Auf ewig… und drei Tage (IT 2012)

Nach einer Mara­thon­sen­dung, die sämt­li­che Kli­schees über den Sprech­durch­fall der Ita­lie­ner aufs Schöns­te bestä­tig­te, ver­kün­de­ten die eigens für die­se Auf­ga­be aus Baku ein­ge­flo­ge­nen Ell & Nik­ki tief in der Nacht inner­halb weni­ger Sekun­den die römi­sche Gesand­te für den ESC 2012: es ist Nina Zil­li. Die 1980 als Maria Chia­ra Fra­schet­ta Gebo­re­ne und teil­wei­se in Irland Auf­ge­wach­se­ne stammt dies­mal nicht, wie ihr Vor­gän­ger Rapha­el Gual­az­zi, aus der Nach­wuchs­sek­ti­on des San Remo Fes­ti­vals, son­dern gehört zu den Fina­lis­tin­nen der Kate­go­rie “ech­te Stars”. Wo sie zwar nicht unter die bes­ten Sechs kam, aber im Gegen­satz zur San-Remo-Sie­ge­rin Emma Maro­ne Inter­es­se an einer Teil­nah­me an dem im Land der Dol­ce Vita trotz groß­zü­gigs­ter Punk­te­spen­den der Euro­vi­si­ons­ju­ro­ren so wenig gelieb­ten Euro­song bekun­de­te. Und es ist kei­ne schlech­te Wahl: Nina sieht hin­rei­ßend aus, trägt ihre spek­ta­ku­lä­re Fri­sur mit Gran­dez­za und lie­fert ihr wun­der­bar dra­ma­ti­sches, strei­cher­um­schmei­chel­tes ‘Per semp­re’ mit einer Atti­tü­de ab, von der sich selbst eine Vicky Lean­dros noch ein Scheib­chen abschnei­den könn­te. Ledig­lich der letz­te Refrain flacht nach der stak­ka­to­ar­ti­gen Bridge etwas ab. Da der Song aber für Baku ohne­hin noch leicht gekürzt wer­den muss, kann man das sicher noch mit auf­räu­men.

httpv://youtu.be/2zH9kcZzIJw
Nina Zil­li: was für eine Frau!

10 Gedanken zu “Auf ewig… und drei Tage (IT 2012)

  1. Naja, ich weiß nicht…

    Der Song spricht mich nicht an, und was ihre Fri­sur angeht, die sieht aus, als hät­te man ihr kurz vor dem Auf­tritt einen Chi­na-Böl­ler in die Haa­re gesteckt – Gran­dez­za oder nicht, das sieht nicht aus.

    Und auch sonst ver­mag ich lei­der kei­ne Aus­se­hens-Bonus-Punk­te ver­ge­ben, so leid es mir tut.

    Ita­ly: no points

  2. Das Aus­se­hen ist mir ehr­lich gesagt egal. Und auch wenn die Aus­wahl­pro­ze­dur mir sehr selt­sam erscheint: na bit­te, es geht doch! Offen­bar gibt es doch noch Län­der, in denen (wenn schon der ESC selbst kein beson­de­res Pre­si­ge genießt) wenigs­tens, was die Qua­li­tät der Lie­der betrifft, ordent­lich was gebo­ten wird. Bei­des zusam­men bekommt man wohl nur in Alba­ni­en. Das Fes­ti­va­li i Ken­ges genie­ße ich jedes Jahr. Da sind eigent­lich immer alle Bei­trä­ge so hoch­wer­tig, dass ich mir wünsch­te, ein­fach meh­re­re davon zu ent­sen­den und dafür auf ande­re Län­der kom­plett zu ver­zich­ten.
    So lang­sam kommt bei mir dann doch Euro­vi­si­ons­fee­ling auf. Ita­li­en, Alba­ni­en, Kroa­ti­en, viel­leicht Island, das ist doch alles schon mal was.
    Und hof­fent­lich gewinnt heu­te in Geor­gi­en mein bis­lang abso­lu­ter Lieb­lings­bei­trag (sofern er nicht live gegen­über der Stu­dio­ver­si­on völ­lig abkackt), das wun­der­voll pun­ki­ge “brea­king the cage”.

  3. Und nach wel­chen Kri­te­ri­en wur­de die­se Dame jetzt aus­ge­sucht? Sie war die ein­zi­ge, die Lust drauf hat­te, nach Baku zu fah­ren?

  4. Das hört sich für mich so an, als ob das qua­si schon so aus­ge­sucht wur­de um mög­lichst vie­le Jury­punk­te abzu­sah­nen. Und ver­mut­lich wird die Rech­nung auf­ge­hen. Oder hat da jemand Zwei­fel?

  5. Zur Sän­ge­rin wur­de schon alles gesagt. Aber der Song oder die ande­ren songs von ihr, die zur Debat­te stehn, wei­sen nicht soviel Dra­ma­tik auf wie der letzt­jäh­ri­ge Bei­trag. Des­halb sind die Chan­cen i.m.o. nicht so gut.
    “Non è l´inferno” von die­ser Emma hät­te viel­leicht bes­ser in den ESC gepasst, allei­ne schon wegen des Titels: nein, es ist nicht die Höl­le (hier).….es ist nur der ESC 2012 !

  6. So, nun also “L’amore e femmi­na” statt “Per semp­re” – das sagt mir schon deut­lich mehr zu 🙂

    Jetzt noch die wein­haus­ar­ti­ge Fri­sur in den Griff bekom­men, und dann passt das.

    Könn­te nun ein paar Punk­te geben von mir…

  7. Die spin­nen, die Römer!
    Ohne offen­sicht­li­che Not (oder was habe ich über­se­hen) einen Spit­zen­bei­trag durch sol­che Durch­schnitts­wa­re zu erset­zen …

  8. Die spin­nen, die Römer!
    Ohne offen­sicht­li­che Not (oder was habe ich über­se­hen) einen Spit­zen­bei­trag durch sol­che Durch­schnitts­wa­re zu erset­zen …

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