Unser Song für Deutsch­land – zwei­tes Semi

Ja, ich weiß. Teil Zwei der gro­ßen Lena-ihr-neu­es-Album-Dau­er­wer­be­sen­dung, auch bekannt als deut­scher Vor­ent­scheid 2011, liegt jetzt schon zwei Tage zurück. Aber lei­der bin ich erst vor weni­gen Minu­ten wie­der aus dem Tief­schlaf auf­ge­wacht.

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Hey, mind if I take a Nap?

Und viel mehr gibt’s dazu eigent­lich auch nicht zu sagen. Wir wis­sen jetzt, dass sich Lenas zwei­tes Album ‘Good News’ aus den drei klas­si­schen Zuta­ten eines jeden belie­bi­gen Pop-Albums zusam­men­setzt: näm­lich ers­tens einer leid­lich guten Uptem­po-Sin­gle (‘Taken by a Stran­ger’), die sich bei bestän­di­gem Radio­ein­satz durch­aus zum Ohr­wurm ent­wi­ckeln könn­te, wenn man sie uns nur oft genug vor­du­delt; zwei­tens einer gro­ßen Bal­la­de (auch wenn von ‘Push for­ward’ lei­der nur die letz­ten 30 Sekun­den, die nach der vor­schrifts­mä­ßi­gen Rückung, gut sind). Sowie, drit­tens, jeder Men­ge öden Füll­stoffs, der allen­falls dazu taugt, hart­nä­cki­ge Par­ty­gäs­te end­lich zum Gehen zu ani­mie­ren. Nichts Unge­wöhn­li­ches, soweit.

httpv://youtu.be/i7x28bKbrV4
Zwei Minu­ten ein­schlä­fern­des Lead-in, eine Minu­te Power

Wir wis­sen nun auch, dass Ste­fan Raab auf Kri­tik extrem unsou­ve­rän reagiert (ein Wun­der, dass Anke Engel­ke nach ihrem berech­tig­ten und in sei­ner Offen­heit erfri­schen­den Ver­riss von ‘Teenage Girl’ aus der dar­auf fol­gen­den Wer­be­pau­se nicht mit blau­en Augen und Wür­ge­ma­len am Hals wie­der auf­tauch­te). Aber das wuss­ten wir eigent­lich vor­her schon. Inter­es­sant und weg­wei­send an dem dies­jäh­ri­gen Vor­ent­schei­dungs­kon­zept ist allen­falls, das es Pro­Sie­ben hier erst­mals gelang, eine Show zu kre­ieren, bei der man sich auf die Wer­be­blö­cke freu­te. Weil die näm­lich unter­halt­sa­mer, kurz­wei­li­ger und – vor allem – weit weni­ger pene­trant waren als die Sen­dung drum­her­um. Und das, immer­hin, ist neu!

13 Gedanken zu “Unser Song für Deutsch­land – zwei­tes Semi

  1. War das wirk­lich eine Rückung? Nun gut, ich bin kein Exper­te und hab’ viel­leicht auch nicht mehr das per­fek­te Gehör 😉 aber ich habe kei­nen Ton­art­wech­sel ver­nom­men. Und ich war sogar noch posi­tiv über­rascht, dass der Song an bewuss­ter Stel­le zwar zule­ge aber ohne Rückung aus­kä­me. Oli­ver, wie kannst Du mich nur so ver­un­si­chern? 😉

  2. Key chan­ge or no key chan­ge – that seems to be th Öh… Ein Cre­scen­to? Okay, ich geb zu, ich habe kei­nen Schim­mer. Aber wenn es kei­ne Rückung war, um so bes­ser: dann könn­te man die lah­men ers­ten drei Minu­ten ein­fach raus­schnei­den, mit dem guten Part anfan­gen und ein­fach noch eine Rückung dran­hän­gen! 😀

  3. Ich kann dir lei­der nur in tei­len zustim­men und ich wer­de auch nicht in das gro­ße Lena und Raab­ba­shing mit­ein­stim­men. Wenn man ein Vor­ent­scheid nur mit einer Künst­le­rin aber mit ver­schie­de­nen Songs ver­an­stal­tet, so wie es übri­gens auch in ande­ren Län­dern gemacht wird, so ist doch klar, das dort Lie­der komm­ten, die dem Stil eines Künst­lers ent­spre­chen. Und ich fand zumin­dest Mama Told me war ne tol­le num­mer. Auch lie­ber Oli­ver kann ich dei­nen Hass gegen­über Raab abso­lut nicht nach­voll­zie­hen. Immer bit­te dar­an denken,ohne Raab und ohne Lena wür­de der ESC 2011 nicht in Deutsch­land statt­fin­den. Einen Sieg hät­te die ARD allei­ne nie hin­ge­kriegt. Inso­fern fin­de ich es äußerst unfair und undank­bar in wel­cher Art und Wei­se jetzt Kri­tik auf Raab rein­pras­selt. Außer­dem war die Reak­ti­on auf die Kri­tik der Engel­ke mehr spa­ßig gemeint als wirk­lich ernst. Außer­dem hät­te sie ja das auch anders sagen kön­nen. Ich fin­de die Kri­tik an Raab zum größ­ten­teils ne Frech­heit ist. Oder will man wirk­lich das sich der Raab zurück­zieht, um dann die ARD wie­der wei­ter­wursch­teln zu las­sen, glau­be ich weni­ger. Was dar­aus dann wird, hat man ja in den Jah­ren 2005 bis 2009 gese­hen. Näm­lich nix. Ich freue mich auf die Sen­dung am 18.02.11 Bin gespannt wel­cher Song es am Ende wird. Ich hof­fe auf Mama Told me.

  4. mei­nen Kom­men­tar gibts beim 1. Semi ach lie­ber Oli­ver – aus der See­le gespro­chen. Das hat auch nix mit Bashing zu tun. Nach allen Ver­diens­ten von S. Raab und Lena in 2010 tritt man auf der Stel­le und das Mot­to Pro­porz und Kom­merz statt Qua­li­tät.… aber ich habe mei­nen Senf ja schon zum 2. Semi als Anhang zum 1. Semi hin­ter­las­sen (da Oli­ver noch im koma­tö­sen Tief­schlaf war.…)

  5. Ver­diens­te und Ver­dienst Natür­lich war der ESC 2010 für Deutsch­land ein Rie­sen-Erfolg, den Deutsch­land Lena und Herrn Raab zu ver­dan­ken hat. Aber nur aus Dank­bar­keit nicht mehr kri­ti­sie­ren dür­fen – das hät­te ja bedeu­tet, daß ich in der 7. Schul­klas­se kei­ne Fünf in Mathe auf dem Zeug­nis hät­te haben dür­fen, denn in der 6.Klasse hat­te ich noch eine Zwei. 😉 🙂 Mit Bashing hat das nichts zu tun – und wenn man mal Herrn Raab fragt, was Bashing ist – ich glau­be, da ist er Exper­te. Nein, es ist rich­tig, die­ses Kon­zept ist extrem unin­ter­es­sant – alles was den Reiz von USFO aus­mach­te, ist bei USFD nicht vor­han­den. Es ist tat­säch­lich lang­wei­lig gewe­sen, kein Mensch spricht dar­über. Im letz­ten Jahr war USFO als span­nen­des Pen­dant zu DSDS in aller Mun­de. Und ja, in ande­ren Län­dern gibt es auch VEs mit nur einem Künst­ler, aber dort ist es an einem Abend mit maxi­mal 6 Songs vor­bei – kei­ne 3 Shows. Und es tut mir leid (oder viel­leicht auch nicht) ich kann weder mit Push for­ward noch mit Taken by a stran­ger etwas anfan­gen – da zün­det nichts bei mir. Das mag an mir lie­gen, aber sagen darf ich’s dür­fen, ohne am Natio­nal­hei­lig­tum zu krat­zen. Es gibt kei­nen Grund hämisch zu sein, aber die dies­jäh­ri­ge deut­sche ESC-VE war in mei­nen Augen Mist und wur­de als Per­so­na­li­ty-Show miß­braucht (ob für Lena oder für Herrn Raab sei dahin gestellt) 🙂 Nix für ungut! 🙂

  6. Das man mit dem ein oder ande­ren Song aus der VE nix anfan­gen kann, okay das lass ich mir gefal­len. Aber das Lena und Raab­ba­shing hat in man­chen Foren und auch bei Herrn Rau schon extre­me For­men ange­nom­men. Das ist so typisch Deutsch. Es kann ja nicht sein, das man sich über eine posi­ti­ve Per­sön­lich­keit, die im Aus­land gut Ankommt wie Lena ein­fach mal freut und was der Raab letz­tes Jahr erreicht hat. Nein es herrscht ein­fach nur Neid und Miß­gunst. Und mir scheint so, als hät­te man nur dar­auf gewar­tet, jetzt aber den bei­den so rich­tig eins mit­zu­ge­ben. Das fin­de ich abso­lut jäm­mer­lich und erbärm­lich. Anstatt Lena zu unter­stüt­zen, denn schließ­lich tritt sie für unser Land an beim ESC, gibts nur Häme und Spott und es wird an ihren gesang­li­chen Qua­li­tä­ten her­um­ge­mä­kelt. Wenn sie gar kein Talent hät­te, hät­te sie letz­tes Jahr nicht mit dem zweit­größ­ten Vor­sprung der ESC-Geschich­te gewon­nen. So ein­fach ist das. Anschei­nend haben das man­che nicht ver­kraf­tet und machen jetzt Lena run­ter. Ich sage zwar auch der und der Song gefällt mir nicht. Aber die­ses sinn­lo­se und über­trie­be­ne Lena/Raabbashing mache ich nicht mit. Es war doch jedem klar, das es eine ande­re Sen­dung wer­den wir, wenn es nur dar­um geht, wel­cher Song Lena sin­gen wird. Und es ste­hen ja auch die Song­wri­ter und Kom­po­nis­ten im Vor­der­grund. Und das ist im Geist des Wett­be­werbs.

  7. oh oh müsst ihr Elsen eigent­lich alles schlecht- und kaputt­re­den, elen­des Tun­ten­ge­wäsch

  8. Lena bore.… OHM- ich dach­te echt, der Lena-Over­kill hät­te das arme Tier getö­tet 😯 Wenigs­tens für die Kat­ze gibt es wohl ein Hap­py-End: für Raab und Lena wird es hin­ge­gen wohl kei­nes geben. Schwa­che Songs, das ‘Semi’ eine ein­zi­ge Dau­er­wer­be­ver­an­tal­tung für die aktu­el­le – bereits im Preis deut­lich redu­zier­te – CD, ver­nich­ten­de Kri­ti­ken. Der Hype kommt ins strau­cheln, das Publi­kum ist wohl über­sät­tigt. Damit hat Raab sicher nicht gerech­net. Dass Raab auf Kri­tik extrem unsou­ve­rän regiert zeigt sei­ne Unpro­fes­sio­na­li­tät aber auch sei­nen Rea­li­täts­ver­lust. Wer gut aus­teilt kann schein­bar nicht immer selbst gut etwas weg­ste­cken. TBAS wird wohl gewin­nen, da der Songs als ein­zi­ger einen Mini-Hype erfährt und zudem dafür sorgt, dass Raab – lei­der – den ESC mode­rie­ren kann 🙄 Ein Song, der meh­re­re Radio­ein­sät­ze braucht, um etwas zu züden ist natür­lich für den ESC extrem unge­eig­net und die ‘düs­te­re’ Lena könn­te sich im Bereich von Finn­land 07 wie­der­fin­den – was fast noch zu gut wäre. So bleibt die alte Erkennt­niss: Hoch­mut kommt vor dem Fall…wer den Hals nicht voll genug bekommt, den erwar­te­te gerech­ter­wei­se der Absturz.

  9. Unsinn.… – also jeder, der Lena und Raab kri­ti­siert ist eine Tun­te? Na vie­len Dank auch! Wie war das noch mit dem Rea­li­täts­ver­lust!? Im übri­gen hal­te ich nichts von der alten deut­schen Krank­heit, der Nie­be­lun­gen­treue, die sich lei­der in den letz­ten Jah­ren ver­stärkt auch unter ESC-Fans aus­brei­tet. Auch der eige­ne Bei­trag ist manch­mal eben Müll, da soll­te man schon die Grö­ße haben, dies auch zu benen­nen. Sonst ende wir in der Tat als kei­ne ‘Mini-Raabs’.

  10. Wenn das kein Wider­spruch ist.…. Eben! Es soll­ten im Geis­te des Wett­be­werbs Song­wri­ter und Kom­po­nis­ten im Vor­der­grund ste­hen. Wie viel Mühe man sich dabei gege­ben hat, zwigt doch die Aus­wahl: 3 x Raab (incl. LMR Beteil­gung) 2 x Lammers&co 2 x Audra Mae Ein wenig Aus­wahl, oder? Ich muß geste­hen, daß mir das Ber­li­ner Song­wri­ter Duo sehr gefal­len hat und zum Glück sind noch bei­de Titel Push For­ward und May­be im Ren­nen. Aller­dings klan­gen die Songs im Ein­spie­ler deut­lich bes­ser als in der Dröhn­ver­si­on von LMR.. und das hat nun wirk­lich nichts mit Bashing zu tun! Satel­li­te war von der Melo­die ‘ein­fach’ zu sin­gen (kei­ne schwei­ri­gen Akkord­fol­gen etc.), bei den Bal­la­den im Semi (beson­ders bei A Mil­li­on and One) tra­ten dann die gesang- und stimm­li­chen Schwä­chen deut­lich in Erschei­nung… …und für wie doof muß man das Puli­um und des­sen Ihren hal­ten, wenn Sät­ze fal­len: ‘Lena hat so viel dazu gelernt, weil sie eben nichts gelernt hat!’ Das Zitat spricht für sich!

  11. OMG der ers­te Feh­ler, der sei­ner­zeit gemacht wur­de, war, Herrn Raabs Idee einer Titel­ver­tei­di­gung nicht unver­züg­lich dahin zu beför­dern, wohin er gehör­te – näm­lich in den Papier­korb. Dafür war es irgend­wann zu spät und man muss­te dazu wohl auch noch akzep­tie­ren, dass Frau M-L ihre See­le in faus­ti­scher Manier an ihren Mephis­to ver­hö­kert hat­te. Und aus die­ser Num­mer sind daher die­se 12 Songs her­aus­ge­kom­men, mit denen sich die arme Frau M-L wohl nun ihr Kar­rie­re­grab geschau­felt hat. Vor Jah­res­frist wur­de zumin­dest noch der Ver­such gemacht, etwas aus der wirk­lich nicht sehr gro­ßen stimm­li­chen Band­brei­te her­aus­zu­ho­len. Nun wur­de gezielt dar­auf hin­ge­ar­bei­tet, sich kom­po­si­to­risch schon im Vor­feld den Gege­ben­hei­ten anzu­pas­sen – und was dabei her­aus­ge­kom­men ist, haben wir ja nun gese­hen und gehört. Mir hat das Mädel jeden­falls nur Leid getan und ich hof­fe, sie hat den Mumm, die­sen gan­zen Fir­le­fanz eini­ger­mas­sen unbe­scha­det zu über­ste­hen. Danach soll­te sie was ande­res machen – muß kein Gesang sein…

  12. Bashing? Okay, jetzt möch­te ich doch mal was klar stel­len: ich mag Lena. Ich moch­te sie letz­tes Jahr und ich mag sie die­ses Jahr. Ich fin­de es nicht die bes­te Idee, sie noch mal antre­ten zu las­sen, weil ich glau­be, dass sie nur ver­lie­ren kann. Selbst­ver­ständ­lich wür­de ich mich aber wie ein Keks freu­en, wenn sie wie­der einen tol­len Song gehabt hät­te und in Düs­sel­dorf wie­der ein gutes Ergeb­nis erzielt. Nur, lei­der, haben mich 11 von 12 vor­ge­stell­ten Songs so völ­lig kalt gelas­sen, ledig­lich TBAS fin­de ich gut. Nicht so gut wie ‘Satel­li­te’ – und wer zwei Mal hin­ter­ein­an­der antritt, muss sich sol­che Ver­glei­che gefal­len las­sen, aber gut. Im zwei­ten Semi waren aber, für mei­nen Geschmack, nur öde, ein­schlä­fern­de Alb­um­füll­ti­tel. Und wenn ich das so emp­fin­de, sage ich das auch so. Das hat mit Bashing nichts zu tun, jeden­falls war das nicht die Absicht. Wie gesagt, ich mag Lena ja.

  13. So nega­tiv sehe ich das Gan­ze eigent­lich gar nicht. Gut, fast alle der vor­ge­stell­ten Lie­der der zwei­ten Show waren untaug­lich. Und trotz­dem ste­hen zwei, viel­leicht sogar drei Songs im Fina­le, mit denen ich gut bis sehr gut leben könn­te. Höhe­punk­te waren dies­mal diver­se Jury-Kom­men­ta­re – auch mal ganz nett 😀 Auch ich kann mir vor­stel­len, dass ein ande­res Aus­wahl­ver­fah­ren inter­es­san­ter, spa­ßi­ger, abwechs­lungs­rei­cher ist. Kann ich mir nicht nur vor­stel­len, ist auch defi­ni­tiv so. Aber war­um nicht das zwi­schen­durch auch mal? Ist ja immer­hin nicht so wie vor zwei Jah­ren, wo alles hin­ten­rum statt­fand. Ein Garant für die­ses oder jenes bie­tet eh kein bestimm­tes Aus­wahl­ver­fah­ren. Letzt­end­lich müs­sen halt Künst­ler und Lied zusam­men­pas­sen, dass der Fun­ken über­springt. Gut mög­lich, dass Erfolg für uns gleich­be­deu­tend ist mit einer guten Plat­zie­rung beim ESC. Dafür gibt’s aber noch ande­re Kri­te­ri­en. Lenas Album ist von 0 auf 1 in die Charts ein­ge­stie­gen. Alles falsch gemacht haben sie bis­her also nicht.

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