ESC 1978: Meile um Meile um Meile

Logo des Eurovision Song Contest 1978

Das Jahr des Weichzeichners

Erstmalig in diesem Jahrzehnt (und letztmalig überhaupt) kam das in den sechziger Jahren so vom Eurovisionserfolg verwöhnte Frankreich wieder zu Gastgeberehren. Was das aus einer aufgedonnerten Schabracke und einem schätzungsweise weit über hundertjährigen Sportreporter bestehende Moderatorenpaar 1 zum Anlass nahm, die Zuschauer zu belehren, dass selbstverständlich ihr Land bislang am häufigsten gewonnen habe. Tja: Hochmut kommt vor dem Fall! Die Bildregie des französischen Fernsehens überzog die Sendung mit einem Weichzeichnerschleier nach Art der Zärtlichen Cousinen, der sämtliche Darbietungen optisch zu einem einzigen pastellfarbenen Matsch zusammenschmolz. Was perfekt mit dem bombastischen, unsauberen Klangbrei harmonierte, den das schon ostentativ desinteressierte Orchester produzierte und der alle Beiträge auf seifige Fahrstuhlmusik reduzierte. Da musste man sich schon sehr viel Mühe geben, um aufzufallen.

Einer, der das schaffte, war der Norweger Jahn Teigen. Der hatte sich in seinem Lied vorgenommen, ‘Mil etter Mil’ zurückzulegen, was er dann auch hüpfend und joggend auf der Bühne vollführte. Seine Aufmachung war die eines Dorftrottels in einem schlechten Klamaukstreifen. Mittelscheitel, Greta-Garbo-Sonnenbrille, aufgestellter Vatermörderkragen, extrem dehnbare Hosenträger und eine angeklipste goldene Stoffrose bildeten ein optisches Ensemble des Grauens, welches sich mit der musikalischen Nichtigkeit seines Songs, unmotivierten Luftsprüngen und seinem Vokalvortrag, einer Mischung aus Flüstern, Sprechgesang und dissonantem Gekreische, zu einer homogenen Einheit verband. Teigen erntete für seine Mühen aus Europa exakt null Punkte. Eine völlig gerechte Bewertung, die ihn als ersten Nilpointer in der Geschichte des neuen, bis heute gültigen Wertungssystems unsterblich machte. Aus purer Dankbarkeit kehrte Jahn, seither in seinem Heimatland ein Kultstar, noch zwei Mal zum Contest zurück.


Norwegens berühmtester Punkrocker: der große Jahn Teigen!

Italiens Superstars Ricchi e Poveri konnten zwar mit einer aufregend schönen Sängerin mit einer fabelhaften Löwenmähne punkten, doch das französische Orchester zermanschte ihr eigentlich hübsches ‘Questo Amore’ genauso wie den bereits zwei Jahre (gefühlt: zweihundert Jahre) alten Beitrag des Gastgeberlandes, der ganz klar gesetzt war, um das ungeliebte Festival mit dieser komischen Musik nicht noch mal in Paris veranstalten zu müssen. Was an den vergreisten, stur frankophonen Jurys beinahe gescheitert wäre! Joel Prévost jedenfalls wirkte wie die Tunte aus ‘Ein Käfig voller Narren’, die sich zu diesem Anlass ausnahmsweise mal als Mann verkleidete. Portugal, das in der Vergangenheit mit traurig verpackter Lyrik stets baden ging, probierte es diesmal mit der so beliebten Grand-Prix-Mischung aus Synchrontanz und international verständlicher Lautmalerei. ‘Dai-li-dou’ erhielt trotzdem nur fünf Punkte. Spanien schickte unter dem Tarnnamen José Velez den großartigen Stand-up-Comedian und Moderator der Grand-Prix-Fanclubtreffen des ECG, Sascha Korf, dem es irgendwie gelang, in seinem Song ‘Bailemos un Vals’ sowohl die Melodie der Strauß-Operette ‘Wiener Blut’ als auch die französische Leadzeile ‘Voulez-vous danser avec moi’ unterzubringen. Chapeau!


Ein Küsschen von Jahn Teigen für die italienische Bo Derek

Die in einer Kakophonie schreiender Farben grell kostümierte britische Band Coco (auch nicht mehr gerade die A-Liste des Pop) erzielte mit den ‘Bad old Days’ für ihr Land erstmals ein Ergebnis außerhalb der Top Ten. Zumindest Cheryl Baker konnte diese Scharte drei Jahre später als Teil von Bucks Fizz auswetzen. Selbst wenn man unterstellt, dass die Jurys aus lauter Hundertjährigen bestanden, so bleibt es dennoch unverständlich, weswegen ausgerechnet der Belgier Jean Vallée mit seinem bereits 1956 als verstaubt hätte gelten müssenden ‘L’Amour, ca fait chanter la Vie’ den zweiten Platz belegte, während das allerliebste holländische Trio Harmony, bestehend aus einem sexy Schwarzen (der auch den deutschen Kommentatoren Werner Veigel in rassistischer Prosa entflammen ließ), der schwulen Version von Wolle Petry und einem Mädel mit zeittypischer Krisseldauerwelle, mit dem optimistischen, niedlich getanzten Durchhalteschlager ‘T is ok’ im Mittelfeld verendete. Das türkische Quartett Nazar brachte das Kunststück fertig, ihre beiden Sängerinnen auch ohne Kopftuch und Burka korangerecht zu verhüllen: sie steckten sie einfach in nicht taillierte, zehn Nummern zu große Folklorefummel von solcher Hässlichkeit, dass jeder Zuschauer automatisch den Blick abwenden musste, um nicht spontan zu erblinden.


“Die Farbigen haben wirklich den Rhythmus im Blut!” (W. Veigel) (NL)

Das monegassische Duo Caline und Olivier Toussaint tischte uns zu peitschenden Disco-Beats (na ja, so peitschend, wie es das gelangweilte Orchester eben hinbekam) und einer hübschen Melodie die faustdicke Werbelüge auf, in den ‘Jardins du Monaco’ träfen sich allabendlich die Filmstars der Welt auf ein romantisches Stelldichein. Nur weil Fürst Rainier dort vielleicht mal mit seiner Grace Kelly “Wo ein Wille, da auch ein Gebüsch” spielte? Griechenland, das heuer erstmals bei derselben Veranstaltung wie die Türkei auftrat, ohne dass der Himmel einstürzte oder kriegerische Handlungen ausbrachen, versuchte sich an einer Ode an seinen bekanntermaßen größten nationalen Star ‘Charlie Chaplin’ 2, von Tania Tsaziki Tsanaklidou aus dem Dörfchen Drama (!) in stilechter Kostümierung vorgetragen. Während die nach langer Abstinenz wieder startenden Dänen vier offensichtlich geklonte, lobotomierte Jungs namens Mabel schickten, deren Einstiegsfrage “Was stimmt mit mir nicht” bereits ein simpler Blick in den Spiegel beantwortet hätte. Ihre sinnlos-fröhliche Nichtigkeit ‘Boom Boom’ erfuhr mit dem sechzehnten Rang eine genauso gerechte Bewertung wie die einen Platz besser abschneidende österreichische Schlagerkappelle Springtime mit der grauenhaft sinnfreien Liebeserklärung an die “Nobelhexe” (sprich: Edelhure) ‘Mrs. Caroline Robertson’. Gruslig.


Tschäplin spricht sich der Mann, über den Du da singst, Hase. Mit “ä”! (GR)

Die deutsche Vertreterin Ireen Sheer, die im Vorfeld nur wenig Unterstützung für ihren zündenden Discoschlager ‘Feuer’ erhielt, machte ihre Sache gut in Paris: im langen weißen Kleid kam sie auf die Bühne, den dazugehörigen weißen Kragen warf sie pünktlich zu Beginn des Refrains mit Schwung weg: somit ist nicht, wie in Eurovisionsfanclubkreisen gerne behauptet, Kroatien der Erfinder des Grand-Prix-Strips (der Teilentkleidung beim Singen), sondern Deutschland! Dazu legte sie das Köpfchen schief und schüttelte in äußerst possierlicher Weise ihre äußerst possierliche Fönfrisur. Schade nur, dass das Orchester dazu ein unfasslich schleppendes Arrangement spielte, das mit dem Original des Songs ungefähr so viel zu tun hat wie Tosca mit einem Parfüm. Meuchelmord ist noch das Mildeste, was man über die Leistungen der französischen Instrumentenquäler sagen kann. Platz sechs war der Lohn für Ireens Mühen: im Lichte der schwachen Konkurrenz ein doch arg enttäuschendes Ergebnis, zumal es diesmal ein Discosong bis an die Spitze schaffen sollte.


Wer hat mein Lied so zerstört? (DE)

Wenn auch skandalöserweise nicht der des luxemburgischen Eurovisionsprojektes. Für den wohlhabenden Winzstaat gingen die in Deutschland produzierten und mit ‘Yes Sir, I can boogie’ bereits zu europaweitem Hitruhm gekommenen spanischen Discoköniginnen Baccara an den Start. Ihr – musikalisch eng an ihren größten Hit angelehnter – Song hieß ‘Parlez-vous français?’. Was besonders amüsierte, da es die Spanierinnen offenhörbar nicht taten. Mit sehr hartem Akzent pflügten sie durch den Text, der auch erst in der englischen Fassung seinen Witz richtig entfaltet. Französischen Muttersprachlern dürfte sich während dieser drei Minuten wohl mehrfach der Magen umgedreht haben. Mayte und María tanzten dazu in adorierenswerter Weise auf wolkenkratzerhohen Pfennigabsätzen eine fantastische, raumgreifende Choreografie, bei der die Röcke ihrer 14.000 € teuren Dior-Kleider (selbstverständlich in ihren Stammfarben schwarz und weiß gehalten) nur so flogen. Alleine dafür, dass sie bei der letzten Drehung nicht über die Mikrofonkabel stolperten, hätte ihnen ohne Weiteres der Sieg gebührt.


Pahle wu Franzäh? Baccara schänden die Sprache der Liebe (LU)

Dass sie selbst aus Deutschland keine Punkte erhielten, belegt einmal mehr, dass man die Jurymitglieder in diesen Tagen aus den Pflegestationen der nationalen Altenheime zwangsrekrutierte. Und zwar ausschließlich unter jenen Patienten, die sowohl Seh- wie Hörkraft bereits völlig eingebüßt und bei denen der Alzheimer jede Erinnerung an die Zeiten nach 1950 definitiv ausgelöscht hatte. Zumal ‘Parlez-vous Français’ kommerziell ein Hit wurde (DE #21, AT #18, SE #8). Diese groteske Fehlentscheidung beschleunigte natürlich den bereits begonnenen Prozess, dass etablierte Künstler dem Wettbewerb zunehmend fernblieben, bei dem Zeitgemäßes ja scheinbar nicht mehr gefragt war und man stattdessen die immergleichen Klischees – angestaubtes frankophiles Chanson oder sinnlos flotte linguistische Narretei – bepunktete. Leider folgte die überfällige (und mittlerweile wieder zur Hälfte zurückgedrehte) Reform des Wertungswesens erst zwei Jahrzehnte später, nachdem der Grand Prix jedweden Kredit endgültig verspielt hatte.


Kaum steht eine Frau 3  am Dirigentenpult, können die Franzosen spielen! (IL)

Der Israeli Izhar Cohen und sein Begleitchor Alpha-Beta sangen ‘A Ba Ni Bi’ in einer Art Kindersprache und begründeten so das Genre der Kibbuz-Disco: ein juvenil-fröhliches Liedchen, das die Liebe unter den Menschen und den Weltfrieden thematisiert, zu dem man sich gleichzeitig aber auch den Arsch abzappeln kann. Und das in dieser Art und Weise eben nur und ausschließlich die Israelis hinbekommen. Um die Tanzbarkeit ihres Titels zu demonstrieren, führten der mit einem beeindruckenden Afro ausgestattete Izhar und seine Backgroundsänger eine sehr synchrone, auf engstem Raum am jeweiligen Standplatz hinter den Mikrofonen zelebrierte Kompakt-Choreografie vor, ab diesem Jahr das optische Markenzeichen aller israelischen Beiträge. Ihr Sieg, den sie vor allem der Komponistin Nurit Hirsch verdankten, der es in ihrer Doppelrolle als Dirigentin als Einziger gelang, dem französischen Orchester klar strukturierte Töne im richtigen Tempo zu entlocken, löste im Heimatland einen tagelang andauernden nationalen Freudentaumel aus. Und zahlte sich auch in klingender Münze aus: # 22 in Deutschland, # 21 in Österreich und gar # 4 in den schweizerischen Charts.

Eurovision Song Contest 1978

Concours Eurovision de la Chanson. Samstag, 22. April 1978, aus dem Palais des Congrès in Paris, Frankreich. 20 Teilnehmerländer. Moderation: Dénise Fabre und Leon Citron.
#
Land
Interpret
Titel
Punkte
Platz
01IEColm WilkinsonBorn to sing08605
02NOJahn TeigenMil etter Mil00020
03ITRicchi e PoveriQuesto Amore05312
04FISeija SimolaAnna Rakkaudelle tilaisuus00218
05PTGeminiDai-li-dou00517
06FRJoel PrévostIl y aura toujours les Violons11903
07ESJosé VelezBailemos un Vals06509
08UKCocoBad old Days06111
09CHCarole VinciVivre06510
10BEJean ValléeL'Amour ça fait chanter la Vie12502
11NLHarmony'T is okay03713
12TRNazarSevince00219
13DEIreen SheerFeuer08406
14MCCaline & Olivier ToussaintLes Jardins du Monaco10704
15GRTania TsanaklidouCharlie Chaplin06608
16DKMabelBoom Boom01316
17LUBaccaraParlez-vous Français?07307
18ILIzhar Cohen + Alpha BetaA Ba Ni Bi15701
19CHSpringtimeMrs. Caroline Robertson01415
20SEBjörn SkifsDet blir alltid värre framåt Natten02614

Notes:

  1. Ein Novum: bis 1977 gab es stets nur einen Gastgeber.
  2. Das schweizerische Trio Peter, Sue & Marc wollte eigentlich mit einem gleichnamigen Loblied zum Grand Prix, scheiterte aber in der deutschen Radiovorentscheidung an Ireen Sheer.
  3. Auch wenn der deutsche Kommentator Werner Veigel hartnäckig von “einem der führenden Komponisten Israels” sprach: Nurit Hirsch ist eine Frau!
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  • Ospero

    Oh Himmel… Ein Sieger, der in die Top 5 der unwürdigsten ESC-Sieger aller Zeiten gehört (genauso wie der des Folgejahres). Ein deutscher Beitrag, der bis an die Schmerzgrenze bei Abbas ‘Money, Money, Money’ abgekupfert war. Ein luxemburgischer Beitrag, mit dem Baccara Autokannibalismus der übelsten Sorte betrieben. Einzige Höhepunkte: der großartige Jahn Teigen (und übrigens, in der Studiofassung ist das Lied hörbar. Die grausame Orchestrierung und der etwas … extravagante Auftritt haben es ruiniert) und die Griechin. ‘Charlie Chaplin’ ist genau die Sorte Lied, die man auf Griechisch singen sollte: flott, mit einer Ohrwurmmelodie und einem sehr eingängigen Text (ja, auf Griechisch. Go figure). Ansonsten warfen hier die Achtziger ihren Schatten voraus…

    • chroma

      Feuer Money, money, money Da möchte ich Ihnen, was den Vergleich betrifft widersprechen, Ospero; ‘Feuer’ und ‘Money, money, money’ sind zwar beide in Moll, bei beide beginnen die Strophen mit einem Synthesizer-Intro, das Sie wohl vor allem meinen, und das mit der Quinte, aber ansonsten besitzen diese beiden Lieder kaum Gemeinsamkeiten. Was das Orchester betrifft – in der Tat haarsträubend – aus nicht nachvollziehbaren Gründen anscheinend angewiesen, ‘Feuer’ in der Art eines Tango zu spielen, allerdings als einen gar nicht feurigen…

  • Anonymous

    Kann da Ospero nicht ganz zustimmen: ich finde das der israelische Siegetitel klar der beste Beitrag des Abends war – allein schon weil es einer der wenigen Songs war, den das unfähige Orchester nicht komplett zu einem flachen Soundmatsch zusammenschmolz. Und ja, die Choeographie finde ich zum hinknien! Außerdem sollte es vorerst für längere Zeit der letzte Beitrag sein, der wenigstens noch ein bisschen an aktuellen Musikgeschehen angelegt war (in diesem Falle Disco)… Hörenswert waren/sind meiner Meinung nach auch die Sheer (D), Nazar (TR) und das putzige ‘Jardin du Monaco’ (MC), zumindest in der Studioversion, live war’s natürlich drei Klassen schlechter.

    • Ospero

      Gut, zum Thema, wie es am Abend selbst rüberkam, kann ich mich leider nur selten äußern. Ich habe nun mal nicht alle ESCs auf Video oder DVD, und das war irgendwie vor meiner Zeit (ich bin Jg. 1979). Stimmt aber schon, das Orchester war entsetzlich.

  • Aufrechtgehn

    @Ospero: Mil etter Mil Du hast übrigens Recht, was die Hörbarkeit der Studiofassung von ‘Mil etter Mil’ angeht. Die Tage lief das zufälligerweise auf meinem iPod. Ich hab das erst gar nicht erkannt, bis der Refrain einsetzte. Dachte aber: ‘och, was für ein hübsches, sanftes, unaufdringliches Lied’. :D

    • Ospero

      Dafür kann ich leider nicht die Lorbeeren einheimsen; darauf hat mich Tim Moore gebracht. Ebenso wie auf die musikalischen Qualitäten von “Aldri i livet” und “Antes do Adeus” sowie die zumindest interessante Konstruktion von “Opera”.

      Ich habe kürzlich endlich mal angefangen, mir die 1970er-ESCs anzuhören. Ich muss meine Meinung von oben revidieren, dieser Jahrgang bietet doch tatsächlich noch zwei Lieder, die ich inzwischen sehr mag: “Boom Boom” (wie beim von mir ausgegrabenen Youtube-Clip behauptet, heutzutage ein Kulthit in Dänemark, und das kann ich absolut nachvollziehen) und – Guilty-Pleasure-Alarm! – “Mrs. Caroline Robinson”. “Feuer” ist ebenfalls nicht so verkehrt.

      Und was bitte ist mit den ganzen Videos los? Da wurden nicht nur die Clips entfernt, sondern (der Fehlermeldung zufolge) gleich das ganze Youtube-Konto aufgelöst. Ich hoffe doch, das findet sich irgendwann wieder…

      • http://www.aufrechtgehn.de/ Oliver Rau

        Danke für den Hinweis! Das wird wirklich immer schlimmer mit dem YT-Konten-löschen. Ich arbeite mich gerade durch die Jahrgänge und bessere nach, wo ich kann und noch eine Quelle finde. Immer in der Hoffnung, dass die nicht auch noch gelöscht wird. Langsam macht’s echt keinen Spaß mehr.

  • Little Imp

    Ich habe jetzt mal beide Versionen von ‘Feuer’ nacheinander gehört. Das grenzt ja wirklich schon fast an Sabotage, was das Orchester mit unserem Lied gemacht hat. :shock:

    • Ospero

       Das war damals wohl üblich. Das BBC-Orchester 1982 war genauso übel, wenn nicht sogar noch schlimmer. Löst in mir immer wieder Erstaunen aus, wenn Leute die Rückkehr des Orchesters fordern. Als Option, vielleicht, aber bitte zwingt die Künstler nicht dazu.

  • Flowy89

    Ich kann das Monieren  über die Juries nicht nachvollziehen. Man kann wirklich nicht behaupten, dass die “Reform” der Bewertung der Songbeiträge ein Gewinn für den ESC ist. Seit diese Regelung eingeführt worden ist, gibt es eine reine Bewertung die absolut vorhersehbar ist. Ich möchte zu Bedenken geben, dass Deutschland über Jahre hinweg die Türkei mit hohen Punktzahlen verwöhnt, ganz egal ob der Beitrag gut oder schlecht ist. Das gleiche Muster erkennt man auch in Spanien, Österreich, den Exjugoslawischen Ländern und und und. In sofern sind Juries um längen gerechter, aber es ist auch logisch, dass der Ausgang eines ESC nicht für jedermanns Geschmack gerecht ist.

    Ich persönlich kann das schlechte Abschneiden des Österreichischen Beitrag nicht ganz verstehen. Denn er ähnelt dem von 1976 Meine kleine Welt doch sehr und jenes Lied war durchaus erfolgreich. Beides sind für mich gelungene Austroschlager. Was Joel Prevost angeht, finde ich die im Text beschriebene Aufmachung doch sehr anmaßend und überflüssig.

    • Ospero

      Lies dir mal die hiesigen Einträge zum Thema Blockvoting durch. Es hätte durchaus alternative Lösungen für die Punkteschacherei gegeben, aber die haben sich nicht durchgesetzt, weil man bei der EBU wohl nicht auf die Telefoneinnahmen verzichten wollte. Ich bin Verfechter des aktuellen Systems, aber ich bin auch der Ansicht, dass man eher auf reines Televoting als auf reine Jurys zurückgehen sollte, wenn man es wieder ändern will.