Umrahmt von einer festlichen Gala, in der sämtliche Eurovisionsgrößen des Balkans in wechselnden Paarungen die größten Klassiker in teils frappierenden Bearbeitungen zum Besten gaben, präsentierte das kroatische Fernsehen heute Abend, leider im Vollplayback, erstmalig den Wettbewerbsbeitrag ‘Nebo’ (‘Himmel’) von Nina Badrić. Keine all zu gute Idee: die bereits auf ihrem im Herbst 2011 erschienenen Album enthaltene, semirockige Midtempoballade kackt dagegen nämlich ziemlich ab. Zwar ist dem Song ein gewisse Dramatik durchaus zueigen. Und auch der Auftritt Ninas mit einer im Sturm der Windmaschine flatternden Schleppe (in weiß, wohl um unschöne Erinnerungen an die No Angels zu vermeiden) könnte nicht grandprixesker sein. Dennoch fehlt der Nummer letzten Endes das von mir doch so geschätzte, für Balkanbeiträge unverzichtbare Pathos. Verschenkte Chance, schade!
Falten im Wind (HR 2012)
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