Ser­bi­en: Nobo­dy does it bet­ter (than Zel­j­ko) (RS 2012)

Auch Ser­bi­en prä­sen­tier­te heu­te Abend erst­mals sei­nen Euro­vi­si­ons­bei­trag. Dass Žel­j­ko Jok­si­mo­vić ihn kom­po­niert und singt, steht bereits seit Novem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res fest. Ich mach­te ja noch nie einen Hehl dar­aus, total auf sei­ne Art der dra­ma­ti­schen Bal­kan­bal­la­de abzu­fah­ren. Ob ‘Lane moje’ (2004), ‘Lej­la’ (BA 2006) oder ‘Oro’ (2008): die von ihm kom­po­nier­ten Titel gehö­ren alle­samt zu mei­nen Lieb­lings­eu­ro­vi­si­ons­bei­trä­gen. Ent­spre­chend hoch gestal­te­ten sich mei­ne Erwar­tun­gen. Und: Žel­j­ko hat sie nicht ent­täuscht! ‘Nije Lju­bav Stvar’ ver­eint all die von mir heiß und innig gelieb­ten Ele­men­te: ein gro­ßes Strei­cher­ar­ran­ge­ment, eine geschickt ein­ge­setz­te Flö­te für den Eth­no-Fla­vour, ein ver­hal­te­ner Anfang und eine von Trom­meln ange­kün­dig­te, dra­ma­ti­sche Rückung mit ganz gro­ßem Song­fi­na­le. Cha­peau! Dabei wirkt der Song sogar noch fili­gra­ner und aus­ge­feil­ter als sei­ne bis­he­ri­gen Meis­ter­wer­ke.

httpv://youtu.be/75weifR47m0
Ser­bi­ans do it bet­ter: Žel­j­ko weiß, wie’s geht

In Baku trifft Jok­si­mo­vić dies­mal aller­dings auf eine gan­ze Pha­lanx an Bal­kan­bal­la­den, denn fast alle exju­go­sla­wi­sche Staa­ten ent­schei­den sich heu­er für bekann­te Namen und musi­ka­li­schen Herz­schmerz. Für mei­nen Geschmack zeigt sich aller­dings ein­mal mehr, wer der wah­re Meis­ter die­ses Gen­res ist. Neben ‘Nije Lju­bav Stvar’ ver­blas­sen die Kon­kur­renz­ti­tel und dürf­ten im Voting mar­gi­na­li­siert wer­den. Außer, Žel­j­ko begeht noch den klas­si­schen töd­li­chen Feh­ler und wählt die in der heu­ti­gen Prä­sen­ta­ti­ons­sen­dung eben­falls vor­ge­stell­te eng­li­sche Fas­sung ‘Syn­onym’, bei der natür­lich aller Zau­ber ver­lo­ren geht. Angeb­lich habe aber das ser­bi­sche Fern­se­hen bereits klar­ge­stellt, dass nur ein ser­bisch gesun­ge­nes Lied das Land ver­tre­ten kön­ne. Gut!

httpv://www.youtube.com/watch?v=KtAHccmWGbw
Die eng­li­sche Ver­si­on. Bit­te nicht!

Wer hat die bes­te Bal­kan­bal­la­de 2012 am Start?

  • Ser­bi­en: Nije Lju­bav Stvar (65%, 76 Votes)
  • Slo­we­ni­en: Ver­ja­mem (14%, 16 Votes)
  • Alba­ni­en: Suus (7%, 8 Votes)
  • Alle schlimm. (6%, 7 Votes)
  • Viel­leicht war­ten wir erst mal auf Bos­ni­en? (5%, 6 Votes)
  • Maze­do­ni­en: Crno e belo (3%, 4 Votes)
  • Kroa­ti­en: Nebo (0%, 0 Votes)
  • Por­tu­gal: Vida min­ha (0%, 0 Votes)

Total Voters: 117

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17 Gedanken zu “Ser­bi­en: Nobo­dy does it bet­ter (than Zel­j­ko) (RS 2012)

  1. Naja, ich kann die­ser Eupho­rie nicht ganz zustim­men. Schön ist ja sein Lied, aber auch nicht gera­de neu. Und ich gebe zu beden­ken, das fast alle Wie­der­ho­lungs­tä­ter schlech­ter abge­schnit­ten haben als beim ers­ten­mal. Ich bin mir aber abso­lut sicher, das Ser­bi­en das Fina­le erreicht. Und auch zurecht. Denn das Lied gehört ins Fina­le. Ob er damit aller­dings gewinnt, steht auf einem ande­ren Blatt.

  2. Das stimmt, neu ist es nicht. Stört mich aber auch nicht: solan­ge er so gute Songs schreibt, kann Ser­bi­en von mir aus jedes Jahr Zel­j­ko schi­cken. Ich krieg da nicht genug von. Aber die Gefahr besteht natür­lich, dass weni­ger in die­se Art von Songs ver­lieb­te Men­schen als ich das als ten­den­zi­ell lang­wei­len­de Wie­der­ho­lung wahr­neh­men. Man wird sehen.

  3. Irgend­wie schickt der Herr Jok­si­mo­vic jedes mal immer wie­der das glei­che Lied ins Ren­nen. Und weil sich die Lie­der immer so schön anhö­ren, fällt das nie­man­dem auf…

  4. Na das macht Die­ter Boh­len ja auch, nur klin­gen bei ihm die Lie­der nicht so schön. Ich habe das Lied mei­ner Schwes­ter vor­ge­spielt und die hat­te Gän­se­haut.

  5. Ein schö­ner Song, gute Melo­die, mag die Strei­cher und von mir aus auch den Rau­sche­gold­en­gel mit Flö­te, ich habe gebannt zugesehen/gehört und der Song ist schön – ABER – wie immer!!! Das gro­ße und beson­de­re Ele­ment fehlt auch hier. Wird sicher­lich eher vor­ne mit­spie­len, aber umge­hau­en hat er mich auch nicht – und ich stim­me völ­lig zu, bit­te nicht in ENG­LISCH – da ver­liert er völ­lig sei­nen Reiz

  6. Ja, lie­ber Oli­ver. Auch ich wür­de sagen die ande­ren kön­nen ein­pa­cken.  Was die Bal­kan­bal­la­den angeht, ist Z. Jok­si­mo­vic ein­fach ein Aus­nah­me­ta­lent. Es gibt auf dem Bal­kan sicher viel­sei­ti­ge­re Künst­ler, aber der Ser­be ist defi­ni­tiv der Bal­la­den­gu­ru.

    Ich den­ke auch nicht, dass wir in der Kate­go­rie noch Bos­ni­en abwar­ten müs­sen. Ich mag Maya­Sar sehr ger­ne. Ihr “Nespret­no” war z.b. auch eine tol­le Bal­la­de- aber (das kann man an dem Song im Ver­gleich zu Z. Jok­si­mo­vic sehr gut raus­hö­ren) sie ist wesent­lich euro­päi­scher unter­wegs, gera­de in der Instru­men­tie­rung.

    Daher wür­de es mich sehr wun­dern, wenn Sie uns mit einer Num­mer über­rascht, die Ser­bi­en noch top­pen kann. Zumin­dest wenn es sich um eine Bal­la­de han­delt. Aber das ist, wie du auch schon geschrie­ben hat, bei dem Titel schon zu erwar­ten.

  7. Ser­bia, many points 🙂

    Wirk­lich sehr schön. Und als der Song vor­bei war, dach­te ich, das waren doch im Leben noch kei­ne drei Minu­ten – also alles ande­re als lang­wei­lig 🙂

  8. Ja, dann tritt er schon das vier­te mal an mit dem sel­ben Pro­du­zen­ten und den sel­ben Musik­klän­gen wie Jah­re zuvor !    Nur der Text und die Melo­die ist ver­än­dert wor­den !   Buuuuuuuhhhh.….
    Punk­te­ab­zug !!!

  9. Samo na Srps­kom zvuči bol­je nez­ni­je ‚top­li­je i emo­ci­je su bol­je poz­drav Žel­jku

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