverfahren ist eine Farce, weil Herr Raab bestimmt, wer nach Oslo fährt? Bist du der Ansicht, dass es einzig und allein fair wäre, wenn sich niemand (auch keine Zuschauer) nach der Show äußert, damit auch keiner von der Meinung anderer beeinflusst werden kann (weil wir ja alle angeblich so rückgradlos sind und nur das wählen, was anscheinend die Mehrheit auch tut)? Empfindest du es als unfair, wenn eine Show, eine Sportart, ein Kinofilm oder was auch immer Emotionen in der Art freisetzt, dass einzelne Protagonisten beliebter sind als andere, mehr Aufmerksamkeit bekommen? Oder wie unfair, oder was unfair? Binn gespannt auf deine Antwort, was denn nu unfair ist?

  14. spannend! Das Lena schon feststeht, ist keineswegs gegeben. Allein wenn man sich die hier geäußerten Meinungen durchliest (und ich bin froh darüber, dass hier unterschiedliche Geschmäcker unzensiert zu Wort kommen und die meisten für ihre Wahl sogar gute Gründe nennen können), merkt man, dass dem nicht so ist, und das Finale ist ungewiss im Ausgang und daher spannend (in Feddersens Blog sieht das interessanterweise auch so aus, auch wenn die Richtung sich dort genau anders herum zu wenden scheint). Wie die Beurteilung von Lena international aussieht, kann ich natürlich auch nicht 100%ig vorhersagen (wer könnte das schon; da hat der ESC immer schon für Überraschungen gesorgt), aber immerhin hat sie beim letzten Poll auf esctoday weit vorn gelegen (relativ zu den anderen deutschen Beiträgen).

  15. zuerst mal: ich habe geschrieben, ich GLAUBE nicht mehr an einen fairen wettbewerb und nicht, es IST ein unfairer wettbewerb – also genauer lesen schadet nicht… natürlich kann ich keinerlei unregelmässigkeiten nachweisen, aber ich kann meinem gefühl ausdruck verleihen, dass da irgendwas gemauschelt wird. oder werden vielleicht die genauen anruferzahlen veröffentlicht oder ist wer auch immer dabei, wenn da was ausgewertet wird ? für mich stellt sich das dar, als ob hinter verschlossenen türen bereits seit anfang an klar ist, wie das ergebnis auszusehen hat. und ich wäre heilfroh, wenn man mich am freitag mit allen meinen gefühlen lügen straft 🙂 allein – ich GLAUBE es nicht ! und noch zum punkt fairness: fairer fände ich es, wenn z.b. eine fachjury vor laufenden kameras ein ergebnis zustandebringt und selbiges auch stichhaltig begründet – aber dazu ist man im deutschen fernsehn (oder in der musikbranche) wohl zu feige

  16. Och, ich hab schon genau gelesen, dass du ‚ich glaube‘ geschrieben und gemeint hast – daher auch meine Begriffe, wie ‚deiner Meinung nach‘, ‚bist du der Ansicht‘ und ‚empfindest du‘ 😉 Aber schon schwierig, dir etwas glaubhaft zu machen, wenn du nicht glauben möchtest. Würden tatsächlich am Freitag die Anruferzahlen bekannt gegeben und ein Notar überreicht den Umschlag, wäre das dann wirklich für dich die Sicherheit? Bezweifle ich mal so. Fachjury? Ja, könnte man machen….aber dann hat der Zuschauer halt nichts anderes zu tun als nur zu glotzen. Ich persönlich habe aber an den Beteiligungsmöglichkeiten in diesem Jahr weeeeesentlich mehr Spaß als an der extrem unerotischen Jurydiktatur im letzten.

  17. Sie wird vielleicht wirklich auffallen, denn sie ist jung und sehr hübsch anzusehen. Alles andere hängt davon, ob der Oslo-Song zu ihr paßt (falls sie dorthin fährt). Aber es gibt auch noch einige andere junge, attraktive Interpretinnen dieses Jahr. Diese sind alle im Netz zu finden, man kann sie sehen und hören. Pro7 (oder raab-tv) weigert sich bisher, die Videos der Vorentscheide freizugeben. Keiner weiß, warum, eventuell wollen sie zu Weihnachten eine DVD rausbringen? Fan-Videos werden nach wenigen Tagen bei youtube gelöscht. Was wird nach dem 12.März? Werden Lena oder Jennifer entsprechend vermarktet werden? Wird man sie (die Siegerin) zu TV-Auftritten ins Ausland schicken? Gibt es dann mindestens ein HD-Video im Netz frei zu sehen? Soll keiner sagen, es wäre zu teuer. Wir sind ein reiches Land und Kohle für PR ist immer massiv vorhanden. Ohne Werbekampagne wird es noch schwerer als ohnehin, beim ESC Erfolg zu haben. Auch wenn Ausnahmen immer wieder vorkommen, z.B. Yohanna 2009. Die hatte keiner der Experten auf der Rechnung.

  18. anonymous Sorry für die Anonymität. Muss natürlich ‚def‘ heißen. Keine böse Absicht dahinter. Hab’s einfach vergessen auszufüllen.

  19. Alterfinne-mezzo-castingscheiße vs. Röhre Herrlich das Finale…. ….und eine satte Steiherung inenrhalb der Show. ‚Bee‘ und ich dachte schon, ich befände ich im DB-Schlafwagen…egal, wer es sang. Fahrstuhlmucke ohne Tiefgang, Dahingeplätscher. Ich ahnte Böses für die kommenden Songs. ‚Satellite‘ war absolut kein Song für Jennifer, das war lustlos, dafür positiv überraschend die crazy Variante von Lena. Die selbst ausgesuchten Stücke waren für mich zwei wirkliche Highlights: man merkte sofort, daß sich beide Interpretinnen mit diesen Songs identifizierten. Jennifer konnte losröhren und ich fand die euro-schwuppen-Nummer richtig ‚fett‘:-)) Ich mag sowas eben….und werde mir das Stück auf Player laden. Schade nur, daß hier die Heavytones für mich deutlich zu dominant waren (bei der Widerholung war es noch schlimmer!). Lena zog alle Register und sie ist eben so auffällig, daß man hängenbleibt (das wird ihr Plus in Oslo). Und selbst wenn es nicht zu 100% mein Musikgeschmack ist, bleibt er mir doch im Ohr…. Jetzt wünsche ich mir nur für Oslo eine gute Startnummer (vielleicht hinter den Niederlanden zwecks Qualitätsvergleich) und für Lena ne fette Coca-Cola-Provision, denn zur besten Sendezeit in der ARD sollte das einen Mezzo-Aufschwung geben.. 😈 Dafür aber noch ein Änderungs-Anregungen für die Zunkunft: a) Wenn Pro7 und ARD ein Komzept entwickeln, dann sollten sie es auch einheitlich durchführen. In allen PRO7 Shows kostete eome SMS 49 Cent, in der ARD max. 20 Cent (ich habe mal auf Kleingedruckte geachtet). b) Brauch man wirklich in Anlehnung an DSDS eine Jury? So richtig Substanzielles kam da nicht rüber, gerade von den Gastjuroren. c) Herr Raab sollte zukünftig auf zwei Pflichtlieder im Finale verzichten und lieber die Finalist(inn)en wählen lassen. Gerade bei Jennifer hat man gemerkt – wenn die Lust und Identifikation nicht da ist, macht das keinen Sinn….zudem frage ich mich, wieviele Zuschauer das Prinzip (dank eines konfusen Moderatoren-Duos) wirklich kapiert haben. Ich kann gut mit Lena leben, hoffe aber, daß Jennifer ihren Weg auch ohne Oslo gehen wird. PS: Ein kleiner Seitenhieb zum Thema Fairness im Finale: Bei der entgültgen Abstimmung hätte man zuerst eine Tafel einblenden müssen, auf der ZEITGLEICH beide alternativen Rufnummern eingeblendet werden. Stattdessen wurde ausschliesslich Lena ca. 30-45 sec. lang mit ihrer Rufnummer eingeblendet, bevor die Zuschauer Jennifers Numemr erhielten. Bei ca. 8 Min Anrufzeit ist das gerade für die Mehrfachanrufer ein deutlicher Zeitvorteil.

  20. [quote]Bei der entgültgen Abstimmung hätte man zuerst eine Tafel einblenden müssen, auf der ZEITGLEICH beide alternativen Rufnummern eingeblendet werden.[/quote] Das finde ich jetzt nicht so schlimm. Immerhin gab es Rufnummer-Einblendungen während der Gesangsvorträge und wenn Lena die Endziffer 1 und das A hat, dann kann sich eigentlich jeder durchschnittliche Mensch denken, dass Jennifer dann die 2 und das B hat. Der Rest der NUmmern ist ja identisch.

  21. … Und ich dachte eher an was anderen… das die Zuschauer vllt nicht gemerkt haben das die NR getauscht wurden bzw neu zugelost wurden… und für Jennifer statt Lena anrufe…. aber war anscheinend nicht de Fall:) oder doch das Jennifer Fans für Lena anriefen obwohl sie für Jenni anrufen wollten^^ dann hab ich glück gehabt:p

Oder was denkst Du?