Bosnien: Ich bin müde (BA 2012)

Es soll mir bitte keiner nachsagen, ich hätte mir keine Mühe gegeben. Ich kenne den Effekt ja schon von bosnischen Beiträgen aus der Vergangenheit, die ich beim ersten Hören schrecklich fand und mich später in sie verliebte: der Laka-Effekt. Drei Durchläufe habe ich daher diesmal durchgehalten, mit Streichhölzern in den Augen und Nägeln im Unterarm. Nur um Maya Sar und ihrer sehr sanften, sehr ruhigen Klavierballade ‚Korake ti znam‘ eine faire Chance zu geben. Aber so sehr ich das Lied mögen möchte: mehr geht beim besten Willen nicht. Schon diese Zeilen schreibe ich gewissermaßen im Zustand der Umnachtung, befallen von einer bleischweren, kaum noch abzuschüttelnden Müdigkeit. Ein viertes Mal, so fürchte ich, und ich wache nie wieder auf.

httpv://youtu.be/08AUZYlnmMs
Hilft zuverlässig bei Schlafstörungen: Maya Sar (BA)

So, jetzt aber: die beste Balkanballade 2012?

  • Serbien: Nije Ljubav Stvar (30%, 38 Votes)
  • Slowenien: Verjamem (18%, 22 Votes)
  • Bosnien: Korake ti znam (18%, 22 Votes)
  • Albanien: Suus (11%, 14 Votes)
  • Alle schlimm. (7%, 9 Votes)
  • Mazedonien: Crno e belo (6%, 8 Votes)
  • Portugal: Vida minha (6%, 7 Votes)
  • Kroatien: Nebo (4%, 5 Votes)

Total Voters: 125

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13 Gedanken zu “Bosnien: Ich bin müde (BA 2012)

  1. Tja, so richtig zündet es bei mir auch nicht. Es hat zwar einen gewissen Charme, ich würde es auch keineswegs schlecht nennen, aber ein wenig dünn/langweilig ist es schon, da die Entwicklung äußerst spät einsetzt. Aber vielleicht kommt der Durchbruch noch. Die Videoversion hat mir schon ein Stückchen besser gefallen.

  2. Vielleicht liegt es ja am Alter, das du ganz viel Buffta-Buffta-Rhythmen und viel bunten Trash für’s Auge brauchst um wach zu bleiben. Oder ich bin schon zu alt für zuviel Remmidemmi. Wie dem auch sei – ich steh ja auf solche Balladen, seufz.

  3. Nun gut. Sowas in der Art hatte ich erwartet. Es passt zu dem, was sie auch schon in der Vergangenheit gemacht hat.

    Find ich grundsätzlich nicht schlecht. Lebt aber vor Allem vom tollen Text, den die meisten naturgemäß nicht verstehen werden. Insofern bleibt halt nur die Musik, und die zündet wirklich spät bis gar nicht.

    Wie Def schon gesagt hat, finde auch ich, dass es in der Videoversion besser funktioniert. Vermutlich wird die aufkommende Langeweile halt einfach etwas von der erzählen Geschichte in Bildern abgelenkt.

    Ich denke mal das wird für Bosnien dieses Jahr eher eines der schlechteren Ergebnisse im Vergleich zu den letzten Beiträgen.

  4. Das hat mit dem Alter nur bedingt zu tun. Ich leide irgendwie schon mein ganzes Leben unter mangelnder Energie und ständiger Müdigkeit, so als habe bei mir bei der Geburt jemand vergessen, die Batterien reinzutun. Deswegen brauchte ich schon immer ganz viel Buffta Buffta und bunten Trash fürs Auge, um wach zu bleiben bzw. überhaupt wach zu werden. Das war als Kind schon so und wird mit dem Alter lediglich immer schlimmer.
    Und das ist mein Dilemma mit diesem Song: von der Instrumentierung her mag ich den ja, und mir gefällt auch die sanfte Melancholie eigentlich sehr. Es packt mir nur nicht genug, um dabei nicht einzuschlafen.

  5. Na, immer wenn sie eine vom Kroaten Andrej Babic geschriebene Balkanballade am Start haben (wenn auch, zugegebenermaßen, geschickt getarnt als fade. Entschuldigung, Fado). Das ist hier ja eine kulturelle Zuordnung, keine geografische. 🙂

  6. Das Lied ist ja eigentlich ganz schön. In dem Sinne, dass man es prima als Hintergrundgedudel hören kann, ohne dass es stört. Was natürlich bei einem Eurovisionssong einem Todesurteil gleichkommt.

  7. Wobei die Umfrage wohl am repräsentativsten wird, sobald wir die ESC-Fassung von Suus kennen. Die steht ja immer noch aus.

  8. Gähn. Nicht die schlechteste Balkanballade dieses Jahr (die kommt aus Albanien) und auch nicht die langweiligste (Kroatien), aber trotzdem – das Ding wird nur aufgrund der guten Startposition und des Ursprungslandes ins Finale kommen.

Oder was denkst Du?