Per­len der Vor­ent­schei­dung: Alles nichts Riga?!?

Lus­tig: bei der let­ti­schen Vor­ent­schei­dung scheint in die­sem Jahr Kos­tümpf­licht zu herr­schen. Die meis­ten der zehn Bei­trä­ge im ers­ten Semi der Eirod­zies­ma arbei­te­ten mit auf­fäl­li­ger Ver­klei­dung, wohl um von den schlim­men Songs abzu­len­ken. Immer­hin, der eine gute Titel des heu­ti­gen Abends, ‘Dis­co Super­fly’ der Grup­pe PeR, schaff­te es ins Fina­le am 18. Febru­ar, gemein­sam mit dem ent­setz­li­chen Kin­der­ge­burts­tags­lied ‘Cele­bra­ti­on’ der als sin­gen­de Tor­te (kein Witz!) kos­tü­mier­ten Pau­la Duku­re. Hel­la von Sin­nen, die in dem gigan­ti­schen Stoff­rund bequem Platz gefun­den hät­te, bis­se sicher vor Neid ins Sofa­kis­sen. Der Höhe­punkt von Pau­las Per­for­mance ereig­ne­te sich, als das Lied schon aus war: da ver­schwand die Gute näm­lich voll­stän­dig im Inne­ren des Gebäck­stücks und roll­te von der Büh­ne. Gran­di­os!

httpv://youtu.be/PAgkeGKAxY8
Das ist ja mal ‘ne Tor­te: Pau­la Duku­re

Die zweit­bes­te Ver­klei­dung des Abends bot die rot­haa­ri­ge Maia: sie erschien als Tul­pe. Natür­lich ein Trick­kleid, von ihren Begleit­tän­zern im Lau­fe des Vor­trag zu einem Lydiaschen Strei­fen­en­sem­ble ent­blät­tert. “Is this real or a Dream?” frug sich da auch der Zuschau­er. Lei­der straf­ten die Juro­ren und Tele­vo­ter ihren Song­ti­tel ‘No Limits to Dream’ Lügen und lie­ßen den Final­ein­zug knapp schei­tern. Aus der Traum auch für Niko­la­js Puzi­kovs, der mit sei­nen Kum­pels eine Boy­band imi­tier­te und dabei Erin­ne­run­gen an die deut­sche Chris­tus­kin­der­kap­pel­le Nor­mal Genera­ti­on? wach­rief. Inklu­si­ve grau­en­er­re­gend schie­fer Kat­zen­ge­sän­ge.

Andris Ābelī­te‘We can chan­ge the world’ ließ Sehn­sucht nach den Kom­po­si­tio­nen von Ralph Sie­gel ent­ste­hen – bei ihm klang der ran­zi­ge Welt­frie­dens­quark wenigs­tens nicht ganz so quä­lend mono­ton! Die bereits erwähn­ten PeR ori­en­tier­ten sich bei ihrer Büh­nen­gar­de­ro­be für den Kra­cher ‘Dis­co Super­fly’ am belieb­ten Mot­to “Bad Tas­te Par­ty”: Ski­an­zü­ge, Sieb­zi­ger­pe­rü­cken und Stirn­kra­wat­ten lie­fer­ten ein opti­sches Ensem­ble des Grau­ens. Dafür konn­te der Song über­zeu­gen. Doch das eigent­li­che High­light war­tet mit dem ‘Music Thief’ der Mad Show Boys noch im zwei­ten Semi der let­ti­schen Vor­ent­schei­dung.

4 Gedanken zu “Per­len der Vor­ent­schei­dung: Alles nichts Riga?!?

  1. Dis­co Super­fly” und “Music Thief” – das sind die bei­den Num­mern, mit denen die Let­ten (die mir seit mei­nem Trip nach Riga an Syl­ves­ter sehr sym­pa­thisch sind!) in Baku für eine will­kom­me­ne Abwechs­lung sor­gen könn­ten. Ers­te­res wegen sei­nem unver­schämt groß­ar­ti­gen Groo­ve und zwei­te­res wegem dem super­lus­ti­gem Kon­zept. Ich hof­fe sehr, dass wir einen der bei­den Songs in Baku wie­der­hö­ren! 🙂

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