Die Blitz­ta­bel­le ist eine Witz­ta­bel­le

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Star: die Blitz­ta­bel­le

Die deut­schen Tele­vo­ter haben wirk­lich einen eigen­ar­ti­gen Sinn für Humor. Obwohl in der heu­ti­gen drit­ten Run­de von Unser Star für Baku nur zwei von zehn jun­gen Hoff­nungs­vol­len her­aus­zu­wäh­len waren, schaff­ten sie es stre­cken­wei­se bei­na­he, einen völ­li­gen Punk­te­gleich­stand zwi­schen den acht Letzt­plat­zier­ten hin­zu­be­kom­men. Im alt­be­kann­ten Voting-Yo-Yo stürz­te fast jeder ein­mal auf einen der Abstiegs­plät­ze, schoß wie­der nach oben und sack­te wie­der ab. Noch deut­li­cher als in den bei­den ers­ten Sen­dun­gen offen­bar­te sich heu­te erneut die völ­li­ge Untaug­lich­keit der Dau­er­ein­blen­dung der Punk­te­stän­de, denn erneut sorg­te die Blitz­ta­bel­le dafür, dass die Zuschau­er immer nur dann für ihren per­sön­li­chen Lieb­ling anrie­fen, wenn es ernst wur­de. Wei­ter­kom­men oder Aus­schei­den wur­de damit dem Zufalls­ge­ne­ra­tor über­las­sen – ein Effekt, der zwar für Adre­na­lin­schü­be und Lach­an­fäl­le gut sein mag, aber die Ergeb­nis­se zu einem völ­li­gen Witz ver­kom­men lässt.

httpv://youtu.be/3YNUUlzs0GE
Musik: nett. Sän­ger: nice!

Nicht als Witz ver­stan­den haben möch­te ich indes mei­ne For­de­rung auf die sofor­ti­ge Abe­set­zung von San­dra Rieß. Ihr Inter­view mit der Letzt­plat­zier­ten Rachel Scharn­berg im Green Room erfüll­te mei­nes Erach­tens schon den Tat­be­stand der geis­ti­gen Nöti­gung. Dass der sym­pa­thi­sche Wuschel­kopf, den die Zuschau­er dar­auf­hin aus purem Mit­leid noch mal kurz­zei­tig in die obe­re Tabel­len­hälf­te hoch­wähl­ten, der Radio­frau nicht vor lau­fen­der Kame­ra eine Schel­le ver­pass­te, ist ihr hoch anzu­rech­nen! Ob ich an ihrer Stel­le die­se ghan­di­haf­te Gelas­sen­heit auf­ge­bracht hät­te, kann ich nicht sicher sagen. Ein wenig Sor­gen mache ich mir um Roman Lob. Selbst­ver­ständ­lich erging es mir genau so wie den angeb­li­chen Hete­ro­se­xu­el­len Tho­mas D. und Ste­fan R.: erneut ver­lieb­te ich mich ret­tungs­los in den Indus­trie­me­cha­ni­ker mit den Reh­au­gen, zumal der auch noch geschickt mit “I’m easy” Hoff­nun­gen weck­te. Wel­che Belas­tung die kla­re, auch aus dem Ergeb­nis des Sym­pha­tie­vo­tings am Anfang der Show ersicht­li­che Favo­ri­ten­rol­le für den 21jährigen bedeu­tet, war ihm aber auch immer mal wie­der am Gesicht abzu­le­sen. Erneut erging sich die Jury in der­ma­ßen über­stei­ger­ten Lobes­hym­nen, dass es dem neu­en Lena schwer fal­len dürf­te, die mas­si­ve Erwar­tungs­hal­tung in den nächs­ten Shows noch zu erfül­len.

9 Gedanken zu “Die Blitz­ta­bel­le ist eine Witz­ta­bel­le

  1. Was die Blitz­ta­bel­le betrifft, 100-pro­zen­ti­ge Zustim­mung mei­ner­seits. Die ver­schafft zwar hor­ren­de Ein­nah­men, wes­we­gen sie uns wohl sicher­lich auch erhal­ten blei­ben dürf­te, macht aber zum einen das Ergeb­nis witrk­lich zum rei­nen Glücks­spiel, und lenkt zum, ande­ren durch die stän­di­ge Ein­blen­dung auch enorm von den Dar­bie­tun­gen ab.

    Pfui.

  2. Beson­ders krass zeig­te sich der Witz­ta­bel­len-Effekt bei Celi­ne, die mal kurz­zei­tig für ein paar Sekun­den auf dem letz­ten Platz stand und des­we­gen bei Laden­schluss fast bis nach ganz oben kata­pul­tiert wur­de.
    Aber die Rei­hen­fol­ge der Wei­ter­ge­kom­me­nen ist ja noch rela­tiv egal. Es sind jeden­falls die bei­den rich­ti­gen nicht wei­ter gekom­men.

    Alles in allem war es doch eine ziem­lich ein­tö­ni­ge Sen­dung, was nicht nur an der Musik­aus­wahl lag, die sich über­wie­gend in den Gefil­den der raab­schen Retro-Soul-Swing-Schie­ne beweg­te. Vor allem schaf­fen es die Hea­vy­to­nes, nahe­zu jeden Song zu ver-retro-en. Da war ich doch mehr als froh über “Roxan­ne”, das wohl­tu­end aus die­sem Retro­quark her­vor­stach.
    Alles in allem hat mir auch Yana an die­sem Abend mit Abstand am bes­ten gefal­len. Die Lob-Lobes­hym­nen kann ich nicht so recht nach­voll­zie­hen. Yana trau­te sich wenigs­tens was, zeig­te Ener­gie und wahn­sin­ni­ge Power und ließ die Ram­pen­sau raus­hän­gen, wäh­rend Roman weich­ge­spült mit “Easy” eine der ödes­ten und durch­ge­nu­delts­ten Num­mern aller Zei­ten mal wie­der auf­ge­wärmt hat­te. Gää­äähn. Viel­leicht lass ich mich noch über­zeu­gen, wenn er sich mal was traut.

  3.  Rich­tig gut gefal­len haben mir tat­säch­lich nur zwei, näm­lich Yana und Kat­ja. Shel­ly und Roman waren auch ok, aber die tref­fen irgend­wie nicht mei­nen per­sön­li­chen Geschmack.
    Leo­nie hat mich dies­mal etwas ent­täuscht, ich hät­te sie trotz­dem gern noch mal dabei­ge­habt. Statt­des­sen hät­te mei­ner mei­nung nach lie­ber Sebas­ti­an gehen sol­len.
    Aber was solls, ist ja eh alles Zufall …

  4. Yana war abso­lut groß­ar­tig. Das hat rich­ti­gen Spaß gemacht. Die will ich im Fina­le!
    Ist ‘Easy’ tat­säch­lich so durch­ge­nu­delt? Da USF… die ein­zi­ge Cas­ting­show ist, die ich schaue, kann ich’s nicht so beur­tei­len. Ich mag den Song in der Ver­si­on von Faith no more aber sehr. Romans Fas­sung war in der Tat etwas len­or­ge­spült, aber bei die­sen Reh­äug­lein setzt mein Ver­stand völ­lig aus…

  5. Ich for­de­re es noch ein­mal: Kulis EWG-Wür­fel muss her – das ges­tern abend war nicht nur ein Witz, dass war eine Frech­heit ! Ja, sehr geehr­ter Herr Blog­ger: Was da mit Rachel pas­siert ist, ist schon fast ein Ding für die Staats­an­walt­schaft – zunächst liegt sie (für mich) zu Unrecht hin­ten, so dass sie sich schon – sehr rea­lis­tisch – mit dem Aus­schei­den abfin­det, die­se dösi­ge Green-Room-‘Interviewerin’ (ich mag mir ihren Namen nicht mer­ken 🙁 ) befragt sie dann in einer Art, dass ich – ja, Herr Blog­ger, ich auch – ihr eine dafür geknallt hät­te – “war­um, die­ses Mal kom­men doch 8 wei­ter und nicht 5 wie beim letz­ten Mal” – dann kommt der neue Star Roman Lob und setzt sich für sie ein (das war ja grund­sätz­lich sym­pa­thisch – aber wir USFB-Schau­er wis­sen ja was pas­siert: ‘Uih, mein Star Roman möch­te, dass Rachel wei­ter­hin dabei ist, da muss ich sofort anru­fen!’ .… Wer­be­pau­se ohne Blitz­ta­bel­le … alle Kan­di­da­ten auf der Büh­ne und Rachel muss vor allen Zuschau­ern mit­an­se­hen, wie sie lang­sam aber sicher in der Tabel­le steigt, bis auf den Platz hin­ter ihrem neu­en ‘Men­tor’ Roman … man sieht ihr die über­rasch­te Freu­de an… und dann “NUR noch 2 Minu­ten !!” die letz­ten 30 Sekun­den .… und rummms … Rachel ist wie­der Letz­te! .… Wäääh, ist das ein Sch$&%$§ !!! Ich hof­fe, der sehr geehr­te Herr Blog­ger sieht mir das hier nach, aber ich fin­de die­se Raab­sche (und es ist ja im Grun­de nicht ein­mal sei­ne) Erfin­dung .… men­schen­ver­ach­tend und ätzend. USFB in die­ser Form ist schlim­mer als DSDS .
    Und ledig­lich mein Inter­es­se am ESC wird mich davon abhal­ten, USFB wie auch alle ande­ren Cas­ting-For­ma­te zu miss­ach­ten!
    Nur noch eines: Yana darf ins Fina­le – von mir aus gegen Sebas­ti­an, dann gewinnt sie das Ticket auch sicher. 🙂 

  6. Ihr Inter­view mit der Letzt­plat­zier­ten Rachel Scharn­berg im Green Room erfüll­te mei­nes Erach­tens schon den Tat­be­stand der geis­ti­gen Nöti­gung.”

    Erwar­tungs­ge­mäß hat­te ich ges­tern kei­nen Bock auf die­se Far­ce, über­ra­schen­der­wei­se hab’ ich tat­säch­lich nicht geguckt. Was da gefragt/gesagt wur­de, wür­de mich aber dann doch inter­es­sie­ren…

  7. Ich weiß gar nicht was ihr habt, ich fin­de die Blitz­ta­bel­le toll. Mit dem Ergeb­nis kann ich auch leben. Macht die Sen­dung doch span­nend. Und de r Rich­ti­ge war am Ende oben. Also inso­fern alles im grü­nen Bereich. Die Blitz­ta­bel­le gibt der Sen­dung was eige­nes, was ande­re Cas­ting­shows nicht haben. Und bis USFB auf den Pri­mi­tiv­fak­tor von DSDS kommt, muß noch viel pas­sie­ren. Leo­nie und Rachel sind ver­dient aus­ge­schie­den. Und beim nächs­ten mal ist Umut und Sebas­ti­an dran.

  8. Die Blitz­ta­bel­le ist der blan­ke Hor­ror – manch­mal könn­te man mei­nen, es wird mani­pu­liert – schwupp steht der letz­te Platz auf 2 und der 2 auf 10 – so kann man ja die Fans noch dazu bewe­gen anzu­ru­fen. Die Mode­ra­to­rin geht gar nicht, dass ich habe ich ja bereits schon ein­mal gesagt. Rachel fand ich lei­der auch nicht gut ges­tern, hat­te mir mehr von ihrer Stim­me erhofft, doch ges­tern hat sie mich nicht erreicht.

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