Stop, don’t say that it’s impossible (NO 2012)

Im Semifinale des Melodi Grand Prix trat Tooji Keshtkar noch im Hoodie als klischeemäßiger böser Bube an. Nach seinem Sieg vor wenigen Minuten ließ sich der 25jährige, im Iran geborene Sänger, der sein Glück offenbar kaum zu fassen vermochte, auf der Bühne von seiner sichtlich stolzen Mama herzen. Awwww! Mit dem optischen wie akustischen Eric-Saade-Abklatsch und seinem fabelhaften Dance-Elektro-Kracher ‘Stay’ entschieden sich die Norweger erstaunlicherweise richtig: erwartete man im Vorfeld doch allgemein den Sieg der entsetzlichen Nordic-Folk-Kappelle Plumbo. Dieser Kelch ging an uns vorüber, und dafür schon mal herzlichen Dank! Das macht zwar Oh-Gate (das unverständliche Ausscheiden des einzigen wirklich guten Beitrags des kompletten MGP-Line-ups, Minnie Ohs ‘You and I’ im dritten Semi) nicht ungeschehen. Immerhin aber folgte Norwegen dem maltesischen Beispiel und wählte nun wenigstens das zweitbeste Lied. Und auch, wenn fraglich bleibt, wie die Nummer live klingen mag: so langsam kommt doch so etwas wie Vorfreude auf Baku auf!

httpv://youtu.be/fOdRFtwTzb8
He will be popular: Tooji

Tooji oder Eric Saade?

  • Geh mir fort mit diesen Discojüngelchen! (34%, 26 Votes)
  • Tooji (32%, 25 Votes)
  • Eric Saade (27%, 21 Votes)
  • Danny Saucedo (7%, 5 Votes)

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10 Gedanken zu „Stop, don’t say that it’s impossible (NO 2012)“

  1. Ein perfekter Eurovisionsabend. Und Tooji war dabei die Krönung. Danke, Norwegen! Ich hätte es ja gerne so gemacht wie Silya am Ende und ihn erstmal ordentlich abgeknutscht. X-D Eris Saade Vol. 2 oder nicht, mir gefällt Stay noch besser als Popular (kein Kempe-Kitsch, dafür die optimale Mischung aus orientalisch-modernen Klängen und typisch nordischem Popschlager). Ich drücke die Daumen, dass es ein guter Platz in Baku geben wird! Und seine Rührung am Ende, vor allem als die Wertungen reinkamen war wirklich süß. Auch bei seinem Auftritt habe ich ein richtig gehendes Strahlen bei ihm bemerkt, dass er es bis in die Top 4 geschafft hat. Mist, ich glaube nachdem ich letztes Jahr jedwardized war, bin ich jetzt toojized. Aber er war wirklich zum Knuddeln. <3 <3 <3

    1. Es sollte natürlich heißen “Eric Saade”, “einen guten Platz” und “Auch bei seinem zweiten Auftritt habe ich …”. Sorry. ;-)

      1. Schrecklich, aus Skandinavien schon wieder so ein Jüngelchen (wobei ich sagen muss, dass mir Tooji tatsächlich sympathischer ist als Eric und das Lied um einige Klassen besser).
        Dabei hätte es doch aus Norwegen durchaus einige ganz gute Beiträge gegeben, aber die sind sukzessive eliminiert worden. Nachdem mein persönlicher Fave Cocktail Slippers direkt den Abgang gemacht hatte, waren die Carburetors meine ganze Hoffnung (wie bereits jemand anders bemerkt hat, kommen sie zwar nicht an Keep of Kalessin heran, aber immerhin ist es Rock).
        Und als die dann beim “Superfinale” nicht mehr mitspielen durften, habe ich noch verhalten auf Nora Foss Al-Jabri zu hoffen gewagt. Vergeblich, wie man nun weiß.
        Aber zum Thema “typisch für Norwegen”:  zum einen nimmt das ja (leider) kaum noch ein Land ernst (und dann wären wahrscheinlich auch Plumbo richtiger gewesen), und zum anderen trifft das auf Tooji wie auch für Stella Mwangi durchaus zu. So ist Norwegen eines der (wenn nicht sogar das) Länder (Land) mit der höchsten Zahl integrierter Einwanderer in Europa — ohne darum so ein Bohau zu machen wie andere.

        Und zum Thema “Eurovisionsfeeling”: das kommt bei mir dieses Jahr irgendwie noch gar nicht auf (nach so einem Beitrag schon gar nicht). Bislang sind wir zwar auch von richtig grottenschlechten Beiträgen verschont geblieben, aber das meiste ist ziemliches Mittelmaß. Richtig zündende Knaller habe ich bislang noch keine gefunden. Und bei dem was derzeit baumäßig in Aserbaidschan abgeht, denke ich tatsächlich über einen Boykott nach.

  2. Die Carburators wären ja wohl tausendmal geiler gewesen!!!

    Jetzt haben wir hier einen glatten für den osteuropäischen Hörer zurechtgeschneiderten Stampfer vor uns, der in dieser Art und Weise sicherlich noch öfter in Baku vertreten sein wird. Und mit Norwegen hat das Lied genau so viel zu tun wie die Afrikanischen Rhythmen im letzten Jahr (aber immerhin ist diesmal der Text intelligenter!)

    1. Ich fand Keep of Kalessin 2010 noch viel geiler als The Carburetors. Die waren zwar auch nicht schlecht, aber irgendwie doch ein bißchen zu mainstreamig-konventionell. Und irgendwie bezweifel ich, dass wir solche Stampfer dieses Jahr wirklich noch so oft hören werden. Und wie ich schon sagte, hört man da durchaus auch skandinavische Pop-Einflüsse heraus. Von daher steht es Norwegen wohl schon etwas näher als noch letztes Jahr Haba Haba. Aber die schwedische Song-Invasion dieses Jahr geht weiter. Die beiden Boströms, die neben Tooji am Song geschrieben haben, sind nämlich auch Schweden. Wahrscheinlich klingt es deshalb so, als würde sich Stay auch im Melodifestivalen gut machen.

  3. Gratulation Norwegen! Das einzig richtige gemacht und aus den vier erbärmlichen “Guldfinalisten” das einzige international vielversprechende Angebot ausgewählt.
    Plumbo und dieser texanische Gunther Gabriel – das wäre vielleicht was für’s örtliche Folk-Festival auf dem Volksfestplatz in Zunzelhausen gewesen, beim ESC hätten sich die Norweger damit aber bis auf die Knochen blamiert.
    Zum Thema Saade-Kopie möchte ich mich nicht äußern, viel lieber feststellen dass “Stay” ne astreine Pop-Produktion ist; messerscharf arrangiert, mit ordentlich Wumms – und der Refrain ist, wie Little Imp schon korrekt gesagt hat, so richtig schön süffig-skandinavisch wie wir es lieben. Ich freu mich auf ihn in Baku! 

  4. Schick.

    Ich muss zugeben, orientalische Klänge sind bei mir fast schon die halbe Miete. Aber auch darüberhinaus finde ich das als Ganzes sehr schön. Und er kommt auch wirklich sympathisch rüber. Gut gemacht, Norwegen!

  5. Die Carburetors wären die beste Wahl gewesen, Plumbo hätte ich mir auch gefallen lassen (weil ich Nordic Folk durchaus mag).

    Und nun sowas…

    Sorry, Norway: no points

  6. Verstehe die hohe Bewertung dieses Songs nicht. Bei “Popular” wurde Simplizität stilvoll  “herausgefeilt”
    .    “Stay” wie auch der  diesjährigen Beitrag von Dany S. (Swe) sind i.m.o.  nur mittelmäßige Disko-Nummern .

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