DK 2012: Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise!

Es gibt ein Wiedersehen mit Anna Bergendahl beim Eurovision Song Contest 2012. Gut, in Dänemark nennt sie sich Soluna Samay. Und zur Tarnung verkleidet sie sich mit einer albernen Kapitänsuniform – im Zusammenhang mit dem Drama der vor Italien leckgeschlagenen MS Costa Cordalis vielleicht keine all zu geschmackvolle Idee. Aber wir reden hier von Dänemark, da ist Geschmack ohnehin kein Maßstab. ‚Should’ve know better‘ lautet der Titel ihres Beitrags. Und der beschreibt exakt das Dilemma des heutigen Abends: natürlich hätte ich es wissen können, dass sich das Anschauen des Melodi Grand Prix nicht lohnt, weil dieses selbstverständlich ausschließlich mit grausamer Songsülze bestückt ist. Ich tat es trotzdem – und litt. Geschieht mir nur recht. Und nun müssen auch die Zuschauer im Mai leiden.

httpv://youtu.be/6nR9nsKTx4g
Ein bissl Shampoo hin und wieder könnte nicht schaden, Mädel!

Ein einziger der neun präsentierten Beiträge versetzte mich nicht umgehend in tödliches Koma. Aber natürlich reichte es für Ditte Marie und ihr Discoliedchen ‚Overflow‘ nicht für das Superfinale der besten Drei. Da konnten dann auch die internationalen Juroren, vom dänischen Fernsehen in der Hoffnung auf den Sieg unter den letzten Gewinnerländern ausgesucht und darunter (ausgerechnet!) Roger Cicero aus Deutschland, nichts mehr retten. Nun also eine weitere nölende Bergziege – hoffentlich eine Anwärterin auf den Kate Ryan Award für das von Fans unerwartete Ausscheiden im Semifinale!

httpv://youtu.be/Byw4YIteilA
Weiß wenigstens, wie man eine Bühne bedient: Ditte!

Finale für Dänemark?

  • Logisch! Das ist so massenkompatibel, das kommt weiter. (69%, 29 Votes)
  • Nö. Das pullt eine Anna Bergendahl und bleibt im Semi kleben. (17%, 7 Votes)
  • Aber hallo! Kopenhagen 2013, Baby! (14%, 6 Votes)

Total Voters: 42

Loading ... Loading ...

httpv://youtu.be/WSpfDj9uUJc
Und hier das offizielle Musikvideo des Siegersongs

7 Gedanken zu “DK 2012: Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise!

  1. Ich hatte es schon kommen sehen und die assoziation mit der vorvorjährigen schwedentöle lag auf der hand…. dänemark hat mal wieder alles falsch gemacht. aber dieses jahr reichts auch definitiv nicht fürs finale, dafür ist das liedchen einfach viel zu banal und die performance (falls man das so nennen kann) sollte man als schlafmittel patentieren lassen.
    mir persönlich tuts um den zweitplazierten leid, der zwar auch nicht das gelbe vom ei war, aus dem man aber bei etwas probieren was hätte machen können.

  2. „Should’ve known better“ ist ganz sicher keine Offenbarung, aber so schlimm nun auch wieder nicht. Besser als „Overflow“ finde ich’s jedenfalls…

  3. Beliebigkeit hat beim ESC eben einen Namen: Dänemark
    Das „Spektakuläre“ an der Sache ist eigentlich nur, dass sie immer wieder neue Höhepunkte der Langweiligkeit setzen.

    Immerhin meckert diese Trine nicht gar so stark wie die Bergendahl selig. Rettet natürlich trotzdem nix.
    Ist wieder mal das Motto: Weh tut’s nicht, aber wollen will man’s genauso wenig.

  4. Och nö.
    Ich kann, oder besser gesagt ich WILL mir nicht vorstellen, dass so etwas bis ins Finale kommt.

    Vielleicht haben wir ja genausoviel Glück wie bei der Bergendahl. Allerdings kann man ja leider nicht immer so ein Glück haben. 🙁

  5. „Should’ve Known Better“ hat schon was von „Crazy“ (einem Lied des bekannten britischen Sängers Seal), daher sehe ich die Plagiatsvorwürfe schon kommen (falls sie nicht schon da sind).

Oder was denkst Du?