
Das Jahr der Damendarsteller
Diese Semis verwandeln mich in einen bösen Menschen. An sich bin ich lange genug Fan, um zu wissen, dass die fiesen Televoter im Semifinale immer die besten Songs aussortieren. Das gehört genauso zu den unabänderlichen Regeln wie der mazedonische Beitrag, der immer aus einem langbeinigen, knappst geschürzten Hungermodel besteht, das “Naj na naj na” singt. Und damit weiterkommt. Es ist außerdem an sich völlig logisch: wenn sich unter den 28 (!) Qualifikanten sechzehn Titel befinden, denen ich ein Weiterkommen unbedingt wünsche, es aber nur zehn freie Slots für das Finale gibt, lassen sich Enttäuschungen gar nicht vermeiden.
Auch wusste ich doch schon aus den Vorjahren, dass beim Semi in Westeuropa fast ausschließlich Immigranten zuschauen und abstimmen, weil die Sender – vor allem in den Big-Four-Ländern – es als unbedeutendes Randereignis in die Spartenkanäle abschieben. So wähnte ich mich also innerlich gewappnet. Und doch erwischte es mich kalt, dass von meinen sechzehn Favoriten am Ende gar nur sechs durchkamen. Als ich Donnerstagnacht die Hartwall Areena in Helsinki verließ, hätte ich vor Wut heulen können. Und stimmte natürlich in die Wehklagen über den gemeinen Ostblock mit ein, der die armen kerneuropäischen Länder rücksichtslos rausdrängte. Das Lustige an der Sache: als das große Geflenne nach dem samstäglichen Finale dann zu Hause in Deutschland einsetzte, hatte ich mich schon längst wieder abgeregt. Und wunderte mich, wo all diese merkwürdigen, nicht nur in der Boulevardpresse (“Schummel-Grand-Prix”) breitgetretenen Blockvotingtheorien auf einmal herkamen. Denn die Abstimmung im Finale war ja im Großen und Ganzen in Ordnung. Schon spannend, dass man in zwei so völlig unterschiedlichen Wahrnehmungswelten leben kann. Allerdings: gegen die Titel, die es anstelle meiner Lieblinge ins Finale schafften, hege ich noch heute einen tief empfundenen Groll. Wer also im Semi beispielsweise für Natalia Barbu stimmte anstatt für DQ, sollte das mir gegenüber im persönlichen Gespräch besser nicht erwähnen…
Das war ein Wasser mit viel Kohlensäure: Elitsa & Stojan (BG)
Bulgarien spendierte mit ‘Water’ den optimalen Opener. Ruslana trifft Xandee trifft Sistem. Laut, kraftvoll, peppig; mit dem richtigen Mix aus mitreißendem Percussion-Overkill, schönen Ethnogesängen und treibenden Technobeats. Auch sehr hübsch: Elitsas und Stojans Kettenkostüme, eine Mischung aus SM-Outfit und Ritterfestspielen. Nur auf Stojans ‘Din daa daa’-artige Rapeinlage hätte ich gerne verzichtet. Ebenso übrigens wie auf die aggressive israelische Anklage. Die Teapacks brachten ein ja sehr berechtigtes Anliegen vor: nämlich nicht mehr ständig die Zielscheibe für wirre Selbstmordattentäter und islamistische Regierungschefs zu sein und einfach mal in Frieden gelassen zu werden. So weit, so verständlich. Musikalisch jedoch nervte das unkoordinierte, stakkatohafte Gegröle von ‘Push the Button’ so sehr, dass ich selbst fast das Bedürfnis verspürte, den besungenen Knopf zu drücken. Muttersprachlichen Franzosen bluteten bei ‘Comme ci, comme ça’ sicherlich die Ohren. Davon abgesehen war der zypriotische Beitrag eine wunderbare Achtzigerjahre-Eurotrash-Nummer. Die fabelhafte Evridiki (bereits zum dritten Mal beim Grand Prix) sah aus wie Nina Queer auf Speed und bewegte sich auch ein bisschen so.
Wäre das Mikro ohne den abgesägten Plexiglasständer nicht einfacher zu halten gewesen? (CY)
Geschmeidiger wirkte da der weißrussische James Bond. Okay, Gesang und Aussprache boten Raum zur Optimierung (“Work your magic Shoe”?). Perfekt hingegen die Choreografie mit verschieb- und besteigbaren Stellwänden, Kolduns bis unter den Bauchnabel aufgeknöpftes Hemd und die kleine Kreuzigungsszene. A propos Kreuzigung: bringt mir schnell einen Holzpflock und etwas Weihwasser, dann kümmere ich mich um Eiríkur Hauksson, den isländischen Untoten des schlechten heterosexuellen Haarrocks. Ich dachte, diese Musikgattung sei gemeinsam mit den Stones ausgestorben. Was, die leben auch noch? Den Holzpflock, schnell! Eine glückliche Fügung brachte mir das große Privileg, das Semi in Helsinki von der allerersten Reihe aus begutachten zu können – danke an die freundlichen und kompetenten Helfer in der Halle! Bei Sopho (der ersten in einer seither nicht mehr abreißenden Reihe gleichnamiger Sängerinnen aus dem hier debütierenden Kaukasusstaat) und ihren georgischen Säbelkämpfern wurde mir dabei jedoch ein wenig mulmig. Aber puh, nochmal Glück gehabt, mein Kopf ist noch dran! ‘Visionary Dream’ jedenfalls entpuppte sich als astreine Björk-trifft-Madonna-auf-dem-Balkan-Nummer: kompetent gesungen, brillant performt, durch und durch großartig!
Works his magic Ei: Koldun, Dima Koldun (BY)
Ähm, liebe Montenegriner, ganz im Vertrauen: dafür die Abspaltung von Serbien? Für diesen mehr als lahmen Bryan-Adams-Aufguss namens Stevan Faddy? Wenn ihr meint, dass es das wert war? Gut, für Serbien hat sich’s gelohnt! Mit DJ Bobo geschah er dann, der von Einigen antizipierte größte Favoritensturz aller Zeiten beim Eurovision Song Contest. Dabei empfand ich ‘Vampires are alive’ als wirklich perfekt getanzt, was an den Fernsehschirmen mal wieder komplett unterging. Wann zwingt man TV-Regisseure endlich per Gesetz dazu, stark choreografierte Nummern wie diese einfach nur frontal abzufilmen und sich den ganzen Scheiß mit kreiselnden, schwenkenden, zoomenden und schwebenden Kameras für statische Darbietungen aufzuheben? Die albernen Schaufensterpuppen und der grausam schlechte Gesang kamen natürlich erschwerend hinzu. Schockierend (neben Bobos Ausscheiden): ein Viertel der Punkte stammte aus dem streng katholischen Malta. Achteten die denn nicht auf die satanischen Botschaften des schweizerischen Antichristen?
Erinnert sich noch jemand an die SAT.1-Filmreihe Natalie – Endstation Babystrich? Deren fünfter und letzter Teil hieß: Natalie – Babystrich Ostblock. Passt ja auf Moldawien und seine Vertreterin. Schön für die vom Schicksal Gebeutelte, dass wenigstens alle ihre Freier für sie anriefen. Die Rachegelüste, die mich packen, wenn ich bedenke, dass wegen so was Andorra rausflog… Edsilia Rombley hat sich ihr schmähliches Ausscheiden dagegen selbst zuzuschreiben: ‘Nooit meer zonder jou’ (so die niederländische Originalfassung) klang viel schöner und wärmer als das klinisch anglifizierte ‘On Top of the World’. Und wieso eigentlich verschwand das strunzgeile Muskeltörtchen sofort nach dem Songauftakt wieder von der Bühne? Nebenjob als Türsteher im Hercules? So konnte das natürlich nichts werden, trotz des hübschen ZDF-Hitparade-Gedenktreppchens. Typisch für albanische Beiträge: nach dem ungefähr einhundertsten Hören erschließt sich langsam und sachte die innere Schönheit des flehenden Klagegesangs ‘Hear my Plea’. Für die meisten Zuschauer dürfte die Aufführung beim Grand Prix jedoch das erste (und einzige) Mal geblieben sein, und da schob sich vor allem Frederic Ndocis unvorteilhaftes Toupet vor die Wahrnehmung.
Mit Monica-Seles-Gedächtnisatmung: Edsilia (NL)
‘Drama Queen’ geriet zur herbsten Enttäuschung des Abends. Nein, nicht DQs Auftritt, der war perfekt! Nicht qualifiziert? Null Punkte auch aus Deutschland? Für diesen exzellenten, CSD-tauglichen Schwuppentechno? Dazu noch mit dreifachem (!) Trickkleid (!!), einer gigantischen Krone (!!!) als Bühnendeko und sensationellem Kopfputz (!!!!) – ‘Drama Queen’ ist und bleibt für mich die Quintessenz des Grand Prix. Schließlich sind wir hier bei der Schwulenolympiade! Ich möchte jetzt nicht jeden, der nicht für DQ anrief, als homophobes Arschloch beschimpfen – das wäre ja albern. Ich bin einfach nur zutiefst menschlich enttäuscht über die ganzen homophoben Arschlöcher, die nicht für DQ voteten… Wie auch über die in Deutschland lebenden Kroaten. Genau wegen dieser zwei Punkte aus Hamburg für Dragonfly habe ich dem Gejammer über die Balkan-Punktemafia leider nichts mehr entgegenzusetzen. Was sollten die Rockzombies da überhaupt? Ist Tonci Huljcic gestorben oder warum schickt mein einstmaliges Grand-Prix-Lieblingsland nur noch so einen grottigen Scheiß? Bitte besinnt Euch und gebt uns Doris Dragovic zurück – ich möchte Euch doch so gerne wieder lieb haben!
Grand Prix comme il faut: ein wunderbar futtiges Trash-Spektakel (DK)
Die schlimm ondulierten Hungerhaken hinter der serbischen Fleischereifachverkäuferin setzen zunächst einen eher verstörenden optischen Kontrapunkt. Aber die Szene im letzten Refrain von ‘Molitva’, wo die fünf Beauty Queens die gerade alles gebende Marija Šerifovic in einem Akt solidarischer (und subtil homoerotischer) Zärtlichkeit festhielten, damit diese vor Hingabe nicht zusammenbricht, funktionierte. Perfekt. Durchdachte Schlichtheit, multipliziert mit echter Leidenschaft ergibt Größe: so soll es sein! Wieso sich Metallica (unter dem Tarnname Kabát) ausgerechnet für das erstmals startende Tschechien zum Grand Prix verirrten, verwirrte mich. Und, wie sich bei der Punkteauszählung zeigte, wohl auch das restliche Europa. ‘Malá Dáma’ mochte ich im Vorfeld nicht, aber in der Halle fand ich’s toll: ich hab ja eine Schwäche für langhaarige Bombenleger und Männer mit Rothändle-Stimmen. Jugos, aufgemerkt: wenn schon geradliniger Hetero-Rock, dann so! Ich glaube, ich wundere mich jedes Jahr nach dem Halbfinale bei der Punkterückschau, wie viele Portugiesen offensichtlich in Deutschland leben. Die müssten mir im Straßenbild doch auffallen, zumal portugiesische Männer ja meistens gut aussehen. Diejenigen in Helsinki zeigten sich jedenfalls extrem angepisst, dass ihre Sabrina (leider nicht das italienische Busenwunder von ‘Boys’) raus flog. Und dann noch so knapp! Aber ‘Danca comigo’ ist und bleibt ein sauertöpfisch dargebotener koffeinfreier Schunkelschlager für den Tanzabend im Altenheim. Sorry, das war verdient.
Gute alte Schlagerschule: die tolle Guri (NO)
Noch einen halben Zentimeter weniger Stoff bei Karolina Gocheva, und der Contest bekäme eine FSK-18-Einstufung. Bin ich prüde, weil mich das langsam nervt? Und entwickle ich mich zur verbitterten Eurovisionstucke, weil mich die automatische Qualifikation Mazedoniens auch nervt? Zumal in einem Jahr mit so vielen guten Stücken, die es so viel mehr verdient hätten als ‘Mojot Svet’ (Ihre beiden “ja” behalten Sie bitte für sich, danke!)? Es soll Menschen geben, die zwischen ‘Danca comigo’ und ‘Ven a bailar conmigo’ Parallelen ziehen. Sehe ich nicht, dafür fehlt ja schon ein “n”. Außerdem hatte der norwegische Beitrag doppelte Handklatscher, und ein Song, der die hat, ist automatisch ein guter Song! Guri Schanke gehörte zur großen alten Grand-Prix-Schule. Ein schöner schwedischer Schunkelschlager mit mediterranem Einschlag, aufwändig choreografiert, eine vorschriftsmäßige Rückung und eine trotz tänzerischer Höchstleistung tapfer lächelnde, lebenserfahrene Schlagerschachtel. Und das im dreifachen Trickkleid! Was könnte ein Eurovisionsnostalgiker wie ich im Leben noch mehr verlangen? Oh, genau: so eine Darbietung wie die von Olivia Lewis! Halbnackte muskelbepackte Tänzer, homoerotische Handtuchschlachten, goldene Fächer, Gongs, Windmaschinen: bis auf das fehlende Trickkleid zog Malta wirklich alle Register. Einschließlich einer dramatischen, druckvollen, unterschwellig arabisch klingenden Ethnoballade. ‘Vertigo’ hätte es so verdient, ins Finale zu kommen!
Da hatten die Portugiesen aber die Größeren! Fächer! (MT)
“Where is Andorra?” konnte man im Finale bei einem Kameraschwenk ins Publikum auf einem Plakat lesen. Eine sehr berechtigte (und keineswegs geografisch gemeinte) Frage! In Helsinki herrschte einhellige Empörung über das Scheitern der Green Days aus dem Winzstaat. Denn live rockten Anonymous mit ihrem punkigen Weltfriedensschlager ‘Salvem el Món’ die Halle – auch wenn sie im TV flach rüber kamen. Das außerordentlich gute Abschneiden Magdi Rúszas hingegen ließ mich an der Welt verzweifeln. Eine barfüssige, greinende Ungarin an der Bushaltestelle? Und während ich mich geschlagene drei Minuten und gefühlte drei Stunden ob der akustischen Folter auf dem Stuhl wand und betete, der verdammte Bus möge schnell kommen und die Heulboje endlich überfahren, damit die Schmerzen aufhören (ihre wie meine), wählt ganz Europa das ins Finale? Dann doch lieber das anmutige slowenische Trash-Spektakel! Ich will unbedingt ebenfalls so einen schicken Schwarzlicht-Spermaspuren-Scanner für den Handbetrieb wie Alenka Gotar! Den braucht frau bei einem aus Klorollen zusammengenähten Kleid aber auch. Sich in so etwas freiwillig auf die Bühne zu stellen und lautstark gegen die Windmaschine anzujodeln – höchsten Respekt für die schräge Diva!
Bei 1:21 Min: so groß war er? Das erklärt den entrückten Gesichtsausdruck! (SI)
Mit ‘Shake it up, Shekerim’ kam die Türkei multikulturell. Enrique Iglesias trifft Justin Timberlake trifft Tarkan. Miserabel gesungen zwar, dafür aber tanzbar, poppig und sexy. Die beste Club-Aldiana-Disconummer seit, ahem, ‘Shake it’ (GR 2004). Okay, den goldenen Duschvorhang hätte es jetzt nicht zwingend gebraucht. Sollte Kenan Dogulu noch die versprochenen “lots of Candy” bei mir abliefern, stimme ich für den EU-Beitritt der Türkei. For real! A propos: get a Life, Eric Papilaya. Gut gemeint ist eben immer das Gegenteil von gut. So einen musikalischen Sondermüll lässt sich noch nicht mal die sonst sehr anspruchslose schwule Zielgruppe andrehen – sexy Sänger, Aids-Schleife und futtiges Glitzeroutfit hin oder her. An eine zahlenmäßig sehr viel stärkere Zielgruppe wandten sich dagegen die italienisch knödelnden Sechs Jungen Tumore Tenöre bonaparti.lv aus Lettland. Nämlich an die geschmacksgestörte europäische Hausfrau, die glaubt, klassisch trainierte Stimmen und seichteste Schlagermusik gingen irgendwie zusammen. Gehen sie natürlich nicht, aber das wissen die leider nicht. Und für so was fliegt dann DQ raus: können wir nicht irgendwie die Heteros von der Stimmabgabe ausschließen, bitte?
Jedenfalls: eine Qualifikationsrunde, bei der praktisch doppelt so viele Länder rausfliegen wie drin bleiben – das musste für europäischen Unfrieden sorgen. Österreich, das bereits im Vorjahr ausgesetzt hatte, stieg beleidigt aus und kehrte erst vier Jahre später wieder zruück. Aber auch die verbliebenen, scheinbar nicht mehr qualifikationsfähigen Beneluxländer drohten, verloren zu gehen. Die EBU reagierte und führte im Folgejahr ein neues Vorrundensystem mit zwei Semis ein.
ESC Semifinale 2007
Eurovision Song Contest - Qualifikationsrunde. Donnerstag, 10. Mai 2007, aus der Hartwall Areena in Helsinki, Finnland. 28 Teilnehmerländer. Moderation: Jaana Pelkonen & Mikko Leppilampi.# | Land | Interpret | Titel | Punkte | Platz | Qual. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 | BG | Elitsa Todorova + Stoyan Yankoulov | Water | 146 | 06 | ja |
| 02 | IL | Teapacks | Push the Button | 017 | 24 | nein |
| 03 | CY | Evridiki | Comme ci comme ça | 065 | 15 | nein |
| 04 | BY | Dima Koldun | Work your Magic | 176 | 04 | ja |
| 05 | IS | Eiríkur Hauksson | Valentine lost | 077 | 13 | nein |
| 06 | GE | Sopho Khalvashi | Visionary Dream | 123 | 08 | ja |
| 07 | ME | Stevan Faddy | 'Ajde kroči | 033 | 23 | nein |
| 08 | CH | DJ Bobo | Vampires are alive | 040 | 20 | nein |
| 09 | MD | Natalia Barbu | Fight | 091 | 10 | ja |
| 10 | NL | Edsilia Rombley | On Top of the World | 038 | 21 | nein |
| 11 | AB | Frederik Ndoci | Hear my Plea | 049 | 17 | nein |
| 12 | DK | DQ | Drama Queen | 045 | 19 | nein |
| 13 | HR | Dragonfly + Dado Topić | Vjerujem u Ljubav | 054 | 16 | nein |
| 14 | PL | Jet Set | Time to party | 075 | 14 | nein |
| 15 | RS | Marija Šerifović | Molitva | 298 | 01 | ja |
| 16 | CZ | Kabát | Malá Dáma | 001 | 28 | nein |
| 17 | PT | Sabrina Villa-Lobos | Dança comigo (Vem ser feliz) | 088 | 11 | nein |
| 18 | MK | Karolina Gočeva | Mojot Svet | 097 | 09 | ja |
| 19 | NO | Guri Schanke | Ven a bailar conmigo | 048 | 18 | nein |
| 20 | MT | Olivia Lewis | Vertigo | 015 | 25 | nein |
| 21 | AD | Anonymous | Salvem el Món | 080 | 12 | nein |
| 22 | HU | Magdi Rúsza | Unsubstantial Blues | 224 | 02 | ja |
| 23 | EE | Gerli Padar | Partners in Crime | 033 | 22 | nein |
| 24 | BE | KGMs | LovePower | 014 | 26 | nein |
| 25 | SI | Alenka Gotar | Cvet z juga | 140 | 07 | ja |
| 26 | TR | Kenan Doğulu | Shake it up Shekerim | 197 | 03 | ja |
| 27 | AT | Eric Papilaya | Get a Life - get alive | 004 | 27 | nein |
| 28 | LV | Bonaparti.lv | Questa Notte | 168 | 05 | ja |