She’s Ebenee­zer Goode: 1. Pro­be Schwe­den

Sie führt mit rybakarti­gem Abstand sämt­li­che Fan­polls an und auch die Wett­bü­ros sehen sie mehr­heit­lich als Sie­ge­rin: die Schwe­din Lore­en. Dass sie uns in Baku im Wesent­li­chen die sel­be Büh­nen­show bie­tet wie beim Melo­di­fes­ti­va­len – gnä­di­ges Halb­dun­kel, in dem die in einem Yoga-Out­fit Ste­cken­de mit einer zer­zaus­ten Haar­wand vor dem Gesicht wal­dorf­schü­le­rin­nen­haft ihren Namen tanzt, – war vor­her­zu­se­hen. Die span­nen­de­re Fra­ge: wie klingt’s live? Die Ant­wort: okay. Zwar mur­melt Lore­en wei­ter­hin gro­ße Tei­le ihres Tex­tes in ihren nicht vor­han­de­nen Bart. Aber die bei­den in der Tie­fe der Dun­kel­heit ver­steck­ten Backing­sän­ge­rin­nen heben das zumin­dest beim Refrain. Ganz zum Schluß erscheint auch wie­der ein im Ver­gleich zur zier­li­chen Schwe­din hünen­haft wir­ken­der Tän­zer im Zir­kus­kos­tüm, den Lore­en besteigt, wäh­rend gol­de­ner Flit­ter auf der Lein­wand den visu­el­len Effekt einer frisch geschüt­tel­ten Tou­ris­ten-Chi­chi-Glas­ku­gel erzeugt. Ich mag es (ich bin schließ­lich auch nur ein Fan), kann mir aber nicht vor­stel­len, dass die por­tu­gie­si­sche Haus­frau und der nor­we­gi­sche Rent­ner für die­sen 20 Jah­re zu spät kom­men­den Rave-Nach­züg­ler wirk­lich anru­fen. Und die Jurys wer­den es has­sen und gna­den­los run­ter­punk­ten, denn die waren zum Höhe­punkt der Fröh­li­che-Pil­len-Wel­le in den Neun­zi­gern alle­samt schon zu alt, um noch selbst mit­zu­fei­ern. Könn­te Lore­en also gar eine Kate Ryan pul­len?


The Shamen haben ange­ru­fen und wol­len ihren Song zurück (SE)

6 Gedanken zu “She’s Ebenee­zer Goode: 1. Pro­be Schwe­den

  1. das wird der größ­te Favo­ri­ten­sturz in der Geschich­te des ESC! habe es letz­te Nacht geträumt … *fg*

  2. 1. Pro­be … durf­te loo­ren 2 x die 1. Pro­be machen?!? In der Pro­be in dem bericht schafft sie es am Schluß nicht, über den Tän­zer und in dem Link hier, schafft sie es…hMMMMM 

  3. Hmm, also stimm­lich sehe ich da über­haupt kein Pro­blem. Das war ja die größ­te Befürch­tung.
    Ansons­ten ist die Per­for­mance ja die vom Melo­di­fes­ti­va­len bekann­te. Jetzt muss sie es nur noch schaf­fen, ihren Tän­zer zu bestei­gen und alles ist palet­ti.

    Und ein biss­chen Schwarz­se­hen und Her­u­mun­ken kann sicher­lich auch nicht scha­den. Ich ver­ste­he aller­dings nicht, war­um der Haus­herr hier stän­dig mit dem Vor­ur­teil um sich wirft, die Jurys bestün­den aus­schließ­lich aus Spät­rent­nern, die ein­zig und allein auf Bal­la­den ste­hen. Ja, ich weiß, “Jurys sind Wich­ser”, aber so ein­fach ist die Sache dann auch wie­der nicht.

  4. Bei den Kame­ra­pro­ben (ers­te und zwei­te Pro­be) haben alle Dele­ga­tio­nen jeweils 45 bzw. 30 Minu­ten Zeit und kön­nen so vie­le Durch­läu­fe machen, wie sie in die­sem Rah­men schaf­fen. Daher ist es gut mög­lich, dass es Lore­en bei meh­ren Ver­su­chen mal schaff­te und mal nicht. Die von mir hier ein­ge­bun­de­nen offi­zi­el­len Clips von eurovision.tv wer­den in der Regel aus allen Pro­be­durch­läu­fen zusam­men­ge­schnit­ten. Erst bei den Gene­ral­pro­ben direkt vor den Shows haben alle nur noch jeweils einen Durch­lauf.

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