Per­len vor die Mal­te­ser

So. Nun habe ich extra 12 Stun­den mit dem Schrei­ben die­ses Arti­kels über das mal­te­si­sche Semi­fi­na­le vom Frei­tag abge­war­tet, um zu sehen, ob mein hei­li­ger Zorn über die geschmack­li­che Unzu­rech­nungs­fä­hig­keit der Mit­tel­meer­in­su­la­ner viel­leicht ver­raucht. Tut er aber nicht. Sechs von 24 Titeln schmis­sen die Mal­te­ser ges­tern Abend aus dem Ren­nen, dar­un­ter selbst­ver­ständ­lich die bei­den ein­zi­gen guten Bei­trä­ge. Also, “gut” im Sin­ne von: wun­der­bar tra­shig. Wer­fen wir daher einen letz­ten, trä­nen­um­flor­ten Abschieds­blick auf die Con­test­per­len ‘I want to run away’ von Elea­nor Cas­sar und ‘Whoop it up’ von Anna­li­se Ellul. Auch das natür­lich eben­falls aus­ge­schie­de­ne, lus­ti­ge DNA von Romi­na Mamo, so etwas wie das Ahnungs­los-und-Spaß-dabei-Update zu ‘Sur­fen – Mulit­me­dia’ (DE 1996), ver­dient eine Erwäh­nung ehren­hal­ber. Und um derer Ver­nich­tung bei­zu­woh­nen, quä­le ich mich drei­ein­halb Stun­den lang mit einem unglaub­lich mie­sen, rucke­li­gen und quä­ki­gen Inter­net­stream, für den selbst ein Land wie Bur­ki­na Faso sich schä­men müss­te? Nie wie­der, Mal­ta!

httpv://youtu.be/dzt12sV2jR8
‘I want to run away’: bei die­ser Fri­sur kein Wun­der!

Wenigs­tens steht damit fest, dass ich mich am heu­ti­gen Super­sams­tag ande­ren Vor­ent­schei­dun­gen zuwen­den und das mal­te­si­sche Fina­le links lie­gen las­sen kann. Denn das besteht nun­mehr aus­schließ­lich aus im DNA-Labor geklon­ten, kom­plett gleich aus­se­hen­den Sän­ge­rin­nen (den soge­nann­ten Borgs) und der immer­glei­chen Abfol­ge sac­cha­rin­ge­schwän­ger­ter Seicht­songs. Von mil­des­tem Inter­es­se dürf­te hier allen­falls noch der ewi­ge, fast jähr­lich neu zele­brier­te Geschwis­ter­kampf zwi­schen Fabri­zio und Clau­dia Fani­el­lo sein, die es bei­de in die End­run­de schaff­ten. Wobei ich dies­mal dem männ­li­chen Mon­chi­chi von 2001 die Dau­men hal­te. Denn ‘Papa’s Song’ ist zwar ein­fa­cher, also unkul­ti­ger Trash, aber wenigs­tens pro­fes­sio­nell per­formt. Im Gegen­satz zum rest­li­chen Feld, das eher für die Bord­un­ter­hal­tung auf der MS Cos­ta Corda­lis geeig­net gewe­sen wäre…

httpv://youtu.be/EvnHAVPyags
Just say Gir­lie Par­ty! Die mal­te­si­schen MeKa­Do

httpv://youtu.be/877ajrJvtwY
Sie war­tet im E-Mail auf Dich: die Mamo

4 Gedanken zu “Per­len vor die Mal­te­ser

  1. Ich hat­te ja schon befürch­tet, dass die Mal­te­ser die bes­ten Bei­trä­ge raus­ki­cken wür­den und mir den Stream gar nicht erst ange­tan, um mir Ent­äu­schun­gen zu erspa­ren. Klappt aber auch nur teil­wei­se. Zwar brau­che ich mich nicht wie der Web­mas­ter über ver­geu­de­te Lebens­zeit auf­re­gen, über das Ergeb­nis tue ich das aber trotz­dem. Bis jetzt also irgend­wie ein ziem­lich trost­lo­ser Jahr­gang. Zum Glück gibt es noch genug Län­der, die das mit ihrer Aus­wahl wie­der auf­fan­gen kön­nen.

  2. Der Stream war eine Kata­stro­phe, nach dem drit­ten Song gab ich auf. Aber schon im Vor­feld klang ja alles gleich.

    Für 2013 emp­feh­le ich Mal­ta zwei Vor­ge­hens­wei­sen: 1 Show mit je 10 Songs für Clau­dia und Fabri­zio oder eine Direkt­no­mi­nie­rung von Chia­ra. Die hat wenigs­tens Stim­me.

  3. Nach­dem die ers­te Run­de des Melo­di­fes­ti­va­lens zu schnell her­um gegan­gen ist – und oben­drein äußerst kurz­wei­lig war – quä­le ich mich nun doch durch das Fina­le in Mal­ta und bin kurz vor dem Ein­schla­fen. *seufz*

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