Smai – ha – ha – ha – hail! (UA 2011)

Ukraine: das Land, in dem Chaos und Korruption regieren. Diesen Eindruck kann man jedenfalls gewinnen, wenn man die dortigen Eurovisionsvorentscheidungen verfolgt. Nach dem alptraumhaften Desaster des letztjährigen Vorauswahlverfahrens inklusive Last-Minute-Nominierung eines, wie sich dann herausstellte, bereits vorveröffentlichen Titels, wollte der Sender vermutlich diesmal bloß keinen erneuten Fehler begehen. Und so zog sich das Vorentscheidungsverfahren über viele, viele Monate hin – steckte aber dennoch voller Merkwürdigkeiten, verschobener Termine, bereits ausgeschiedener und dann doch wieder mitmachender Teilnehmer, Abstimmungsmanipulationen und parteiischen Jurys. Getoppt von einem tagelangen, beispiellosen Verwirrspiel um die Rechtmäßigkeit des Sieges von Mika Newton im Finale. Die, um das gleich vorwegzunehmen, das Land nun aber doch in Düsseldorf mit dem Titel ‚Angel‘ repräsentieren wird.

Die Freuden phonetischen Englischs: Mika „Isaak“ Newton

Doch der Reihe nach. Bereits vor Monaten begann das ukrainische Fernsehen mit einer Art Eurovisionscastingshow, in der sich allerdings nicht nur Newcomer, sondern größtenteils etablierte Acts (wie beispielsweise die russische Eurovisionsvertreterin von 2009 und gebürtige Ukrainerin Anastasia Prihodko) dem Urteil einer Jury stellen mussten.  Bereits hier kam es zu zahlreichen Ungereimtheiten wie kurzfristig anberaumten oder verschobenen Sendeterminen, dem Einfügen zusätzlicher Viertelfinale und so weiter. Aus insgesamt 200 Beiträgen, darunter unfassliche Trashperlen, siebte man so 19 Titel für das Finale am 26. Februar heraus. Über diese denkwürdige, über dreistündige Veranstaltung (die ich wegen des fast zeitgleich stattfindenden estnischen Finales leider nicht sah), schrieb mein Leser Forever in den Kommentaren eine großartige, äußerst amüsant zu lesende Zusammenfassung (herzlichen Dank!), auf die an dieser Stelle verwiesen sei. Übrigens, für Interessierte: auf eurovision.tv kann man sich die Sternstunde nach wie vor in voller Länge ansehen.

Anastasia Prihodko braucht harte ‚Action‘

Und auch hier regierte die Jury nach Gutsherrenart: zwei Beiträge disqualifizierte man direkt nach ihrer Vorführung noch in der Sendung, weil auf dem Playback auch Stimmen gewesen seien. Merkwürdig nur: der gefühlt zwanzigsekündige, hoch gekrischene Schlußton des Siegertitels ‚Angels‘ kann auf natürlichem Wege in dieser Länge niemals Mika Newtons Mund entschlüpft sein. Sondern wurde zum großen Teile elektronisch erzeugt. Dennoch konnte sich die 25jährige, in der Heimat wohl sehr bekannte Sängerin im Abstimmungsverfahren, das aus 45% Jury, 45% Televoting und 10% Internetvoting bestand, durchsetzen. Und zwar gegen drei im Vorfeld als heiße Favoriten getippte Konkurrentinnen: nämlich die bereits erwähnte Anastasia Prihodko mit dem eingängigen Disco-Stampfer ‚Action‘, Zlata Ognevich mit dem jeder Beschreibung spottenden Comedy-Beitrag ‚Kukushka‘ (‚Kuckuck‘) und die seit Anbeginn der Vorentscheidung von der Jury gepushte ukrainische Amy Winehouse, Jamala, mit dem sensationellen ‚Smile‘, welches sie am Finalabend leider aus offensichtlicher Nervosität komplett in den Sand setzte.

Bei der Alten piept’s, aber richtig! Zlata Ognevish und ‚Kukushka‘

Mit den beiden letztgenannten Nummern gehen den Eurovisionszuschauern leider zwei der abgefahrensten Kultknaller aller Zeiten verloren – man fragt sich wirklich, ob das die Langzeit-Auswirkungen des radioaktiven Fallouts von Tschernobyl sind oder wie ein Mensch sonst auf solche, hart an der Grenze zwischen Genialität und Wahnsinn verlaufenden Gesamtkunstwerke kommt. Eigentlich hätte ich beide Songs gerne in Düsseldorf gesehen. Kann die EBU nicht anstelle der überflüssigen (und ohnehin kaum gesehenen) Junior-Eurovision einfach einen zweiten Eurovision Song Contest mit den bei den Vorentscheiden gescheiterten, aber für die geschmackliche Bildung Europas unverzichtbaren Beiträgen organisieren? Stattdessen müssen wir noch eine weitere in schlechtem Englisch dargebotene, flehende Ballade über das beim Grand Prix mindestens genau so sehr wie Karusselle oder Telefone beliebte Thema „Engel“ ertragen, begleitet von halbnackten Tänzern mit Engelsflügeln (wie schwul ist das denn bitte?) und einem Spiegelkabinett. Ganz toll!

Mittlerweile wird schon das Jodeln in Billglohnländer ausgelagert: Jamala und ‚Smile‘

Doch zwei Tage nach dem Finale brach erneut Chaos und Konfusion aus in der Ukraine! Am Mittag des 28.02. berichtete die russische Eurovisionsseite ESCkaz, dass eine der Jurorinnen, im Nebenberuf Vizepräsidentin des ukrainischen Staatsministeriums, eine Untersuchungskommission einberufen lassen wolle, da sie das Abstimmungsergebnis anzweifle. Sie habe bereits während der Livesendung angekündigt, dass aus ihrer Sicht nur Jamala oder Anastasia Prihodka dem Land ein gutes Ergebnis bringen könnten. Nur wenig später kündigte Frau Newton an, dass sie in Düsseldorf nicht ‚Angels‘ singen wolle, sondern einen neuen Song. Das lehnte das ukrainische Fernsehen jedoch ab. Schließlich gab der Sender am Nachmittag bekannt, dass es am Donnerstag, dem 3. März 2011, eine weitere Abstimmung folgen lassen wolle, mit den drei Erstplatzierten der Samstagssendung. Als da wären: Mika Newton, Jamala (hurra!) und Zlata Ognevich (hip-hip-hurra!). Diesmal wolle man technisch sicherstellen, dass von jedem Telefon aus nur eine Stimme gezählt werde. Wohl aus der Sorge um Manipulationsversuche habe man bereits am Samstag das ursprünglich zu 10% in die Endwertung mit einfließen sollende Internetvoting kurzfristig gecancelt. Oder weil dem Sender das Ergebnis nicht passte, wer weiß das schon.

Kukushka, der offizielle Videoclip

Tags darauf ging die Saga weiter: Wie esctoday berichtete, schmiss nun die internationale Fan-Favoritin Jamala die Brocken hin. „Ich möchte mit den Manipulationen, der Korruption und den Zielen bestimmter Personen nichts mehr zu tun haben“, erklärte sie in einem Statement zum Verzicht auf die Teilnahme am Königinnenstechen auf ihrer Homepage. Sie äußerte starke Zweifel daran, ob es bei der neuerlichen Auswahl mit rechten Dingen zugehen werde: „Ich bin ziemlich sicher, dass die verantwortlichen Organisatoren alles tun werden, um zu beweisen, dass sie Recht hatten“. So befürchte sie eine „erneute Demütigung“ im Falle einer Teilnahme, freue sich aber, dass drei Mal so viele Menschen für sie angerufen hätten als für die Siegerin am Samstag. Damit bezog sie sich auf das Geständnis des Produzenten von Mika Newton (nicht zufällig David Brandes, nein?), der zugab, selbst mehrere hundert mal für seinen Schützling angerufen zu haben. Was ja allerdings bislang auch nicht verboten war.

Leider raus: die sensationelle Jamala. Genießen wir stattdessen ihr drogenbuntes Video!

Doch schon einen Tag später, am 2. März, zerplatzten alle Hoffnungen, wir könnten uns doch noch auf das unschlagbar whacke ‚Kukushka‘ freuen: wie ESCkaz am Morgen berichtete, sagte nun auch Zlata Ognevich ab. Sie habe sich gestern schwer das Bein verletzt und könne bis Mitte März nicht auftreten, ließ die letzte verbliebene Konkurrentin von Mika Newton ausrichten. Sie verband diese Ankündigung mit einem ausdrücklichen Dank an den ukrainischen Sender für „das transparente Voting“ und den „exzellenten Level auf allen Ebenen des Vorentscheidungsverfahrens“. Sehr lustig. Das klingt für mich so ein bisschen, als habe sie gestern Besuch von ein paar robusteren Herren bekommen, die sie und ihr Bein mit ihrem Baseballschläger Bekanntschaft schließen ließen. Der Sender bestätigte später am Tage offiziell, dass es keine erneute Abstimmungsrunde mehr gebe und Mika Newton nunmehr die Ukraine in Düsseldorf vertritt. Und zwar mit dem ursprünglich geplanten Titel, ‚Angel‘. Den Mika, die anstelle der hauchzarten Ballade lieber etwas Handfesteres singen wollte, dann allerdings nach ihren Vorstellungen umbauen liess. Und es tatsächlich schaffte, den Charakter des Liedes vollständig zu zerstören.

Hier der finale Eurovisionsremix von ‚Angel‘

Puh, was für ein Drama, oder? Als kleines Entschädigungsbonbon folgen umseitig noch ein paar unverzichtbare Trash-Highlights aus dem ukrainischen Vorentscheidungsverfahren. Möge uns dieses Teilnehmerland noch lange erhalten bleiben!

36 thoughts on “Smai – ha – ha – ha – hail! (UA 2011)

  1. was habe ich mich gefreut als ich gelesen habe, dass mein lieblingstitel in der ukraine gewonnen hätte. kurz darauf dann die ernüchterung: auf englisch verliert er vollständig seinen zauber und reiht sich in die parade der belanglosen balladen perfekt ein. schade. 👿

  2. ach, was hätte ich gelächelt, wenn fräulein jamala das geschafft hätte – das wäre doch mal ein wunderbarer griff in die retrokiste gewesen. sensationelle anklänge an wettbewerbe der frühen 60er 🙂 schade drum – den schließlich nominierten beitrag kann man wohl unter ’schnell vergessen‘ verbuchen, oder?

  3. Wie schwul ist das denn bitte? Wahrscheinlich genauso schwul wie das Lovechild zwischen Miro und Elnur. Ansonsten kann ich zu dem Beitrag nur sagen ‚Schadenfreude ist die schönste Freude‘. Dass es keiner der drei klaren Fanfavoritinnen geschafft hat, hat dann doch irgendwie für Heiterkeit bei mir gesorgt. 😛 Wenn die Ukrainer nicht völlig geschmacksverstört sind, dann schicken sie die ukrainische Version und nicht die englische, die sich aufgrund ihrer Belanglosigkeit und der fehlenden Seele ohne Probleme in die bereits vorhandenen Schnarchballaden einreicht. Oder glaubt Halbeuropa, dass nach zwei schnelleren Liedern jetzt mal wieder eine Ballade den Wettbewerb gewinnen müsste?

  4. Ich habe schon im Vorfeld geahnt, dass gar Großes im ukrainischen Vorentscheid geschehen wird und habe es daher nicht bereut, der ersten richtigen Sternstunde dieses noch jungen Jahrtausends in der TV-Geschichte mitverfolgt zu haben. Die Ukrainer wissen wirklich, wie man Fernsehen macht – Party, Party, Party ohne Ende. Mit souveräner Moderation. Ein musikalischer Leckerbissen nach dem anderen. Klar, dass dabei das Publikum im Saal voller Enthusiasmus mitgeht… Kurze Zusammenfassung des Geschehenen: Startnr. 1 – die Ognevich. In allen Punkten verschlimmbessert im Vergleich zum Halbfinale, inklusive Stromschlagfrisur und neckischem Faschingshütchen aufm Kopp. Dann eine der vielen Auffüllkandidatinnen der Veranstaltung. Danach redet sich der Methusalem der Moderatorenriege, deren Anzahl gefühlt dieselbe war wie die vorgestellten Acts stoisch einen Wolf, um daraufhin in die viertelstündige(!) Nachrichtenpause(!) zu leiten… …nach 15 Minuten – die beiden schon aufgetretenen Kandidatinnen spritzten bestimmt schon Gift und Galle, weil man sie mittlerweile schon wieder vergessen hat – geht’s auch schon wieder zügig weiter. Weitere Auffüllkandidaten dürfen ihr Bestes geben und sie werden – was sich wie ein roter Faden durch die Show zieht – höchst individuell vor- bzw. herausgestellt: von protegiert bis stiefmütterlich. Bei Kandidatin 6 hält zuvor sogar ein Juror(!) eine salbungsvolle Rede, sie anzupreisen. Immerhin berechtigt, denn es handelt sich um Jamala, die Hervorstechendste und auf grausamste Weise Originellste des Jahrgangs. Ich finde übrigens, Lied wie Sängerin von Anfang an generell in den Sand gesetzt. Aber genau das ist ja das Geniale. Nach diesem denkwürdigen Auftritt, gibt es erst mal eine von mehreren Werbepausen. Der Internet-Zuschauer bekommt Ausschnitte aus den Halbfinalpausen vorgesetzt. Und ich lege beim Bericht auch ’nen kurzen Break ein…

  5. …nachdem der Eurovisions-Jingle seinen letzten Ton abgegeben hat, singt plötzlich aus heiterem Himmel, ganz ohne Vorwarnung, eine der Moderatorinnen ein Lied. Kann ich gut verstehen, denn die Masse an Moderatoren will ja auch irgendwie beschäftigt werden. Danach geht’s weiter mit viel reden, wenn der Kandidat besonders herausgestellt werden soll, mit bloßem Durchwinken, wenn man dem Teilnehmer pure Verachtung demonstrieren will, und immer wieder Werbung. Ganz viel Drumherum machen sie z.B. um Eduard Romanyuta. Für ihn gilt übrigens nicht der Satz ‚DAS wäre Ihr Preis gewesen‘, sondern ‚DAS wäre Ihre Wichsvorlage gewesen‘. Ehrlich gesagt: Damit wäre ich hoch zufrieden gewesen für Düsseldorf. Gar Unerhörtes passiert kurz danach, bei Startnr. 15: Man stellt fest, es waren statt der erlaubten 6 ganze 7 Hansel auf der Bühne. Skandal. Es entspinnt sich das, was den ganzen Abend Hauptzweck der Veranstaltung war – es wird ausführlich drüber geredet. Dabei hatte Ruslana, eine der Jurorinnen, den Schlüssel zur Lösung des Problems in der Hand: Bei dieser Dorffestveranstaltung könne man auch mal siebene gerade sein lassen und das Missgeschick tolerieren. Ruslana ist natürlich nicht so ehrlich, die Veranstaltung so zu titulieren, ansonsten hat sie aber vollkommen recht. Doch das wäre natürlich viel zu einfach. Wo sich doch endlich wieder eine Chance auftut, hemmungslos drüber zu diskutieren… Während sie das tun, schnaufe ich nochmals kurz durch…

  6. …nach zehn Minuten ist die Kandidatin disqualifiziert! Ordnung muss sein! Woll! Dass zuvor schon ein anderer disqualifiziert wurde, erfahre ich erst am Ende der Sendung. Vielleicht, weil der Sänger ein paar Zeilen mit viel Konzentration und gutem Willen fast verständlichem Deutsch in den Song eingebaut hat. Oder weil dem Jury-Präsidenten, Fernseh-Intendanten oder sonstwem dessen Nase nicht passte. Jedenfalls stürmt nach diesem Eklat der der Moderatoren-Onkel vor jedem Act auf die Bühne, sollten mehr als drei Leute auf selbiger stehen, um nachzuzählen, ob auch alles seine Ordnung hat. Kein Witz! Nachdem der letzte (Wettbewerbs-)Ton gesungen ist, ausführlich Werbung gezeigt wurde und geredet, geredet, geredet und zur Abwechslung nochmals geredet worden ist, kommt ganz zügig das Urteil: Mika Newton muss nach Düsseldorf fahren mit ihren halbnackerten Engelchen. Und einem Text im Gepäck, wie er Standard in diesem ESC-Jahrgang ist. Ein absolutes Must have. Das Publikum tobt dementsprechend vor Begeisterung. Für den Sender war es garantiert enorm schwer, dieses handverlesene Publikum zu finden, welches so viel Gleichmut mitbrachte, diese Show zu überstehen. Dementsprechend dürften auch kaum mehr als 150 im Saal gewesen sein. Die machten es mir nach dem einen oder anderen Act auch ziemlich schwierig herauszuhören, ob sich zwei oder drei Händepaare für den Bruchteil einer Sekunde zu einem Applaus aufraffen konnten. Wahrscheinlich hat sich die Mehrheit des Publikums stattdessen lieber an ihren Micky Maus-Heftchen festgehalten, die interessanter waren als all das, was sich auf der Bühne abgespielt hat…. Ich habe noch nie eine TV-Show gesehen, die trotz ihrer Verschnarchtheit dermaßen aus dem Ruder gelaufen ist. Das muss man erst mal können. Zusammengefasst: Ein Abend der Groteske – ganz großes Kino. Danke, Ukraine 😆

  7. Na, wenigstens schaut Mika soweit ganz brauchbar aus. Dafür gibt’s einen Trostpunkt, aber das muss dann auch reichen… 😉

  8. Da dieses Gejaule vom letzten Mal (‚All those fillings‘) aus unerfindlichen Gründen so gut angekommen ist, wird das da diesmal wohl ebenso gut abschneiden.

  9. Da zeigt sich mal wieder, wie so was in der Ukraine entschieden wird. Jeder, der ein faires Votingverfahren erwartet hatte, kennt wohl kaum die ukrainischen Umstände. 2012 ist ja die EM und sie erfordert viel aufwendige Organisation. Da kann sich Ukraine doch nicht leisten, auch noch den ESC zu gewinnen (was mit Zlata eventuell passieren könnte, also haben sie höchstwahrscheinlich die Wahl so manipuliert, wie’s ihnen passte.

  10. Die Organisation des ESC und die der Fußball-EM (die man gemeinsam mit Polen stemmt) schließen sich bestimmt nicht aus, eher im Gegenteil. Gerüchtehalber soll eine EM manchmal sogar Profit abwerfen. Aber stimmt schon, die beiden Veranstaltungen würden sich ein bisschen gegenseitig in die Parade fahren. Zum Lied: Hm. Nicht ganz so meins, aber ich sehe da Parallelen zu einer gewissen Isländerin. Halbwegs attraktive Blondine, Ballade, einigermaßen stimmsicher – das könnte, wenn es halbwegs gut vorgetragen wird, ein Sleeper sein.

  11. nääääääää Mika mit Yohanna zu vergleichen! Auf Mika trifft die Beschreibung ‚einigermaßen stimmsicher‘ zu, mit Betonung auf ‚einigermaßen‘. Da gibt es zwischendurch schon arge Schwächen. Kein Vergleich mit der wirklich stimmsicheren Yohanna.

  12. großartiges Kino Ja, die Veranstaltung war wirklich super. Wer das nicht gesehen hat, hat wirklich was verpasst. Was eigentlich für die ganze groteske Auswahl gilt. Oder hat wirklich jemand völlig verstanden, wie plötzlich Halbfinales nachträglich zu Viertelfinales werden, bereits ausgeschiedene Kandidaten merkwürdigerweise wieder auferstehen usw. Was den Ausgang betrifft: es gibt natürlich Schlimmeres als Mika, aber es hätte eben auch wesentlich Besseres gegeben. Womit ich vor allem Zlata Ovgenich (The Kukushka) meine, meinen klaren Fave. Aber selbst mit der von mir eigentlich gehassten Jamila wäre ich zufriedener gewesen. Im Finalauftritt hat sie wesentlich sauberer gesungen als früher, und von daher ist die Komik nun klar erkennbar gewollt. Schade.

  13. Einspruch! Das ‚Gejaule‘ letztes Jahr war ein Super-Auftritt und einer meiner Favoriten (wobei mir schon klar war, dass das nur bei wenigen ankommt). Müssen denn alle Lieder immer gute Laune verbreiten? Vielleicht verstehe ich jetzt langsam, wieso das ‚gay‘ heißt 🙂

  14. Und in punkto Attraktivität befindet sich Yohanna auch noch ein paar Levels oberhalb der durchaus ansehnlichen Mika. 😉

  15. Bananenrepublik Das ist doch echt nicht zu fassen. Egal wie gut oder schlecht mir das Ergebnis gefällt, der Prozess selbst ist ja – wie offenbar jedes jahr – eine totale Katastrophe. Also könnten wir uns vielleicht unsere Emotionen bezüglich der Beiträge besser völlig sparen und in stoischer Gelassenheit abwarten, da sich morgen sowieso wieder alles ändern wird. Es ist ja nicht nur die Androhung der Untersuchungskommission. Auch Frau Newton hat jetzt geäußert, dass sie lieber ein anderes Lied singen möchte. Das nenne ich Demokratie!

  16. So ein Pech…. Ärgerlich: es gibt eine neue VE mit Zlata, Mika und Jamala. Sicher gewinnt jetzt der größte Horror von allen….da kann einem Musikliebhaber schnell das 🙂 vergehen. Einen Winehouse-Clon auf Crack live aus der Nervenheilanstalt anzusehen und zu hören ist nicht gerade ein Vergnügen.

  17. Loriot ? Jetzt gibts also neben Isaak Newton noch die Jodelschnepfe und die Winselstute zur Auswahl…. Wenn da mal nicht Loriot seine Finger im Spiel hatte 8)

  18. So, Jamala ist laut esctoday raus. Sie will nicht weiter an dieser Manipulations-Geschichte beteiligt sein…was ich nachvollziehen kann. Wann genau ist es für das Land, das von 2004 bis 2008 einen ersten und zwei zweite Plätze geholt hat, derart abwärts gegangen? Man sieht mich verwirrt…

  19. Au ja! *klatsch-klatsch-klatsch* Die sollen endlich genug von ihrem eigenen Hickhack haben – was ich nicht glaube, die brauchen das irgendwie – und die kleine, geile Wichsvorlage direkt nominieren! Träume sind für alle da….okay, das war ein arg verunglückter deutscher Beitrag. Also wird’s nix damit…

  20. stop that shit hat man denn nicht bei der EBU mal ein Einsehen, dass sowas nicht geht ?? Wegen mir könnte man diese komische Bananenrepublik für alle Zeit und Ewigkeit in hohem Bogen aus dem Wettbewerb kicken – würde irgendwer irgendwas vermissen ?

  21. Engel VS Kukuck Zlata ist Kult und wenn alles mit rechten Dingen zugeht, wird sie gewinnen – da sie schlicht sehr viel bekannter ist, als Frau Newton.

  22. ICH würde so was vermissen. Es ist nun, seit ich das letzte Mal hier reingeschaut habe, ein halber Tag vergangen. Und nix Neues an der ukrainischen Chaos-Front. Die lassen nach! Wo sind die korrupten….ähm, kreativen Köpfe, die sich was Neues einfallen lassen???

  23. Und schon gibt es wieder Neues! Sie enttäuschen uns doch nicht, unsere ukrainischen Unterhaltungsmeister! Und ja, mir würde ohne die jährliche ukrainische Saga auch etwas fehlen. Bestes Popcorn-Kino, eigentlich müsste man den Sender für die Emmys nominieren!

  24. Zum Glück Dieser Song muss nach Düsseldorf und zwar auf ukrainisch. Endlich mal ein Song aus der Ukraine, der mir gefällt. Jamela wäre auch ok, aber der Kuckuck-Song geht ja mal gar nicht. Außerdem, seit wann soll solang gewählt werden, bis das Ergebnis den Herren passt? Und nächstes Jahr bitte keine Ukraine, Aserbaischan und Weißrussland mehr beim ESC. So oft wurden hier Abstimmungen missachtet.

  25. Okay, Ukraine ist nachvollziehbar. Weißrussland reißt auch gern mal solche Stunts – aber Aserbaidschan? Wann und wo? Hab ich was nicht mitbekommen?

  26. Okeee….ich bin überzeugt, dass morgen eine Entscheidungsshow stattfindet und Mika Newton weiß gar nichts davon. Vielleicht graben sie ja noch mal Vasyl Lazarovich aus, weil sie ihn letztes Jahr nur semi-fair behandelt haben 😆

  27. JETZT verstehe ich das System der Ukraine: Die wollen hier einfach nur die meisten Kommentare abgrasen, weshalb ihnen keine Mühen zu groß sind, solchen Budenzauber zu veranstalten. Sehr tricky und erfolgreich.

Oder was denkst Du?