The Day that Music died (IS 2011)

Ein Toter gewann (erwartungsgemäß) die isländische Vorentscheidung. Doch, im Ernst. Der Komponist und ursprüngliche Sänger des Beitrags ‚Aftur heim‘, Sigurjón (oder Sjonni) Brink, starb nur zwölf Tage vor seinem Semifinale-Auftritt am 17. Januar 2011 im Alter von 36 Jahren überraschend an Herzversagen. Ein Sextett von Musikerkollegen übernahm in seinem Angedenken den jazztrompetenlastigen Song, der sich im Vorentscheidungsfinale dann selbst gegen das isländische Eurovisionsheiligtum Yohanna („Are we through? Is she over?“) durchsetzte. Ein Begräbnis des wenig popkompatiblen Beitrags steht in der Qualifikationsrunde in Düsseldorf zu erwarten.

httpv://www.youtube.com/watch?v=Sjd6k_5Drow
Sigurjón starb für einen guten Zweck: Yohanna scheiterte an diesem Lied.

In Düsseldorf gehen seine Freunde mit der englischen Version an den Start.

httpv://www.youtube.com/watch?v=SJ0sbVwD3GY
Sjonni’s Friends: Coming Home

Und hier noch eine kleine Perle aus der Vorentscheidung (in den Kommentaren bereits zu Recht lobend erwähnt):

httpv://www.youtube.com/watch?v=AxzLmMD5KJM
Jacques Houdek und Malena Ernmann mit einer Metal-Opern-Arie über den Vulkanausbruch

5 Gedanken zu “The Day that Music died (IS 2011)

  1. Hihi… Ich muss zugeben, dass ich für so seltsam instrumentierte Songs eine Schwäche habe. Aber ich habe ernste Zweifel, ob das im Todessemi eine Chance hat.

  2. Ich muß zugeben, das der Song schon ins ohr geht. Er ist zwar hoffnungslos altmodisch. Aber der Hintergrund ist natürlich tragisch. Aber die wirken auf mich wie ne Garagenband. Ich glaube der Song wird in Düsseldorf nix reißen. Und wenn ich die heute ausgewählten Songs mit denen von Lena vergleiche, muß ich feststellen, Lena muß sich nicht verstecken. Bis auf Norwegen hat mich wirklich nix vom Stuhl gerissen. Irland ist natürlich der Hammer.

  3. Ein netter Song, den man gut hören kann und der keinem weh tut. In Düsseldorf werden sie es aber schwer haben. Wobei, leicht war es in Island ja auch nicht, da musste erst der Komponist für sterben. Hoffentlich besteht der Kausalzusammenhang dort nur in einer Richtung …

  4. Dumm gelaufen Als ich die Nachricht vom Tode Sjonni Brinks las, war mir klar, dass das sein Stück massiv pushen würde. Dabei haben mir seine Machwerke schon letztes Jahr nicht gefallen. Das Traurige ist, dass die ‚Freunde‘ allesamt richtig gute Musiker sind. Matthias Matthiasson (Matti Matt) macht sich hier dummerweise sogar selbst Konkurrenz. Sein schräges Vulkanlied Eldgos (stilistisch irgendwo zwischen Metal und Oper) war nämlich mein Favorit. Und zu Johanna: ich weiß zwar, dass die hier auf diesen Seiten wenig geliebt wird, aber ich fand ihren Beitrag seinerzeit phänomenal (und den 2. Platz völlig berechtigt). Habe mir von ihr auch eine CD gekauft und wurde nicht enttäuscht. Aber ihr diesjähriger Beitrag ist wirklich etwas langweilig. Sie dreht erst viel zu spät – nämlich im letzten Refrain – auf. Wäre mir aber immer noch lieber gewesen als Sjonni’s Stück.

  5. Super Lied Meiner Meinung nach mit Abstand der beste Titel am mitlerweile schon gestrigen Abend! Ich bin was Musik betrifft reiner Konsument. Was die anderen Kandidaten da abgeliefert haben ließ mich bestenfalls unberührt, teilweise war ich sogar dazu geneigt wegzuschalten. Coming home dagegen vermittelte mir ein Gefühl von guter Laune. Super! Würde das Lied sehr gerne mal im Original hören.

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