Style over Substance: 2. Proben BY, PT, UA, BG

Ich bin ja normalerweise kein Freund der von Bloggern in der Halle mitgedrehten Probenvideos, alleine schon aufgrund der Qualität. Die offiziellen Mitschnitte der letzten vier heutigen Starter waren aber im youtube-Kanal von eurovision.tv zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Meldung aus technischen Gründen nicht verfügbar (ein weiterer Hackerangriff?). Und manchmal haben die statischen Fan-Aufnahmen auch ihr Gutes. Gerade bei stark durchchoreografierten Darbietungen wie der von Gaytana für die Ukraine. Im Fernsehen werden wir von den (nur noch) vier Tänzern und ihrem faszinierenden Spiel mit ihren LED-Doubles nämlich wieder die zentralen Elemente verpassen, der blöden, schnittgeilen Kameraregie wegen. Also, schaut und genießt das Spektakel einmal genau so, wie es gedacht war.


Und sogar ein Flashmob! (UA)

Heute sang Gaytana sogar akzeptabel. Was aber keinen Unterschied macht: wie schon bei der Sandfrau letztes Jahr wird sich hinterher niemand an den Song erinnern können, die ukrainische Show aber dennoch unter den ersten fünf im Finale landen. Zu den drei anderen Ländern gibt es kaum etwas Neues zu sagen: Portugal langweilig wie immer, Weißrussland hätte bei der rockigeren Originalversion und den Weltraum-Biker-Uniformen von der Vorentscheidung bleiben sollen und die gute Sofi aus Bulgarien möchte endlich mal ein paar Euro in etwas Formwäsche investieren. Bei ihrem Anblick muss ich nämlich immer unwillkürlich an Tütenmilch denken, und das ist nicht schön. Kein Wunder, dass niemand mit ihr auf die Bühne will.


Kleiner Wink mit dem Gartenzaun an Sofi Marinova

8 Gedanken zu “Style over Substance: 2. Proben BY, PT, UA, BG

  1. Ich muss gestehen, mittlerweile gewöhne ich mich an die bunte Show der Ukraine.

  2. „Sofi … Bei ihrem Anblick muss ich nämlich immer unwillkürlich an Tütenmilch denken“

    Hoffnungslos off-topic, ich weiß, aber ich hab‘ mich schon immer gefragt, wie die Molkereien die Milch in so Tüten pressen ohne dabei Schweinerei zu machen…

  3. Das weiß man doch, dass die schon so gefüllt von den Bäumen geerntet werden! 😉

  4. Naaaaah… ich mag ja Mammae! Das ist das Einzige, worum ich Heteromänner beneide, dass sie gelegentlich mal, wenn sie brav waren, mit diesen formschönen, reizvollen Teilen spielen dürfen. 🙂
    Nur, wenn die Dinger altersbedingt schon halb auf dem Fußboden schleifen, fände ich es ästhetisch rücksichtsvoll, wenn Frau sie ansprechend verpackt. So, wie ein Kerl mit Hängehintern auch keine Chaps mehr tragen sollte. (TMI, ich weiß. Jetzt hab ich’s mir vermutlich mit allen demoskopischen Gruppen verscherzt. Sorry.)

  5.  Jetzt weiß ich, warum ich auf derartige Äußerungen (ähnlich wie Kommentare zu strähnigen Haaren o.ä.) so allergisch reagiere:
    Ich hasse einfach jegliche persönlichkeitsbeschränkende gesellschaftliche Zwänge, ganz besonders dieses heutzutage schon als selbstverständlich genommene Diktat, dass man (v.a. Frauen) sich gefälligst die Achseln rasieren müsse, oder inzwischen auch die beine oder gar die Scham. Nicht, dass das nicht auch mal (!) ein ganz netter Effekt sein kann, aber warum soll man das MÜSSEN?
    Sorry, ist natürlich ein wenig off topic, aber das musste mal raus.

  6. D’accord. Natürlich muss man gar nichts. Frau auch nicht. Nichts läge mir ferner, als irgendjemand vorschreiben zu wollen, wie er/sie herumzulaufen habe. Wirklich. Nur: wer sich ins Scheinfernerlicht vor die Kameras stellt, muss sich meines Erachtens auch alberne Lästereien und unqualifizierte, politisch unkorrekte Kommentare gefallen lassen – nichts anderes tue ich ja hier. Und ich tue das zum Spaß, das ist um Himmels Willen bitte nicht ernst zu nehmen! (Von daher ist Dein Kommentar auch nicht off topic, sondern full on topic. Danke dafür.)
    Ich bin selbst gegen jegliches Entfernen jeglicher Körperbehaarung, jedenfalls bei Männern. Bei Frauen finde ich persönlich rasierte Beine schöner. Aber das ist eine rein persönliche Geschmacksfrage, und natürlich ist es jeder selbst überlassen, ob sie das tut, genau so wie mit ihrem Bärchen oder den Achseln. Oder mit der Frage „Bra / vibrationer“? Es sieht nur – meine völlig unmaßgebliche persönliche Meinung – nicht schön aus bei Frau Marinova. Muss es ja natürlich auch nicht: wenn sie damit ein Statement für die persönliche Freiheit der reifen Frau zum Hängenlassen setzen möchte, dann more Power to her, um es mit Cliff Richard zu sagen!

  7.  Was Lästereien über Leute, die sich ins Rampenlicht wagen, betrifft. Bin ich ganz Deiner Meinung. Du hast das ja auch wunderbar in der „Gebrauchsanleitung“ zu dieser Site beschrieben, dass man sowas abhaben können muss, vor allem, wenn — wie Du ja auch schreibst — eigentlich trotzdem eine gewisse Hochachtung für jeden die Basis ist. Auf dieser Grundlage darfst Du gern lästern und auch Deine persönliche Meinung kundtun.
    (Wenn mir das nicht im Prinzip gefiele, wäre ich kaum so oft hier).

Oder was denkst Du?