You got Style (RS 2011)

Das Bes­te zum Schluß: noch nach­zu­rei­chen vom gest­ri­gen Super Sams­tag ist das Ergeb­nis der ser­bi­schen Vor­ent­schei­dung. Hier ent­schied man sich für eine flo­ckig swin­gen­de Six­ties-Retro-Easy-Lis­ten­ing-Num­mer, stil­echt dar­ge­bo­ten von einer Kurz­haar­blon­di­ne im (aller­dings geschmack­vol­len) Bra­zil-Gedächt­nis­auf­zug und beglei­tet von drei amt­lich arsch­wa­ckeln­den Begleit­sän­ge­rin­nen im Mus­ter­ta­pe­te-Mini. Irgend­wie fehl­te nur noch, dass Aus­tin Powers um die Ecke käme und “Shag­gy­li­cious!” sag­te.…

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Hin­rei­ßend: Nina & die Kova­let­tes

We are Fami­ly’ hät­te das Mot­to der ser­bi­schen Vor­ent­schei­dung lau­ten kön­nen, denn die­se befand sich fest in der Hand eines ein­zi­gen Fami­li­en­clans, der Kovacs (und nein, ‘Frei zu jau­len’-Dani­el gehört nicht dazu). Kor­ne­li­je (Teil der Kor­ni Group, ESC 1974), Kris­ti­na und Alek­san­dra Kovac kom­po­nier­ten für den gest­ri­gen Abend in einer Art fami­li­en­in­ter­nem, aber lan­des­weit aus­ge­strahl­tem Wett­streit jeweils ein Lied – auch mal eine ori­gi­nel­le Wei­se, sei­nen Vor­ent­scheid zu bestü­cken! Alek­san­dra Kovac sang ihre lei­der nicht so ganz zün­den­de klas­si­sche Bal­kan­bal­la­de ‘Ide­mo dal­je’ selbst und lan­de­te im Mit­tel­feld. Kor­ne­li­je bedien­te sich der Beat­les-Revi­val-Band The Bree­ze für das Stück ‘Ring ring ring’ (lei­der nicht von der­sel­ben musi­ka­li­schen Güte wie der gleich­na­mi­ge schwe­di­sche Vor­ent­schei­dungs­bei­trag von 1973 von einem Quar­tett namens Abba) und bekam exakt ein Zehn­tel der Stim­men von Kris­ti­na bzw. Nina. Ob ‘Caro­ban’ ein­gän­gig genug für eine vor­de­re Plat­zie­rung im Wett­be­werb ist, las­se ich jetzt mal dahin gestellt – für einen Final­ein­zug reicht es auf jeden Fall, denn der Song macht Spaß, ohne auf­dring­lich zu sein und ist vor allem pro­fes­sio­nell dar­ge­bo­ten. Denn eines muss man den Ser­ben las­sen: Stil haben sie!

15 Gedanken zu “You got Style (<span class="caps">RS</span> 2011)”

  1. hm Nicht wirk­lich toll, aber defi­ni­tiv der bes­te der 3 zur Wahl ste­hen­den Bei­trä­ge. Ob das wirk­lich fürs Fina­le reicht? Da wäre ich mir noch nicht so sicher. Könn­te aber sein.

  2. Jo, macht nicht gleich Ohren­krebs, aber Win­ning Mate­ri­al ist das jetzt nicht wirk­lich, fin­de ich. Für’s Fina­le wird’s wohl rei­chen. (Sind die Ser­ben je im Semi aus­ge­schie­den?)

  3. Ser­bi­en im Semi Mit ‘Cipe­la’ sind sie im Semi aus­ge­schie­den, 2009, zu mei­ner gro­ßen Bestür­zung. Ich fand die Num­mer näm­lich toll damals.

  4. Also mei­ne Musik ist es nicht unbe­dingt. Ich könn­te mir sogar vor­stel­len, dass der Song mit einem Wech­sel auf Eng­lisch viel­leicht noch etwas mehr Ein­gän­gig­keit gewin­nen könn­te. Optisch dach­te ich ja erst, dass Milan Stan­ko­vic end­lich sei­ne Geschlechts­um­wand­lung voll­stän­dig hin­ter sich gebracht hat. Der ist doch in Oslo in ähn­li­cher Farb­ge­bung auf­ge­tre­ten. Oder sind blond, tür­kis und pink mitt­ler­wei­le die offi­zi­el­len Lan­des­far­ben von Ser­bi­en? 😆

  5. Ganz lus­tig. Da es Ser­bi­en ist, wird das wohl ins Fina­le kom­men – wie es da wei­ter­geht, hängt mei­nes Erach­tens mas­siv vom Auf­tritt ab. Und ja, die letz­ten Sät­ze fas­sen mei­ne Gedan­ken zusam­men – noch dazu trägt die Dame ja auch die glei­che Sela-Gedächt­nis­fri­sur (hal­lo, Star-Trek-Fans, die die­se Refe­renz ein­ord­nen kön­nen!) wie Herr Stan­ko­vic letz­tes Jahr, wenn auch nicht ganz so ange­pappt.

  6. Naja … Naja … das Ange­bot war mei­nes Erach­tens sehr mau :con­fu­sed:. Habe aber damit gerech­net, dass es so wird, da der Kova

  7. Naja … Naja … das Ange­bot war mei­nes Erach­tens sehr mau :con­fu­sed:. Habe aber damit gerech­net, dass es so wird, da der Kovac-Clan bekannt dafür ist, kei­ne kom­mer­zi­el­le Musik zu pro­du­zie­ren. Von den drei offe­rier­ten Titeln, war ‘Caro­ban’ ((er ist) zau­ber­haft) immer noch der Bes­te. Das ‘Bra­zil-Gedächt­nis-Sty­ling’ könn­te dar­auf zurück­zu­füh­ren sein, dass die Kovac-Schwes­tern damals die Back­ground­sän­ge­rin­nen in Rom waren :lol:! Bin mir nicht sicher, ob es für’s Fina­le reicht. Nina ist zwar ganz süß und eine gute Sän­ge­rin, aller­dings ist der Song wohl nicht tra­shig und catchy genug, um bei einem kom­mer­zi­el­len Musik­fes­ti­val, wie dem ESC, punk­ten zu kön­nen. Abge­se­hen davon kann Ser­bi­en nur mit siche­ren Punk­ten aus Kroa­ti­en, der Schweiz und even­tu­ell, aus Alba­ni­en hof­fen. Die rest­li­chen Teil­neh­mer, des 1. Semi­fi­na­les, sind mehr oder min­dern kei­ne siche­ren Punk­te­ge­ber Ser­bi­ens. Die tra­di­tio­nel­len Punk­te­ge­ber, wie z.B. Maze­do­ni­en, Slo­we­ni­en, Deutsch­land, Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na, Öster­reich, Zypern, die Nie­der­lan­de, Rumä­ni­en, Schwe­den und Bul­ga­ri­en sind alle­samt im 2. Semi­fi­na­le. Von daher muss man sich die­ses Mal doch glatt auf’s Lied ver­las­sen!

  8. Na, da wird sich der Herr Raab ja ärgern, dass Retro-Six­ties-Sound in Ser­bi­en ankommt und in Deutsch­land nicht 😉

  9. Oh je Bring Herrn Raab bit­te nicht auf dum­me Ide­en. Der in ganz Euro­pa rum­geis­tern­de Sie­gel ist schlimm genug, zwei von der Sor­te braucht es wirk­lich nicht. 😯

  10. Yeah, baby, yeah! Das ist das ser­bi­sche ‘Bei jedem Kuss’ (Mary Roos, 1970)! Nur halt mit 40 Jah­ren Ver­spä­tung… Mit sol­chen bes­wing­ten Six­ties-Retro-Num­mern und psychi­de­li­schen Mus­ter­ta­pe­ten kriegt man mich immer! Immer! Ich find’s total klas­se, einer mei­ner Favo­ri­ten die­ses Jahr. Shag­ge­de­li­ca, baby!

  11. Zün­det bei mir nicht Kann sein, dass ich mir den erst noch schön­hö­ren muss. Beim ers­ten Mal ist der Fun­ke bei mir jeden­falls noch nicht über­ge­sprun­gen, muss ich sagen.

  12. Ich mag sie! Ich fin­de sie süß und sym­pa­thisch, auf mich wirkt sie echt und ehr­lich. Das Lied hat Wohl­fühl-Stil und ist kei­ne Heul­num­mer. Super! 🙂

  13. Ser­bi­en Mir ist heu­te – 21.05. – übri­gens in Düs­sel­dorf der ser­bi­sche Euro­vi­si­ons­bus qua­si über die Füße gefah­ren, ich konn­te gera­de eben noch win­ken. Anzu­neh­men, dass die ser­bi­sche Equi­pe nicht in teu­ren Düs­sel­dor­fer Hotels, son­dern bei Ver­wand­ten und evtl. noch befreun­de­ten Musi­kern vor Ort genäch­tigt haben. 😀

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