Per­len der Vor­ent­schei­dung: bren­ne, Öster­reich!

Neben den neun bereits fest­ste­hen­den Kan­di­da­ten für die öster­rei­chi­sche Vor­ent­schei­dung am 24. Febru­ar ist bekannt­lich noch ein zehn­ter Start­platz offen, mit dem die Pop­wel­le Ö3 per Wild­card ein hoff­nungs­vol­les Nach­wuchs­ta­lent för­dern will. Im Funk­haus zu Wien berät man der­zeit über den Ein­sen­dun­gen, und wenn die Öster­rei­cher gewitzt sind, ent­schei­den sie sich für den Song ‘Fire’ von San­kil Jones. Der über­zeugt näm­lich nicht nur durch eine extrem ein­gän­gi­ge und hoch­gra­dig mit­sing­ba­re Hook­li­ne, son­dern auch durch einen äußerst lecker anzu­schau­en­den Sän­ger, der offen­sicht­lich auch für eine spek­ta­ku­lä­re Show sor­gen kann, wie das offi­zi­el­le Video beweist. Und nach­dem die bis­he­ri­ge Inter­pre­ten- und Song­aus­wahl für Baku eine mas­si­ve Häu­fung von auf die geron­ti­schen Jurys zuge­schnit­te­nen Ödnis­bal­la­den befürch­ten lässt, besteht ein mehr als drän­gen­der Bedarf an einem kna­cki­gen Uptem­po­stück – außer, man will wirk­lich mit aller Gewalt wie­der zurück nach 1994, inklu­si­ve der dama­li­gen Zuschau­er­zah­len…

httpv://youtu.be/E8jeBnEyEWw 
Schau her, Hadi­se: SO geht Bauch­tanz!

San­kil Jones ist übri­gens Sohn eines liba­ne­si­schen Malers und einer öster­rei­chi­schen Bal­lett­tän­ze­rin, auf­ge­wach­sen in den USA und jetzt wie­der in Wien lebend. Die­ser mul­ti­kul­tu­rel­le Back­ground passt sowohl zum inter­na­tio­na­len Sound sei­nes selbst mit­ver­fass­ten Songs, der auch vom Titel her im “Land des Feu­ers” gut ankom­men dürf­te, als auch zu sei­nem Tanz­stil. Für die Öster­rei­cher könn­te er ein Glücks­griff wer­den – wenn sich denn Ö3 für ihn ent­schei­det. Am 9. Janu­ar wis­sen wir mehr; dann sol­len sämt­li­che zehn Vor­ent­schei­dungs­ti­tel inklu­si­ve der Wild­card prä­sen­tiert wer­den.

12 Gedanken zu “Per­len der Vor­ent­schei­dung: bren­ne, Öster­reich!

  1. In der schwei­ze­ri­schen Inter­net­vor­run­de hieß er noch Danièl Harb (sie­he Schwei­zer Käse, Teil 3). Bin gespannt, wo und unter wel­chem Namen er in die­ser Sai­son noch auf­tau­chen wird, wenn er es mit Fire! hier eben­falls nicht schafft.

  2. außer, man will wie­der mit Gewalt zurück nach 1994, inklu­si­ve der dama­li­gen Zuschau­er­zah­len” – da muss ich doch mal dumm fra­gen – gibt es dafür irgend­wel­che Anzei­chen? Man soll­te eigent­lich mei­nen, das dies­jäh­ri­ge kra­chen­de Schei­tern von allem, was auch nur ansatz­wei­se bal­la­desk klang, hät­te die Ver­ant­wort­li­chen eines Bes­se­ren belehrt. Außer­dem woll­ten die Öster­rei­cher ja unbe­dingt Nadi­ne Bei­ler und die Slo­we­nen Maja Keuc. Willst du hier gan­zen Völ­kern Jury-Kal­kül unter­stel­len, das dann auch noch nur in den Semis halb­wegs funk­tio­nier­te?

    Wenn über­haupt, müss­ten alle Län­der mit Bar­jazz-Stü­cken à la “Mad­ness of Love” antan­zen, wenn sie auf die Jury­vo­te scharf sind. Was ich (als Fan von “Mad­ness of Love”) für eine grau­en­haf­te Vor­stel­lung hal­te.
    außer, man will wirk­lich mit aller Gewalt wie­der zurück nach 1994, inklu­si­ve der dama­li­gen Zuschau­er­zah­len…

  3. Was zum…? Schlecht aus­ge­führ­ter Copy-Pas­te-Befehl. Den letz­ten Satz bit­te igno­rie­ren.

  4. Mein lie­ber Herr Aufrechtgehn.de, mir scheint du hast wie­der nur auf die äußer­li­chen Vor­zü­gen des ähem Her­ren geguckt. Stimm­lich ist er aber ziem­lich merk­wür­dig auf der Brust. Und so doll ist sein Lied jetzt auch nicht. Bin gespannt wie die Öster­rei­cher ent­schei­den wer­den, ob sie wie­der so ne Lang­wei­ler­bal­la­de schi­cken.

  5. Ich fin­de das Lied wenig anspre­chend und zu Öster­reich passt es auch nicht. Immer­hin kann man den Feh­ler von die­sem Jahr nicht mehr stei­gern und eigent­lich nicht mal wie­der­ho­len, auch damit nicht. Am meis­ten freue ich mich auf die Bei­trä­ge von den Tracks­hit­taz und Vale­rie.

  6. Sie wol­len uns aber nicht weis­ma­chen, dass die Öster­rei­che­rIn­nen die Beiler’sche Ohren­fol­ter des eige­nen Geschmacks wegen den Tracks­hit­taz bevor­zugt hät­ten? Still wai­tin’ for the day, the aggres­si­ve jury pro­pa­gan­da comes to an end. 🙁

  7. Ähm…bitte? Was will uns der Künst­ler denn damit sagen? Sor­ry, aber ich ver­ste­he es wirk­lich nicht…

  8. Eng­lisch ler­nen. 😉 Oder auf den Punkt gebracht: Die Grei­se in den Ruhe­stand schi­cken, dann wer­den end­lich wie­der gute Lie­der gewählt.

  9. Tja. Das ist nun mal die häss­li­che Sei­te der Demo­kra­tie. Und es gibt min­des­tens eben­so vie­le Men­schen auf der Welt, die die Tracks­hit­taz als Ohren­fol­ter sehen wie Nadi­ne Bei­ler (und da zäh­le ich mich zu, “Oida taunz” geht über­haupt nicht!) – das Argu­ment zieht nicht, sor­ry. 47 Pro­zent der Öster­rei­cher (prä­zi­ser: der Leu­te, die letz­tes Jahr für Frau Bei­ler ange­ru­fen haben) sind also jury­ge­steu­er­te Voll­idio­ten und/oder “Grei­se”, die in den Ruhe­stand gehö­ren (ein schö­nes Demo­kra­tie­ver­ständ­nis übri­gens). Inter­es­sant.

    Wenn hier im Übri­gen tat­säch­lich Mani­pu­la­ti­ons­vor­wür­fe erho­ben wer­den sol­len, wie­der­ho­le ich ger­ne das, was ich schon zu einem ähn­li­chen Kom­men­tar bei Oli­vers Text zu AT 2011 gesagt habe: Pic or it didn’t hap­pen.

  10. Fire” bekommt mei­nen Zuschlag, wenn die Blon­de im roten Out­fit mit auf die Büh­ne darf, vor­her aber eine ande­re Hose ange­zo­gen bekommt 🙂

Oder was denkst Du?