Yes, them! (PL 2011)

Offiziell läuft die Sendung noch, aber faktisch hat Magdalena Tul bereits vor zehn Minuten den polnischen Vorentscheid gewonnen und fährt mit ‚Jestem‘ nach Düsseldorf. Zu Recht.


Sieht aus wie das typische Ostblockflittchen, hat aber nen geilen Song am Start: Magda

Eine lustige Geschichte, der polnische Vorentscheid. Zehn sehr unterschiedliche Acts traten gegeneinander an, von Elektroschlager über Cabaret bis zu Hardrock, jedoch alles äußerst professionell und von hoher Qualität. Dazu kamen gefühlt 25 Interval Acts, so dass nicht immer ganz klar war, ob der gerade aufretende Sänger jetzt für das Ticket nach Düsseldorf singt oder einfach nur Platten verkaufen will. Dazu gab es ein computeranimiertes, sprechendes Valentinstags-Herz und ein Moderatorengespann aus einem Gnom und einer blondierten Amazone. Am skurrilsten aber die Stimmenauszählung: in Polen gab es ein reines Televoting, und schon nach fünf Minuten blendete man den ersten Zwischenstand ein – bei dem Magdalena Tul bereits mit satten 44% führte und alle anderen marginalisierte.

httpv://www.youtube.com/watch?v=titUoi8oVek
Und hier der offizielle Videoclip

Trotzdem blieben die Telefone noch weitere zehn Minuten offen. Was natürlich am Endergebnis nicht mehr das Geringste änderte. Doch vor der offiziellen Siegerehrung galt es, noch weitere 500 Interval Acts (anscheinend die komplette Popszene Polens) unterzubringen, so dass Magdalenas Krönung erste eine gute halbe Stunde nach dem Feststehen des Ergebnisses erfolgte. Sei’s drum – in Düsseldorf sehen wir die fabelhafte Frau Tul mit ihren beiden knackigen Tänzern (die allerdings mehr Eyeliner tragen als sie) – und das mit großer Sicherheit auch im Finale! Und ich sage: danke Polen, für diesen kurzweiligen Abend – schaut her, ARD, so geht eine Vorentscheidung! Einen einzigen Wunsch hätte ich allerdings abschließend: nämlich dass sich Magdalena beim Bühnenoutfit mehr an ihrem offiziellen Videoclip orientierte – nicht, dass sie es sich nicht leisten könnte, nacktes Fleisch zu zeigen! Nur kann ich sie in ihrem Stangentänzerinnen-Outfit aus der Vorentscheidung optisch nicht von Elena Ristestka, Karolina (2007) oder jeden anderen beliebigen Ost-Interpretin unterscheiden. Und langsam ermüdet die immergleiche Fleischbeschau…

16 Gedanken zu “Yes, them! (PL 2011)

  1. nee…. echt nich Sorry, aber ich kann die Begeisterung für diese Darbietung, aber vor allem für die Musik nicht teilen. Billiger Allerweltspoprock ohne jedwede Höhen (dafür mit einigen Tiefen), bei dem man schon nach 30 Sekunden das Ende herbeisehnt. Mag sein, dass es das Finale erreicht – jedoch völlig unverdient.

  2. Also so besonders finde ich das Lied gar nicht. Für mich ist das einfach nur klassischer Durchschnitts-ESC-Dancepop. Die äußerliche Ähnlichkeit zu Karolina bei ihrem heutigen Auftritt ist allerdings in der Tat frappierend.

  3. Das wird sehr stark von der Performance in Düsseldorf abhängen. Wäre Polen im zweiten Semi, würde ich der Dame gute Chancen einräumen – aber leider hat es unsere östlichen Nachbarn ins Todessemi verschlagen. Naja. Ich höre mir jetzt nochmal den polnischen Beitrag von 1997 an. Nichts ist so gut, dass man es mit ein wenig Bier nicht noch verbessern könnte. 😉

  4. Also das soll das Beste sein was Polen zu bieten hat? 1. Finde ich die Liveperformance nicht gerade sehr originell. Die tausendste Bitchperformance. 2. Klingt der Song auch nach tausendmal schon gehört. Kling auf Polnisch ganz gut. Bin gespannt ob Europa mit dem Song was anfangen kann. Ich tue es nicht.Mich lässt der Song total kalt. Wird schwer mit dem Finale

  5. Das Beste? Das ist also das Beste was Polen zu bieten hat? Nee, also ich weiß nicht. 1. Ist die Performance nun wirklich nicht sehr originell. Dazu kommt der Gesang zumindest teilweise offensichtlich vom Band. Livegesang ist eher durchschnittlich wie der Song übrigens. 2. Mich reißt der Song nicht mit. Bin gespannt ob Europa damit was anfangen kann. Mich lässt er kalt.

  6. Hmm… …ich verweise für die Erklärung des (zugegeben eher flachen) Scherzes, den ich da gemacht habe, einfach auf die Liedtitel Polens von 1997 und 2011. Anders gesagt: Das Schönsaufen klappt natürlich nur mit englischem Bier. 😈

  7. Ich find’s ganz okay so weit – nichts Besonderes, aber kann man hören. Bei mir liegt der norwegische Beitrag weiterhin vorne.

  8. Ganz cool eigentlich. Irgendwie lässiger als ‚Hero‘ von der Perelli und zum Glück auch nicht so ober-hysterisch. Schade, dass die drei Granatenchorsängerinnen nur kurz eingeblendet werden.

  9. Das meiste klingt lässiger und sieht lässiger aus als Charlotte Perellis ‚Hero‘ mit der für schwedische Verhältnisse eher untypischen Hausfrauen-Choreo von damals 😉 Aber zu Magdalena Tul und ‚Jestem‘: Ein paar Akzente mehr dürften schon sein. Ob die Bühnenshow über die musikalische Einfachheit des Lieds hinwegtäuschen kann? Denn wenn man den Clip nicht ansieht, nur zuhört, steht Madame relativ nackt da….also musikalisch jetzt….ich kann mir auch Schöneres vorstellen als Magdalena physisch nackt zu sehen…den einen oder anderen Herrn vielleicht?… 😳 Jedenfalls bleibt ja noch ein bisschen Zeit aus dem Song was rauszufeilen. Schlecht isser ja nicht.

  10. erstaunlich … … dass wir uns mal in Geschmacksfragen einig sind. Aber mir gefällt das Stück auch sehr gut. Ist zwar technisch schon eher Massenware, geht aber ab und ist wirklich gut gesungen. Momentan (nach 16 veröffentlichten Titeln) mein persönlicher erster Platz.

  11. Ich finde diesen Song für den Eurovision Contest perfekt ! Wenn ihr alle auf Rock und Hip-Hop steht schaut eucht Mtv an. Live und bei dieser körperlichen Anstrengung siengt sie perfekt. Vllt ist es nichts für Westeuropäer, doch nicht zu vergessen der Ostblock ist sehr groß. Außerdem der Blkan und die Kaukasus Staaten würden eher diese musik richtung bevorzugen. Das Lena ein 2 mal gewinn ehr unwährscheinlich.

  12. Net schlecht Sehr erfreulich nach dem Schrott der vergangenen Jahre. Könnte so durchaus auch auf Balkanika TV laufen. Sprich das dürfte auch aus der Ecke einige Punkte einheimsen.

  13. Uhhh…einfach Geil 😀 Das beste kommt noch – sie wird die erste Version singen – auf polnisch und ohne Anderungen. Das hat man jetzt bestatigt !! Yeah, ich bin echt erleichtet.

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