Dana: then she’s gone, dam da dam

Ungefähr so beliebt wie hierzulande Guido Westerwelle scheint in ihrem Heimatland die einstige Eurovisionssiegerin Dana (1970, ‚All kinds of everything‘) zu sein. Erwartungsgemäß landete die bürgerlich auf den Namen Rosemary Scallon hörende Sängerin, die sich als eine von sieben Kandidat/innen um das Präsidentenamt der Grünen Insel bewarb, bei der Wahl am Wochenende mit knapp 3% abgeschlagen auf dem vorletzten Platz. Die streng religiöse Dana, die sich bereits schon einmal erfolglos für diese Funktion, wie in Deutschland lediglich eine Art Grüßaugust ohne wirkliche politische Macht, zur Wahl stellte und auch eine Zeitlang im Europaparlament saß, tritt politisch vor allem für ein striktes Abtreibungsverbot und gegen gleiche Rechte für Schwule und Lesben ein. Um so pikanter, dass der Homo-Aktivist David Norris mehr als doppelt so viele Stimmen wie sie bekam. Es gewann am Ende übrigens der 70jährige (was für eine hübsche numerische Koinzidenz) Labour-Kandidat Michael Higgins.

httpv://www.youtube.com/watch?v=kDGFuXAbxnI
Mit der rosa Brille eher mehrheitsfähig: Dana National

Und wo wir gerade in Irland weilen: in einem Interview mit dem britischen MTV bestätigten die Pop-Zwillinge Jedward erneut, dass sie dem Beispiel Lenas folgen wollen und 2012 erneut zum Eurovision Song Contest anträten. „Seit wir beim Grand Prix waren, kennt man uns in ganz Europa,“ so die Grimes-Buben. „Nächstes Jahr wird noch größer und besser, denn wir sind in diesen ganzen Teenie-Zeitschriften und touren durch ganz Europa“. Derzeit suchten sie mit ihrem Manager Louis Walsh einen passenden Song für Baku, und der werde „noch besser sein als ‚Lipstick‘. Also nimm Dich in Acht, Vereinigtes Königreich!“, so Edward. Eine klare Kampfansage an den Nachbarn, der 2011 mit Blue dank der Jurys gegenüber Edward den Kürzeren zog. Woran das wohl gelegen haben mag?

httpv://youtu.be/xXcig7IdJi0
Jedward zu Besuch in meiner Heimatstadt Frankfurt
(Achtung: nichts für Menschen mit Seekrankheit.)

 

2 Gedanken zu “Dana: then she’s gone, dam da dam

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