Jahr: 2011

Per­len der Vor­ent­schei­dung: That Esto­ni­an Electro

Über meine Vorfreude auf die estnische Vorentscheidung Eesti Laul angesichts der bisher bekannten Beiträge berichtete ich bereits. Mein Leser Jaan war nun so freundlich, mich auf das Vorliegen neuer Soundclips hinzuweisen - vielen Dank! Und es scheint, als stünde das EE im Länderkennzeichen des Baltenstaats für Elektronische Eleganz. Zusätzlich zu den bereits gelobten Mimicry und meiner bisherigen Favoritin Janne Saar gesellen sich nun weitere feinste elektronische Soundperlen von Soundclear ('A little Soldier'), Teele Viira ('City Nights') und Mia - nein, nicht die Deutsche mit dem Hungrigen Herzen und auch nicht der britische Hip-Hop-Star - hinzu. Und die sind wirklich eine…
Weiterlesen

Per­len der Vor­ent­schei­dung: bren­ne, Österreich!

Neben den neun bereits feststehenden Kandidaten für die österreichische Vorentscheidung am 24. Februar ist bekanntlich noch ein zehnter Startplatz offen, mit dem die Popwelle Ö3 per Wildcard ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent fördern will. Im Funkhaus zu Wien berät man derzeit über den Einsendungen, und wenn die Österreicher gewitzt sind, entscheiden sie sich für den Song 'Fire' von Sankil Jones. Der überzeugt nämlich nicht nur durch eine extrem eingängige und hochgradig mitsingbare Hookline, sondern auch durch einen äußerst lecker anzuschauenden Sänger, der offensichtlich auch für eine spektakuläre Show sorgen kann, wie das offizielle Video beweist. Und nachdem die bisherige Interpreten- und Songauswahl für…
Weiterlesen

Wir trin­ken Tsc­hai (AL 2012)

Als erste Kosovarin wird die 24jährige Rona Nishliu Albanien beim Eurovision Song Contest in Baku vertreten. Mit einer hochdramatischen Ballade über die durch das Trinken von viel zu heißem Gewürztee ("Tschaaaaaaaaaaaaaaaiiiiiiiiii!") verursachten Schmerzen konnte sie beim soeben zuende gegangenen Festivali i Këngës die Juroren überzeugen. Zuschauerstimmen waren bei der 50. Ausgabe des traditionellen albanischen Songfestivals nicht zugelassen. Ronas Beitrag 'Suus' verfügt zwar nur in leisesten Spurenelementen über so etwas wie eine Melodie, von einem wahrnehmbaren Refrain erst gar nicht zu reden. Dafür beeindruckte die Fünftplatzierte von Albanien sucht den Superstar 2004 mit einer Vokalakrobatik, die an die besten Momente polnischer Eurovisionskunst…
Weiterlesen

Per­len der Vor­ent­schei­dung: Dr. Alban & die sata­ni­schen Murmler

Gestern und vorgestern fanden in Tirana die beiden Halbfinale des albanischen Festivali i Këngës (FiK) statt, in denen eine fünfköpfige Jury sich der harten Aufgabe stellte, jeweils ganze vier von jeweils 14 Beiträgen zu elimieren. Opfer dieses Verfahrens wurde im zweiten Semi ausgerechnet ein verschüchtert wirkendes, blutjunges Ding mit dem großartigen Namen Goldi Halili und einem halbgaren Discosong mit dem Titel 'Rroj për dashurinë', der an seinen besten Stellen ganz entfernt an das epochale Italo-Disco-Meisterwerk 'Like a Yo Yo' von Sabrina Salerno erinnerte. Schade drum! Die gestrige Sendung gab dann auch Aufschluß über eine drängende Frage, die sicherlich jeden meiner Leser schon langem beschäftigt: was wurde bloß aus Nu Pagadi?…
Weiterlesen

Per­len der Vor­ent­schei­dung: war­um, Weißrussland?

Vergangenen Donnerstag fand das Semifinale der weißrussischen Vorentscheidung Eurofest statt, in welcher das Publikum und eine Jury zehn von ursprünglich 15 Kandidaten eliminierte. Darunter auch den einzigen (!) nennenswerten Beitrag des ansonsten unglaublich nichtssagenden Vorentscheidungsreigens, die 'Message to the World' der Band Thriller. Ich weiß, das mag vom Titel her klingen wie etwas aus dem Hause Siegel & Meinunger. Und textlich trifft das auch sicher zu - auch wenn sich, der osteuropatyischen Aussprache der blonden Leadsängerin sei Dank, nur einzelne Bruchstücke davon erraten lassen. Musikalisch aber weiß die Nummer zu überraschen, wie bereits der große Roy Delaney so schön beschrieb: "Es beginnt mit…
Weiterlesen

Pas­to­ra Soler für Spanien

2012 scheint das Jahr der Direktkandidaten zu werden. Mit Spanien benannte am vergangenen Mittwoch bereits das achte Teilnehmerland eine intern ausgewählte Interpretin: die 1978 in Andalusien als Pilar Sánchez Luque geborene Sängerin Pastora Soler. Sie gilt in ihrer Heimat als gefeierte Interpretin einer moderneren, poppigeren Variante des Flamencos - also gewissermaßen eine Remedios Amaya des neuen Jahrtausends. Da Frau Soler das Null-Punkte-Ergebnis ihrer Vorgängerin nur zu bewußt ist, kündigte sie bereits an, beim Eurovision Song Contest am liebsten eine Ballade singen zu wollen. Im Februar soll eine öffentliche Songauswahl mit Jury- und Televoting stattfinden. Ein kurzer Youtube-Check ihres bisherigen Repertoires förderte sowohl…
Weiterlesen

Polen: Fuß­ball statt Eurovision

Polen wird sich nicht am Eurovision Song Contest 2012 in Baku beteiligen. Als vorgeschobenes Argument nannte der Sender ausgerechnet das dumpfe Hetengebolze: man wolle sich im nächsten Jahr auf die Fußball-Europameisterschaft konzentrieren, die im Land und in der Ukraine stattfindet. Inwieweit die fortgesetzte Erfolglosigkeit unserer östlichen Nachbarn beim Gesangswettbewerb zu dieser Entscheidung beigetragen haben mag, darüber braucht man freilich kaum zu spekulieren. Spektakulär mit einem zweiten Platz im wohl furchtbarsten Eurovisionsjahr 1994 debütiert (und das dortige Songniveau um lockere 895.000 % überboten), ging's seither stetig bergab. Und zwar sowohl bei der Qualität der Songs und / oder Darbietungen als auch…
Weiterlesen

Per­len der Vor­ent­schei­dung: That Esto­ni­an Cool

Gestern Abend verkündete das estnische Fernsehen die 20 Beiträge der beiden Halbfinale der dortigen Vorentscheidung Eesti Laul am 18. und 25. Februar. Bekannte Namen sind darunter: so treten die fabelhaften Malcolm Lincoln (2010, 'Siren') nochmals an, ebenso Vorentscheidungsgrößen wie die letztjährigen Elektrohelden Mimicry oder der grandios depressive Orelipoiss sowie Lenna Kuurmaa (ex Vanilla Ninja). Aber auch Bandnamen wie Milky Whip oder Erasmus Rotterdamist klingen sehr viel versprechend. Ein paar der Songs finden sich bereits auf Youtube, darunter der aktuelle estnische Top-Ten-Hit 'Tantsulõvi' ('Supertänzer') von August Hunt, ebenso mit einem äußerst lustigen Video versehen wie 'Valedetektor'  ('Lügendetektor') von Loss Paranoias. Das verspricht, ein Fest zu…
Weiterlesen

Maya Sar für Bosnien

Maja Sarihodžić alias Maya Sar ist die Vertreterin Bosniens in Baku. Die Singer-Songwriterin stand bereits zwei Mal als Chorsängerin auf der Eurovisionsbühne: 2004 beteiligte sie sich am simultanen Simulationsvögeln mit Disco-Darling Deen, 2011 war sie eine der "Sito!"-Ruferinnen hinter Dino Merlin. Sie tritt mit einem (noch nicht genannten) selbst komponierten Titel an, vermutlich von ihrem ersten, gerade aufgenommenem Album. Maya hatte 2010 ihren ersten großen Hit auf dem Balkan mit der Ballade 'Nespretno'. Bekannt ist auch der von ihr zugunsten ihrer eigenen Krebsstiftung verfasste Benefiz-Song 'Moj je život moja pjesma', aufgenommen unter anderem mit der mazedonischen Eurovisionskollegin Karolina Gocheva (2002, 2007). Damit sind…
Weiterlesen

Fuß­ball­sta­di­on ist Plan B für den Grand Prix

Mittlerweile scheint auch den Aserbaidschanern der Arsch etwas auf Grundeis zu gehen, ob die komplett neu zu errichtende Baku Crystal Hall noch rechtzeitig zum Song Contest im Mai 2012 fertiggestellt werden kann. Gestern benannte der Minister für Jugend und Sport, Azad Rahimov, das Tofig-Bahramov-Stadion offiziell als möglichen Ausweichstandort. Das 1952 erbaute, knapp 30.000 Plätze umfassende Fußballstadion wird derzeit saniert. Diese Arbeiten sollen jedoch bis Mitte März 2012 abgeschlossen sein. Der Heydar-Aliyev-Palast sei als möglicher weiterer Ausweichstandort aus dem Rennen: "Es wäre falsch, die europäischen Gäste in einem Komplex zu empfangen, der vor langer Zeit gebaut wurde und nicht mehr heutigen Standards entspricht",…
Weiterlesen

Lys Assia for­dert Ent­schul­di­gung von “die­sem Flegel”

"Ich bin eine gute Verliererin", sagt Lys Assia von sich. Und fordert im Interview mit dem Schweizer Boulevardblatt Blick im gleichen Atemzug vom Vorentscheidungs-Juroren Stämpf "eine schriftliche Entschuldigung für seine schlechten Manieren". Der 43jährige Musiker, Teil einer dreiköpfigen Jury beim Schweizer Vorentscheid, hatte es gewagt, der Grande Dame des Chansons in der Live-Sendung das Du anzubieten und ihren Beitrag 'C'était ma Vie' als Musik für die "Kaffeefahrt" herabzuwürdigen. "Ich war schockiert, fühlte mich vor der ganzen Schweiz gedemütigt", so schüttete die Eurovisionssiegerin von 1956 dem Klatschblatt ihr Herz aus, nachdem sie Stämpfs Verhalten bereits im Aftershow-Interview mit dem SF als…
Weiterlesen

Ram­bo Ama­de­us für Montenegro

Der Reigen der Direktnominierung großer Namen vom Balkan geht weiter: heute Morgen benannte der montenegrinische Sender den im gesamten früheren Jugoslawien bekannten Antonije Pušić alias Rambo Amadeus. Und ja, der Künstlername setzt sich zusammen aus dem Wiener Komponisten und dem von Sylvester Stallone verkörpterten dumpfen Filmhelden. Rambo Amadeus lässt sich vielleicht als Mischung aus Alf Poier und Helge Schneider beschreiben: er macht satirische Songs über politische und Alltags-Themen, wobei er sich aller möglichen musikalischen Stile bedient, und hat bereits zehn Alben veröffentlicht. Sein Song für Baku wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. httpv://youtu.be/aUjQeyHRt0s  Tommy Seebach lebt!
Weiterlesen

Per­len der Vor­ent­schei­dung: Sie­gel in Maltawien

Wer nach dem geradezu brutalen Ausscheiden von Ralph Siegels großem Abschiedsoeuvre 'C'était ma Vie' im gestrigen schweizerischen Vorentscheid glaubte, den Eurovisionsdauerkomponisten nun endlich los zu sein, sieht sich getäuscht. In Moldawien hat der Grand-Prix-Junkie noch ein Eisen im Feuer: dort reichte er einen kruden Mix aus Lous 'Let's get happy' (DE 2003) und Domenique Azzopardis 'I'll follow the Sunshine' (Maltesischer Vorentscheid 2011, Semi) namens 'Save a little Sunshine' ein, präsentiert von der tapfer lächelnden Irina und einem tapsigen Rapper mit dem merkwürdigen Namen MC Gootsa. Immerhin gibt das dazugehörige, augenwehbunte Video wenigstens zu, in den Siebzigerjahren stecken geblieben zu sein. Das ist…
Weiterlesen

Why do they always get it wrong? (CH 2012)

'Unbreakable' heißt das erste feststehende Lied für Baku. Erwartungsgemäß versiebte das Schweizer Publikum bei der heutigen Großen Entscheidungsshow die auf dem Silbertablett dargebotene Chance, mit der Nominierung der mittlerweile 87jährigen ersten Eurovisionssiegerin Lys Assia Grand-Prix-Geschichte zu schreiben. Und zwar brutal eindeutig: Lys kam noch nicht einmal ins Superfinale der ersten Drei, sondern landete mit mageren fünfeinhalb Prozent auf einem abgeschlagenen achten Platz! Stattdessen entschieden sich die Helvetier, wie vorhergesagt, für einen egalen Seichtrockpopsong der Tessiner Geschwisterband Sinplus. Die Schweizer sind halt so berechenbar wie eine Rechenaufgabe für Erstklässler. Und gehörten eigentlich kollektiv entmündigt - aber das geschieht ja derzeit nur mit Pleitestaaten. Also keine…
Weiterlesen

Neue Regeln für Vor­ent­schei­dun­gen ab 2013

Wie escxtra berichtet, habe der französische Delegationsleiter Bruno Berberès eine ab der Saison 2013 in Kraft tretende Neuregelung der nationalen Vorentscheide skizziert. Danach dürfen die teilnehmenden Länder zwar weiterhin ihren Vertreter intern bestimmen, müssen aber einen TV-Vorentscheid mit mindestens zwei Songs organisieren, bei dem die Zuschauer mitbestimmen dürfen. Mit dieser von der Reference Group, dem Leitungsorgan des Eurovision Song Contest, dem Berberès angehört, beschlossenen Neuregelung greift die EBU erstmals in die Gestaltung der nationalen Vorentscheidungen ein, die bislang vollständig Sache der einzelnen Sender war. Es ist eine deutlich abgemilderte Variante des bereits im April diesen Jahres vom deutschen Delegationsleiter Thomas Schreiber ins Gespräch gebrachten…
Weiterlesen

Vicky + Scoo­ter: C’est blöd

Es scheinen gerade Eurovisionskirmestechnowochen zu sein: nicht nur, dass sich der notorische Mave O'Rick, bekannt und gefürchtet von unzähligen Auftritten auf CSDs und Fanclubtreffen, unlängst an Anne-Marie Davids 'Tu te reconnaîtras' (LU 1973) vergriff und daraus eine seiner üblichen Duracell-Discobunny-Dancebeatstampfer bastelte. Nun sind auch die nicht minder gefürchteten, kommerziell jedoch ungleich erfolgreicheren Kirmestechnopioniere Scooter (DVE 2004) seinem schlechten Vorbild gefolgt und vergewaltigten Vicky Leandros. Also, musikalisch. Ihren 1967er Grand-Prix-Beitrag 'L'Amour est bleu' schickten sie durch den elektronischen Rüttelwürger, ebenso wie Vickys Stimme, brüllten selbst noch ein paar Wortfetzen dazu und mischten knallharte Bummsbeats drunter. Also genau so, wie Mave auch mit Anne-Marie umsprang. Mit…
Weiterlesen

Born again in Belorussia

Heute gab das weißrussische Fernsehen die fünfzehn Teilnehmer der ersten Vorentscheidungsrunde des Eurofests am 21.12. bekannt. Mit dabei ist auch wieder die fabelhafte Anastasiya Vinnikova, die uns 2011 mit dem unglaublichen 'Born in Belorussia' (welches dann leider aus irgendwelchen albernen Gründen disqualifiziert wurde) zu Begeisterungsstürmen hinriss und in Düsseldorf mit dem fast ebenso trashtastiquen 'I love Belarus' im Semi an den bis ins siebte Glied verflucht sein sollenden Jurys scheiterte. Ihr neuer Song heißt 'Shining in Twilight' und verspricht wiederum uptemporierten Discotrash erster Güte. Unter den Konkurrenten befinden sich einige alte Bekannte, wie die Gruppe Litesound, die schon etliche Anläufe nahm und…
Weiterlesen

Free me: AI-Pro­test beim Schwei­zer Vorentscheid?

Die desolate Menschenrechtslage im diesjährigen Gastgeberland Aserbaidschan sorgt nun für Unfrieden der Schweiz. Die dortige Sektion von Amnesty International (ai) verschickte mit Hinweis auf inhaftierte Regierungskritiker Buttons mit der Aufschrift "Free me" an die 14 auserkorenen Finalteilnehmer. Verbunden mit der Bitte, diese beim Vorentscheid am 10.12., ironischerweise dem Internationalen Tag der Menschenrechte, zu tragen. Zwei der Finalisten sagten nach einem Bericht des Tagesanzeigers zu. Was umgehend den SF auf den Plan rief, der eine Mail an alle Vierzehn schickte und ihnen nahe legte, "zurückhaltend zu reagieren und sich ein Urteil über das Gastgeberland erst nach eurem Besuch in Baku im Mai 2012 zu…
Weiterlesen

Sidos Wurst­shit­taz: Spek­ta­ku­lä­res in Österreich

Heute früh gab der ORF neun der zehn Teilnehmer an der österreichischen Vorentscheidung bekannt. Darunter die bärtige Transe Conchita Wurst, die Bauerndiscoburschen Trackshittaz und Sidos Straßenkinder, Verzeihung, "Blockstars".  Drei spektakuläre, umstrittene und auf ihre Weise einzigartige Acts, die jeweils für eine herausragende Wahrnehmung beim Grand Prix sorgen würden. Was natürlich nur bedeuten kann, dass sich die piefigen Ösis vermutlich wieder für irgendwelchen Seichtmist einer der übrigen Langweilerkandidaten entscheiden werden, wie sie es ja letztes Jahr schon taten... Conchita Wurst: Unbreakable (aktuelle Single) (mehr …)
Weiterlesen

Una Ton­te­ría: David Cive­ra will noch mal für Spanien

Wie escxtra heute unter Bezug auf die katalanische Tageszeitung La Vanguardia berichtet, würde David Civera (2001, 'Dile que la quiero') gerne noch mal für Spanien antreten. Er habe da einen Song am Start, verriet er dem Blatt in einem Interview, der das Publikum begeistern, die Jurys becircen und gar die Eurovisionskrone holen könne. Das spanische Fernsehen müsse nur ebenso stark an ihn glauben wie er selbst, dann könne praktisch nichts mehr schief gehen. Das ist doch mal eine Ansage! Und da ich immer noch mit einem gewissen Wohlgefallen an Davids feurige Ricky-Martin-Gedächtnisnummer von 2001, einem meiner liebsten Eurovisionsbeiträge aller Zeiten, zurückdenke - vor allem aber an seine…
Weiterlesen

Anggun für Frankreich

Die in Jakarta geborene und seit 1995 in Paris lebende Sängerin Anggun Cipta Sasmi wird die Trikolore in Baku vertreten, wie die Tageszeitung Le Parisien vermeldete und France 3 heute morgen bestätigte. Anggun veröffentlichte bereits einige Alben und Singles sowohl auf französisch, englisch wie indonesisch und hatte mit 'Snow on the Sahara' (1998) sowie 'Être une Femme' (2005) Hits. In Deutschland dürfte sie vor allem durch ihre Kooperation mit dem Dance-Projekt Schiller bekannt sein, dem sie 2010 für drei Stücke ihre Stimme lieh. A propos Stimme: wie ein kurzer Youtube-Check zeigt, scheint die Gute beim Singen etwas zum Pressen zu tendieren, verfügt dafür aber über eine gute…
Weiterlesen

Per­len der Vor­ent­schei­dung: Mal­ta in homöo­pa­thi­schen Dosen

Gestern Abend gab der maltesische Sender die 24 Beiträge für das Semifinale des Malta Song for Europe am 3. Februar 2012 bekannt. Und auch diesmal enttäuscht die Mittelmeerinsel die Freunde von billigem Disco-Trash nicht: wieder versammeln sich die bekannten Namen und Gesichter, um uns mit unglaublichen Titeln ('While her Eyes still glow', 'Whoop it up!' oder 'You make me wanna go uh uh') zu amüsieren. Über ein Viertel der Songs stammt aus der Feder des maltesischen Ralph Siegel, Philipp Vella. Und selbstverständlich sind auch beide Geschwister Faniello wieder am Start. Es wird ein Fest! esctoday präsentierte heute eine dreiteilige Übersicht mit jeweils einminütigen Ausschnitten der gestrigen Songpräsentation in der Show Xarabank. Gewissermaßen Trash in homöopathischen…
Weiterlesen

Unser Star für Baku: Fina­le am 16. Febru­ar 2012

Die Sendetermine für die als deutscher Vorentscheid fungierende Castingshow 'Unser Star für Baku' stehen fest. Und ein ziemlich heftiger Wermutstropfen: ausgerechnet das Brechmittel Steven Gätjen, diese einzigartige Mischung aus völliger Inkompetenz, abstoßender Seifigkeit, Neigung zur Dampfplauderei und genereller Unausstehlichkeit, moderiert die Show. Gemeinsam mit der mir bis dato völlig unbekannten Sandra Rieß (einer Moderatorin des Bayerischen Rundfunks, wie das NDR-Kurzporträt verrät). Auf der Plusseite: Jurypräsident ist, wie bereits bekannt, der Hip-Hopper Thomas Dürr von den Fantastischen Vier. Am Donnerstag, dem 12. Januar 2012 geht's mit der ersten von fünf wöchentlichen Ausscheidungsrunden, alle auf ProSieben, los. Das Viertelfinale ist am 9. Februar im Ersten, das…
Weiterlesen

Kalio­pi schreit für Mazedonien

Auf dem Balkan scheint das Große-Namen-Direktnominierungsfieber ausgebrochen zu sein: heute verkündete das mazedonische Fernsehen, dass es die Sängerin Kaliopi nach Baku schickt. Die nach Youtube-Sichtung zu einem eigenwilligen Schmink- und Kleidungsstil sowie dramatischem Gekreische in erschreckenden Tonlagen neigende Künstlerin sollte das Land bereits 1996 vertreten, flog aber ebenso wie unser Leon bei der damaligen Juryvorauswahl raus. Seither veröffentlichte sie neun Alben und nahm an zahlreichen mazedonischen Vorentscheidungen teil. Ihr Song soll in einer TV-Auswahl unter fünf Titeln gefunden werden, bei der jeweils die Jury, die Zuschauer und Kaliopi gleich stimmberechtigt sind. Ein Termin hierfür steht noch nicht fest. httpv://youtu.be/15U-Dkuae3U Kaliopi: Rum, dum, dum (NF 2009)
Weiterlesen

Noch­mal, noch­mal: Ser­bi­en schickt Žel­j­ko Joksimović

Heute geht es Schlag auf Schlag: nur wenige Minuten nach der Direktnominierung der belgischen Vertreterin für Baku gab soeben auch das serbische Fernsehen seinen Interpreten bekannt. Es ist niemand Geringeres als Željko Joksimović, der das Land bereits 2004 mit der sterbensschönen Balkanballade 'Lane moje' zum Beinahesieg führte. Und der die nicht minder schönen Eurovisionsbeiträge 'Oro' (RS 2008) und 'Lejla' (BA 2006) komponierte. Und nachdem immer noch das Gerücht im Raum steht, der Sänger des letztgenannten Liedes, Hari Mata Hari, werde eventuell für Bosnien antreten, freue ich mich schon mal wie Bolle auf die finale Schlacht der großen Kitschballaden vom Balkan! Denn Željko wird sein Anfang kommenden Jahres noch vorzustellendes Lied selbstverständlich selbst…
Weiterlesen