Eupho­rie in Euro­pa

Da hat­ten die OGAE-Schwup­pen ja doch Recht: mit über­ra­gen­der Punkt­zahl gewann die Fan­fa­vo­ri­tin Lore­en aus Schwe­den in Baku. Wie ers­te Äuße­run­gen der deut­schen Jury­prä­si­den­tin Anke Engel­ke (herz­li­chen Dank für den char­man­ten Hin­weis dar­auf, wie vor­teil­haft es doch ist, die Wahl zu haben, bei der Punk­te­ver­ga­be) ver­mu­ten las­sen, räum­te sie wohl auch bei der Jury gut ab. Und ich ste­he mal wie­der als völ­li­ger Nicht­ex­per­te da, weil ich bereit war, zu wet­ten, dass sie es nicht schafft – freu mich aber natür­lich auch wie ein Keks!


Viel Spass mit Lore­en, aus­führ­li­che Ana­ly­se mor­gen sowie ich dazu kom­me

24 Gedanken zu “Eupho­rie in Euro­pa

  1. ser­bi­en hät­te gewin­nen müs­sen, sie hat­ten einen ihrer bes­ten komponisten/musiker im all­ge­mei­nen am start und die num­mer war ein­fach atem­be­rau­bend. ich ver­steh ums ver­re­cken nicht, was an schwe­den so toll war.

  2. Mich hat am meis­ten über­rascht dass Nina Zil­li nicht bes­ser ange­kom­men ist und dass die Babush­ki trotz Jurys so weit vor­ne sind. Ach­ja, und dass die Gast­ge­ber Vier­te gewor­den sind fin­de ich ähm… erstaun­lich.
    Und nach­dem mitt­ler­wei­le die Ergeb­nis­se der Semis draus­sen sind: wir Öster­rei­cher haben gera­de mal 8 Punk­te bekom­men und sind unter 42 Teil­neh­mern 42. gewor­den. Ob nun wie­der eine Trotz­pha­se mit Nicht­teil­nah­me kommt?Dafür sind heu­er zum ers­ten Mal alle drei Sen­dun­gen live auf ORF1 gelau­fen, und mit der Rück­kehr von Ster­mann und Gris­se­mann als Kom­men­ta­to­ren war es ein sehr unter­halt­sa­mer Abend.

  3. Ich fand Kalio­pi auch ver­dammt geil! Hast Du den Bei­fall in der Hal­le gehört?! Das Publi­kum war begeis­tert. Nicht ein­mal die Tür­ken beka­men einen sol­chen Bei­fall. Da Maze­do­ni­en eine schwa­che Dia­spo­ra und auch, außer Ser­bi­en, kei­ne Sym­a­pa­thies­an­ten hat, ist das durch­aus eine Leis­tung.

    Hät­te sie für Ser­bi­en gesun­gen, hät­te sie haus­hoch gewon­nen.

  4. 8. Platz for Ger­ma­ny! Mehr konn­te man nun wirk­lich nicht ver­lan­gen 😀 Pri­ma, freu mich total für Roman 🙂 Daß den letz­ten Platz nun aus­grech­net Nor­we­gen besetzt hat, ver­steh ich nicht ganz – auch wenn ich Too­ji nu gesang­lich nicht all­zu toll fand.  Alles wei­te­re auch spä­ter^^, nur eins noch – yeeeessss Alba­nia! 😉

  5.  tja und den­noch hat Schwe­den gewon­nen, egal wer hät­te gewin­nen müs­sen. Ser­bi­en war ein guter Song und auch ein guter Sän­ger, den­noch waren wir ein­deu­tig für Schwe­den. Der Song packt einen.

  6. Ita­li­en hat mich auch gepackt, ein tol­ler Auf­tritt. Es waren halt eini­ge gute Sachen unter den ers­ten Plät­zen und da ver­teilt es sich lei­der. Wir haben das Fina­le von Öster­reich gese­hen und waren so ver­liebt in Con­chi­ta Wurst und hät­ten ihr so den Sieg gegönnt. Hof­fe, es geht kei­ne Dis­kus­si­on los, weder in Öster­reich, noch in Hol­land oder sonst wo. Alle sol­len bit­te teil­neh­men und es sport­lich sehen. Ich muss lei­der dazu sagen, dass wir auch den Song aus Öster­reich nicht gut fan­den 🙁 – ges­tern gefiel mir auch Spa­ni­en enorm, wir haben wir gebannt zuge­hört. Ne sau­gu­te Stim­me

  7. Nor­we­gens letz­ten Platz ver­ste­he ich auch nicht so wirk­lich. Nach den ers­ten Wer­tun­gen hät­te ich mal wie­der auf einen letz­ten Platz für die Bri­ten gewet­tet. Sieht man sich die Halb­fi­nal­ergeb­nis­se an, ist es nicht mehr ganz uner­klär­lich. Too­ji ist nur denk­bar knapp über­haupt ins Fina­le gekom­men. Da kann er noch von Glück reden. Fast hät­te es – erstaun­li­cher­wei­se  – doch Bul­ga­ri­en geschafft.

  8. Ich bin der fes­ten Über­zeu­gung, dass sich Nina Zil­li mit dem Ani­mie­ren des Publi­kums selbst einen bes­se­ren Platz ver­baut hat. Wenn das Publi­kum nicht ohne­hin schon von selbst mit­geht, ist “clap your hands”, “I can’t hear you” etc. nun ein­mal kon­tra­pro­duk­tiv. So zumin­dest mei­ne bis­he­ri­gen ESC-Beob­ach­tun­gen. Ande­rer­seits viel­leicht auch ganz gut so, denn Ita­li­en will ja auch nicht so wirk­lich ger­ne gewin­nen.

    Nur 8 Punk­te für Öster­reich tun mir leid. Ich fand die Tracks­hit­taz sehr unter­halt­sam. Und auch die Schweiz glück­los auf Platz 11 und die drö­gen Ungarn auf Platz 10, da hat doch sicher der Start­platz eine Rol­le gespielt.

  9. Jetzt habe ich doch noch etwas ver­ges­sen.

    Der gute Platz von Aser­bai­dschan über­rascht mich kei­nes­wegs. Ich habe den Song von Anfang an für eine star­ke Bal­la­de gehal­ten und auch die Insze­nie­rung mit dem Kleid war eine wirk­lich inno­va­ti­ve Idee – im Gegen­satz zu Angguns als ESC-Neu­heit ange­kün­dig­te Boden­tur­ner.

    Und Roman Mütz­ke zieht mit Max Mutz­ke gleich. Die­ses Ergeb­nis war wohl zu erwar­ten, auch wenn er die Augen offen hat­te.

  10. Fand Ser­bi­en doof. Umd zwar weil sie mei­ner Mei­nung nach schlicht das super Lied “Para­di­se” von Cold­play abge­kup­fert haben. Sowas hat bei so einem Ereig­nis nichts zu suchen!
    Umso trau­ri­ger, dass es soo hoch gewer­tet wur­de!

  11.  okay, wenn du fin­dest, dass drei-vier ähn­li­che töne am anfang abkup­fern sind 😉

  12. Na Haupt­sa­che die grot­ten­falsch sin­gen­den Babusch­kas sind bei “so einem Ereig­nis” rich­tig 😉 … und das auch noch mit einem 2. Platz. Wo war denn da die Jury bit­te? Klar, die Babusch­kas waren nied­lich. Den­noch ist der ESC kein Varie­té- oder Caba­ret­fes­ti­val, son­dern ein Pop­mu­sik­fes­ti­val.

    Mei­ner Auf­fas­sung nach, ist es untrag­bar, dass das gekrei­sche so weit oben lan­de­te. Die Omas soll­ten ein paar Stun­den, bei bul­ga­ri­schen Damen­chö­ren neh­men, um zu erler­nen, wie sowas klin­gen muss.

  13. nun ja, musi­ka­lisch boten die tracks­hit­taz eben doch spar­ten­kost, die beim durch­schnitts­pu­bli­kum eher nicht so zieht – mit einem für die aller­meis­ten zuse­her und -hörer unver­ständ­li­chen text (auch ich beherr­sche das alpe­n­idi­om offen­bar nicht hin­läng­lich). und der fra­ge, ob das sexis­tisch oder iro­nisch war (für letz­te­res gab es aller­dings nicht all­zu vie­le hin­wei­se an den geneig­ten rezi­pi­en­ten…). spar­ten­kost zieht eben nur, wenn sie ein­druck hin­ter­lässt. das wäre mit con­chi­ta wohl eher mög­lich gewe­sen, zumal sie eine klas­si­sche esc-rezep­tur ange­mischt hat­te. scha­de, da hat sich öster­reich selbst die chan­ce ver­baut, sich als welt­of­fen und ganz modern zu prä­sen­tie­ren – und viel auf­se­hen zu erre­gen (die debat­ten gera­de in den doch deut­lich machis­ti­scher gepräg­ten kul­tu­ren unse­res kon­ti­nents und sei­ner peri­phe­rie wären gewiss span­nend und auf­schluss­reich gewe­sen).

  14. also, eigent­lich gro­ße ent­spann­te zufrie­den­heit mit dem ergeb­nis kann ich aus mei­ner run­de ver­mel­den. mit schwe­den lässt sich  gut leben, die omis las­sen sich gut schnell ver­ges­sen, der drit­te platz für ser­bi­en ist eine aner­ken­nung für sehr soli­des hand­werk (das ich mir gern anhö­re, das für mich aber immer den leich­ten bei­geschmack der mischung aus dem bau­kas­ten hat). toll fin­de ich natür­lich den fünf­ten platz für rona (manch­mal setzt sich gro­ße kunst eben doch auch durch) und gleich danach den sechs­ten für otti (der lei­der mit sei­nen dau­er­mo­du­la­tio­nen die stei­ge­rung der schlich­ten bal­la­de fast ver­wischt hat). und romans ergeb­nis ist groß­ar­tig, damit hät­te ich nicht gerech­net. aber der deut­sche bei­trag kam so ange­nehm musi­ka­lisch und unauf­ge­regt daher, dass da ein­fach vie­le sym­pa­thie­stim­men zusam­men­ge­kom­men sein dürf­ten. als den noch bes­se­ren bei­trag aus deutsch­land habe ich aber ankes ent­waff­nend char­mant vor­ge­tra­ge­nen, aber doch sehr deut­li­chen hin­weis auf die demo­kra­ti­schen wer­te emp­fun­den – der ein­zi­ge kon­trär poli­ti­sche bei­trag in die­ser ste­ri­len und offen­bar in der hal­le von mas­si­vem ein­satz von “secu­ri­ty” beglei­te­ten insze­nie­rung des regimes (mit der pein­lich­keit des lah­men schwie­ger­sohns als pau­se­nact; mehr dazu im vor­wärts-blog), der neben­bei noch ein­mal die groß­ar­tig­keit der letzt­jäh­ri­gen show her­vor­hob und anke m.e. zu einer der ganz gro­ßen des abends mach­te.
    das abschnei­den azer­bai­dschans fand ich nicht so über­ra­schend, auch das ist schließ­lich soli­des hand­werk und hät­te mit einer inter­na­tio­nal bekann­ten inter­pre­tin durch­aus gutes markt­po­ten­ti­al. den tür­ki­schen bei­trag fin­de ich über­be­wer­tet und lang­wei­lig (ner­vig wäre wohl das tref­fen­de­re wort), aber das ist ja geschmacks­sa­che. die big five kön­nen ganz zufrie­den sein, fin­de ich: engel­bert hat nun mal doch zu vie­le töne ver­sägt (ich fin­de trotz­dem, dass das eine der schö­nen num­mern des jahr­gangs ist) und das fran­zö­si­sche dings ist schwer zu sin­gen (trotz­dem hono­rie­re ich natür­lich die bemü­hun­gen von frl. anggun um die posi­ti­ve insze­nie­rung von und selbst­ver­ständ­li­che kom­mu­ni­ka­ti­on über schwu­le und deren ästhe­ti­sche vor­lie­ben *fg* im ver­lauf der gesam­ten zeit vor ort in baku), aber ganz gut zu hören auf der cd. ange­nehm fand ich, dass der bil­lig-pop aus dem hel­le­ni­schen raum end­lich mal kei­ne reich­wei­te hat­te (ich beken­ne: ich höre lal­al­ove trotz­dem ganz gern, man kann ja nicht immer nur der ehr­wür­di­gen muse hul­di­gen…), und tun­ti hät­te ich natür­lich zum geburts­tag ein bes­se­res ergeb­nis gewünscht, aber dafür hät­te er viel­leicht einen ori­gi­nal­bei­trag ein­rei­chen und den dann auch noch gut sin­gen müs­sen 😉
    also: im gro­ßen und gan­zen haben in mei­nen augen alle unge­fähr das ergeb­nis ein­ge­fah­ren, das als ange­mes­sen betrach­tet wer­den kann. sie­ge­rin­nen des abends: lore­en und anke!

  15. Kei­ne Sor­ge. Con­chi­ta wird dann nächs­tes Jahr den Vor­ent­scheid gewin­nen – aller­dings dann mit einem schwä­che­ren Lied. Ken­nen wir doch schon. 😉

  16. Und noch ein Adden­dum.

    Ich bin die­ses Jahr doch ziem­lich über­rascht vom guten Geschmack Euro­pas. Alba­ni­en auf Platz 5 und Däne­marks Seicht­song end­lich ein­mal mit Platz 23 abge­straft. Und auch das erfolgs­ver­wöhn­te Grie­chen­land muss den 17 Platz wohl als Miss­erfolg wer­ten. Aber es war wohl auch ein­fach zu for­mel­haft her­un­ter­ge­spult. Irland dürf­te eben­falls nicht zufrie­den sein. Aber Water­line war auch schwä­cher als Lip­s­tick und die Show hat­te bis auf ein bie­de­res Was­ser­spiel auch nichts Neu­es zu bie­ten.

  17.  Ich auch nicht… but what do I know, wie Ter­ry Wogan jetzt gesagt hät­te. Zot­tel­zom­bie tanzt sei­nen Namen und nuschelt dabei, und dafür dann 372 (in Wor­ten: Drei­hun­dert­zwei­und­sieb­zig) Punk­te? Neu­en Rekord von 18 Zwöl­fern? Irgend­was muss ich ges­tern und in der Zeit davor ver­passt haben.… Na ja, kön­nen halt jetzt alle durch­dre­hen.

  18. Wann kommt denn nun end­lich die Ana­ly­se, die erwar­te ich mit näm­li­cher Unge­duld wie das ESC Fina­le. Freue mich auf gehäs­sig-net­te und ehr­lich-über­spitz­te Ver­glei­che, Betrach­tun­gen, Anmer­lun­gen…
    Ich den­ke, es ist nicht geschleimt, wenn ich sage: “aufrechtgehn.de” twelf Points.

  19. Nun­ja, dass Lore­en tat­säch­lich gewinnt, hätt ich nicht gedacht, doch ist es mehr als akzep­ta­bel, denn so kann ich mei­nen Urlaub für nächs­tes Jahr Mai pla­nen 😀
    Und ich muss sagen, dass mich Too­jis letz­ter Platz echt enttäuscht…er hat doch gar nicht so schief gesungen..zumindest ist er mir nicht aufgefallen…und er bewegt sich nun­mal auch ein bisschen..mehr als die omas! Da wun­de­re ich mich was die Jurys gevo­tet haben, nach wel­chen Kri­te­ri­en da vor­ge­gan­gen wur­de.
    Jetzt wird es noch span­nend zu sehen wie sich Jury und Tele­vo­ting von­ein­an­der unter­schei­den!

    PS: Für alle die schon Hotels in Stock­holm gebucht haben, soll­ten evtl. auch ne Opti­on für eine Woche spä­ter abschlie­ßen, da einen Tag nach dem ESC-Fina­le in Stock­holm das IIHF Fina­le statt­fin­det. Von daher glau­be ich im Moment, dass der ESC eher um eine Woche nach hin­ten ver­scho­ben wird, oder eben nicht in Stock­holm statt­fin­den wird.

  20. Ein Dance-Pop Song wie vie­le ande­re auch.

    Er hat nichts wor­an ich
    mich in 5 Jah­ren noch erin­nern könn­te. Der gan­ze Hype um die­ses Lied­gut
    erschliesst sich mir nicht ein­mal ansatz­wei­se.

    Es könn­te auch ein Song von David Guetta sein, mit einer/einem sei­ner zahl­rei­chen Sän­ger und Sän­ge­rin­nen.

    Tanz­bar das wars…

    Gute Stim­me nett inze­niert.

  21. @57fe99f1b46d60ddc4342169f263e6aa:disqus Eine Woche spä­ter fin­det das Fuss­ball Cham­pi­ons League-Fina­le statt, gegen den selbst der ESC kei­ne Chan­ce hat! 😉
    Die Eis­ho­ckey Welt­meis­ter­schaf­ten fin­den vom 3. – 19. Mai 2013 in Stock­holm und Hel­sin­ki statt, was die Sache inso­fern ein biss­chen ver­kom­pli­ziert, da auf­grund der Zusam­men­ar­beit mit Finn­land der Anlass wohl nicht ein­fach an ein ande­res Land abge­ge­ben wer­den kann. 
    Es wird also ziem­lich was los sein im Mai in Stock­holm.
    Es sei denn, .…. der ESC fin­det nicht in Stock­holm statt .…. !

  22.  okaay..das Cham­pi­ons League Fina­le hat­te ich echt nicht auf dem Schirm
    Dann wird es ja noch­mal span­nend wann und wo der ESC-Zir­kus sei­ne Ver­an­stal­tung abhält…
    Ich hof­fe ja dann nicht auf Stockholm..auch wenn ich da immer mal hinwollte..die Hotel­prei­se wer­den dann ja noch teu­rer als eh schon bei solch einem Event
    Mal gucken was aus Göte­borg wird, die haben ja auch noch grö­ße­re Hal­le mit Paltz für 14 000.

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