Fina­le: die Chan­cen

Logo ESC 2012 FinaleBevor mor­gen in Baku die ers­ten Pro­ben los­ge­hen und sämt­li­che bis­he­ri­gen Ein­schät­zun­gen über die Teil­neh­mer­bei­trä­ge und ihre Chan­cen (Semi 1 | Semi 2) ihre Gül­tig­keit ver­lie­ren, hier nun noch die sechs fest für das Fina­le gesetz­ten Titel im aufrechtgehn.de-Test.  Posi­tiv anzu­mer­ken ist zunächst, dass die Big-Four-Län­der seit ihrem kata­stro­pha­len Abschnei­den in den Nul­ler Jah­ren, als sie (zu Recht!) regel­mä­ßig geschlos­sen auf den letz­ten Plät­zen lan­de­ten, ihre Haus­auf­ga­ben gemacht haben: alle Haupt­zah­ler­län­der über­zeu­gen in die­sem Jahr mit hand­werk­lich gut gemach­tem Pop, der den Ver­gleich mit dem aktu­el­len Musik­ge­sche­hen nicht scheu­en braucht. Ob sich das auch in guten Ergeb­nis­sen aus­zahlt?

Das Fina­le eröff­net der 76jährige bri­ti­sche Schnul­zier Engel­bert Hum­per­dinck. Er pro­fi­tiert von der Erwar­tung-Ergeb­nis-Sche­re: man hört sei­nen Namen und anti­zi­piert einen abge­half­ter­ten Schla­ger­hei­ni, der sich mit einer anti­quier­ten Num­mer und kräch­zen­der Stim­me zu unse­rer Scha­den­freu­de bla­miert. Erlebt statt­des­sen aber einen gereif­ten Haus­frau­en­schwarm der Sech­zi­ger, der mit ‘Love will set you free’ eine atmo­sphä­risch inti­me, zeit­lo­se Gitar­ren­bal­la­de prä­sen­tiert, mit der er sei­ne in jahr­zehn­te­lan­gen Tour­ne­en gestähl­te, noch immer beein­dru­cken­de, klas­sisch geschul­te Stimm­kraft voll aus­spie­len kann. Mit einem spä­ten Start­platz wäre er sogar ein ernst­haf­ter Kan­di­dat für die dies­jäh­ri­ge Euro­vi­si­ons­kro­ne gewe­sen, aber auch so dürf­te es für eine Plat­zie­rung im obe­ren Drit­tel, also unter den ers­ten Neun, rei­chen. Und zwar sowohl im Jury- wie im Tele­vo­ting.

httpv://youtu.be/Aq1-6qsjIo8
Biss­chen viel Selbst­bräu­ner viel­leicht, aber sonst per­fekt: The Hump live (UK)

Ein biss­chen schwe­rer dürf­te sich da die in Indo­ne­si­en gebo­re­ne Fran­zö­sin Anggun tun. Die hat mit ‘Echoes’ zwar ein sehr moder­nes, anspruchs­vol­les Pop­stück, Pres­se­mel­dun­gen zufol­ge ein von Jean-Paul Gaul­tier geschnei­der­tes Büh­nenout­fit, und dürf­te dank ihrer Teil­nah­me als Pau­se­nact in prak­tisch jeder ost­eu­ro­päi­schen Vor­ent­schei­dung die­ses Jah­res auch einen gewis­sen Sym­pa­thie­bo­nus mit­brin­gen. Sie ist aller­dings, wie wir von Live­auf­trit­ten mit den deut­schen Tech­no-Pio­nie­ren Schil­ler wis­sen, nicht die aus­ge­feil­tes­te Sän­ge­rin, was ihr zum Ver­häng­nis wer­den könn­te. Hier dürf­te die Sche­re zwi­schen uptem­po­prä­fe­rie­ren­dem Tele- und auf stimm­li­che Sau­ber­keit ach­ten­dem Jury­vo­ting am wei­tes­ten aus­ein­an­der­klaf­fen, zwi­schen #5 und #25 ist jedes Ergeb­nis denk­bar. Ich erwar­te eine Mit­tel­feld­plat­zie­rung.

httpv://youtu.be/SnSmB7uBo-Y
Ob das auch das Out­fit für Baku ist? (FR)

Schlecht für die Fran­zö­sin: direkt auf Anggun folgt eine der Fan-Favo­ri­tin­nen, die Ita­lie­ne­rin Nina Zil­li mit ihrem Amy-Wine­house-Gedächt­nis­knal­ler ‘L’Amore è femmi­na’. Oder pas­sen­der: ‘Out of Love’, wie der Unter­ti­tel lau­tet, denn sie singt lei­der haupt­säch­lich auf so etwas Ähn­li­chem wie Eng­lisch. Dass die atem­be­rau­bend gut aus­se­hen­de, über eine hin­rei­ßen­de Atti­tü­de ver­fü­gen­de und vor­trags­kom­pe­ten­te Sän­ge­rin das Jury­vo­ting gewinnt, darf vor­aus­ge­setzt wer­den. Bleibt die Fra­ge, ob sie für die euro­päi­schen Zuschau­er nicht punk­te­min­dernd einen Tick zu selbst­be­wußt daher­kommt. Sie lan­det aber auf jeden Fall unter den ers­ten Drei und könn­te sogar gewin­nen.

httpv://youtu.be/coqLVynejo8
Lei­der wer­den wir die Her­ren wohl nicht in Baku sehen… (IT)

Auf hei­mi­schem Grund prä­sen­tiert Aser­bai­dschan sei­nen bis­her bes­ten Bei­trag, die vio­lin- und flö­ten­ge­sät­tig­te Bal­la­de ‘When the Music dies’. Was für emp­find­sa­me Ohren einen beson­ders bit­te­ren Unter­ton ent­wi­ckeln könn­te, da sich die Sän­ge­rin Sabi­na Babay­e­va weder der eng­li­schen Spra­che noch einer ein­fühl­sa­men Inter­pre­ta­ti­on mäch­tig zeigt, son­dern viel­mehr – ohne jedes Gespür für den Inhalt – laut­stark jodelnd und jeden ein­zel­nen Ton bis zur Unkennt­lich­keit modu­lie­rend durch ihr Lied pflügt. Eben so, wie man es von all den schlech­ten Knall­char­gen aus all den schlech­ten Cas­ting­shows kennt. Natür­lich ist das immer noch bes­ser als Elle & Nik­ki vom Vor­jahr, wird aber iro­ni­scher­wei­se nur für einen guten Mit­tel­feld­platz rei­chen.

httpv://youtu.be/-8ejpLyXSuY
Nachts ist es käl­ter als drau­ßen: Sabi­na Bar­ba­pa­pa (AZ)

Schwe­di­sche Bal­la­de + spa­ni­sche Diva = die Defi­ni­ti­on von Fan­wank”, so fass­te OnEuro­pe den spa­ni­schen Bei­trag ‘Quéda­te con­mi­go’ unlängst tref­fend zusam­men. Dass Pas­to­ra Soler eine der stimm­ge­wal­tigs­ten Sän­ge­rin­nen des son­nen­ver­wöhn­ten Urlaubs­lan­des ist, dürf­te außer Fra­ge ste­hen. Und dass ihre Bom­bast­bal­la­de klas­si­sche gestrick­te Grand-Prix-Fans in Schla­gerek­sta­se ver­setzt, ver­steht sich eben­falls von selbst. Ob ihr Dober­mann­charme aber auch beim brei­ten Publi­kum ankommt, dahin­ter mache ich dann mal ganz vor­sich­tig ein Fra­ge­zei­chen. Ich fürch­te, sie teilt das Euro­vi­si­ons­schick­sal aller ihrer Lands­leu­te seit dem Jahr­tau­send­wech­sel: sie wird zehn Plät­ze zu nied­rig abschnei­den. Also irgend­wo im hin­te­ren Mit­tel­feld.

httpv://youtu.be/eJBh_fUBreA
An Dei­nem Kla­mot­ten­ge­schmack arbei­test Du aber noch, Pas­to­ra?!? (ES)

Bleibt, einen Start­platz nach Pas­to­ra, das deut­sche Glücks­bär­chi Roman Lob und sei­ne for­ma­t­ra­dio­freund­li­che, spre­chend beti­tel­te und ster­bens­lang­wei­li­ge Durch­schnitts­sül­ze ‘Stan­ding still’. Wenn er mit gro­ßen Knopf­au­gen in die Kame­ra schaut und uns mit sei­ner ganz sanft ange­r­auh­ten Schmu­se­stim­me ansäu­selt, dürf­ten zwar die poten­ti­el­len Schwie­ger­müt­ter­her­zen euro­pa­weit dahin­schmel­zen. Harm­lo­se Net­tig­keit schlägt sich aber erfah­rungs­ge­mäß nicht am Scoreboard nie­der, und so dürf­te es für uns wie­der zu gewohn­ten Ergeb­nis­sen im hin­te­ren Drit­tel zurück­ge­hen.

httpv://youtu.be/MxA6TWLttZo
Zwar nicht das bes­te Lied, aber der sexies­te Sän­ger: ist doch auch was! (DE)

18 Gedanken zu “Fina­le: die Chan­cen

  1. Ja, da ist schon viel Wah­res dran, an die­ser Ein­schät­zung. Mal sehen, wie sich die Pro­ben anlas­sen, dann kann man immer noch am Urteil fei­len. Span­nend ist es in jedem Fall, die Big 6, respek­ti­ve Big 6 haben schon sehr viel rich­tig gemacht. Schwan­ke im Moment zwi­schen Nina und Engel­bert.

  2. Mei­ne Favo­ri­tin ist die­ses Jahr defi­ni­tiv Nina. Aber die­ses Jahr sind wirk­lich alle Gesetz­ten ver­dient im Fina­le. Sehr schön. 🙂 Am wenigs­ten kann ich mit Pas­to­ras Song anfan­gen, da fin­de ich ande­re Bal­la­den noch bes­ser, aber das macht sie kei­nes­wegs schlecht.

  3. Und ich zitie­re dann mal zu Pas­to­ra den Euro­fire Blog: “Mit freund­li­chen Grü­ßen an die GEMA, die das offi­zi­el­le Pre­view-Video gesperrt hat. Möge euch die Pest dahin­raf­fen!” xD

  4. Nun zu dei­ner Bewer­tung: Auch ich fin­de, dass die “Big6” die­ses Jahr so gut wie zuletzt 1993 sind und dann auch cir­ca genau­so abschnei­den wer­den. Deutsch­land zuhau­se ein gro­ßer Medi­en­pol, beim ESC zwi­schen Platz 18 und 26. Ein viel zu schlecht plat­zier­ter Act wird das Fina­le eröff­nen, ob nun Engel­bert oder Enri­co Ruc­ce­ri. Und dass der Vor­jah­res­zwei­te wie­der Zwei­ter wird, dar­an zwei­felt doch auch kei­ner, oder? Denn gewin­nen wird wie­der mal der Vor­jah­res­sie­ger!

  5. Also, die­se Pro­gno­se da oben passt, wackelt und hat Luft! Und zwar in allen Belan­gen! The Hump sehr sou­ve­rän, mit Sicher­heit in der Top Ten, Anggun… na ja, Geschmacks­sa­che, sieht man dann auch am Scoreboard, Sabi­na wird die Top Ten wohl gera­de so eben packen, Pas­to­ra wün­sche ich eine weit­aus bes­se­re Plat­zie­rung als die oben pro­gnos­ti­zier­te, und nach ihr wird es Roman mit sei­nem Ecken-und-Kan­ten-sind-was-für-die-ande­ren-Lied sehr schwer haben. E la bel­la Nina wird gewin­ne Con­test! ROMA 2013!!!

  6. Na denn, zum Drit­ten:

    UK: Ich war sehr ange­nehm über­rascht, als ich das Lied zum ers­ten Mal gehört habe, und dar­an hat sich nichts geän­dert. Ich glau­be zwar kei­ne Sekun­de lang, dass wir 2013 nach Lon­don fah­ren, aber unver­dient wäre es jeden­falls nicht.

    FR: Unter den Big Five das schwächs­te Lied und die schwächs­te Sän­ge­rin. Das wird wohl nichts, ins­be­son­de­re unter Berück­sich­ti­gung des direkt fol­gen­den Lie­des.

    IT: Groß­ar­tig. Wie macht ihr das, Ita­li­en? Das Anti-Däne­mark – und ich hof­fe auf Rom 2013, schon allein, damit die Serie seit ’96 nicht reißt (was sogar die OGAE-Jungs so sehen, bei denen zankt sich Ita­li­en mit Island um Platz 2 hin­ter Schwe­den).

    AZ: Ganz gro­ße Stim­me, aber ein reich­lich lang­wei­li­ges Lied. “Drip Drop” hat­te mehr emo­tio­na­le Kraft dahin­ter. Wird sich wahr­schein­lich gut plat­zie­ren, aber  um Patrick Schnei­ders Kom­men­tar zu beant­wor­ten: Ich zweif­le defi­ni­tiv dar­an, dass Ita­li­en Zwei­ter wird, weil der Vor­jah­res­sie­ger gewinnt. Nicht mit die­sem Lied und die­ser Sän­ge­rin.

    ES: Gähn. Sor­ry, aber das Ding gibt mir so gar nichts. Man kann von deut­schem Los­glück spre­chen, dass unse­re Schnarch­bal­la­de direkt nach die­ser noch lang­wei­li­ge­ren Ver­tre­te­rin ihrer Gat­tung dran ist. Und bit­te ach­tet auf die Büh­nen­be­leuch­tung für Frau Soler; wenn ihr das so ver­geigt wie im Video, wer­den die Leu­te garan­tiert nicht anru­fen, weil sie in Schock­star­re gefal­len sind.

    DE: Ich mag das Lied. Ich geste­he aller­dings zu, dass ihm das nöti­ge Quänt­chen Pfef­fer fehlt, um wirk­lich was zu rei­ßen. Wird sehr davon abhän­gen, wer direkt nach ihm dran­kommt.

    Fazit: So star­ke Big Five hat­ten wir lan­ge nicht; es fehlt ins­be­son­de­re der obli­ga­to­ri­sche qua­li­ta­ti­ve Aus­rei­ßer nach unten (Stich­wort Sora­ya, Josh Dubo­vie, No Angels oder Amau­ry Vas­si­li). Ita­li­en mag den Wett­be­werb ja kein Stück ernst neh­men, aber mei­ne per­sön­li­che Hoff­nung ist, dass sie die­ses Jahr bes­ser abschnei­den als 2011.

  7. So, end­lich Zeit gehabt, mir alle Ent­ries noch­mal am Stück rein­zu­zie­hen und für mich selbst­per­sön­lich zu bewer­ten…

    Ich teil­te die Ent­ries erst­mal grob in fünf Kate­go­ri­en ein (Groß­ar­tig, Gut, Medi­um, Ungut, Furcht­bar), um anhand des­sen erst­mal mei­ne per­sön­li­chen Fina­lis­ten zu küren. (Die Fein­ar­beit stand erst bei den Final­punkt­wer­tun­gen an sowie bei den letz­ten Final­teil­neh­mern der bei­den Semis.)

    Bevor es zu mei­ner fina­len Punk­te­wer­tung geht, noch einen Blick auf mei­ne fünf Kate­go­ri­en:

    - Groß­ar­tig (5 Ent­ries)
    – Gut (8 Ent­ries)
    – Medi­um (12 Ent­ries)
    – Ungut (14 Ent­ries)
    – Furcht­bar (3 Ent­ries)

    (Die bei­den unte­ren Kate­go­ri­en out­num­bern die bei­den obe­ren Kate­go­ri­en zwar leicht, aber ins­ge­samt wür­de ich doch von einem zufrie­den­stel­len­den Jahr­gang spre­chen, zumal nur 3 Ent­ries ganz unten lan­de­ten.)

    Wel­che Ent­ries es in die Top-Kate­go­rie geschafft haben, wird man anhand mei­ner Punk­te­wer­tung fest­stel­len kön­nen. Wel­che Ent­ries in die letz­te Kate­go­rie ver­bannt wur­den, bleibt unge­nannt. (Sonst fühlt sich womög­lich wie­der jemand auf den Schlipps getre­ten, weil er von unwür­di­gen Men­schen kri­ti­siert wird, und das wol­len wir ja sicher­lich nicht.)

    * * *

    And here are the results of TILII’s voting:

    - Bel­gi­um: 1 point
    – Switz­er­land: 2 points
    – Ser­bia: 3 points
    – Den­mark: 4 points
    – Aus­tria: 5 points
    – Spain: 6 points
    – Ice­land: 7 points
    – United King­dom: 8 points
    – Ita­ly: 10 points
    – And final­ly Swe­den: 12 points

    And this com­ple­tes the results of TILII’s voting.

    * * *

    Bei den klei­nen Punk­te­wer­tun­gen tat ich mich bei der Fein­ar­beit schwer, und lei­der muss­te ich drei Ent­ries aus der Kate­go­rie “Gut” leer aus­ge­hen las­sen.

    Was die fünf Ent­ries aus der Top-Kate­go­rie angeht, tat ich mich in der Rei­hen­fol­ge letzt­lich zwar leich­ter, aber eigent­lich ist es mir eini­ger­ma­ßen wurscht, wer von die­sen am Ende gewinnt.

    Aber wenn kei­ner die­ser fünf gewinnt, dann bin ich belei­digt…

  8. Wenn das Fina­le so bestückt ist, wie ich mir das (unter der Berück­sich­ti­gung der Regel, dass aus jedem Semi genau 10 wei­ter­kom­men dür­fen) wün­sche, dann sind mei­ne Top 10 wie folgt:

    In der Grup­pe ++ (fetzt mich wirk­lich):
    MK 12 Punk­te
    SLO 10 Punk­te
    SK 8 Punk­te
    IS 7 Punk­te

    Für die­se würde/werde ich tat­säch­lich auch anru­fen (vbor­aus­ge­setzt, sie über­zeu­gen mich auch live), glau­be aller­dings nicht dar­an, dass es rea­le Chan­cen auf Sieg gibt, außer viel­leicht bei IS (zumal MK und SK wohl gar nicht ins Fina­le gelan­gen wer­den).

    aus der Grup­pe + (soll­te auf jeden Fall ins Fina­le):
    HR 6 Punk­te
    DK 5 Punk­te
    E 4 Punk­te (mein höchs­ter Big 6)
    LV 3 Punk­te
    I 2 Punk­te
    FIN 1 Punkt

    In die­ser Grup­pe sind bei mir auch noch AL, NL, EST, S, N und B. Also soll­te es doch mög­lich sein, dar­aus einen Sie­ger zu küren (mei­net­we­gen S, wenn’s anders nicht geht, oder eben I).

    D, AZ und GB sind übri­gens bei mir in Grup­pe O (ganz ok/nett) auf den Final­plät­zen 17, 18 und 19, (ent­spre­chend 17, 18 und 19 auch der Gesamt­wer­tung, also zu recht im Fina­le).

    KEI­NE Ver­tre­ter aus den Grup­pen – (mag ich nicht) und – (furcht­bar) im Fina­le. Das erscheint mir die­ses Jahr sogar rea­lis­tisch, vor­aus­ge­setzt, Jed­ward kom­men tat­säch­lich nicht wei­ter (bei LT, RSM, GE, MNE und GE brau­che ich mir wohl kei­ne Sor­gen zu machen, bei MD und CH wäre es immer­hin im Bereich des Mög­li­chen).

    Fazit:  die Chan­cen ste­hen gut, dass ich die­ses Jahr mal nicht VÖL­LIG ent­täuscht wer­de (wie sei­ner­zeit, als mei LETZ­TER Platz und Hass­ob­jekt Dima Bilan sogar gewon­nen hat. Dass ande­rer­seits einer mei­ner ECH­TEN Lieb­lin­ge gewinnt, dar­an glau­be ich kaum und kann also damit auch nicht mehr ent­täuscht wer­den.
    Auf eine gute Plat­zie­rung von Kalio­pi (und auch Rona) und wenigs­tens einen Final­ein­zug von Miros­lav hof­fe ich natür­lich trotz­dem.
     

  9. Hier also eher weni­ger Über­ein­stim­mun­gen…

    Der deut­sche Ent­ry ist übri­gens auch bei mir in der mitt­le­ren Kate­go­rie gelan­det. Aber das ist immer noch bes­ser als in so man­chem Jahr zuvor.

  10. Ich wäre sehr glück­lich, wenn Spa­ni­en, UK oder Frank­reich gewin­nen wür­den. Doch ich glau­be nicht dar­an, mei­ne ESC-Wün­sche gehen meist nach hin­ten los.

  11. Bei Spa­ni­en wäre ich dabei. UK wäre ein Ach­tungs­sieg, aber so rich­tig recht wäre mir das eigent­lich nicht. Und Frank­reich: bit­te nicht!

  12. Nicht zu ver­ges­sen ist, das sich Roman ziem­lich gut von dem gan­zen Frau­en­über­schuss unter­schei­det und abhebt und somit bes­ser haf­ten bleibt. Und der seich­te Par­di­se Oskar ist ja auch nicht unter­ge­gan­gen.

  13. Ita­li­en fin­de ich von den Big 6 auch am bes­ten dies Jahr – UK ist ganz nett, aber…wie mein Lebens­ab­schnitts­ge­fähr­te  for­mu­lier­te: Das klingt wie ein Lied das der Wirt als letz­tes spielt, bevor er die Gäs­te raus­schmeisst und die Knei­pe dicht­macht 😀
    Romans Song fin­de ich immer noch recht lahm, habe ihn mir aber doch schon etwas schön­ge­hört 😉

    Ins­ge­samt kann man mit allen schon gesetz­ten ziem­lich zufrie­den sein, da stim­me ich zu 🙂

  14. Im Fina­le ist der nied­li­che Fin­ne aber unter­ge­gan­gen. Roman hat da zum Glück immer­hin einen bes­se­ren Start­platz erwischt.

  15. tja, so sehe ich es auch: alle gesetz­ten num­mern sind schon recht stark. und am stärks­ten ita­li­en (also, wenn nicht alba­ni­en gewinnt, dann ita­li­en, oder?*grins*), auch wenn die­ses itang­lish nicht so char­mant rüber­kommt wie l´originale. und mei­ne hoch­ach­tung für opa­bert, der ein so schlich­tes wie anrüh­ren­des lied­chen ser­viert, sehr ein­gäng­lich, sehr ein­neh­mend, mit hohem mit­schun­kel- und nach­sing­fak­tor – ein ech­ter top-5-tip! ich lie­be den spa­ni­schen bei­trag (und da gilt das­sel­be wie für schwe­den: die kann das auch live!), so klas­sisch mit rückung und gro­ßem dra­ma (und dann auch noch so ein eman­zi­pier­ter text) – möge ihm ein gutes abschnei­den beschert sein. tja, und die gast­ge­ber kom­men mit einer ganz schi­cken bal­la­de daher, die bei mir einen immer stär­ke­ren ohr­wurm aus­ge­löst hat. das könn­te schon wie­der eine ganz hohe plat­zie­rung geben. bleibt der fran­zö­si­sche bei­trag, bei dem ich anfäng­lich gar nicht so recht wuss­te, was ich davon hal­ten soll (und dabei bin ich tra­di­tio­nell dem fran­zö­si­schen grand-prix-oeu­vre sehr zuge­tan). ja, der ist durch­aus catchy (und das video bie­tet ja so manch plum­pe ran­schmei­ße *g*), aber ob das live funk­tio­niert? eine mei­ner größ­ten unsi­cher­hei­ten. was soll man zum deut­schen bei­trag sagen? ich hof­fe dar­auf, dass eine freund­li­che regie die knopf­au­gen von roman oft genug in sze­ne setzt, denn die num­mer ist an sich zwar nicht schlecht, aber auch nicht wirk­lich packend und genau­so gut für die ver­damm­nis des ver­ges­sens im mit­tel­feld (was dann beim voting einen hin­te­ren platz bedeu­ten wür­de) wie für einen sym­pa­thie­be­ding­ten platz in den top15. mehr erwar­te ich da nicht. ist aber auch nicht schlimm, oder? ins­ge­samt ist das für mich ein star­ker jahr­gang!

  16.  Ich ver­gaß, Frank­reich zu erwäh­nen: mein Platz 21, ein­deu­tig schwächs­ter Beit­reg der Big 5–6, aber gera­de noch final­wür­dig.

  17. Lus­tig, die alten Ein­schät­zun­gen noch­mal zu lesen. Frank­reich ist ja wohl ein Fall für Wil­hem Busch. Ers­tens kommt es anders und zwei­tens als man denkt. Lus­tig, dass gera­de die Juries sie vor einem 0-Punk­te-Ergeb­nis bewahrt haben und ihre gan­ze Vor­ent­scheids-Tou­re­rei so abso­lut über­haupt nichts gebracht hat.

Oder was denkst Du?