DVE 2011: Reruns are a risky Business

MiniPopIcon von Lena, DE 2011
Die Titelverteidigerin

Das Unglaubliche, das nicht mehr Erwartete, das Wunder war im Vorjahr geschehen: das in Stefan Raabs Castingshow Unser Star für Oslo entdeckte neue deutsche Fräuleinwunder Lena Meyer-Landrut hatte nach 28 Jahren Durststrecke das Märchen wahr gemacht und die Grand-Prix-Krone heim geholt. Deutschland war im kollektiven Freudentaumel und die mit Staatsehren zu Hause empfangene Lena unsere unumschränkte Volksheldin. Noch im Siegesrausch von Oslo entscheid Raab, Lena zur Titelverteidigung in diesem Jahr nochmals antreten zu lassen. Und ließ sich auch durch ungläubige bis entsetzte Reaktionen von Medien und Öffentlichkeit nicht mehr davon abbringen. So funktionierte er die Vorentscheidung 2011 in eine dreiteilige, insgesamt siebenstündige Dauerwerbesendung für das von ihm produzierte zweite Massen-Landflucht-Album ‚Good News‘ um. Und bescherte uns damit die wohl langweiligste und zäheste Eurovisionsvorentscheidung in der Geschichte.

Nun mag man einwenden, die Idee der Titelverteidigung sei nichts Neues: bereits die allererste Eurovisionssiegerin, Lys Assia (CH 1956) versuchte sich 1957 daran – und landete ebenso auf dem vorletzten Platz wie ihre Thronfolgerin Corry Brokken (NL 1957, 1958) im Jahr darauf. Auch, dass Deutschland zwei Mal hintereinander dieselbe Interpretin schickt, ist keine Erfindung Raabs: Margot Hielscher sang 1957 und 1958 mit wechselndem Erfolg für uns. Und Katja Ebstein durfte, nachdem sie 1970 in Amsterdam mit ‚Wunder gibt es immer wieder‘ den ersten Medaillenplatz der deutschen Eurovisionsgeschichte erringen konnte, im Folgejahr erneut ran. Auch sie bestritt 1971 als einzige Interpretin eine komplette Vorentscheidung, in der sie alle Lieder selbst sang. Doch das waren wenigstens derer nur sechs, nicht zwölf; eine Show, nicht drei Sendungen; eine Stunde Lebenszeit, nicht sieben. Und bei Frau Ebstein schwang noch die Hoffnung mit, den erreichten dritten Rang mit dem richtigen Lied vielleicht gar übertreffen zu können1)Fürs Protokoll: es gelang nicht. Mit dem grandiosen Umweltschlager ‚Diese Welt‘ erreichte Katja Ebstein in Dublin wiederum den dritten Platz.. Von solch einer Aufbruchsstimmung war bei ‚Unser Lied für Deutschland‘ nichts zu spüren. Wie auch?


Heute vor 40 Jahren: Katja mit dem Themensong der Grünen

Pekuniär lohnte sich die Publikumsquälerei für Raab allerdings auf ganzer Linie: umgehend nach der zeitgleich zur Show erfolgten Veröffentlichung ging ‚Good News‘ in den deutschen Albumcharts von Null auf Eins. Kein Wunder, gab es doch den einzigen brauchbaren Song des ansonsten nur aus Füllstoff für die Beschallung von Starbucks-Filialen bestehenden Albums, die klar prädestinierte Single-Auskoppelung ‚Taken by a Stranger‘, bis nach dem Finale nicht einzeln zu kaufen. Bereits nach dem ersten, auf ProSieben übertragenen Semi, in dem die ersten sechs von zwölf Songs für Deutschland vorgestellt und von einer dreiköpfigen Jury bis zur Erbrechensgrenze belobhudelt wurden, prasselte von allen Seiten harsche Kritik („Lena und der Lala-Brei“) auf den Großen Vorsitzenden ein. Und zu Recht, denn dem Format fehlte jedwede Spannung. Und selbst die Hauptprotagonistin wirkte über weite Strecken gelangweilt.


Schnitte man die ersten zwei Minuten raus, wär’s eine starke Ballade: Push Forward

Nachdem das Publikum in den beiden Semis jeweils die drei allerödestesten Titel abwählen durfte, blieben noch sechs Lieder für das Finale im Ersten. An dessen Ende der von Beginn an klar favorisierte Song ‚Taken by a Stranger‘ endlich, endlich das Rennen machen durfte. Aber erst, nachdem man bei den Anrufern mit einem komplett überflüssigen, zwischengeschalteten Superfinale nochmals abkassierte, in welchem sich der düster-verspielte Elektrokracher zu wirklich niemandes Überraschung mit klaren 79 zu 21% gegen die leider erst nach zwei einschläfernden Auftaktminuten richtig aus dem Quark kommende Ballade ‚Push forward‘ durchsetzen konnte. Respekt: in Sachen Profitmaximierung könnten sich selbst die apokalyptischen Heuschrecken aus der Finanzwelt bei Stefan Raab noch eine dicke Scheibe abschneiden!


„Ein Song wie ein Krimi“ (Raab) – das galt allerdings nicht für Vorentscheidung!

Vollends unerträglich wurde die sirupartig zähe Sendung mit den immergleichen, bereits in den Semis verwendeten und gnadenlos recycelten neunzigsekündigen Einspielern, in denen das anschließend von Lena live zu singende Lied schon mal von Platte vorgestellt wurde, um auch noch das letzte bisschen Spannung zu killen, jedoch durch Raabs herablassende Spöttelei über die kurz im Überblick präsentierten Konkurrenztitel aus den europäischen Nachbarländern. Hier fremdschämte ich mich für die extrem unangenehme Überheblichkeit des Großen Vorsitzenden und designierten Grand-Prix-Moderators. Zumal, wenn man sich für die Choreografie des eigenen Siegersongs mit (fabelhaften!) tanzenden Silberfischen im Ganzkörperkondom so dreist beim albanischen Beitrag von 2009 bedient! Letzten Endes trat durch den maßlosen Lena-Overkill dieser Show genau das ein, was seit der Verkündung von Raabs Schnapsidee in Oslo zu befürchten stand: die nachhaltige Zerstörung des LML-Mythos durch ihren Erschaffer!


Und hier das wunderhübsch düstere offizielle Musikvideo zu ‚TBAS‘

Deutsche Vorentscheidung 2011

Unser Song für Deutschland. Freitag, 18. März 2011, aus dem Brainpool-TV-Sendestudio in Köln-Mühlheim. Eine Teilnehmerin, Moderation: Matthias Opdenhövel und Sabine Heinrich.
#InterpretTitel%PlatzCharts
01Lena Meyer-LandrutMaybe----53
02Lena Meyer-LandrutWhat happened to me------
03Lena Meyer-LandrutPush forward210215
04Lena Meyer-LandrutMama told me----58
05Lena Meyer-LandrutA Million and One----55
06Lena Meyer-LandrutTaken by a Stranger790102

Fußnote(n)   [ + ]

1. Fürs Protokoll: es gelang nicht. Mit dem grandiosen Umweltschlager ‚Diese Welt‘ erreichte Katja Ebstein in Dublin wiederum den dritten Platz.

28 Gedanken zu “DVE 2011: Reruns are a risky Business

  1. Hm. Um ehrlich zu sein, Lena jetzt schon abzuschreiben, halte ich für verfrüht. Aber wenn der einzige existierende Präzedenzfall Lys Assia heißt, ist das nicht unbedingt ein Glanzzeichen für Innovation. (Für die Nicht-Historiker: Frau Assia nahm gleich bei den ersten DREI ESCs für die Schweiz teil. 1956 gewann sie, 1957 wurde sie Vorletzte, 1958 holte sie mit dem sehr charmant-bekifften ‚Giorgio‘ Platz 2. Sie ist damit die einzige Titelverteidigerin, die im Jahr darauf sofort noch einmal antrat.) Anders gesagt: Wir haben hier keinerlei auch nur halbwegs vergleichbaren Präzedenzfälle. Wird sich zeigen müssen, was passiert.

  2. Na ja, nicht ganz – Corry Brokken hats ja auch 1958 versucht und ist abgesoffen. Aber das waren ja noch GANZ andere Zeiten damals, wer weiß, wie es dieses Mal wird. Vielleicht kriegt Lena ja dieses Mal vielleicht sogar einen guten Song, wer weiß…. *duck*

  3. Ich glaube auch nicht, dass Stefan Raab sich sein eigenes Grab schaufelt. Selbst wenn Lena floppt, ist Raab nicht völlig erledigt. Dann zieht er sich vom Grand-Prix wieder zurück. Irgendeine Ausrede wird er schon finden. Man sollte sich auch im Übrigen davor hüten, Nicht-Gewinnen mit Misserfolg gleichsetzen. Einen Platz im Mittelfeld kann man immer noch als Erfolg deuten, eben weil es keinen Präzedenzfall gibt

  4. Ob man das richtig findet oder nicht: Maßstab für Erfolg oder Mißerfolg ist doch immer der letzte Erfolg und ob man den toppen kann. Wenn ein Michael Jackson von ‚Thriller‘ 30 Millionen Alben verkaufte und von ‚Dangerous‘ nur noch 5 Millionen (Zahlen frei erfunden, nur als Beispiel), dann galt ‚Dangerous‘ als Flop, obwohl es immer noch ein kommerziell höchst erfolgreiches Album war. Und wenn Lena beim nächsten Mal einen Platz unterhalb der 1 belegt, dann hat sie die selbst aufgelegte Meßlatte nicht übersprungen und somit ein enttäuschendes Ergebnis abgeliefert. Platz 2 ist nun mal schlechter als Platz 1, ist nun mal ein Abstieg, das ist ein rein mathematisches Gesetz und keine Erfindung von mir, um Lena zu dissen. Ich finde Lena ja toll – und genau deswegen hätte ich mir gewünscht, dass sie sich nicht auf dieses Himmelfahrtskommando einlässt. Und ich sage ja auch nicht, dass Raab dann völlig erledigt ist. Aber er wäre für den Grand Prix verbrannt, als offizieller Hoflieferant der deutschen Beiträge in der Nachfolge Ralph Siegels. Und das ist vermutlich besser so. Auch wenn natürlich die Frage bleibt, ob der NDR aus eigener Kraft eine gutes neues Vorentscheidungsformat hinbekommen wird, 2012.

  5. Bin anderer Meinung: Erfolg oder Misserfolg ist davon abhängig, was man erwartet. Und Lena hat da ja schon gesagt, dass sie keinen Sieg erwartet. Ich denke auch in dem Michael-Jackson- Beispiel könnte man das Dangerous-Album noch als Erfolg verbuchen, weil man ja weiß, dass Thriller nicht zu schlagen ist. Oder um mal ein Fußball-Beispiel zu bringen: Dass die deutsche Mannschaft das Viertelfinale erreicht hat, wurde euphorisch gefeiert, obwohl das schon dutzendmal passiert ist.

  6. (N)one more time…. Der Kommentar ist großartig, die Analyse interessant. Aber um ehrlich zu sein: Der NDR wird als viel zu clever dargestellt. Das passt weder zur ARD noch zum NDR – es lief wohl sehr viel ernüchternder ab. Man konnte sich nach dem Erfolg wohl wirklich nicht gegen Raab durchsetzten. Er bekommt fast immer was er will. Raab hat sich wohl vom eigenen Hype blenden lassen, daher wäre es wirklich nicht schlecht, wenn es keinen zweiten Sieg geben würde. Sonst wird Raab wirklich noch der zweite Siegel. Es bleibt völlig unverständlich, warum Raab leichtfertig das neue USF-Konzept beschädigt. Galt es doch, neue Talente zu entdecken und zu fördern!? Lena wird, früher oder später, nicht mehr als Sängerin (die sie ja nie wirklich war) gefragt sein. Von daher wird ihr die zweite Teilnahme wohl am wenigsten schaden. Aufmerksamkeit ist ihr gewiss

  7. Naja, Siegel hat sich von der Tatsache, dass er nur einmal gewonnen hat, auch nicht davon abhalten lassen, es immer wieder zu versuchen, und für Raab wird 2011 dann auch schon die fünfte Teilnahme auf die eine oder andere Art sein. Ich fürchte, es ist ein bisschen zu spät, um Siegel II noch zu verhindern – außer natürlich, Raab selbst verliert irgendwann das Interesse. Er hat im Gegensatz zu Siegel schließlich auch noch eine Existenz außerhalb des ESC…

  8. Die Argumentation kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Siegel hat nach ’82 auch noch mehr als einmal Lieder eingereicht und war auch öfter mal beim Contest selbst dabei, ohne dass er ‚verbrannt‘ gewesen wäre (zugegeben, das lag auch daran, dass es in Deutschland damals kaum Interesse am ESC und damit auch keine Konkurrenz gab, aber ist das heute so viel anders?). Und mit der Argumentation dürfte kein Sportler, kein Sportteam, kein Teilnehmer an irgendeinem Wettkampf, der diesen gewonnen hat, jemals wieder an sowas teilnehmen. Wie die Teilnehmerlisten von Fußball-WM, Olympischen Spielen etc. zeigen, ticken Menschen einfach anders. Hätte die FIFA die Fußball-WM abschaffen sollen, weil nie wieder so viele Zuschauer kommen werden wie beim ‚Finale‘ 1950? Hätte die EBU den ESC 2010 absagen sollen, weil wir ’nur‘ 39 Teilnehmerstaaten hatten und nicht den Rekord von 43? Oder nach 2001 gleich aufhören, weil die Zuschauerzahlen nie wieder erreicht werden? Und davon abgesehen: Jeder, der Lena nach diesem Erfolg hätte nachfolgen müssen, wäre doch mindestens genauso unter Druck geraten – fragt mal Didrik Solli-Tangen. Natürlich sind die Erwartungen hoch, und ich persönlich halte Lenas erneutes Antreten auch für ziemlichen Blödsinn. Aber die Zeit wird zeigen müssen, was daraus wird, und ob sie daraus vielleicht sogar eine Karriereverlängerung schlagen kann – was dann schon mehr wäre, als die meisten Sieger der letzten Jahre von sich behaupten können.

  9. Warum sollte man auf laengere Zeit mit Raab nicht zusammenarbeiten wollen? Nur weil Lena 2011 nicht gewinnen sollte oder nicht mehr so gut abschneiden sollte? Das sehe ich nicht, beim ESC gibt es nie eine Erfolgsgarantie. Es haette ja auch in diesem Jahr schief gehen koennen. Nein ich finde die ARD sollte ihre Zusammenarbeit mit Raab auch 2012 und darueber hinaus fortsetzen, vollkommen unabhaengig davon wie das Ergebnis 2011 ausfallen wird. Und ob das wirklich so kommen wird, wie du vorhergesagt hast, dafuer ist es jetzt wirklich noch viel zu frueh. Und ausserdem was immer 2011 passieren wird, die Leute werden lena und Raab fuer 2010 dankbar sein.

  10. aber das ist lange nicht das Gleiche, wenngleich ich auch dafür votiert hatte, der Liedauwahl bei USFO mehr (und vor allem frühzeitiger) Beachtung zu schenken.

  11. Lena direkt zu nominieren, bedeutet doch nicht automatisch, dass es keinen Vorentscheid geben wird. Eine Show, in der sie mehrere Lieder vorstellt, aus denen der Zuschauer dann auswählen kann, ist immer noch recht wahrscheinlich. So etwas gab es doch schon mal für Heidi Brühl und Katja Ebstein.

  12. Titelverteidigung Pee song? Hilfe! Ich kann nur hoffen, dass sich Lena eines Besseren besinnt und ein anderes Lied für ihre Titelverteidigung wählt. Mit dem Song geht sie garantiert baden.

  13. Ich finde wir können dem Raab ziewmlich dankbar sein. Ohne ihn würde der NDR heute noch die Münchner Freiheit wieder beleben. Wir haben mit Lena gewonnen und auf íese genial crazy Titelverteidigungsidee wäre niemand sonst gekommen. Und… und das ist das Beste. Es kann sogar gelingen. Egal pob mit Push Forward oder mit Taken by a Stranger. Lena hat die volle Aufmerksamkeit. Niemand wird dieses Lied überhören und weil es sich extrem unterscheidet und speziell ist ist alles möglich! Danke Herr Raab.

  14. Meine persönliche Befürchtung ist ja, dass Herr Raab das jetzt solange weiter treibt, bis ein von ihm selbst verfasster Song zum ESC fahren darf. Das hat 2010 nicht geklappt, und dieses Jahr auch nicht. Mal sehen, ob die Komponisten wieder so schäbig behandelt werden wie Frost und Gordon letztes Jahr. Und ‚unterscheiden‘ ist kein Qualitätsmerkmal. Kreisiraadio oder Gypsy.cz haben sich auch abgehoben.

  15. Wie hat man denn Frost und Gordon behandelt? Kreisiraadio und Gypsy.cz sind aber nicht wirklich mit Lena vergleichbar. TBAS ist ja kein verunglückter Spaßact und wird sicher besser produziert und in Szene gesetzt werden und dann hoffentlich in Düsseldorf interessant alternativ wirken und nicht wie eine Lachnummer.

  16. Zumindest Frost wusste gar nicht so recht, was der ESC eigentlich ist. Dann hat man die beiden irgendwo auf Klappstühle in die Arena gesetzt und keinen Platz für sie im Green Room gehabt. Bei der Siegerehrung waren sie auch nicht mit auf der Bühne, aber immerhin später bei der Pressekonferenz dabei, wo sie glaube ich kein einziges Wort gesagt haben.

  17. andere Qualität Du willst doch die Songs von Lena nicht mit dem Schrott von Gipsy.cz und Kreisradio vergelichen. Oh Mann.

  18. Taken by a nothing Der ESC ist ein Pop-Contest, kein ‚Alternativ-Contest‘. Alternativ wird oft mit innovativ verwechselt, ist aber oft nur eine höfliche Umschreibung für Klangmüll! Warten wird doch mal ab, wie das Teilnehmerfeld nach Bekanntgabe aller 43 Titel aussieht. Wir sind mitten in der VE-Halbzeit, da kann noch viel passieren. Lena’s TBAS ist nicht wirklich eingängig und wird beim ESC mit ‚Satellite‘ und der noch unverbraucht/unbedarft wirkenden Lena von 2010 verglichen werden. Dieser Vergleich wird eher schaden als nützen.

  19. Lena/Raab Einen sehr interessanten Artikel zum Thema Raab/Lena empfehle ich gerne unter: http://web.de/magazine/musik/casting/12204826-ist-lena-nur-raabs-marionette.html#.A1000107 ‚Ist Lena nur Raabs Marionette‘? Allein die Frage finde ich lustig – da könnte man auch gleich fragen, ob der Papst katholisch sei 😆 Interessanter ist eher sein Verhältnis zur ARD und wie er so viel Macht und Einfluss bekommen konnte bzw. wie er diese für seine Zwecken instrumentalisiert. Man kann nur beten und hoffen, dass es im Mai die passende Antwort geben wird.

  20. Wo bitte habe ich das getan? Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass ’sich unterscheiden/abheben‘ ALLEIN (wichtige Betonung!) kein Qualitätsmerkmal darstellt. Zu Ende lesen, bevor man kommentiert, soll helfen. 🙄

  21. Fand das Format auch voll daneben. Im Gegensatz zu USFO, das ich 7 Sendungen lang (die letzte fand ich furchtbar, weil ich sämtliche zur Auswahl gestellten Songs enttäuschend nichtssagend fand) wirklich genossen habe (wenn man von der Werbung und den wiederholten Einspielern absieht), habe ich diese 3 Sendungen nur im Schnellrurchlauf angesehen. Unerträglich auch der überhebliche Umgang mit den Konkurrenzliedern. Mit den beiden zum Schluss verbleibenden Liedern war ich hochzufrieden. Wegen mir hätte es jeder von den beiden werden können, wobei auch mein Favorit TbaS war (PF gefällt mir inzwischen besser, ist aber für den Anlass weniger tauglich). Auch wenn es sicher keine Wiederholung des Sieges geben wird (ich habe von den bislang 16 veröffentlichten Titeln auch bereits 5 weiter vorn auf meiner Liste), bin ich wesentlich zufriedener mit der Songauswahl als letztes Jahr.

  22. Herr Blue: Super Song. Fand ich auch gleich im 1. Semi toll. Frau Krupp: Ich finde es erstaunlich, das die deutschen Abstimmer so einen guten Geschmack haben und nicht dieses Raab-Gedudel gewählt haben. Herr Blue: Obwohl: Soooo revolutionär ist der Song jetzt auch wieder nicht. Für den Grand Prix vielleicht. Frau Krupp: Stimmt: Estland ist mit so nem Depri-Elektropop letztes Jahr im Halbfinale ausgeschieden. Herr Blue: Aber ‚Taken‘ ist schon flotter als ‚Siren‘. Muss man sagen. Frau Krupp: Ja stimmt. Da schnippe sogar ich mit. Herr Blue: Und das will was heißen. Also: beide Daumen hoch? Frau Krupp: Ja. Ganz hoch.

  23. Au weia. Ja, das Lied ist ganz nett, aber wo bitte ist der emotionale Höhepunkt? Das hört sich an wie ein drei Minuten langes Intro. Man wartet doch nur darauf, dass da irgendwo dramatische Streicher, Blechbläser oder Gitarren reindonnern – und was passiert? Nichts. Glückwunsch, NDR, 2012 müsst ihr nicht noch mal bezahlen.

Oder was denkst Du?