You can call me Manboy: 1. Probe Slowakei, Norwegen

Sind wir froh, dass der Eurovision Song Contest im autokratisch regierten Baku stattfindet und nicht im demokratischen Frankfurt am Main: dort wäre Max Jason Mais Begleitband angesichts ihrer Schwarzer-Block-artigen Outfits mit schwarzen Hoodies und tief ins Gesicht gezogenen Mützen angesichts der aktuellen Occupy-Demo-Hysterie erst gar nicht durch die Polizeikontrollen gekommen. Max Jason, der seine Farrah-Fawcett-Frisur ebenfalls unter einer Mütze versteckte, schonte bei der Probe seine Stimme für den echten Auftritt. Jedenfalls hoffe ich das! Wobei: eigentlich auch wieder nicht, denn sollte er auch vor laufenden Kameras so falsch singen und krächzen wie heute, flöge er wenigstens raus, was mir ja nur recht wäre. Zu seiner Show gibt’s nicht viel zu sagen: authentischer Poserrock. Bleurgh.


Im Semi dann bitte wieder ohne T-Shirt, Max! (SK)

Mei, hat Eric Saade aber viel Selbstbräuner aufgelegt! Was? Ist er nicht? Wer dann? Tooji heißt der? Und kommt aus Norwegen? Ach so, das muss einem doch gesagt werden! Wie zu erwarten, präsentierte der possierliche Tooji – auch er im Hoodie, dennoch bei weitem nicht so nach einem Autonomen aussehend wie Maxens Mannen – exakt die gleiche, bewährte Choreografie wie schon im MGP. Passt ja auch perfekt zu seinem Dancefloorfiller. Und auch ohne die im Heimatland erlaubten Vocals vom Band klang ‚Stay‘, dank im Bühnenhintergrund stehenden Ghostsingers und kräftig mitskandierender Tänzer, stimmlich akzeptabel. Selbst wenn ich, dank Toojis Aussprache, nach wie vor „This Slushy is making me stronger“ verstehe: Schleichwerbung, anyone? Sicher im Finale.


Von bösen Nattern wird er auch gerne Tuntij genannt (NO)

3 Gedanken zu “You can call me Manboy: 1. Probe Slowakei, Norwegen

  1. Natürlich wird es der rockende Max schwerer haben ins Finale zu kommen, als der massenkompatible Tooji. Schade eigentlich.

  2. Großartig, ich bin also nicht der Einzige, der bei Tooji alles mögliche raushört, nur definitiv NICHT „passion“. Für mich klingt das eher wie „worship“ – oder, wenn ich gerade schlechte Laune habe, „horseshit“. 😉

  3. Er singt ja auch gar nicht „passion“, sondern „rush, it“ (but this rush, it is making me stronger) – zumindest laut offiziellem Text. 😉 Ich bilde mir ein, dass es da ursprünglich mal „rushing“ gestanden hat, aber gut, das nimmt sich ja nicht viel …

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