Ukraine 2010: The Ant is near!

Wie man eine Eurovisionskatastrophe durch hektische Rettungsversuche immer nur noch schlimmer macht, beweist die Ukraine. Endgültiger Stand ist, dass Alyosha das Land mit dem Titel ‚Sweet People‘ vertritt. Bis dahin war es ein sehr langer Weg. Oder vielmehr: eine sich anfangs langsam, dann immer schneller und überstürzter drehende Abwärtsspirale. Nachfolgend der Versuch einer Chronologie der Ereignisse. Ich hoffe, Sie bringen ein bisschen Zeit und Geduld mit.


Blond, Wind & Fire: die Aljoscha mit ‚Sweet People‘

Denn es spielten sich unglaubliche Vorgänge ab im flächenmäßig größten europäischen Staat: kaum übernahm in dem innenpolitisch zerrissenen Land, in dem seit seiner Loslösung von der GUS eine Regierungskrise die nächste jagt, mal wieder eine neue (bzw. alte) Führungsspitze, ließ diese den Direktor des ukrainischen Staatsfernsehens austauschen. Unter dem Vorwurf, das selbiger korrupt sei, da er seinem persönlichen Spezl Vasyl Lazarowitsch die Eurovisionsteilnahme zugeschanzt habe. Der mit dem Aussehen eines Türstehers gesegnete, bis dato nicht überragend erfolgreiche Schnulzensänger stand da bereits seit geraumer Zeit als Vertreter in Oslo fest – wohl auch deswegen, weil er anbot, die Kosten für seine Teilnahme selbst zu bestreiten. Bei einer nachgerade unterirdischen Songauswahlshow hatte das schnucklige Testosteron-Muskelbrettchen Anfang März fünf potenzielle Beiträge präsentiert – einer schlimmer als der andere. Die Fachjury im Studio mäkelte zu Recht an allen (!) Songs herum und nach einer Stunde Rahmenprogramm entschied sie und das Publikum sich für die entsetzlich öde Schmalzballade ‚I love you‘, einen Song, mit dem Frank Sinatra schon 1950 hätte Großmütter in den Schlaf singen können.


Looks: 10, Song: 0

Dieser wurde vom neuen Intendanten flugs storniert, und in der Rekordzeit von nur sieben Tagen organisierte der Sender auf die wirklich allerletzte Sekunde eine neue Vorentscheidung. Und zwar am vergangenen Samstag, dem spätestmöglichen Termin, denn diesen Montag endete die Einreichungsfrist für den Song bei der EBU! Zwanzig Kandidaten fanden sich innerhalb einer Woche. Auch Vasyl trat, nach dem er zunächst mit Klage gedroht hatte, erneut mit ‚I love you‘ an! Diesmal landete er jedoch unter ferner liefen. Den ersten Platz teilten sich, wie es für das unsägliche Jury-Televoting-Mixverfahren so typisch ist, gleich zwei Kandidatinnen mit der selben Höchstpunktzahl. Pech für Publikumsfavoritin Masha Sobko: mittlerweile scheint man in der Ukraine Demokratie mit Instabilität gleich zu setzen, daher hatte die Jury das letzte Wort. Und die entschied sich für die blonde Rockröhre Olena Kucher alias Alyosha. Vielleicht, weil ihre enervierende, strukturlose Rockballade ‚To be free‘ so depressiv klingt und damit die Enttäuschung über die Erfahrungen des Ex-Sowjet-Volkes mit der Freiheit traf? Oder aus Mitleid, weil die Sängerin, jedenfalls der nicht zu übersehenden Aufschrift auf ihrem Oberteil nach, Aids hat? Ich weiß es nicht, ich weiß nur: gegen das den letzten Lebenswillen raubende Gejaule Alyoshas klang Vasyls unterirdische Schmalzballade noch gut. Unglaublicherweise.


Mit eingängigen Refrains hat man es im Osten nicht so: Publikumssiegerin Masha

Aber dann kam alles noch besser: ein Eurovisionsanorak fand Sonntagfrüh durch eine simple Google-Recherche heraus, dass Alyoshas ‚To be free‘ bereits seit 2008 auf CD erhältlich und seit September 2009 auf ihrer Myspace-Seite zum Anhören verfügbar ist. Womit sie gegen die Vorveröffentlichungsregel der EBU verstößt. Und, um dieser Peinlichkeit noch die Krone aufzusetzen, gilt ähnliches auch für Masha Subkos Titel. Was nun? Den Drittplatzierten nehmen? Doch wieder auf Vasyl zurückgreifen? Ganz zurückziehen? Weit gefehlt: die ukrainische Delegation entschied sich für die abstruseste Variante: es bleibt bei Alyosha! Die wie immer in solchen Angelegenheiten äußerst konziliante EBU gewährte dem Land beim Delegiertentreffen in Oslo einen Aufschub bis Freitag, um der blonden Sirene noch schnell ein Lied zu suchen, dass den Vorschriften genügt.1)Was die EBU, um fair zu bleiben, auch schon 2006 machte, als den Franzosen am Tag des Einsendeschlusses auffiel, dass das vom Publikum ausgesuchte Lied ihrer Sängerin Virginie Pouchaine überhaupt nicht lag und sie ebenfalls Aufschub bekamen, um hurtig noch ein neues zu schreiben. Immerhin herrscht also Egalité beim Laissez-faire.


Nicht mehr das frischeste Lied: Jurysiegerin Alyosha und ‚To be free‘

Und so fand sich, gar schon am Donnerstag, das (nun hoffentlich endgültige) ukrainische Lied für Oslo. Es heißt ‚Sweet People‘. Klingt vom Titel her nach Gospel, ist allerdings erwartungsgemäß nur eine weitere melodie-, refrain- und merkbefreite Klage über die Schlechtigkeit der Welt, die angesichts von Jagd, Umweltzerstörung und Videospielen unweigerlich am Abgrund stehe. Soll noch mal einer sagen, nur die Deutschen neigten besonders stark zum Jammern! Der zurückliegende, gefühlt unendliche Winter muss wohl weiten Teilen der Menschheit aufs Gemüt geschlagen sein – zumindest den größten Teil Osteuropas stürzte er offenbar in die Depression.

Und so singt unsere Dorthe zur Melodie von ‚Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben‘ das Schlusswort zum ukrainischen Eurovisiondebakel:

„Wärst Du doch in Tschernobyl geblieben
Liebe ‚Lyoscha, Du wirst nie im Final sein
Wärst Du doch in Tschernobyl geblieben
Das wär‘ besser für Dich – und für uns wär‘ es auch fein!“

Danke, Dorthe!


Spooky: verfolgen die Ukrainer diesen Blog?

Nachtrag (13.5.): Und als habe Alyosha das obige, zugegebenermaßen geschmacklose Schlusswort gelesen, legt sie nun einen offiziellen Videoclip nach, gedreht in – na? Sie ahnen es bereits: in Tschernobyl! Genauer gesagt in der dem havarierten Kernkraftwerk nächstgelegenen, heutigen Geisterstadt Pripjat, die 1986 nach dem Super-GAU binnen Stunden evakuiert wurde und seitdem vor sich hin verfällt. Was natürlich eine perfekt pittoreske Kulisse für ein Rettet-die-Welt-Liedchen vom Schlage ‚Sweet People‘ abgibt und den simpel gestrickten Song mit einer Bedeutung auflädt, den er gar nicht hat. Michael Jackson dürfte sich gerade im Grabe umdrehen, dass ihm diese Idee nicht bereits für das ähnlich verkitschte (aber musikalisch in einer anderen Liga spielende) ‚Heal the World‘ kam. Immerhin lenkt die bedrückende Atmosphäre der auf unendliche Zeit verstrahlten Gegend im Videoclip erfolgreich von Alyoshas katastrophalem Herumgeschreie ab.

Fußnote(n)   [ + ]

1. Was die EBU, um fair zu bleiben, auch schon 2006 machte, als den Franzosen am Tag des Einsendeschlusses auffiel, dass das vom Publikum ausgesuchte Lied ihrer Sängerin Virginie Pouchaine überhaupt nicht lag und sie ebenfalls Aufschub bekamen, um hurtig noch ein neues zu schreiben. Immerhin herrscht also Egalité beim Laissez-faire.

55 Gedanken zu “Ukraine 2010: The Ant is near!

  1. Schönheit liegt im Auge des Betrachters Ich steh ja nicht so auf Bübchen, sondern mehr auf richtige Kerle – und ich find den schweinegeil. Und die Stimme ist auch ganz okay. Wenn sie ihm jetzt noch eine schöne slawisch-schwermütige, dramatische Ballade geben, schmelze ich dahin… 🙂

  2. … Wie’s aussieht, will Ukraine 2010 [b]auf keinen Fall [/b] den Songcontest gewinnen. Kein Wunder, das Land ist schon mit Vorbereitungen auf die EM2012 genug beschäftigt. Jedenfalls werden sie mit diesem Kandidaten ihr Ziel erreichen.

  3. @ pasi: Das ist ja zumindest schon mal ein wenig besser als das, was du im Eurofire-Blog zu dieser Wahl abgelassen hast. Doch zu Vasily. Ich habe auch beim Hören gedacht, dass egal, was für einen Song für ihn ausgewählt wird, er den ESC todsicher nicht gewinnt. Aber ich denke allerdings auch, dass er mit einem guten live-Vortrag und entsprechendem Song durchaus Chancen auf die Top-Ten hat. Eine druckvolle Ballade wäre ein guter Kontrast zu den Beiträgen der letzten Jahre. Etwas mit einem Schuss Drama, dass zu einer kantigen Stimme passt (da stimme ich mit dem Webmaster überein). Aber wir werden sehen. Ich bin jedenfalls schon gespannt. Und ob schön oder hässlich, bei dem Männertrend im Moment für den ESC in Oslo, wird wohl für jeden ein passender Typ dabei sein. Obwohl ich, was diesen Typus angeht, dann in diesem Fall doch Vin Diesel vorziehen würde. 😉

  4. Aber er ist doch nur ein Glücksbärchi! Mit meinen gerade 20 Lenzen fällt das Bärli zwar auch nicht in mein Beuteschema, aber ich find’s gut, dass wir auch diese Sorte Mann in Oslo sehen werden und nicht nur Rybak-Kopien – dieser gepuderte und von der schwulen ESC-Gemeinde jetzt schon in den Olymp gehypte Metro-Bubi aus Israel geht mir jetzt schon auf die Nerven. Naja, in beiden Fällen: Song abwarten, dann weiterschnabeln. 😉

  5. Geschmäcker…. ….sind verschieden, ich bin auch der Meinung, dass man den Song abwarten sollte. Seit Lordi ist ja bekannt, dass Äußerlichkeiten beim ESC doch keine so große Rolle spielen, wie gedacht – was zählt sind Song, Performance und wie glaubwüdig der Interpret dies alles auf der Bühne ‚ verkauft ‚. PS: Ich finde er sieht wie eine maskulinere Version von ‚Valentin Willnowski‘ aus ;)http://www.emmi-online.de/

  6. re: Geschmäcker….

    er sieht wie eine maskulinere Version von Valentin Willnowski

    Absolut! Sehr gut beobachtet! Und den Willnowski (Christoph Willner, dirigierte beim Deutschen Vorentscheid 2006 das Orchester) find ich auch sexy. Die Testosteron-Kombination Glatze-Bart-Brusthaar ist nun mal unschlagbar männlich. Und wenn dann noch Muskeln dazu kommen wie beim Vasily… njamm! 😀

  7. Etwas merkwürdig formuliert, oder? Lordi waren vom Aussehen her zumindest absolut auffällig, wenn auch in nahezu keiner Bedeutung des Wortes gutaussehend. (Ich sage ’nahezu‘, weil ich weiß, dass es irgendwo da draußen jemanden gibt, der das als Fetischtreibstoff empfindet. Regel 34 und so.)

  8. hi Genau! Deshalb wird sehr wahrscheinlich eine Frau gewinnen. Weil meistens das gewinnt, was auffällt und es nicht so oft gibt!!! 2006 gab es Lordi nur einmal und man sah das auch!!! Man war Interessiert was man da sah;) und dann war das auch noch geil und somit gewann es! Und solche Liedchen wie Griechenland 2008 gibt es z. B. massig… deshalb hat es den 3ten Platz sicherlich Verdient, aber ein Sie nicht!!! Alexander brachte dieses Jahr auch was neues zum esc!!! Fiel dadurch positiv auf und gewann zurecht!!! Aber wenn jetzt nächstes Jahr wieder Kopien kommen von Rybak dann kackt das gnadenlos ab!!! Es fiel einmal auf und danach braucht man es nicht mehr! lg pasi ps genauso war es 2007 nur das da die Ukraine und Serbien zwei Augenstecher hatten!!! Serbien hatte eine Kraftvolle so noch nie da gewse Performance mit Gesang gehabt, wie es noch nie gab! Ukraine hatte einen spass Beitrag der erste wirklich gute und für mich auch der erste wirklich Spass Beitrag! Slovenien 2002 oder wann das war, war ja wirklich nicht lustig… Deswegen zurecht Platz 1 und 2!

  9. Deshalb hätte ich 2004 Scooter geschickt!!! So was gab es da auch noch nicht!!! Und bekannt waren die auch!!! Und eine Bühnenperformance die der Hammer ist!!! Damit wären wir zu 100000% Top 3 gewesen!!!! lg pasi ps zumindest wenn die Frau lauter gesungen hätte als im National Final;) da hat man ja nix verstanden… aber der Song war bzw ist geil:)

  10. Also ich fand die ganze Lordi-Performance auf ne Art und Weise doch irgendwie sexy. Auch ohne Fetisch. 😆

  11. Was? Die Ukraine verzichtet dieses Jahr auf den obligatorischen Schlampen-Faktor? Wie geht DAS denn??? Ich befürchte zwar, der Typ ist live nicht der beste Sänger, aber da würde ich mich gerne eines besseren belehren lassen. Denke auch, mit so eine Stimme hat man wohl ein Alleinstellungsmerkmal, aber viele können mit ihr wenig anfangen. Würde mich aber nicht kümmern, wenn’s mir persönlich gefällt. Auch auf Vasily Lazarowitsch bin ich schon mal gespannt.

  12. rere: Geschmäcker… dann doch lieber Willnowski… die Steroid- Muckis sind ne Nummer zu fett aufgetragen..und sorry, Macho-Heten-Klischee-Clips ala Ferrari, Rolls-Royce,Morgan, Knarren (wer es nötig mit so einer Kanone zu posen…)sind für mich alles andere als ein optische Hochgenuß. Und der ‚Beifahrer‘ macht dann alles zunichte…..

  13. Ich bin sehr enttäuscht von der Wahl. Noch so eine schnulzige Ballade. Wann geht denn endlich in die europäischen Köpfe, dass wir davon mittlerweile genug haben? Adrenalin wäre die Wahl gewesen! Hoffentlich wird der Rest des Super Saturdays besser. @ Webmaster: Halt auch gleich ein paar Koffein-Tabletten für das Finale bereit. Bald haben wir so viele Balladen, dass statistisch gesehen welche einige weiterkommen müssen und Norwegen ist ja schon drin. 😉

  14. Bei der Vorstellung des Interpreten war ich schon sehr enttäuscht von der Ukraine. Hatte mich schon wieder auf geile Weiber oder interessante Transvestiten gefreut. Aber die Songs im Vorentscheid waren noch grottiger, da kann nur die Nachbarschaftswertung noch was reißen.

  15. -.- So hab ja gesagt die Ukaine wird dieses Jahr auch nicht so gut… Adrenalin war noch ok aber das….-.- Meine Ukraine wird im Semi stecken bleiben… Immer wahrscheinlich mit Iceland 2011 *.*

  16. Test test test eins zwei drei … Ihr versteht das alle falsch. Dieser Song wurde sicherlich extra als Testballon ausgewählt, um zu sehen, ob auch mit Juries noch Verlass auf das Nachbarschaftsvoting ist. Falls ja, müsste trotz dieser schrecklichen Kiste die Ukraine wie gewohnt unter den Top 10 landen.

  17. Absoluter Quatsch. Letztes Jahr haben die Ukrainer doch auch schon die Top Ten verfehlt. 2005 war es sogar nur Platz 20. Da braucht es meines Erachtens keine Testballons. Es scheint tatsächlich der Balladenwahn in Europa ausgebrochen zu sein. Da der ESC ja immer etwas hinterher ist, ist das bestimmt die Depressionsstimmung aus der Wirtschaftskrise vom letzten Jahr. 😉

  18. War ja auch nicht wirklich ernst gemeint. Ich suche nur nach Erklärungen. Denn die Beiträge sind ja alle absolut grauselig!

  19. Was um Gottes Wille isch das für en hässliche Eier 👿 und denn no de grässlichi song do find i jo malta no besser obwohl das scho ganz unteri schublade isch.

  20. Wie bitte, pasi, DIR gehört also die Ukraine? Und du hast DAS HIER nicht verhindert??? (mit Island 2011 wird’s übrigens nichts, denn bis dahin ist dieser Pleite-Felsen schon längst von Finanzspekulanten abgetragen und in alle Teile der Welt verkauft worden) Also, Leute, mit dem ukrainischen Beitrag kann man doch choreographisch einiges machen: Erst läuft der indische Rosenverkäufer quer über die Bühne, der vom Anwalt mit dem Ehevertrag abgelöst wird. Danach gibt der Scheidungsrichter sein Stelldichein. Es müssten natürlich alles schleimig-schmierige Typen sein, passend zum Song…. Juhu, meine Befürchtung ist nicht eingetroffen, denn der Mann kann tatsächlich singen………..ABER WAS NÜTZT DAS HIER???? *heul* 😥 😥 😥

  21. Meine Güte wat sind die Ukraine mutig und progressiv. Schicken ne Ballade mit dem wahnsinnig innovativen Titel ‚I Love you‘ gesungen von einem der aussieht wie der Zuhälter von der Gesangsschlampe vom letzten Jahr. Wenn der wenigstens aussehen würde wie der schnucklige Norweger, dann wäre das ja noch glaubwürdig, anscheinend will keiner gewinnen. Also ick weiß nicht, wenn ich ne Frau wäre, und der Typ würde unter meinem Fenster ‚I love you‘ Knödeln, ich glaube ich würde ihm mindestens ein Eimer Wasser über die Glatze schütten. Das ist ja nicht zum aushalten. In diesem Jahr scheinen sie alle den selben Komponisten zu haben. Oder musikalische Einfalltslosigkeit ist ansteckend.

  22. … Ich habe lange überlegt, ob ich zu diesem Machwerk was schreiben möchte. Und jetzt die Auflösung… *Trommelwirbel* Ich schreib nix. 😆

  23. Auch wenn ich den Song und den Sänger nicht mochte. So darf es nicht gehen. Ich denke die EBU muß da mal einschreiten. Da auch die Weißrussen kurz vor Tore schluß ihren Song ausgetauscht haben. Ein Song ist gewählt Punkt. Man darf ihn zwar überarbeiten, aber durch einen anderen Song austauschen geht nach der VE nicht mehr, mit der Ausnahme natürlich das keine Regeln verletzt worden sind. Aber ansonsten sollten Songs und Sänger nach der VE nicht mehr ausgetauscht werden. So wird das langsam lächerlich.

  24. Es ist definitiv lächerlich. Aber die Regeln geben so was offensichtlich her. Nachträglich kann man das nicht mehr verändern, eine Überarbeitung kann nur für 2011 gelten. In diesem Punkt sollte die EBU das auch tun. Ansonsten kann ich nur sagen: Die orangene Revolution ging diesmal von den internationalen ESC-Fans aus, was sich ja nun durch die extrem flexibel angesetzte Vorentscheidungs-Show zeigt. Mann, die reagieren ja wirklich schnell mit dem Umschmeißen ihres Fernsehprogramms. Im Grunde müsste das ja ein Fest sein für uns ESC-Freaks, diese Wichtigkeit des Grand Prix‘ festzustellen 😆

  25. Das beste an dem Ding ist der Basslauf. Wenn nur dieses nervige Gesinge obendrauf nicht wäre… Aber wie soll man denn da drauf eine ordentliche ukrainische Bühnenshow mit Peitschen, fellbepackten Tänzern, Gladiatoren und Maschinenteilen aufbauen?

  26. Juchhu, so hat sich kurzfristig noch ein neuer Trend im diesjährigen ESC gebildet: Depressionsstimmung verbreiten. Jetzt ist Ukraine bei Russland und Estland der Dritte im Bunde. Oder sogar schon der vierte, wenn man Lettland auch noch dazu zählt mit den verzweifelten Waschfrauen. Oh Mann. 🙄

  27. kaum besser… trotz einer auswahl von 20 songs war die ausbeute äusserst karg. am lustigsten fand ich die präsentatorin, welche jeweils die telefonnummer (7766) fürs televoting bekanntgab. künftig empfiehlt es sich vermutlich eine andere zahlenkombination zu wählen da doch ‚

  28. kaum besser….3 sorry folks…. blog akzeptiert die russischen schriftzeichen nicht..: die zahlen auf russisch ausgesprochen tönen wie same, same, sh.t, sh.t … andererseits war es vielleicht aber auch nur die bilanz des abends!

  29. Kein Problem wegen der Bühnenshow: Während der drei Minuten könnte man im Background die Verantwortlichen des ukrainischen Fernsehens abwechselnd rädern, teeren und federn, zwingen barfuß über glühende Kohlen zu gehen. Das ist bestimmt sehr effektreich und hätte einen Vorteil: Es wäre absolut verdient! Gratuliere, Ukraine: Die Verschlimmbesserung ist ja nun wirklich in Perfektion gelungen! Nie wäre Vasyl so gut gewesen wie in diesem Vergleich. Aber wenn das stimmt mit der Veröffentlichung, bin ich mal gespannt, wie die Ukrainer aus dieser Lage rauskommen wollen. Für Spiel und Spaß ist hier schon mal reichlich gesorgt. Ganz großes Kino 😆

  30. Wieder zu früh geärgert So blöd der Song auch sein mag – er wird wahrscheinlich nicht für die Ukraine nach Oslo fahren. Findige ESC-Gralshüter haben bereits Nachforschungen angestellt, und siehe da: ‚To Be Free‘ ist auf Alyoshas Myspace-Seite zu hören – mit Mai 2009 als letztem Aktualisierungsdatum! Zudem ist die Nummer auch bereits seit langem als mp3 bei Amazon erhältlich. ([url]http://www.amazon.de/ToBe-Free/dp/B001SM9OQU[/url]). Ein Verstoß gegen die EBU-Regeln also.

  31. Wozu gibt es überhaupt noch Regeln beim ESC, wenn die EBU sich ja doch alles gefallen läßt. Ich denke z.B. an Spanien 2009, die einfach ihr Semi nicht übertragen haben. Da gab es auch keine Konsequenzen. Alyosha scheint zwar nicht so langweilig zu sein wie der Türsteher, aber warten wir erst mal den neuen Titel ab. Vielleicht tritt sie dann mit einem Medley oder Cover-Song an, würde mich auch nicht mehr wundern.

  32. Die Ukraine heuer zu bewerten… das ist aber arg schwer… ein unglaubliches ESC-Land. Ich versteh das alles nicht, dabei hatten sie doch im letzten Jahr ihr ‚anti-crisis-Girl‘ mit der Wunsch- und Höllenmaschine am Start… Vorsicht Ironie… wie auch der Blog-Eintrag… großartig…. Ukraine… das wird suuuuuuper !!!!

  33. Sweet People Nur zur Info: den Song gibt’s inzwischen bei esctoday bzw. youtube, wenn auch noch ohne Video.

  34. The end is really near Bei eurovision.tv gibts auch den Text. Auszüge: The end is really near. All these feelings take me down. Noch so ne Depri-Nummer.

  35. Entweder der Winter oder die Finanzkrise (der ESC ist ja immer etwas hinterher). Scheinbar hat die Realität jetzt endlich die Europäer eingeholt, die sich zuvor noch in Märchen geflüchtet und auf ein Anti-Crisis-Girl gehofft haben. Aus meiner Sicht ist das noch einer der besseren Depri-Songs. Zusammen mit Lettland. Estland ist musikalisch nicht meine Welt und Russland … na ja. Es soll ja ironisch gemeint sein, auch wenn die Ironie bei niemandem ankommt. Immerhin haben die Russen jetzt genug ernst gemeinte Vorbilder, die sie durch den Kakao ziehen können. Zumindest, was die Stimmung betrifft. Auch ein Effekt.

  36. ‚Tschernobyl‘ hab ich jetzt nur genommen, weil’s von der Silbenanzahl her passt. ‚Kiew‘ hat leider eine Silbe zu wenig und passt nicht ins Reimschema. Aber ja, hin und wieder bin ich auch gern mal böse. 😈

  37. l´wow hätte ja auch kaum gepasst. und dnjepropetrowsk wäre wiederum zu lang gewesen – schade 😥 und düsseldorf passt zwar inhaltlich, aber nicht personell 😆

  38. Das war ganz große Kunst! ‚Sweet poeple‘ war großes Kino, eine gigantische Stimme und Message. Ein perfekter song der aus dem üblichen Sülz-Einheitsbrei heraussticht! Leider zu tiefsinning und anspuchsvoll für 99% der in der musikalischen Matrix gefangenen Hörer…

  39. Schönheit Nicht nur das das Stück genial und mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Die Frau ist zudem eine absolute Schönheit! Die Bösartigkeit in vorangehenden Text mir absolut schleierhaft…..Unter solcher Prämisse ist sowieso alles Schall und Rauch was gesungen wird.

  40. Naja, jetzt seht ihr alle, dass der Song es auf den 10. Platz geschafft hat. Meiner Meinung nach war er auch der Beste im ganzen Wettbewerb. Wenn die Beiträge von meisten von euch lese, erinnert es mich an eine Aussage, dass 98% der Welt überhaupt kein Musikverständnis haben und zudem Vollidioten sind! Und unsere Lena – objektiv gesehen – hat auch ausschließlich dank der verstelleten Musik-Mentalität gewonnen. Mann, was für Idioten manche von euch seid! Auch Chernobyl musstet ihr erwähnen… Hirngeschädigte!

  41. ESC-Ergebnis Hatte auch für die Ukraine gestimmt, da mir Ihr Song und Ihre Stimme am Besten gefallen hat. Unsere Lena hat denke ich auch nicht wegen Ihres Gesanges gewonnen, allerdings eine mir sehr sympathische Gewinnerin 😉 und ich bin nicht unglücklich über diesen Sieg.

  42. Infamer Kommentar So ein infamer Kommentar über eine wunderbare und zudem auch noch sehr schöne Sängerin, die einen sehr anrührenden Song von großer Bedeutung über die Zerstörung unserer Erde geschrieben hat. Sie verdient unseren allerhöchsten Respekt und nicht so in den Dreck gezogen zu werden! Bei soviel Bösartigkeit fehlen mir jegliche Worte. Sie meint das ernst mit Ihrer Botschaft (siehe http://www.alyoshamission.com),aber manche verstehen auch den Wink mit dem Zaunpfahl nicht, darum geht unsere Erde ja auch zugrunde.

  43. ???? Da fehlen mir echt die worte…. Der Song trifft einiges auf den Punkt wenngleich die im Wachkoma umhergeisternde deutsche ‚Spassgesellschaft‘ das nicht rafft. Was läuft heut abend im Fernsehen? Was ist bei ALDI im Angebot? Wie hat Schalke gespielt? … Das scheint das einzige zu sein worum sich die ge-BILD-ete Bevölkerung Gedanken macht. Rosa Zeiten. 💡

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